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Diese Zusammenstellung basiert auf Befunden einer laufenden Plagiatsanalyse (Stand: 2017-09-01) – es handelt sich insofern nicht um einen abschließenden Bericht. Zur weiteren Meinungsbildung wird daher empfohlen, den jeweiligen Stand der Analyse auf der Seite http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/San zum Vergleich heranzuziehen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation von Dr. Stephanie Anders: Spätergebnisse in der Therapie der Besenreiservarikosis [sic] Nd-Yag [sic] Laser versus Hydroxypolyethoxydodecan. Eine prospektiv randomisierte Vergleichsstudie

Dissertation zum Erwerb des Doktorgrades der Zahnheilkunde an der Medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München. Berichterstatter: Privatdozent Dr. Carl Georg Schirren, Mitberichterstatter: Prof. Dr. Wilhelm Stolz. Tag der mündlichen Prüfung: 3. April 2006. Veröffentlicht: München 2006. → Nachweis Deutsche Nationalbibliothek, → Download LMU München

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54 Seiten mit Plagiatstext

Seiten mit weniger als 50% Plagiatstext

2 Seiten: 043 075

Seiten mit 50%-75% Plagiatstext

2 Seiten: 074 076

Seiten mit mehr als 75% Plagiatstext

50 Seiten: 006 007 008 010 011 012 013 014 015 016 017 018 019 020 021 022 023 024 025 027 028 029 030 031 032 033 035 036 037 038 039 040 041 042 058 059 060 061 062 063 064 065 066 067 068 069 070 071 072 073

Kapitelübersicht

  • Die Dissertation enthält zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen, die nicht als solche kenntlich gemacht sind. Als betroffen festgestellt wurden bisher (Stand: 1. September 2017) folgende Kapitel, die sich großteils als vollständig oder nahezu vollständig übernommen erwiesen haben – siehe Klammervermerke:
  • 1 ZIEL DER ARBEIT (S. 6): Seite 6 – [größtenteils (exkl. 1 Satz)]
  • 2 ANATOMISCHE UND PHYSIOLOGISCHE GRUNDLAGEN
  • 2.1 Aufbau der Haut [Anf.] (S. 6-7): Seiten 6, 7 – [vollständig]
  • 2.1.1 Die Epidermis (S. 7): Seite 7 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.1.2 Die Dermis (S. 8): Seite 8 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.1.3 Die Tela subcutanea (S. 8): Seite 8 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.1.4 Die Felder- und Leistenhaut (S. 8): Seite 8 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.3 Das oberflächliche Venensystem der unteren Extremitäten (S. 10): Seite 10 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.4 Die tiefen Beinvenen (S. 11-12): Seiten 11, 12 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.5 Die Physiologie des venösen Rückstroms (S. 12-13): Seiten 12, 13 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.6 Die Pathophysiologie des venösen Rückstroms und ihre Ätiologie (S. 13-15): Seiten 13, 14, 15 – [vollständig (wörtlich)]
  • 2.7 Die klinische Einteilung der Variköse (S. 15): Seite 15 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3 BESENREISERVARIZEN [Anf.] (S. 15): Seite 15 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.1 Aktueller Kenntnisstand
  • 3.1.1 Problematik der Nomenklatur (S. 15-16): Seiten 15, 16 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.1.2 Die Epidemiologie der Varikosis (S. 16-17): Seiten 16, 17 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.1.3 Die Ätiologie der Besenreiservarizen (S. 17): Seite 17 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.1.4 Die klinische Einteilung der Besenreiservarizen (S. 18-19): Seiten 18, 19 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.1.5 Zur Histologie von Besenreiservarizen (S. 19): Seite 19 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2 Behandlungsmethoden der Besenreiservarizen
  • 3.2.1 Die Sklerosierung
  • 3.2.1.1 Historischer Abriß (S. 20-25): Seiten 20, 21, 22, 23, 24, 25 – [vollständig]
  • 3.2.1.2 Feingewebliche Reaktionen nach der Sklerosierung (S. 25-26): Seite 25 – [vollständig (Text)]
  • 3.2.1.3 Nebenwirkungen der Sklerosierung bei Besenreiservarizen [Anf.] (S. 27): Seite 27 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.1.3a Hyperpigmentierung (S. 27): Seite 27 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.1.3b Teleangiektatisches Matting (S. 27): Seite 27 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.1.3c Paravasale und intraarterielle Injektion (S. 27): Seite 27 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.1.3d Nekrosen (S. 28): Seite 28 – [größtenteils (exkl. letzte 2 Sätze) (wörtlich)]
  • 3.2.2 Die Laserbehandlung
  • 3.2.2.1 Historischer Abriß (S. 29): Seite 29 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.2.2 Physikalische Grundlagen des Lasers (S. 30-32): Seiten 30, 31, 32 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.2.3 Die Wirkung vaskulärer Laser auf biologische Gewebe (S. 33-37): Seiten 33, 35, 36, 37 – [vollständig (Text) (wörtlich)]
  • 3.2.2.4 Nebenwirkungen der Laserbehandlung bei Besenreiservarizen [Anf.] (S. 38): Seite 38 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.2 4a Rötung (S. 38): Seite 38 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.2.4b Blasen- und Quaddelbildung (S. 38): Seite 38 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.2.4c Schorfbildung (S. 38): Seite 38 – [vollständig (wörtlich)]
  • 3.2.2.4d Hyperpigmentierung (S. 38-39): Seiten 38, 39 – [vollständig]
  • 3.2.2.4e Hypopigmentierung (S. 39): Seite 39 – [vollständig]
  • 3.2.2.4f Narbenbildung (S. 39): Seite 39 – [vollständig]
  • 4 FRAGESTELLUNG (S. 39): Seite 39 – [vollständig]
  • 5 MATERIAL UND METHODEN
  • 5.1 Material (S. 40): Seite 40 – [vollständig]
  • 5.2 Methoden [Anf.] (S. 40-41): Seiten 40, 41 – [größtenteils (exkl. erste 2 Sätze)]
  • 5.2.1 Ablauf der Sklerosierungsbehandlung (S. 41): Seite 41 – [vollständig (wörtlich)]
  • 5.2.2 Ablauf der Laserbehandlung (S. 41): Seite 41 – [vollständig (wörtlich)]
  • 5.2.3 Auswertung (S. 42-43): Seite 42
  • 5.2.4 Statistik (S. 43): Seite 43 – [vollständig]
  • 7 DISKUSSION [Anf.] (S. 58): Seite 58 – [vollständig]
  • 7.1 Diskussion der Sklerosierungsergebnisse (S. 58-63): Seiten 58, 59, 60, 61, 62, 63 – [nahezu vollständig (exkl. Diagr. 11 sowie 3,5 Sätze)]
  • 7.2 Diskussion der Laserergebnisse (S. 64-72): Seiten 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 72 – [nahezu vollständig (exkl. Diagr. 12 sowie 2 Sätze auf S. 69)]
  • 7.3 Diskussion beider Behandlungsmethoden (S. 73-74): Seiten 73, 74 – [größtenteils (exkl. 3 Sätze)]
  • 8 SCHLUSSFOLGERUNG (S. 75): Seite 75
  • 9 ZUSAMMENFASSUNG (S. 76-77): Seite 76.

Die Quelle

Es gibt sehr weitläufige Parallelen zur Dissertation Henker (2006) in allen Teilen der untersuchten Arbeit. Die untersuchte Arbeit ist in München an der LMU eingereicht worden, Henker (2006) in Berlin an der Charité. Beide Dissertationen wurden in nur kurzem zeitlichen Abstand angenommen, sodass auch eine Übernahme „in die andere Richtung“ denkbar erscheint. Es gibt jedoch sehr deutliche Hinweise, dass aus Henker (2006) in die untersuchte Arbeit übernommen wurde und nicht umgekehrt:

