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Spätergebnisse in der Therapie der Besenreiservarikosis [sic] Nd-Yag [sic] Laser versus Hydroxypolyethoxydodecan. Eine prospektiv randomisierte Vergleichsstudie

von Dr. Stephanie Anders

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[1.] San/Fragment 073 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-08-09 20:41:20 Klgn
Fragment, Gesichtet, Henker 2006, SMWFragment, San, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 1-3, 7-44
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 69, Zeilen: 1 ff.
7.3 Diskussion beider Behandlungsmethoden

Die Ergebnisse sowohl der Verödungs- als auch der Laserbehandlung ergaben nach geometrischer Auswertung eine mittlere bis gute Korrelation zwischen den beiden Untersuchern (SPEARMAN Korrelationskoeffizient). [Beim visuellen Vergleich beider Behandlungsmethoden durch beide Auswerter fiel die Übereinstimmung signifikant bei Sklerosierungsbehandlung (COHENS Kappa Übereinstimmungskoeffizient) bzw. hochsignifikant bei der Laserbehandlung aus.] Keine der beiden Behandlungsmethoden ist in der Therapie von Besenreisern mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3 - 0,6mm signifikant besser.

Nach Laserbehandlung traten im Vergleich zur Verödungstherapie weniger Nebenwirkungen auf, die allerdings keine statistische Signifikanz erreichten.

LEW [sic] et al. [221] konnten in ihrer Vergleichsstudie zwischen 0,5%igem Aethoxysklerol und dem 1064 nm Nd:YAG Laser in der Behandlung von 14 Patienten mit Besenreisern (Durchmesserbereich von 0,5-2 mm) keinen statistisch signifikanten Unterschied feststellen. COLES et al. [69] konnten nach der Behandlung von 20 Patienten vergleichbare Ergebnisse zwischen der Behandlung mit einem 1064 nm Laser und der Verödung mittels 0,6%igem Sotradecol erzielen. Clearancegrade werden allerdings nicht genannt. LUPTON et al. [229] verglichen ebenfalls den 1064nm Nd:YAG Laser mit Sotradecol (0,25%ig). Die Gefäßdurchmesser betrugen 0,1-1,5 mm. Sie konnten sowohl nach einer, als auch nach zwei Behandlungen eine größere Clearance durch die Verödung gegenüber der Laserbehandlung feststellen.

Die genannten Studien (Tab.13) zeigen die Problematik solcher Vergleichsstudien auf - die Akquirierung geeigneter Patienten. Auch die hier vorgestellte Arbeit konnte „nur" zwanzig Patienten vergleichend untersuchen, herausgefiltert aus einem Patientenkollektiv von über 300 Patienten. Der Vergleich beider Therapien sollte unter möglichst gleichen Voraussetzungen erfolgen. Deshalb wurden hier auch Laserstudienparameter vorher festgelegt und nicht „von-bis" Bereiche angewandt, wie in bisherigen Vergleichsstudien [69; 221; 229] geschehen. Die Verwendung eines Behandlungsbereichs, insbesondere der Laserimpulsdauer, ist Anzeichen für divergierende Anforderungen durch unterschiedliche Gefäßdurchmesser (z. B. 0,5-2 mm). So sind für kleinere Gefäße (< 1 mm) kürzere Impulsdauern von Nöten, als für im Durchmesser stärkere Gefäße [288]. Dies führt zu ungenauen Ergebnissen. Dies wird noch extremer, wenn Behandlungsergebnisse verglichen werden, nachdem eine Verödungstherapie und bis zu vier (!) Lasertermine stattgefunden haben [69].

Für möglichst gleichwertige Voraussetzungen wurden die Parameter vor Studienbeginn festgelegt und eine Randomisierung der Therapiealternativen vorgenommen. Außerdem erfolgte eine Eingrenzung des Besenreiserdurchmessers. Nur so war es möglich die Laserparameter bzw. die Verödungsmittelkonzentration nicht verändern zu müssen. Beide Therapiemethoden bewegten sich mit den erzielten Ergebnissen im Rahmen dessen, was bereits von anderen Autoren publiziert wurde. Die zahlenmäßig geringeren Nebenwirkungen, die nach der Behandlung mit dem Laser auftraten, waren statistisch nicht signifikant, stützen aber die These, daß durch den 532 nm Nd:YAG Laser bei Besenreisern bis 0,6 mm der Sklerosierungstherapie ebenbürtige Ergebnisse erzielt werden können, bei einer zu erwartenden geringeren Nebenwirkungsrate. Beide Therapien sind für den Patienten relativ schmerzarm. Es wurde von keinem Patienten ein Oberflächenanästhetikum (z. B. EMLA® Creme [9; 22; 27; 40; 87; 88; 100; 184; 362]) verlangt.