  • Der Zeitablauf: Henker (2006) wurde vor der untersuchten Arbeit eingereicht und verteidigt:
  • Untersuchte Arbeit: „Tag der mündlichen Prüfung: 03.04.2006“; PDF-File-Properties: „created 9.04.2006“
  • Henker (2006): „Promoviert am: 17.03.2006“; PDF-File-Properties: „created 27.01.2006“
  • Die Literaturverzeichnisse: Die Literaturverzeichnisse der untersuchten Arbeit und der Quelle stimmen überein, d.h. zum einen, dass auf alle Literaturangaben in beiden Arbeiten mit derselben Nummer verwiesen wird; zum anderen sind alle Einträge im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit (bis auf gelegentliche minimale Abweichungen in der Schreibweise mancher Zeichenfolgen und eine Ergänzung der Verfasserin bei Referenz [4], siehe Fragment 034 00) textidentisch mit denen in Henker (2006). Dies legt nahe, dass mindestens eines der Verzeichnisse kopiert wurde. Beide Verzeichnisse beginnen jeweils mit Nr. 1 und enden mit Nr. 398. Das Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit enthält jedoch die Referenzen [41] bis [61] – was bei Henker (2006) genau den Seiten 77 und 78 entspricht – nicht: Die Seiten 78 bis 81 der untersuchten Arbeit führen die Referenzen bis einschließlich [40] auf, Seite 82 beginnt mit Referenz [62].
    Bei der Begutachtung scheint das unbeanstandet geblieben zu sein, obwohl im Text der untersuchten Arbeit – wie auch bei Henker (2006) – auf einige dieser Literaturstellen verwiesen wird, siehe z.B. Fragment 038 01, Fragment 059 01 oder Fragment 061 01.
    Aus dieser Auslassung lassen sich Rückschlüsse auf die Übernahmerichtung ziehen:
  • Henker (2006) kann offensichtlich die Referenzen [41] bis [61] nicht aus der untersuchten Arbeit übernommen haben, was nahe legt, dass auch der Rest des Literaturverzeichnisses nicht nach Henker (2006) übernommen wurde.
  • Die untersuchte Arbeit ist gelegentlich einen Satz kürzer als Henker (2006). Auf S. 25 von Henker (2006) findet sich der Satz: „Sie reichen von völliger Reaktionslosigkeit bis zu periphlebitischen Reaktionen der Intima [158] (unter weitgehender Verschonung der Media), die schon nach 2 Stunden einsetzen können [86; 168; 380].“, in der untersuchten Arbeit an entsprechender Stelle aber nicht; trotzdem sind im Literaturverzeichnis der untersuchten Arbeit die Referenzen [86], [158], [168] und [380] enthalten, obwohl diese nirgends in der untersuchten Arbeit zitiert sind. Dies ist nur plausibel erklärbar, wenn man eine Übernahmerichtung aus Henker (2006) in die untersuchte Arbeit annimmt.
  • Hinweise auf Übernahmen via Copy-and-paste:
  • Fragment 006 01: Abbildung 1 der untersuchten Arbeit weist Anti-Aliasing-Spuren auf, was auf einen Screenshot hindeutet. Da die oberste Pixelreihe des Bildes mit der untersten Pixelreihe der Unterkapitelüberschrift in Henker (2006) übereinstimmt, ist anzunehmen, dass der Screenshot aus Henker (2006) angefertigt wurde:
San 006 diss closeup
  • Fragment 011 01: Die obere Abbildung in der Quelle besteht aus zwei einzeln selektierbaren Abbildungen, auch der Text dazwischen ist selektierbar. In der untersuchten Arbeit dagegen ist die obere Abbildung eine einzelne Abbildung und der Text ist Teil derselben. Da der Text genau dieselbe Position und Formatierung hat wie in der Quelle, ist diese Beobachtung als Indiz zu werten, dass die Abbildung aus der Quelle via Screenshot übernommen wurde.
  • Fragment 013 01: Der Bildausschnitt in Henker (2006) ist etwas größer als in der untersuchten Arbeit (leicht an dem abgeschnittenen Buchstaben „b“ zu erkennen). Wenn man davon ausgeht, dass die Abbildung via Screenshot von einer Arbeit in die andere übernommen wurde, dann ist dies ein klares Indiz für die Übernahmerichtung von Henker (2006) in die untersuchte Arbeit.
  • Fragment 063 00: „Sclérémo®“ in Tabelle 12 der Quelle steht „Scle"re"mo®“ in Tabelle 11 der untersuchten Arbeit gegenüber, „Literaturververweis“ – ohnehin falsch – in der Tabellenlegende „Literaturvei^erweis“ (keine Hervorhebungen in den Originalen). Die Fehler in der untersuchten Arbeit sind typisch für OCR-Artefakte und ein deutlicher Hinweis darauf, dass diese Zeichen im Text der Quelle nicht richtig erkannt wurden. Hieraus folgt eine sehr große Wahrscheinlichkeit für die Übernahmerichtung von Henker (2006) in die untersuchte Arbeit.
  • An einigen Stellen sind Formeln bzw. Zahlenangaben in der untersuchten Arbeit sinnlos bzw. fehlerhaft, in Henker (2006) aber nicht. Die Art der Fehler legt nahe, dass sie durch OCR-Fehler und eine anschließende Übernahme via Copy-and-paste entstanden sind:
  • Fragment 012 01: Aus „1/8“ in der Quelle wird „Vs“.
  • Fragment 031 01: „10-8 wird zu „10“, „Ea wird korrekt übernommen, „Eb wird jedoch zu „Eb“, „Eab wird zu „Eab“.
  • Fragment 035 01: \epsilon wird zu „e“, \alpha teilweise zu „a“ und „≅“ teilweise zu „s“, teilweise zu „=“.
  • Fragment 042 01: Aus \pi wurde „7i“, aus „l“ für „length“ wurde eine „1“, in der Quelle als Subskript gesetzte Zeichen sind zu normalem Skript und teilweise ist aus einer „1“ ein „i“ geworden.
  • Fragment 059 01: Aus „1%ig“ wurde in drei Fällen „l%ig“, aus 1/3 %“ wurde „3 %“. Hier wurde auch „Besenreisern“ zu „Besenreisem“.
In der untersuchten Arbeit gibt es auch Abbildungen, die zwar identisch zu einer Abbildung in Henker (2006) sind, aber nicht via Screenshot aus Henker (2006) übernommen wurden, siehe z.B. Fragment 026 01 oder Fragment 032 01. In beiden Beispielen erscheint aber eine Übernahme aus der untersuchten Arbeit nach Henker (2006) auch wenig plausibel.
  • Abbildungsnummerierung:
  • Während in Henker (2006) die Abbildungen konsistent und durchgehend von 1 bis 22 nummeriert sind, gibt es in der Abbildungsnummerierung der untersuchten Arbeit
  • Doppelungen:
Die Abbildungsnummern
werden doppelt verwendet.
  • Lücken:
Die Abbildungsnummern
  • 13-15, 19 und 20
werden nicht verwendet.
  • einen Monotoniebruch:
  • Auf Abbildung 18 folgen die Abbildungen 16a-d.
Wenn man als Grund hierfür die Übernahme von einer Arbeit in die andere annimmt, so sind dies Hinweise auf eine Übernahmerichtung von Henker (2006) in die untersuchte Arbeit.
  • Fragment 011 01: In der untersuchten Arbeit wird auf eine Abbildung mit der falschen Abbildungsnummer verwiesen. Die falsche Nummer ist allerdings die Nummer der entsprechenden Abbildung in Henker (2006): ein sehr klarer Hinweis darauf, dass der Text mit dem fehlerhaften Verweis auf die Abbildung aus Henker (2006) übernommen wurde. Ähnlich auch Fragment 033 01.

Herausragende Fundstellen

  • Fragment 008 01: Eine gesamte Seite der Einleitung wurde wörtlich übernommen, ohne die Quelle zu nennen.
  • Ähnlich Fragment 038 01: Hier werden auch zahlreiche Literaturverweise eins zu eins übernommen.

Andere Beobachtungen

  • Laut dem der untersuchten Arbeit beiliegenden Lebenslauf (S. 112) ist Prof. Dr. Axel A. der Vater der Autorin der untersuchten Arbeit. Gleichzeitig ist er der Betreuer der Dissertation Henker (2006).
  • Der Mutter der Autorin der untersuchten Arbeit, Margrit A., wird sowohl in der untersuchten Arbeit:
    „Meiner Mutter und meiner Schwester Katrin gilt mein ganz besonderer Dank für ihre unermüdliche Hilfe während der Erstellung der Arbeit und bei den Schreibarbeiten.“ (Seite 111)
    als auch in der Dissertation Henker (2006):
    „Für die jederzeit freundliche und unermüdliche Hilfe bei der Akquirierung und Terminierung der Patienten danke ich dem gesamten Praxisteam von Prof. Dr. A[...], insbesondere Margrit A[...].“ (Seite 111)
    gedankt.
  • Prof. Dr. Axel A., dem Vater der Autorin der untersuchten Arbeit und Betreuer von Henker (2006), wird in der untersuchten Arbeit nicht gedankt, obwohl offenbar die an der Studie teilnehmenden Patienten in seiner Praxis behandelt wurden. Prof. Dr. Axel A. wird in der untersuchten Arbeit nur im Lebenslauf erwähnt, und nur in seiner Eigenschaft als Vater.
  • Vorlagencharakter hat Henker (2006) auch für den Ergebnisteil 6, wo er als Textschablone dient, in die differierende Zahlen- und Prozentwerte eingepasst werden. Diese dokumentierten Parallelen – siehe Fragment 044 01 bzw. Fragment 049 02 – wurden bei der Dokumentation konservativ der Kategorie „keine Wertung“ zugeordnet.
  • Die Textidentität umfasst Tippfehler, Interpunktionsfehler und Fehler im Satzbau (etwa die Abtrennung von Nebensätzen zu eigenen Hauptsätzen, z.B. in Fragment 059 01, dritte Zeile, Fragment 060 01, letzte Zeile, und Fragment 074 01, zweite Zeile). Sie erstreckt sich auf die Gliederungsnummerierung und auf vielen Seiten auf die Seitenumbrüche (letzte Zeile „flatternd“, z.B. S. 60 und 65).
  • Gelegentlich werden aber auch Besonderheiten des Quelltexts bereinigt; die stilistische Vorliebe von Henker für „ergo“ hat die Verfasserin durchgängig zu Änderungen veranlasst.
  • Mit der weitgehenden Identität der Literaturverzeichnisse gehen auch Fehler einher. Nur beispielhaft genannt seien:
  • Der Titel des Aufsatzes [62] wird mit
    „The use of variable pulse width frequency doubled Nd:YAG 532nm [sic] laser in the treatmnet [sic] of port-wine stain in Chinese patients.“ (untersuchte Arbeit) bzw.
    „The use of variable pulse width frequency doubled Nd:YAG 532nm [sic] laser in the treatmnet [sic] of port-wine stain in chinese [sic] patients.“ (Henker (2006))
    wiedergegeben.
  • Das fälschlich klein geschriebene engl. Ortsadjektiv „australian“ findet sich in der untersuchten Arbeit und bei Henker (2006) jeweils bei den Titeln der Aufsätze [71], [72] und [258].
  • In beiden Arbeiten findet sich unter [306] der Titel „Schiebler TH, Schmidt W, Zilles K. Anatomie. Berlin, Springer Verlag, 7. Auflage. ISBN 3-540-61856-2“. Die Angabe der ISBN ist bemerkenswert (scheint sich aber bei den Monographien durchzuziehen), das Fehlen des Erscheinungsjahrs (1997) erklärt sich womöglich daraus, dass bei Einreichung beider Arbeiten bereits die 9. Auflage von 2005 verfügbar war.
  • Die untersuchte Arbeit ist eine Dissertation zur Erlangung des zahnmedizinischen Doktorgrades, obwohl die Thematik (Behandlung der Besenreiservarikosis, dazu auf S. 76: „Für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung sind Besenreiser ein erhebliches kosmetisches Problem.“; ähnlich bereits auf S. 6 und S. 15) keinen offensichtlichen Bezug zur Zahnheilkunde hat. Auch bei der Quelle Henker (2006) handelt es sich um eine Dissertation zur Erlangung des zahnmedizinischen Doktorgrades.
  • Bereits der Haupttitel der untersuchten Arbeit ist in mehrfacher Hinsicht fehlerhaft: Statt „Spätergebnisse in der Therapie der Besenreiservarikosis Nd-Yag Laser versus Hydroxypolyethoxydodecan“ müsste er korrekt Spätergebnisse in der Therapie der Besenreiservarikosis: Nd:YAG-Laser versus Hydroxypolyethoxydodecan lauten.
  • Ebenfalls unbeanstandet durch die universitären Gutachter scheint in dem „Material“ betitelten Unterkapitel 5.1 in Fragment 040 01 die leicht erkennbare zeitliche Inkonsistenz geblieben zu sein, dass dort von 300 in einer Klinik mit Besenreiservarikosis diagnostizierten Patientinnen im Verlauf des Jahres 2004 die Rede ist, die Behandlung von 20 aus dieser Menge ausgewählten mittels Laser bzw. Verödung jedoch bereits zwischen Februar und April 2004 durchgeführt wurde.
  • Die zum Zeitpunkt der Einreichung der untersuchten Dissertation gültige Promotionsordnung für die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München vom 1. Juni 1983 (hier PDF der Fassung der achten Änderungssatzung vom 1. April 2009) enthält u.a. folgende Aussagen und Bestimmungen:
  • § 1 Doktorgrade
    „(1) Die Promotion dient dem förmlichen Nachweis der Befähigung zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit.“
  • § 2 Zulassungsvoraussetzungen und Antragsverfahren
    „(1) Der Antrag auf Zulassung zur Promotion ist beim Promotionsausschuss der Fakultät einzureichen. Folgende Unterlagen sind im Original oder in Form amtlich beglaubigter Abschriften beizufügen:
    für den Erwerb der Doktorgrade nach § 1 Abs. 2:
    [...]
    2. eine Erklärung darüber, dass der Bewerber die Dissertation selbständig angefertigt hat, sich außer der angegebenen keiner weiteren Hilfsmittel bedient und alle Erkenntnisse, die aus dem Schrifttum ganz oder annähernd übernommen sind, als solche kenntlich gemacht und nach ihrer Herkunft unter Bezeichnung der Fundstelle einzeln nachgewiesen hat;“
  • § 11 Entzug des Doktorgrades
    „(1) Die Entziehung des Doktorgrades kann auf Antrag von zwei Dritteln der Mitglieder des Fakultätsrats durch Beschluss des Fakultätsrats erfolgen, wenn
    1. sich nachträglich herausstellt, dass er durch Täuschung erworben ist, oder wenn wesentliche Voraussetzungen für die Verleihung irrigerweise als gegeben angenommen wurden;“

Statistik

  • Es sind bislang 54 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 72 Seiten im Hauptteil. Auf 54 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 75% entspricht.
    Die 72 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 18
0%-50% Plagiatsanteil 2
50%-75% Plagiatsanteil 2
75%-100% Plagiatsanteil 50
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 57% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


Illustration

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, )

San col2

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.


Anmerkung: Die Grafik repräsentiert den Analysestand vom 1. September 2017.

Definition von Plagiatkategorien

Die hier verwendeten Plagiatkategorien basieren auf den Ausarbeitungen von Wohnsdorf / Weber-Wulff: Strategien der Plagiatsbekämpfung, 2006. Eine vollständige Beschreibung der Kategorien findet sich im VroniPlag-Wiki. Die Plagiatkategorien sind im Einzelnen:

Übersetzungsplagiat

Ein Übersetzungsplagiat entsteht durch wörtliche Übersetzung aus einem fremdsprachlichen Text. Natürlich lässt hier die Qualität der Übersetzung einen mehr oder weniger großen Interpretationsspielraum. Fremdsprachen lassen sich zudem höchst selten mit mathematischer Präzision übersetzen, so dass jede Übersetzung eine eigene Interpretation darstellt. Zur Abgrenzung zwischen Paraphrase und Kopie bei Übersetzungen gibt es ein Diskussionsforum.

Komplettplagiat

Text, der wörtlich aus einer Quelle ohne Quellenangabe übernommen wurde.

Verschleierung

Text, der erkennbar aus fremder Quelle stammt, jedoch umformuliert und weder als Paraphrase noch als Zitat gekennzeichnet wurde.

Bauernopfer

Text, dessen Quelle ausgewiesen ist, der jedoch ohne Kenntlichmachung einer wörtlichen oder sinngemäßen Übernahme kopiert wurde.

Quellen nach Fragmentart

Die folgende Tabelle schlüsselt alle gesichteten Fragmente zeilenweise nach Quellen und spaltenweise nach Plagiatskategorien auf.

Tabelle: San: Quellen / Fragmente (dynamische Auszählung)
Quelle
Jahr ÜP
KP
VS
BO
KW
KeinP

ZuSichten
Unfertig
Henker 2006 0 35 19 0 4 0 58 0 0
- 0 35 19 0 4 0 58 0 0

Fragmentübersicht

54 gesichtete, geschützte Fragmente

FragmentSeiteArbeitZeileArbeitQuelleSeiteQuelleZeileQuelleTypus
San/Fragment 006 0161-2, 4-10, Abb. 1Henker 200661-5, 8-9, 12-13, Abb. 1Verschleierung
San/Fragment 007 0171 ff. (komplett)Henker 20067, 87: 1 ff.; 8: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 008 0181 ff. (komplett)Henker 20068, 98: 15 ff.; 9: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 010 01101 ff. (komplett)Henker 20069-109: 17 ff.; 10: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 011 01111 ff. (komplett)Henker 2006111 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 012 01121 ff. (komplett)Henker 2006121 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 013 01131 ff. (komplett)Henker 2006131 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 014 01141 ff. (komplett)Henker 2006141 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 015 01151 ff. (komplett)Henker 200615-1615: 1 ff.; 16: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 016 01161 ff. (komplett)Henker 200616-1716: 30 ff.; 17: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 017 02172-45Henker 200617-1817: letzte drei Zeilen; 18: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 018 01181 ff. (komplett)Henker 2006191 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 019 01191 ff. (komplett)Henker 2006201 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 020 01201 ff. (komplett)Henker 2006211 ff.Verschleierung
San/Fragment 021 01211 ff.Henker 20062110 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 022 01221 ff. (komplett)Henker 200621-2321: letzte vier Zeilen; 22: 1 ff.; 23: 1 ff.Verschleierung
San/Fragment 023 01231 ff. (komplett)Henker 20062323 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 024 01241 ff. (komplett)Henker 2006241 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 025 01251 ff. (komplett)Henker 2006251 ff.Verschleierung
San/Fragment 027 01271 ff. (komplett)Henker 2006271 ffKomplettPlagiat
San/Fragment 028 01281-5Henker 2006281-5KomplettPlagiat
San/Fragment 029 01291 ff. (komplett)Henker 2006291 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 030 01301 ff. (komplett)Henker 2006301 ff.KomplettPlagiat
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San/Fragment 037 00370 (nur Abbildung)Henker 2006370 (nur Abbildung)KomplettPlagiat
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San/Fragment 058 01581 ff.Henker 2006541 ff.Verschleierung
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San/Fragment 061 01611 ff. (komplett)Henker 2006571 ff.Verschleierung
San/Fragment 062 01621-12, 13-15Henker 2006581 ff.Verschleierung
San/Fragment 063 0063Tab. 11Henker 200659Tab. 12KomplettPlagiat
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San/Fragment 065 01651 ff. (komplett)Henker 200660-6160: 5 ff.; 61: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 066 01661 ff. (komplett)Henker 200661-6261: 31 ff.; 62: 1 ff.Verschleierung
San/Fragment 067 01671 ff. (komplett)Henker 200662-6362: letzte neun Zeilen; 63: 1 ff.Verschleierung
San/Fragment 068 01681 ff. (komplett)Henker 200663-6563: letzte Zeile; 64: 1 ff.; 65: 1 ff.KomplettPlagiat
San/Fragment 069 01691-5, 9-16Henker 2006659 ff.Verschleierung
San/Fragment 070 0070Tab. 12Henker 200666Tab. 13KomplettPlagiat
San/Fragment 071 0071Tab. 12Henker 200667Tab. 13KomplettPlagiat
San/Fragment 072 0072Ende von Tab. 12Henker 200668Ende von Tab. 13KomplettPlagiat
San/Fragment 073 01731-3, 7-44Henker 2006691 ff.Verschleierung
San/Fragment 074 01741-8, Tab. 13Henker 2006701 ff.Verschleierung
San/Fragment 075 01751-9, 16-19Henker 2006711 ff.Verschleierung
San/Fragment 076 01761-24, 39-43Henker 200671 f.71: 3 ff.; 72: 1 ff.Verschleierung

Textfragmente

Anmerkung zur Farbhinterlegung

Die Farbhinterlegung dient ausschließlich der leichteren Orientierung des Lesers im Text. Das Vorliegen einer wörtlichen, abgewandelten oder sinngemäßen Übernahme erschließt sich durch den Text.

Hinweis zur Zeilenzählung

Bei der Angabe einer Fundstelle wird alles, was Text enthält (außer Kopfzeile mit Seitenzahl), als Zeile gezählt, auch Überschriften. In der Regel werden aber Abbildungen, Tabellen, etc. inklusive deren Titel nicht mitgezählt. Die Zeilen der Fußnoten werden allerdings beginnend mit 101 durchnummeriert, z. B. 101 für die erste Fußnote der Seite.

54 gesichtete, geschützte Fragmente
[1.] San/Fragment 006 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1-2, 4-10, Abb. 1
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 6, Zeilen: 1-5, 8-9, 12-13, Abb. 1
1 Ziel der Arbeit

Besenreiservarizen sind dicht unter der Haut, fast parallel verlaufende kleinste Venen. [Der Ausdruck Besenreiser kommt von „Reisern“, kleinen, trockenen Ästen, die früher von Besenbindern zu Reisigbesen verarbeitet wurden.] Besenreiser sind keine Krankheit, doch für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung ein erhebliches kosmetisches Problem. In der vorliegenden Arbeit werden die beiden bekannten Behandlungsverfahren, Sklerosierung vs. Lasertherapie der Besenreiservarikosis in einer Vergleichsstudie gegenübergestellt.

2 Anatomische und physiologische Grundlagen

2.1 Aufbau der Haut

San 006 diss

Abb. 1: Aufbau der Haut [Quelle: http://www.medizininfo.com].

1 Ziel der Arbeit

Besenreiservarizen sind dicht unter der Haut fast parallel verlaufende, erweiterte kleinste Venen. Diese stellen an sich keine Krankheit dar, obgleich einige Patienten über eine Dolenz berichten. Für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung stellen Besenreiser ein erhebliches kosmetisches Problem dar. [Dies manifestiert sich in nicht wenigen Fällen im Tragen von blickdichten Strümpfen, Nichttragen von (kurzen) Röcken, Auftragen von Camouflage und der Meidung von Schwimmbädern.]

Die vorliegende Arbeit stellt die beiden gängigsten Behandlungsmethoden der Besenreiservarikosis in einer Vergleichsstudie gegenüber. [Nach einer Einführung in das Themengebiet werden die Studienergebnisse vorgestellt und im Zusammenhang der bisherigen Veröffentlichungen diskutiert.]

2 Anatomische und physiologische Grundlagen

2.1 Aufbau der Haut

San 006 source

Abb. 1: Aufbau der Haut [Quelle: http://www.medizininfo.com].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Der zweite, in eckige Klammern gesetzte Satz stammt nicht aus dieser.

Es ist erkennbar, dass die Abbildung aus der Quelle kopiert wurde und nicht von medizininfo.com. Wenn man den Bildrand in 4-facher Vergrößerung betrachtet, sieht man die unterste Pixelreihe der Abschnittsüberschrift aus der Quelle: San 006 diss closeup


[2.] San/Fragment 007 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 7: 1 ff.; 8: 1 ff.
Die Haut (siehe Abb. 1) im weiteren Sinne besteht aus drei Schichten:

1. Die Epidermis (Oberhaut)
2. Die Dermis oder Corium (Lederhaut)
3. Die Tela subcutanea (Unterhaut, meist kurz Subkutis)

Als Cutis (Haut im engeren Sinne) faßt man Oberhaut und Lederhaut zusammen.

2.1.1 Die Epidermis

An der Oberfläche gehen ständig verhornte Zellen durch Abrieb verloren. Sie müssen durch Zellen aus der Tiefe ersetzt werden. Die Wanderung der Epithelzellen von der Basis bis zur Oberfläche dauert etwa 30 Tage.

Die Epidermis weist eine durchschnittliche Dicke von 0,05-0,2 mm auf (am Handteller und der Fußsohle 1 mm).

Mikroskopisch sind 5 Schichten zu unterscheiden:

- Stratum corneum (Hornhaut):

Verschmolzene flache keratingefüllte Zellen ohne Zellkern und Zellorganellen mit epidermalen Lipiden [92] zur Wasserregulation.

- Stratum lucidum (helle Schicht):

Schmale homogene Zone, die nur in der Leistenhaut (Handfläche, Fußsohle) vorhanden ist.

- Stratum granulosum (Körnerschicht):

Als Zeichen der beginnenden Verhornung sind zahlreiche basophile Körnchen in den Zellen sichtbar. Diese Keratohyalinkörnchen vereinigen sich vermutlich mit den Tonofibrillen zum Keratin.

- Stratum spinosum (Stachelzellschicht):

Die sog. „Stacheln" der Zellen sind Zellausläufer, in denen Nachbarzellen mit Desmosomen aneinander gekoppelt sind. Sie enthalten außerdem Tonofilamente. Diese liegen im Gegensatz zu den zugfesten Fasern des Bindegewebes innerhalb der Zelle.

- Stratum basale (Basalschicht):

Eine Reihe kubischer Zellen mit zahlreichen Zellteilungen, zwischen denen pigmentbildende Zellen (Melanozyten), Zellen des Immunsystems (Langerhans-Zellen) und Merkel-Zellen eingelagert sind.