7.3 Diskussion beider Behandlungsmethoden

Die Ergebnisse sowohl der Verödungs- als auch der Laserbehandlung ergaben im Mittelwert nach geometrischer Auswertung nahezu identische Werte (70,315 % zu 70,571 %). Demzufolge ist keine der beiden Behandlungsmethoden in der Behandlung von Besenreisern mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm signifikant besser. Nach Laserbehandlung traten im Vergleich zur Verödungstherapie weniger Nebenwirkungen auf, die allerdings keine statistische Signifikanz erreichten (exakter Fishertest {p 0,05} mit p = 0,38). Autoren, die in ihren Studien ebenfalls beide Therapiealternativen verglichen, zogen allesamt den 1064 nm Nd:YAG Laser als Vergleichslaser heran.

Levy et al. [221] konnten in ihrer Vergleichsstudie zwischen 0,5%igem Aethoxysklerol und dem 1064 nm Nd:YAG Laser in der Behandlung von 14 Patienten mit Besenreisern (Durchmesserbereich von 0,5-2 mm) keinen statistisch signifikanten Unterschied feststellen. Coles et al. [69] konnten nach der Behandlung von 20 Patienten vergleichbare Ergebnisse zwischen der Behandlung mit einem 1064 nm Laser und der Verödung mittels 0,6%igem Sotradecol erzielen. Clearancegrade werden allerdings nicht genannt. Lupton et al. [229] verglichen ebenfalls den 1064 nm Nd:YAG Laser mit Sotradecol (0,25%ig). Die Gefäßdurchmesser betrugen 0,1-1,5 mm. Sie konnten sowohl nach einer, als auch nach zwei Behandlungen eine größere Clearance durch die Verödung gegenüber der Laserbehandlung feststellen.

Die genannten Studien zeigen die Problematik solcher Vergleichsstudien auf - die Akquirierung geeigneter Patienten. Auch die hier vorgestellte Arbeit konnte „nur“ zwanzig Patienten vergleichend untersuchen, herausgefiltert aus einem Patientenkollektiv von 300 Patienten. Der Vergleich beider Therapien sollte unter möglichst gleichen Vorraussetzungen [sic] erfolgen. Deshalb wurden hier auch Laserstudienparameter vorher festgelegt und nicht „von- bis“ Bereiche angewandt, wie in bisherigen Vergleichsstudien [69; 221; 229] geschehen. Die Verwendung eines Behandlungsbereichs, insbesondere der Laserimpulsdauer, ist Anzeichen für divergierende Anforderungen durch unterschiedliche Gefäßdurchmesser (z. B. 0,5-2 mm). So sind für kleinere Gefäße ( 1 mm) kürzere Impulsdauern von Nöten, als für im Durchmesser stärkere Gefäße [288]. Ergo ist eine Veränderung der Laserparameter eine Anpassung an das jeweilige Gefäß, gleichbleibende Verödungsmittelkonzentrationen tragen dem nicht Rechnung. So erfolgt eine Verzerrung der Ergebnisse. Diese wird noch extremer, wenn Behandlungsergebnisse verglichen werden, nachdem eine Verödungstherapie und bis zu vier (!) Lasertermine stattgefunden haben [69].

Für möglichst gleichwertige Vorraussetzung [sic] wurden Parameter vor Studienbeginn festgelegt und eine Randomisierung der Therapiealternativen vorgenommen. Außerdem erfolgte eine Eingrenzung des Besenreiserdurchmessers. Nur so ist es möglich die Laserparameter bzw. die Verödungsmittelkonzentration für deren Wirksamkeit nicht verändern zu müssen. Beide Therapiemethoden bewegten sich mit den erzielten Ergebnissen im Rahmen dessen, was bereits von anderen Autoren publiziert wurde. Die zahlenmäßig geringeren Nebenwirkungen, die nach der Behandlung mit dem Laser auftraten, waren statistisch nicht signifikant. Stützen aber die These, daß durch den 532 nm Nd:YAG Laser bei Besenreisern bis 0,6 mm der Sklerosierungstherapie ebenbürtige Ergebnisse erzielt werden können, bei einer zu erwartenden geringeren Nebenwirkungsrate. Beide Therapien sind für den Patienten relativ schmerzarm. Es wurde von keinem Patienten ein Oberflächenanästhetikum (z. B. EMLA® Crème [9; 22; 27; 40; 87; 88; 100; 184; 362]) verlangt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman


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