Melanozyten sind stark verzweigt und nur mit Spezielfärbungen darzustellen. Sie produzieren das braun- schwarze Pigment Melanin. Die Melaninsynthese ist an das Enzym Tyrosinase gebunden, das in den als Melanosomen bezeichneten spezifischen Granula dieser Zellen reichlich vorkommt. Die Melanosomen werden von den Melanozyten abgegeben und von den umgebenden Keratinozyten durch Endozytose aufgenommen. Das von den Keratinozyten gespeicherte Melanin bewirkt die Hautfarbe. Melanin schützt die in Mitose befindlichen Zellen des Stratum germinativum vor Schäden durch Ultraviolettstrahlen. Durch vermehrte Bestrahlung kann es zu einer Zunahme der Melaninbildung, d.h. zur Hautbräunung kommen. Bei allen Menschen ist die Zahl der Melanozyten in etwa gleich; unterschiedlich dagegen ist die Melaninproduktion.

Die Haut (siehe Abb. 1) im weiteren Sinne besteht aus drei Schichten:

1. Die Epidermis (Oberhaut)
2. Die Dermis oder Corium (Lederhaut)
3. Die Tela subcutanea (Unterhaut, meist kurz Subkutis)

Als Cutis (Haut im engeren Sinne) faßt man Oberhaut und Lederhaut zusammen. An der Oberfläche gehen ständig verhornte Zellen durch Abrieb verloren. Sie müssen durch Zellen aus der Tiefe ersetzt werden. Die Wanderung der Epithelzellen von der Basis bis zur Oberfläche dauert etwa 30 Tage.

2.1.1 Die Epidermis

Die Epidermis weist eine durchschnittliche Dicke von 0,05-0,2 mm auf (am Handteller und der Fußsohle 1 mm). [...]


Mikroskopisch sind 5 Schichten zu unterscheiden:

- Stratum corneum (Hornhaut):

Verschmolzene flache keratingefüllte Zellen ohne Zellkern und Zellorganellen mit epidermalen Lipiden [92] zur Wasserregu-lation. [sic]

Die Verhornungsschicht unterteilt sich in:

- Stratum lucidum (helle Schicht):

Schmale homogene Zone, die nur in der Leistenhaut (Handfläche, Fußsohle) vorhanden ist.

- Stratum granulosum (Körnerschicht):

Als Zeichen der beginnenden Verhornung sind zahlreiche basophile Körnchen in den Zellen sichtbar. Diese Keratohyalinkörnchen vereinigen sich vermutlich mit den Tonofibrillen zum Keratin.

Die Regenerationsschicht (Stratum germinativum) wiederum wird unterteilt in:

- Stratum spinosum (Stachelzellschicht):

Die sog. „Stacheln“ der Zellen sind Zellausläufer, in denen Nachbarzellen mit Desmosomen aneinander gekoppelt sind. Sie enthalten außerdem Tonofilamente. Diese liegen im Gegensatz zu den zugfesten Fasern des Bindegewebes innerhalb der Zellen.

[Seite 8]

- Stratum basale (Basalschicht):

Eine Reihe kubischer Zellen mit zahlreichen Zellteilungen, zwischen denen pigmentbildende Zellen (Melanozyten) und Zellen des Immunsystems (Langerhans-Zellen) eingelagert sind.

Melanozyten sind stark verzweigt und nur mit Spezielfärbungen darzustellen. Sie produzieren das braun- schwarze Pigment Melanin. Die Melaninsynthese ist an das Enzym Tyrosinase gebunden, das in den als Melanosomen bezeichneten spezifischen Granula dieser Zellen reichlich vorkommt. Die Melanosomen werden von den Melanozyten abgegeben und von den umgebenden Keratinozyten durch Endozytose aufgenommen. Das von den Keratinozyten gespeicherte Melanin bewirkt die Hautfarbe. Melanin schützt die in Mitose befindlichen Zellen des Stratum geminativum [sic] vor Schäden durch Ultraviolettstrahlen. Durch vermehrte Bestrahlung kann es zu einer Zunahme der Melaninbildung, d.h. zur Hautbräunung kommen. Bei allen Menschen ist die Zahl der Melanozyten in etwa gleich; unterschiedlich dagegen ist die Melaninproduktion.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[3.] San/Fragment 008 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 8, 9, Zeilen: 8: 15 ff.; 9: 1 ff.
2.1.2 Die Dermis

An ihr kann man zwei Schichten unterscheiden:

Stratum papillare (Papillarschicht):

Oberhaut und Lederhaut liegen nicht eben aufeinander: Von der Lederhaut ragen gefäß- und nervenreiche Papillen in die Oberhaut. An der Grenze zwischen Epithel und Bindegewebe liegt eine Basalmembran. Die Basalzellen der Epidermis sind mit „Wurzelfüßchen" (Verankerungsfibrillen Kollagentyp VII), die zugfesten (kollagenen) Fasern der Dermis mit „Wurzelfüßchen", an ihr befestigt.

Stratum reticulare (Netzschicht):

Zugfeste Fasern sind scherengitterartig verflochten. Dadurch wird die Dehnung begrenzt. Elastische Fasern sorgen für die Rückstellung. Im Laufe des Lebens nimmt die Elastizität ab.

2.1.3 Die Tela subcutanea

Sie besteht hauptsächlich aus Fett- und Bindegewebe:

Sie befestigt die Cutis an den tiefer liegenden Körperteilen, hauptsächlich an der allgemeinen Körperfaszie.

Das Unterhautfettgewebe (Panniculus adiposus) isoliert gegen Wärmeverluste und speichert Energie und Wasser.

2.1.4 Die Felder- und Leistenhaut

Der weitaus größte Teil der Haut ist Felderhaut. Die Beugeseite der Finger und Zehen sowie die Innenflächen von Hand und Fuß tragen Leistenhaut (die Oberfläche zeigt parallel gerichtete Leisten und Furchen).

Die Felderhaut ist durch feine Rinnen in polygonale Felder unterteilt. Die Verzahnung von Epidermis und Dermis, d. h. die Höhe und Anzahl der Bindegewebspapillen, stimmt mit der mechanischen Beanspruchung des entsprechenden Körperteils überein. Schweiß- und Duftdrüsen (nur an umschriebenen Stellen) münden auf der Höhe der Felder; Haare und Talgdrüsen stehen in den Furchen.

2.1.2 Die Dermis

An ihr kann man zwei Schichten unterscheiden:

Stratum papillare (Papillarschicht):

Oberhaut und Lederhaut liegen nicht eben aufeinander: Von der Lederhaut ragen gefäß- und nervenreiche Papillen in die Oberhaut. An der Grenze zwischen Epithel und Bindegewebe liegt eine Basalmembran. Die Basalzellen der Epidermis sind mit „Wurzelfüßchen“ (Verankerungsfibrillen Kollagentyp VII), die zugfesten (kollagenen) Fasern der Dermis mit „Wurzelfüßchen“, an ihr befestigt.

Stratum reticulare (Netzschicht):

Zugfeste Fasern sind scherengitterartig verflochten. Dadurch wird die Dehnung begrenzt. Elastische Fasern sorgen für die Rückstellung. Im Laufe des Lebens nimmt die Elastizität ab.

2.1.3 Die Tela subcutanea

Sie besteht hauptsächlich aus Fett- und Bindegewebe:

Sie befestigt die Cutis an den tiefer liegenden Körperteilen, hauptsächlich an der allgemeinen Körperfaszie.

Das Unterhautfettgewebe (Panniculus adiposus) isoliert gegen Wärmeverluste und speichert Energie und Wasser.

2.1.4 Die Felder- und Leistenhaut

Der weitaus größte Teil der Haut ist Felderhaut. Die Beugeseite der Finger und Zehen sowie die Innenflächen von Hand und Fuß tragen Leistenhaut (die Oberfläche zeigt parallel gerichtete Leisten und Furchen).

[Seite 9]

Die Felderhaut ist durch feine Rinnen in polygonale Felder unterteilt. Die Verzahnung von Epidermis und Dermis, d. h. die Höhe und Anzahl der Bindegewebspapillen, stimmt mit der mechanischen Beanspruchung des entsprechenden Körperteils überein.

Schweiß- und Duftdrüsen (nur an umschriebenen Stellen) münden auf der Höhe der Felder; Haare und Talgdrüsen stehen in den Furchen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.


[4.] San/Fragment 010 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 9-10, Zeilen: 9: 17 ff.; 10: 1 ff.
2.3 Das oberflächliche Venensystem der unteren Extremitäten

Die oberflächlichen Beinvenen laufen unabhängig von Arterien im subkutanen Fettgewebe außerhalb der Muskelfaszie, d. h. epifaszial. Ihr Zuflußgebiet ist die Haut.

-V. saphena magna

Sie entspringt aus dem medialen Schenkel des Venenbogens am Fußrücken, der V. marginalis tibialis [174]. Die V. saphena magna läuft dann vor dem Innenknöchel zur medialen Seite des Unterschenkels. Hier steht sie durch Vv. perforantes, die die Fascia cruris an den Grenzen der Unterschenkelkompartimente [223] durchbrechen, mit den tiefen Beinvenen in Verbindung. Sie zieht dann mit dem N. saphenus hinter dem medialen Kondylus zur Vorderseitenfläche des Oberschenkels. Weiter proximal tritt sie durch den Hiatus saphenus in ihre kurze subfasziale Verlaufsstrecke ein und mündet in der Fossa iliopectinea in die V. femoralis. Vor ihrer Einmündung in die V. femoralis bildet die V. saphena magna einen kurzen Bogen, um die Fascia cribrosa zu durchkreuzen. Dieser Abschnitt wird in der phlebologischen Nomenklatur als Krosse (franz.: crosse - Bischofsstab) bezeichnet [174].

- V. saphena accessoria medialis und lateralis

Ein inkonstanter Seitenast der V. saphena magna an der Vorderseitenfläche des Oberschenkels, der gelegentlich mit der V. saphena parva anastomosiert (GIACOMINI-Anastomose s. u.) [304].

- V. saphena parva

Die kleine Rosenvene steht am seitlichen Fußrand mit dem Arcus venosus dorsalis pedis und dem Rete venosum dorsale pedis in Verbindung. Sie läuft hinter dem Außenknöchel zur Beugeseite des Unterschenkels, durchbricht in der Kniekehle die Faszie und mündet zwischen den beiden Ursprungsköpfen des M. gastrocnemius in die V. poplitea. Unmittelbar vor der Einmündung besitzt die V. saphena parva regelmäßig eine Kommunikation in Richtung Oberschenkel: Diese wird im klinischen Gebrauch als V. femoropoplitea bezeichnet und mündet meist nach kurzer Strecke direkt in die V. femoralis superficialis bzw. über eine Begleitvene in das V. profunda- femoris- System. Ihre relativ häufige Verbindung mit der V. saphena accessoria medialis ist als sog. GIACOMINI- Anastomose (netzförmig oder als kontinuierlicher Stamm) bekannt [304].

Die V. saphena parva steht durch Vv. perforantes im Unterschenkelbereich mit tiefen Beinvenen und durch Vv. communicantes (netzartige Anastomosen) mit der V. saphena magna in Verbindung [222].

San 010 diss

Abb. 3: Gliederungsprinzip der Venen der unteren Extremität. Ist eines der Venensysteme vollständig verschlossen, so kommt den Vv. perforantes zur Gewährleistung der Drainage eine entscheidende Bedeutung zu [323].

2.3 Das oberflächliche Venensystem der unteren Extremitäten

Die oberflächlichen Beinvenen laufen unabhängig von Arterien im subkutanen Fettgewebe außerhalb der Muskelfaszie, d. h. epifaszial. Ihr Zuflußgebiet ist die Haut.

-V. saphena magna

Sie entspringt aus dem medialen Schenkel des Venenbogens am Fußrücken, der V. marginalis fibialis [sic] [174]. Die V. saphena magna läuft dann vor dem Innenknöchel zur medialen Seite des Unterschenkels. Hier steht sie durch Vv. perforantes, die die Fascia cruris an den Grenzen der Unterschenkelkompartimente [223] durchbrechen, mit den tiefen Beinvenen in Verbindung. Sie zieht dann mit dem N. saphenus hinter dem medialen Kondylus zur Vorderseitenfläche des Oberschenkels. Weiter proximal tritt sie durch den Hiatus saphenus in ihre kurze subfasziale Verlaufsstrecke ein und mündet in der Fossa iliopectina [sic] in die V. femoralis. Vor ihrer Einmündung in die V. femoralis bildet die V. saphena magna einen kurzen Bogen, um die Fascia cribrosa zu durchkreuzen. Dieser Abschnitt wird in der phlebologischen Nomenklatur als Krosse (franz.: crosse - Bischofsstab) bezeichnet [174].

[Seite 10]

- V. saphena accessoria medialis und lateralis

Ein inkonstanter Seitenast der V. saphena magna an der Vorderseitenfläche des Oberschenkels, der gelegentlich mit der V. saphena parva anastomosiert (Giacomini- Anastomose s. u.) [304].

- V. saphena parva

Die kleine Rosenvene steht am seitlichen Fußrand mit dem Arcus venosus dorsalis pedis und dem Rete venosum dorsale pedis in Verbindung. Sie läuft hinter dem Außenknöchel zur Beugeseite des Unterschenkels, durchbricht in der Kniekehle die Faszie und mündet zwischen den beiden Ursprungsköpfen des M. gastrocnemius in die V. poplitea. Unmittelbar vor der Einmündung besitzt die V. saphena parva regelmäßig eine Kommunikation in Richtung Oberschenkel: Diese wird im klinischen Gebrauch als V. femoropoplitea bezeichnet und mündet meist nach kurzer Strecke direkt in die V. femoralis superficialis bzw. über eine Begleitvene in das Profunda- femoris- System. Ihre relativ häufige Verbindung mit der V. saphena accessoria medialis ist als sog. Giacomini- Anastomose (netzförmig oder als kontinuierlicher Stamm) bekannt [304].

Die V. saphena parva steht durch Vv. perforantes im Unterschenkelbereich mit tiefen Beinvenen und durch Vv. comunicantes [sic] (netzartige Anastomosen) mit der V. saphena magna in Verbindung [222].

San 010 source

Abb. 2: Gliederungsprinzip der Venen der unteren Extremität. Ist eines der Venensysteme vollständig verschlossen, so kommt den Vv. perforantes zur Gewährleistung der Drainage eine entscheidende Bedeutung zu [323].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[5.] San/Fragment 011 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 11, Zeilen: 1 ff.
2.4 Die tiefen Beinvenen

Die tiefen Beinvenen laufen gemeinsam mit den Arterien als Begleitvenen, Vv. communicantes, zwischen der Muskulatur. Nur der A. femoralis und A. poplitea sind je eine, allen anderen zwei Begleitvenen zugeordnet. Oberflächliche und tiefe Beinvenen stehen durch zahlreiche Anastomosen, Vv. perforantes, untereinander in Verbindung (siehe Abb. 4).

San 11a diss

Abb. 4a+b: Verbindung zwischen epifaszialen und tiefen Venen im Einzugsgebiet der V. saphena magna (Abb. 3a) und der V. saphena parva (Abb. 3b), jeweils Vv. perforantes. Übersicht (nach HACH ) von medial (re) [323].

Der Blutstrom geht dabei von den oberflächlichen zu den tiefen Venen, was überwiegend durch die Anordnung der Venenklappen (siehe Abb. 4) gewährleistet wird.

San 11b diss

Abb5: [sic] Venenklappendichte der unteren Extremität [276].

2.4 Die tiefen Beinvenen

Die tiefen Beinvenen laufen gemeinsam mit den Arterien als Begleitvenen, Vv. comitantes, zwischen der Muskulatur. Nur der A. femoralis und A. poplitea sind je eine, allen anderen zwei Begleitvenen zugeordnet. Oberflächliche und tiefe Beinvenen stehen durch zahlreiche Anastomosen, Vv. perforantes, untereinander in Verbindung (siehe Abb. 3a+b).

San 11a source

Abb. 3a+b: Verbindung zwischen epifaszialen und tiefen Venen im Einzugsgebiet der V. saphena magna (Abb. 3a) und der V. saphena parva (Abb. 3b), jeweils Vv. perforantes. Übersicht (nach HACH ) von medial (re) [323].

Der Blutstrom geht dabei von den oberflächlichen zu den tiefen Venen, was überwiegend durch die Anordnung der Venenklappen (siehe Abb. 4) gewährleistet wird.

San 11b source

Abb. 4 Venenklappendichte der unteren Extremität [276].

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht genannt.

Man beachte, dass die obere Abbildung in der Quelle aus zwei einzeln selektierbaren Abbildungen besteht und der Text dazwischen selektierbar ist. In der untersuchten Arbeit dagegen ist die obere Abbildung eine einzelne Abbildung und der Text ist Teil derselben. Da der Text genau dieselbe Position und Formatierung hat wie in der Quelle, ist diese Beobachtung als Indiz zu werten, dass die Abbildung aus der Quelle via Screenshot übernommen wurde.

Man beachte auch, dass in der Bildunterschrift zur Abbildung 4a+b der untersuchten Arbeit auf die Teilabbildungen mit "Abb. 3a" und "Abb. 3b" verwiesen wird, was die entsprechenden Abbildungsnummern in der Quelle sind: ein klarer Hinweis auf eine Übernahmerichtung von Henker (2006) in die untersuchte Arbeit. Ebenso wird auch auf die darauffolgende Abbildung 5 im Text der untersuchten Arbeit als "Abb. 4" verwiesen, die entsprechende Abbildungsnummer in Henker (2006).


[6.] San/Fragment 012 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 12, Zeilen: 1 ff.
Das venöse Blut aus dem Gebiet des Fußes und des Unterschenkels wird in den

-Vv. tibiales anteriores, Vv. tibiales posteriores und Vv. fibulares, die alle die gleichnamigen Arterien begleiten, gesammelt und zur

-V. poplitea in der Tiefe der Kniekehle geleitet. Sie nimmt außerdem die V. saphena parva und Vv. geniculares aus dem Bereich des Kniegelenks auf. Die V. poplitea setzt sich im Hiatus tendineus des Adduktorenkanals fort in die

-V. femoralis. Dieses große Gefäß ist die Begleitvene der gleichnamigen Arterie. Im Hiatus saphenus mündet in sie die V. saphena magna und knapp unterhalb die

-V. profunda femoris. Sie nimmt zuvor die Vv. circumflexae mediales und laterales femorales

und die Vv. perforantes auf, die Blut aus der ischiokruralen Muskulatur führen. In der Lacuna vasorum setzt sich die V. femoralis in die V. iliaca externa fort.

2.5 Die Physiologie des venösen Rückstroms

Nach der Passage der Kapillaren bleibt für den Rückstrom des Blutes in den Venen nur etwa Vs [sic] des ursprünglichen Blutdrucks in der Aorta übrig [260]. Dieser Druck entspricht etwa 20 cm Wassersäule (2 kPa =15 mmHg). Er reicht also nicht aus, um das Blut aus den Füßen im Stehen gegen den hydrostatischen Druck von 100-120 cm Wassersäule zum Herzen zurück zu transportieren. Der Körper muß hierfür Pumpmechanismen einsetzen. Voraussetzung jeder Pumpwirkung ist, daß die Flüssigkeit nur in eine Richtung strömt. Das Herz funktioniert daher als Ventil, auch innerhalb der Venen gibt es solche. Die Venenklappen (siehe Abb. 6), sie verhindern die Strömungsumkehr.

San 12a diss

Abb. 6: Physiologische Venenklappe [336].

Die Klappensegel sind so gebaut, daß sie sich bei Strömung des Blutes zum Herzen der Wand anlegen. Bei Stillstand oder beginnender Umkehrung der Strömung blähen sie sich auf und lagern sich aneinander. Dadurch verlegen sie die Lichtung des Gefäßes und verhindern so das Zurückfließen des Blutes in Richtung Kapillarbereich.

Nachdem durch die Venenklappen die Richtung des Blutstromes zum Herzen gesichert ist, kann der Organismus alle mehr oder weniger zufällig im Körper entstehenden Druckdifferenzen zum Fördern des venösen Rückstroms einsetzen.

Das venöse Blut aus dem Gebiet des Fußes und des Unterschenkels wird in den

-Vv. tibiales anteriores, Vv. tibiales posteriores und Vv. fibulares, die alle die gleichnamigen Arterien begleiten, gesammelt und zur

-V. poplitea in der Tiefe der Kniekehle geleitet. Sie nimmt außerdem die V. saphena parva und Vv. geniculares aus dem Bereich des Kniegelenks auf. Die V. poplitea setzt sich im Hiatus tendineus des Adduktorenkanals fort in die

-V. femoralis. Dieses große Gefäß ist die Begleitvene der gleichnamigen Arterie. Im Hiatus saphenus mündet in sie die V. saphena magna und knapp unterhalb die -V. profunda femoris. Sie nimmt zuvor die Vv. circumflexae mediales und laterales femorales und die Vv. perforantes auf, die Blut aus der ischiokruralen Muskulatur führen.

In der Lacuna vasorum setzt sich die V. femoralis in die V. iliaca externa fort.

2.5 Die Physiologie des venösen Rückstroms

Nach der Passage der Kapillaren bleibt für den Rückstrom des Blutes in den Venen nur etwa 1/8 des ursprünglichen Blutdrucks in der Aorta übrig [260]. Dieser Druck entspricht etwa 20 cm Wassersäule (2 kPa = 15 mmHg). Er reicht also nicht aus, um das Blut aus den Füßen im Stehen gegen den hydrostatischen Druck von 100-120 cm Wassersäule zum Herzen zurück zu transportieren. Der Körper muß hierfür Pumpmechanismen einsetzen. Vorraussetzung [sic] jeder Pumpwirkung ist, daß die Flüssigkeit nur in eine Richtung strömt. Das Herz funktioniert daher als Ventil, auch innerhalb der Venen gibt es solche. Die Venenklappen (siehe Abb. 5), sie verhindern die Strömungsumkehr.

San 12a source

Abb. 5: Physiologische Venenklappe [336].

Die Klappensegel sind so gebaut, daß sie sich bei Strömung des Blutes zum Herzen der Wand anlegen. Bei Stillstand oder beginnender Umkehrung der Strömung blähen sie sich auf und lagern sich aneinander. Dadurch verlegen sie die Lichtung des Gefäßes und verhindern so das Zurückfließen des Blutes in Richtung Kapillarbereich.

Nachdem durch die Venenklappen die Richtung des Blutstromes zum Herzen gesichert ist, kann der Organismus alle mehr oder weniger zufällig im Körper entstehenden Druckdifferenzen zum Fördern des venösen Rückstroms einsetzen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Fast vollständig wörtliche Übereinstimmung bis hin zum Seitenumbruch. Sowohl in der Quelle als auch in der untersuchten Arbeit findet sich die Passage auf Seite 12.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Man beachte den Rechtschreibfehler "Vorraussetzung" in der Quelle. Da die Übereinstimmungen so groß sind, dass von einer Übernahme via Copy-and-paste ausgegangen werden muss, kann die Korrektur des Fehlers in der untersuchten Arbeit als Indiz dafür gewertet werden, dass die Übernahme von der Quelle in die untersuchte Arbeit erfolgt ist, denn ein bewusstes Einfügen eines in der untersuchten Arbeit nicht vorhandenen Rechtschreibfehlers durch den Autor der Quelle erscheint unwahrscheinlich.

Der Fehler in der untersuchten Arbeit "Vs" anstelle von "1/8" dagegen ist nicht die Korrektur eines Rechtschreibfehlers, sondern eher ein Copy-and-paste-Fehler, bei dem zudem Information verloren geht, und eher auch ein Indiz, dass in die untersuchte Arbeit kopiert wurde.


[7.] San/Fragment 013 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 13, Zeilen: 1 ff.
Muskeln sind in bindegewebige Strümpfe, Faszien, eingehüllt. Beim Zusammenziehen des Muskels wird er kürzer und dicker, die Faszie wird gespannt. Auf die tiefen Leitvenen, innerhalb des von der Faszie umhüllten Raums, wird Druck ausgeübt - sie werden komprimiert. Gleichzeitig schließen sich die Venenklappen der Peripherie und die der Vv. perforantes. Das Blut wird dadurch auf das „nächst höhere Klappenniveau" herzwärts gepumpt (Druckpumpe {Abb. 6a}). Während der Muskelarbeit steigt die Durchblutung der Wade um das bis zu 40fache im Vergleich zur Ruhedurchblutung.

Die Muskelerschlaffung erweitert die tiefen Leitvenen, der Venendruck sinkt stark ab, eine proximale Klappe schließt sich und verhindert den Rückfluß. Nun öffnen sich die Klappen der peripheren Venen und der Vv. perforantes: Blut wird aus dem oberflächlichen Venensystem angesogen (Saugpumpe {Abb. 6b}). Daher spricht man auch von einer Saug- Druck- Muskelpumpe oder auch Wadenmuskelpumpe [330].

San 13a diss

Abb. 6 a: Druckpumpe b: Saugpumpe [336].

Weitere Pumpmechanismen:

Arterienpuls: Liegen Arterien und Venen dicht nebeneinander (Vv. communicantes), so kann auch der Arterienpuls zu rhythmischen Kompressionen der Venen führen. „Fußsohlenpumpe": Beim Gehen wird die Fußsohle be- und entlastet. Bei jedem Aufsetzen des Fußes werden die Venen der Fußsohle ausgepreßt. Ähnliches bewirkt das Spiel der Sehnen und Faszien um das Sprunggelenk.

Diese verschiedenen Mechanismen werden im Gesamtbegriff der Beinvenenpumpe zusammengefaßt, deren Leistung mit diversen Methoden (z. B. Venendruckmessung, Photoplethysmographie) gemessen wird [170; 224; 306; 309; 336].

2.6 Die Pathophysiologie des venösen Rückstroms und ihre Ätiologie

Die morphologische Schädigung der oberflächlichen und tiefen Venen beeinträchtigen mehr oder weniger das harmonische Spiel der Beinvenenpumpe: beim Gehen nimmt der Venendruck weniger ab, diese venöse Hypertonie schlägt zurück bis in die Kapillaren, in deren Folge es zur Ausbildung von Varizen (Krampfadern) kommt.

Die Varikosis (Krampfaderleiden) wird in primäre und sekundäre Varikosis, unterschieden nach dem pathologischen Entstehungsort, unterteilt [96]. Die primäre Varikosis nimmt ihren pathologischen Ursprung im oberflächlichen System, während sich dieser bei der sekundären im tiefen System manifestiert.

Muskeln sind in bindegewebige Strümpfe, Faszien, eingehüllt. Beim Zusammenziehen des Muskels wird er kürzer und dicker, die Faszie wird gespannt. Auf die tiefen Leitvenen, innerhalb des von der Faszie umhüllten Raums, wird Druck ausgeübt - sie werden komprimiert. Gleichzeitig schließen sich die Venenklappen der Peripherie und die der Vv. perforantes. Das Blut wird dadurch auf das „nächst höhere Klappenniveau“ herzwärts gepumpt (Druckpumpe {Abb. 6a}). Während der Muskelarbeit steigt die Durchblutung der Wade um das bis zu 40fache im Vergleich zur Ruhedurchblutung.

Die Muskelerschlaffung erweitert die tiefen Leitvenen, der Venendruck sinkt stark ab, eine proximale Klappe schließt sich und verhindert den Rückfluß. Nun öffnen sich die Klappen der peripheren Venen und der Vv. perforantes: Blut wird aus dem oberflächlichen Venensystem angesogen (Saugpumpe {Abb. 6b}). Daher spricht man auch von einer Saug- Druck-Muskelpumpe oder auch Wadenmuskelpumpe [330].

San 13a source

Abb. 6 a: Druckpumpe b: Saugpumpe [336].

Weitere Pumpmechanismen:

Arterienpuls: Liegen Arterien und Venen dicht nebeneinander (Vv. comitantes), so kann auch der Arterienpuls zu rhythmischen Kompressionen der Venen führen.

„Fußsohlenpumpe“: Beim Gehen wird die Fußsohle be- und entlastet. Bei jedem Aufsetzen des Fußes werden die Venen der Fußsohle ausgepreßt. Ähnliches bewirkt das Spiel der Sehnen und Faszien um das Sprunggelenk.

Diese verschiedenen Mechanismen werden im Gesamtbegriff der Beinvenenpumpe zusammengefaßt, deren Leistung mit diversen Methoden (z. B. Venendruckmessung, Photoplethysmographie) gemessen wird [170; 224; 306; 309; 336].

2.6 Die Pathophysiologie des venösen Rückstroms und ihre Ätiologie

Die morphologische Schädigung der oberflächlichen und tiefen Venen beeinträchtigen mehr oder weniger das harmonische Spiel der Beinvenenpumpe: beim Gehen nimmt der Venendruck weniger ab, diese venöse Hypertonie schlägt zurück bis in die Kapillaren, in deren Folge es zur Ausbildung von Varizen (Krampfadern) kommt.

Die Varikosis (Krampfaderleiden) wird in primäre und sekundäre Varikosis, unterschieden nach dem pathologischen Entstehungsort, unterteilt [96]. Die primäre Varikosis nimmt ihren pathologischen Ursprung im oberflächlichen System, während sich dieser bei der sekundären im tiefen System manifestiert.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche numerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Man beachte, dass der Bildausschnitt in der Quelle etwas größer ist als in der untersuchten Arbeit (leicht an dem abgeschnittenen Buchstaben "b" zu erkennen). Wenn man davon ausgeht, dass die Abbildung via Screenshot von einer Arbeit in die andere übernommen wurde, dann ist dies ein klares Indiz für die Übernahmerichtung von der Quelle in die untersuchte Arbeit.


[8.] San/Fragment 014 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 14, Zeilen: 1 ff.
Die primäre Varikosis ist in 95 % aller Varizen ursächlich. Ätiologisch gibt es nur hypothetische Erklärungen, die sich auf familiäre Prädisposition [94; 178] und exogene Faktoren (Alter, Beruf, Schwangerschaft, Übergewicht) stützen, weswegen sie auch genuine Varikosis genannt wird. Die Ursachen der sekundären Varikosis dagegen sind bekannt: Thrombose, Klappendysplasie, Klappenaplasie, angeborene Gefäßfehlbildungen, Obstruktion, Tumor und arterio- venöser Kurzschluß [75].

Die pathologische schlußunfähige Venenklappe (siehe Abb. 7), entsteht bei der primären Varikosis durch eine Erweiterung des Venenquerschnitts, der größer als die Fläche der entfalteten Venenklappe ist.

San 14a diss

Abb. 7: Pathologische Venenklappe [336].

Andererseits kann sie auch durch einen thrombusinduzierten entzündlichen Prozeß entstehen. Wenn z. B. die Mündungsklappe der V. saphena magna nicht mehr schlußfähig ist, fließt das Blut im Stehen wasserfallähnlich aus der V. femoralis in den oberflächlichen Saphenastamm (blow- down). Durch dieses vermehrt anfallende Blutvolumen erweitert sich der Stamm zu einer Varize. Am Unterschenkel werden dann auch die Vv. perforantes durch den starken, nach innen gerichteten Blutstrom überfordert und sie erweitern sich sekundär (blow- in). Das Blut pendelt nun hin und her, die Leistung der Beinvenenpumpe nimmt ab; letztlich erweitern sich auch die tiefen Leitvenen.

Sekundäre Varizen entstehen zumeist nach einer tiefen Thrombose. Postthrombotische Varizen entstehen an der Wade nach Zerstörung der Klappen der tiefen Leitvenen und vor allem der einmündenden Vv. perforantes. Während der Muskelsystole preßt dann der hohe venöse Druck in den tiefen Leitvenen das Blut zurück in das oberflächliche Venennetz (blowout). Das sich daraus entwickelnde postthrombotische Syndrom verursacht zunächst ein Ödem. Ohne Kompressionsbehandlung bilden sich später sekundäre Varizen, die dann ohne Behandlung trophische Störungen (nur im Bereich des Unterschenkels, oft im Bereich der COCKETT'schen Venen: Atrophie blanche, akute Hypodermitis, Ekzem, Ulcus cruris) verursachen. Die Ursachen (primäre oder sekundäre Varikosis) sind für den Effekt im Wesentlichen unwichtig, da dieser immer der Gleiche ist. Entscheidend sind vielmehr Dauer und Umfang der Behinderung. So sind die Folgen einer venösen Dekompensation im Bereich des Stammes, der oberen Extremität und der Kopf- Halsregion eine Rarität, während sie im Bereich der distalen Anteile der unteren Extremitäten ausgesprochen häufig, ja ein Volksleiden sind.

Die primäre Varikosis ist in 95 % der Varikositäten ursächlich. Ätiologisch gibt es nur hypothetische Erklärungen, die sich auf familiäre Prädisposition [94; 178] und exogene Faktoren (Alter, Beruf, Schwangerschaft, Übergewicht) stützen, weswegen sie auch genuine Varikosis genannt wird. Die Ursachen der sekundären Varikosis dagegen sind bekannt: Thrombose, Klappendysplasie, Klappenaplasie, angeborene Gefäßfehlbildungen, Obstruktion, Tumor und arterio- venöser Kurzschluß [75].

Die pathologische Venenklappe (siehe Abb. 7), nicht mehr schließfähig, entsteht bei der primären Varikosis durch eine Erweiterung des Venenquerschnitts, der größer als die Fläche der entfalteten Venenklappe ist.

San 14a source

Abb. 7: Pathologische Venenklappe [336].

Andererseits kann sie auch durch einen thrombusinduzierten entzündlichen Prozeß entstehen. Wenn z. B. die Mündungsklappe der V. saphena magna nicht mehr schlußfähig ist, fließt das Blut im Stehen wasserfallähnlich aus der V. femoralis in den oberflächlichen Saphenastamm (blow- down). Durch dieses vermehrt anfallende Blutvolumen erweitert sich der Stamm zu einer Varize. Am Unterschenkel werden dann auch die Vv. perforantes durch den starken, nach innen gerichteten Blutstrom überfordert und sie erweitern sich sekundär (blow- in). Das Blut pendelt nun hin und her, die Leistung der Beinvenenpumpe nimmt ab; letztlich erweitern sich auch die tiefen Leitvenen.

Sekundäre Varizen entstehen zumeist nach einer tiefen Thrombose. Postthrombotische Varizen entstehen an der Wade nach Zerstörung der Klappen der tiefen Leitvenen und vor allem der einmündenden Vv. perforantes. Während der Muskelsystole preßt dann der hohe venöse Druck in den tiefen Leitvenen das Blut zurück in das oberflächliche Venennetz (blowout). Das sich daraus entwickelnde postthrombotische Syndrom verursacht zunächst ein Ödem. Ohne Kompressionsbehandlung bilden sich später sekundäre Varizen, die dann ohne Behandlung trophische Störungen (nur im Bereich des Unterschenkels, oft im Bereich der CoCKETT'schen Venen: Atrophie blanche, akute Hypodermitis, Ekzem, Ulcus cruris) verursachen. Die Ursachen (primäre oder sekundäre Varikosis) sind für den Effekt im Wesentlichen unwichtig, da dieser immer der Gleiche ist. Entscheidend sind vielmehr Dauer und Umfang der Behinderung. So sind die Folgen einer venösen Dekompensation im Bereich des Stammes, der oberen Extremität und der Kopf- Halsregion eine Rarität, während sie im Bereich der distalen Anteile der unteren Extremitäten ausgesprochen häufig, ja ein Volksleiden sind.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Seitenumbruchsidentisch.


[9.] San/Fragment 015 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 15-16, Zeilen: 15: 1 ff.; 16: 1 ff.
Der Begriff der „chronisch venösen Insuffizienz" (CVI), wie er von WIDMER geschaffen wurde, bezieht sich demnach auch auf die Symptome der Dekompensation des Venensystems im Bereich der Unterschenkel [336].

2.7 Klinische Einteilung der Varizen

Es werden folgende Formen unterschieden:

die Stammvarikose der Vena saphena magna und parva,

die Seitenastvarikose,

die Varikosis durch insuffiziente Venae perforantes,

die retikuläre Varikosis,

die Besenreiservarizen.

3 Besenreiservarizen

Besenreiser stellen an sich keine Krankheit dar, obgleich schon 1949 von BOUTHILLIER [268] über schmerzhafte Besenreiser berichtet wurde [141; 371]. BRUNNER [58] stellte bei 0,3 % seines Patientengutes (7000) dolente Besenreiser fest. Auch in der neueren Literatur sind solche Hinweise (Schmerzen, Beinschwellungen, nächtliche Missempfindungen) immer wieder zu finden [157; 213; 268; 357]. Dennoch besitzen Besenreiser keinen Krankheitswert. Eine amerikanische Studie [37] zeigte 1987 auf, daß Besenreiservarizen amerikanische Frauen mehr stören, als irgendein anderes kosmetisches Problem.

So stellen Besenreiser für einige (wenige) scheinbar schmerzhafte, für andere eine psychische Belastung dar [49; 106; 173].

3.1 Aktueller Kenntnisstand

3.1.1 Problematik der Nomenklatur

Im anglo- amerikanischen [sic] Sprachraum wird der Begriff Besenreiservarize durch eine Vielzahl von Synonymen ersetzt:

telangiectasia [77; 111; 138; 141; 155; 210; 264, 267; 316; 327]

sunburst varicosities [43; 360] bzw. sunburst venous blemish [41; 132]

spider bursts [139]

spider (leg) veins [153; 163; 349]

venous flare [155]

cutaneous venules [155]

capillary veins [155]

leg „thread veins" [111]

starburst blood vessels [314]

Das dabei am häufigsten auftretende Synonym ist das der Teleangiektasie. Der Begriff telangiectasia taucht zum ersten Mal 1807 bei VON GRAF auf, der damit ein für das menschliche Auge sichtbares, oberflächliches Gefäß beschreibt. [133; 327]. PSYCHREMBEL [Aufl. 257] beschreibt Teleangiektasien als bleibende Erweiterungen kleiner oberflächlicher Hautgefäße, selten angeboren, meist erworben. An den unteren Extremitäten werden diese als Folge einer chronisch venösen Insuffizienz gesehen.

Der Begriff der „chronisch venösen Insuffizienz“ (CVI), wie er von WIDMER geschaffen wurde, bezieht sich demnach auch auf die Symptome der Dekompensation des Venensystems im Bereich der Unterschenkel [336].

[...]

2.7 Die klinische Einteilung der Varikose

Es werden folgende Formen unterschieden:

die Stammvarikose der Vena saphena magna und parva,

die Seitenastvarikose,

die Varikose durch insuffiziente Venae perforantes,

die retikuläre Varikose,

die Besenreiservarizen.

[Seite 16]

3 Besenreiservarizen

Besenreiser stellen an sich keine Krankheit dar, obgleich schon 1949 von Bouthillier [268] über schmerzhafte Besenreiser berichtet wurde [141; 371]. Brunner [58] stellte bei 0,3 % seines Patientengutes (7000) dolente Besenreiser fest. Auch in der neueren Literatur sind solche Hinweise (Schmerzen, Beinschwellungen, nächtliche Missempfindungen) immer wieder zu finden [157; 213; 268; 357].Trotzdem stellen Besenreiser an sich keine Krankheit dar. Eine amerikanische Studie [37] zeigte 1987 auf, daß Besenreiservarizen amerikanische Frauen mehr stören, als irgendein anderes kosmetisches Problem.

So stellen Besenreiser für einige (wenige) eine schmerzhafte, für andere eine psychische Belastung dar [49; 106; 173].


3.1 Aktueller Kenntnisstand

3.1.1 Problematik der Nomenklatur

Im anglo- amerikanischen [sic] Sprachraum wird der Begriff Besenreiservarize durch eine Vielzahl von Synonymen ersetzt:

telangiectasia [77; 111; 138; 141; 155; 210; 264, 267; 316; 327]

sunburst varicosities [43; 360] bzw. sunburst venous blemish [41; 132]

spider bursts [139]

spider (leg) veins [153; 163; 349]

venous flare [155]

cutaneous venules [155]

capillary veins [155]

leg „thread veins“ [111]

starburst blood vessels [314]

Das dabei am häufigsten auftretende Synonym ist das der Teleangiektasie. Der Begriff telangiectasia taucht zum ersten Mal 1807 bei von Graf auf, der damit ein für das menschliche Auge sichtbares, oberflächliches Gefäß beschreibt. [133; 327].

Psychrembel [Aufl. 257] beschreibt Teleangiektasien als bleibende Erweiterungen kleiner oberflächlicher Hautgefäße, selten angeboren, meist erworben. An den unteren Extremitäten werden diese als Folge einer chronisch venösen insuffizienz gesehen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenzen 41, 43 und 49 verweisen in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[10.] San/Fragment 016 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 16-17, Zeilen: 16: 30 ff.; 17: 1 ff.
Teleangiektasien werden von einigen Autoren im anglo- amerikanischen [sic] Sprachraum als 0,1 bis 1 mm große Gefäße, die entweder arteriellen, kapillaren oder venösen Ursprungs sind, beschrieben [82; 116; 284; 290; 310; 327]. Ein venöser Ursprung bei Gefäßen von 0,2-2 mm und ein kapillarer bei kleineren (< 0,2 mm) ist ebenfalls beschrieben worden [21]. Andere wiederum sprechen von einem (hauptsächlich) venösen Ursprung der Teleangiektasie [147; 314]. Im deutschen Schrifttum wird dagegen von einem eindeutig venösen Ursprung der Besenreiser gesprochen [45; 234; 235; 276; 336; 388] - intradermale Venektasie [46]. Arteriell gespeist wird von einer Teleangiektasie gesprochen.

Dies ist insofern problematisch, als daß das deutsche Wort Besenreiser auf ein venöses Gefäß an den Beinen hinweist, (spider) telangiectasia hingegen bezieht sich u. a. auch auf das Gesicht (Couperose) und auch auf arteriell gespeiste Gefäße.

3.1.2 Die Epidemiologie der Varikosis

G. NOBEL gehört wahrscheinlich zu den ersten, die in Krankenhäusern Untersuchungen über die Häufigkeit der Varikosis (nicht nur der Besenreiservarikosis) anstellten. Er kam 1918 aufgrund seiner Untersuchungen an acht Wiener Spitälern zu dem Schluß, daß Venenleiden außerordentlich häufig und bedeutsam seien. Die Bedeutung erfahren nicht nur die Betroffenen, sondern auch in nicht geringem Maße die Volkswirtschaft und die Krankenkassen. Hierzu einige Zahlen:

1977 kam es bei ca. 900.000 Männern und ebenso vielen Frauen zu einer Erkrankung der Venen- und/oder Lymphgefäße. Diese Erkrankungen hatten insgesamt 7,2 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage zur Folge.

Die Health Econ Studie ermittelte 1980 mehr als 840 Millionen DM Aufwendungen für die gesetzliche Krankenversicherung. Der volkswirtschaftliche Verlust (Arbeitsausfall und Frühberentung) wurde auf 418 Millionen DM beziffert, weitere 47,3 Millionen DM mußten private Krankenversicherer, öffentliche Arbeitgeber und die Rentenversicherung aufbringen. Die Gesamtkosten beliefen sich für 1980 somit auf 1,3 Milliarden DM. - [sic] DINKEL bezifferte diese für 1986 auf 1,8 Milliarden DM, Marschall für 1987 auf 2,5 Milliarden DM.

Die Basler Studie, an 3744 Männern und 785 Frauen (alle Arbeitnehmer in der chemischen Industrie) im Alter zwischen 25 und 74 Jahren durchgeführt, bestätigte nicht die bis dahin verbreitete Meinung, daß Frauen weit häufiger von Venenleiden betroffen (3-9mal häufiger) sind als Männer [261; 308; 384-387]. Schließt man alle Typen und Schweregrade ein, hatten insgesamt 55 % der Männer und 56 % der Frauen eine Varikosis. Besenreiser und retikuläre Varizen wurden bei 30 % der Untersuchten, beim Mann 3mal, bei der Frau 4mal häufiger als Stammvarizen angetroffen. Die Stammvarikosis findet sich bei 20 % der Männer und 11 % der Frauen und ist meist mit Besenreisern und/oder retikulären Krampfadern kombiniert. Frauen hatten 1,3mal häufiger Besenreiser als Männer.

Basierend auf der Basler Studie gibt die Tübinger Studie [95] die Untersuchungen an 3008 Frauen und 1522 Männern im Alter zwischen 18 und 75 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland 1981 wieder. 86 % der Untersuchten zeigten Veränderungen des Beinvenensystems, von denen 58 % als geringfügig, klinisch nicht relevant, eingestuft wurden. Laut Befunderhebung waren Frauen nur geringfügig stärker von Venenleiden betroffen als Männer. Allerdings waren ihre Erkrankungen deutlich schwerer, und sie wiesen häufiger Mehrfachbefunde auf.

Eine weitere Studie, WHO- Projekt [sic] 052, untersuchte Frauen und Männer im Alter zwischen 35 und 49 Jahren. Insgesamt wurden bei 18 % der Männer und 55 % der Frauen Besenreiservarizen nachgewiesen. Alle Formen der Varikosis einbezogen, wurden bei 10 % der Männer und bei 33 % der Frauen Krampfadern „mittlerer und schwerer Ausprägung" [festgestellt.]

Teleangiektasien werden von einigen Autoren im anglo- amerikanischen [sic] Sprachraum als 0,1 bis 1 mm große Gefäße, die entweder arteriellen, kapillären oder venösen Ursprungs sind, beschrieben [82; 116; 284; 290; 310; 327]. Ein venöser Ursprung bei Gefäßen von 0,2-2 mm und ein kapillärer bei kleineren ( 0,2 mm) ist ebenfalls beschrieben worden [21]. Andere wiederum sprechen von einem (hauptsächlich) venösen Ursprung der Teleangiektasie [147; 314]. Im deutschen Schrifttum wird dagegen von einem eindeutig venösen Ursprung der Besenreiser gesprochen [45; 234; 235; 276; 336; 388] - intradermale Venektasie [46]. Arteriell gespeist wird von einer Teleangiektasie gesprochen.

Dies ist insofern problematisch, als daß das deutsche Wort Besenreiser auf ein venöses Gefäß an den Beinen hinweist, (spider) telangiectasia hingegen bezieht sich u. a. auch auf das Gesicht (Couperose) und auch auf arteriell gespeiste Gefäße.

[Seite 17]

3.1.2 Die Epidemiologie der Varikosis

G. Nobel gehört wahrscheinlich zu den ersten, die in Krankenhäusern Untersuchungen über die Häufigkeit der Varikosis (nicht nur der Besenreiservarikosis) anstellten. Er kam 1918 aufgrund seiner Untersuchungen an acht Wiener Spitälern zu dem Schluß, daß Venenleiden außerordentlich häufig und bedeutsam seien. Die Bedeutung erfahren nicht nur die Betroffenen, sondern auch in nicht geringem Maße die Volkswirtschaft und die Krankenkassen. Hierzu einige Zahlen:

- 1977 kam es bei ca. 900.000 Männern und ebenso vielen Frauen zu einer Erkrankung der Venen- und/oder Lymphgefäße. Diese Erkrankungen hatten insgesamt 7,2 Mio. Arbeitsunfähigkeitstage zur Folge.

- Die Health Econ Studie ermittelte 1980 mehr als 840 Millionen DM Aufwendungen für die gesetzliche Krankenversicherung. Der volkswirtschaftliche Verlust (Arbeitsausfall und Frühberentung) wurde auf 418 Millionen DM beziffert, weitere 47,3 Millionen DM mußten private Krankenversicherer, öffentliche Arbeitgeber und die Rentenversicherung aufbringen. Die Gesamtkosten belaufen sich für 1980 somit auf 1,3 Milliarden DM.

- Dinkel bezifferte diese für 1986 auf 1,8 Milliarden DM, Marschall für 1987 auf 2,5 Milliarden DM.

Die Basler Studie, an 3744 Männern und 785 Frauen (alle Arbeitnehmer in der chemischen Industrie) im Alter zwischen 25 und 74 Jahren durchgeführt, bestätigte nicht die bis dahin verbreitete Meinung, daß Frauen weit häufiger von Venenleiden betroffen (3-9mal häufiger) sind als Männer [261; 308; 384-387]. Schließt man alle Typen und Schweregrade ein, hatten insgesamt 55 % der Männer und 56 % der Frauen eine Varikosis. Besenreiser und retikuläre Varizen wurden bei 30 % der Untersuchten, beim Mann 3mal, bei der Frau 4mal häufiger als Stammvarizen angetroffen. Die Stammvarikosis findet sich bei 20 % der Männer und 11 % der Frauen und ist meist mit Besenreisern und/oder retikulären Krampfadern kombiniert. Frauen hatten 1,3mal häufiger Besenreiser als Männer.

Basierend auf der Basler Studie gibt die Tübinger Studie [95] die Untersuchungen an 3008 Frauen und 1522 Männern im Alter zwischen 18 und 75 Jahren in der Bundesrepublik Deutschland 1981 wieder. 86 % der Untersuchten zeigten Veränderungen des Beinvenensystems, von denen 58 % als geringfügig, klinisch nicht relevant, eingestuft wurden. Laut Befunderhebung waren Frauen nur geringfügig stärker von Venenleiden betroffen als Männer. Allerdings waren ihre Erkrankungen deutlich schwerer, und sie wiesen häufiger Mehrfachbefunde auf.

Eine weitere Studie, WHO- Projekt [sic] 052, untersuchte Frauen und Männer im Alter zwischen 35 und 49 Jahren. Insgesamt wurden bei 18 % der Männer und 55 % der Frauen Besenreiservarizen nachgewiesen. Alle Formen der Varikose einbezogen, wurden bei 10 % der Männer und bei 33 % der Frauen Krampfadern „mittlerer und schwerer Ausprägung“ festgestellt [211].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenzen 45 und 46 verweisen in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[11.] San/Fragment 017 02

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 2-45
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 17-18, Zeilen: 17: letzte drei Zeilen; 18: 1 ff.
Innerhalb der Münchner Venenstudie kam es zur Untersuchung von 500 Frauen und Männern zwischen 16 und 94 Jahren. Die Häufigkeit der Beinvenenveränderungen betrug 56 % bei Frauen und 44 % bei Männern.

Die Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie an 3072 Probanden konnte eine chronische Veneninsuffizienz (CEAP- Klassifikation [208]: C3-C6) bei jeder 5. Frau und jedem 6. Mann nachweisen [275]. Sie stellte ferner ein Vorkommen isolierter Teleangiektasien bzw. retikulärer Venen in 59 % der Fälle (Frauen und Männer nahezu gleichhäufig) fest.

Die Medizinische Hochschule Hannover ließ 441 Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren untersuchen. 83 Personen oder 18,8 % (34 Frauen und 49 Männer) wiesen pathologische Venenbefunde auf.

Alle Studien zeigten, daß es keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Häufigkeit von Venenerkrankung zwischen Frauen und Männern gibt. Besenreiservarizen waren tendenziell bei Frauen aber etwas häufiger.

Im Gegensatz dazu konnte in der „Düsseldorf- Essener Beamtenstudie" 2002 [213] an 9100 städtischen Angestellten (57 % Männer; 43 % Frauen) ein statistisch signifikanter Unterschied im Auftreten der Besenreiser bei Frauen (25 %) und Männern (6 %) festgestellt werden. Studien, die ihr Patientengut aus dem medizinischen Praxisalltag beziehen, kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Die Varikosis hat demnach eine Verbreitung von 7 % bis 60 %, und kommt 2 bis 4mal häufiger bei Frauen als bei Männern vor [157; 314]. WIDMER et al. [384] stellten sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob nicht die Venenerkrankungen der unteren Extremitäten von der Frau aus modischen Gründen stärker beachtet und vermehrt eine Behandlung gewünscht wird. Unterstützend hierfür ist anzumerken, daß im Rahmen der hier vorgestellten Studie etwa 300 Patienten zur Sklerosierungs- bzw. Laserbehandlung untersucht wurden, unter diesen befanden sich zwei Männer. Diesen Trend bestätigen Studien und Erfahrungsberichte [82; 349]. Untersuchungen zeigen, daß Besenreiser häufig mit einem insuffizienten, retikulären Nährgefäß verbunden sind - in fast 90 % der Fälle [324-326; 373]. In etwa 15 % der Fälle besteht ein „Anschluß" zum tiefen Venensystem [44; 325]. Auch klinisch unauffällige, isolierte Besenreiserbefunde können Hinweis auf eine bestehende Insuffizienz des oberflächlichen Venensystems und auf eine Perforansinsuffizienz sein [349].

3.1.3 Die Ätiologie der Besenreiservarizen

Die Ätiologie ist unbekannt. Die morphologischen Befunde lassen hypothetisch die Vermutung zu, daß Refluxe in der Mikrozirkulation der Haut häufig beteiligt sind [132; 360]. In diesem Zusammenhang wird auch eine konstitutionelle Kapillarwandschwäche diskutiert [132; 388]. Als Risikofaktoren können folgende Aspekte gelten:

- genetische Prädisposition [35; 147; 161; 300; 334], (bis zu 90 %) [82]

- Übergewicht [81; 217; 300],

- zunehmendes Alter [35; 63; 147; 382],

- langes Stehen oder Sitzen [103; 147; 172; 300; 382],

- Hormone (z.B. durch erhöhte Östrogen- und Progesteronrezeptorendichte in der Gefäßwand; ist allerdings sehr umstritten [294]) [103; 147; 172; 300; 382],

- Schwangerschaft [1; 101; 141; 147; 194; 382; 389]

- physikalische Traumata (auch iatrogen: z. B. teleangiektatisches Matting) [147; 172; 217],

- Sonnenexposition [6; 90; 342].

Innerhalb der Münchner Venenstudie kam es zur Untersuchung von 500 Frauen und Männern zwischen 16 und 94 Jahren. Die Häufigkeit der Beinvenenveränderungen betrug 56 % bei Frauen und 44 % bei Männern.

[Seite 18]

Die Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie an 3072 Probanten [sic] konnte eine chronische Veneninsuffizienz (CEAP- Klassifikation [208]: C3-C6) bei jeder 5. Frau und jedem 6. Mann nachweisen [275]. Sie stellte ferner ein Vorkommen isolierter Teleangiektasien bzw. retikulärer Venen in 59 % der Fälle (Frauen und Männer nahezu gleichhäufig) fest.

Die Medizinische Hochschule Hannover untersuchte 441 Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren. 83 Personen oder 18,8 % (34 Frauen und 49 Männer) wiesen pathologische Venenbefunde auf.

Alle Studien zeigten, daß es keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Häufigkeit von Venenerkrankung zwischen Frauen und Männern gibt. Besenreiservarizen waren tendenziell bei Frauen aber etwas häufiger.

Im Gegensatz dazu konnte in der „Düsseldorf- Essener Beamtenstudie“ 2002 [213] an 9100 städtischen Angestellten (57 % Männer; 43 % Frauen) ein statistisch signifikanter Unterschied im Auftreten der Besenreiser bei Frauen (25 %) und Männern (6 %) festgestellt werden. Studien, die ihr Patientengut aus dem medizinischen Praxisalltag beziehen, kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Die Varikosis hat demnach eine Verbreitung von 7 % bis 60 %, und kommt 2 bis 4mal häufiger bei Frauen als bei Männern vor [157; 314].

Widmer et al. [384] stellten sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob nicht die Venenerkrankungen der unteren Extremitäten von der Frau aus modischen Gründen stärker beachtet und vermehrt der Behandlung zugeführt werden. Unterstützend hierfür ist anzumerken, daß im Rahmen der hier vorgestellten Studie etwa 300 Patienten zur Sklerosierungs- bzw. Laserbehandlung untersucht wurden, unter diesen befanden sich zwei Männer. Diesen Trend bestätigen Studien und Erfahrungsberichte [82; 349].

Untersuchungen zeigen, daß Besenreiser häufig mit einem insuffizienten, retikulären Nährgefäß verbunden sind - in fast 90 % der Fälle [324-326; 373]. In etwa 15 % der Fälle besteht ein „Anschluß“ zum tiefen Venensystem [44; 325]. Auch klinisch unauffällige, isolierte Besenreiserbefunde können Hinweis auf eine bestehende Insuffizienz des oberflächlichen Venensystem bzw. einer Perforansvene sein [349].

3.1.3 Die Ätiologie der Besenreiservarizen

Die genaue Ätiologie ist unbekannt, die morphologischen Befunde lassen hypothetisch die Vermutung zu, daß Refluxe in der Mikrozirkulation der Haut häufig beteiligt sind [132; 360]. In diesem Zusammenhang wird auch eine konstitutionelle Kapillarwandschwäche diskutiert [132; 388].

Als Risikofaktoren können folgende Aspekte gelten:

- genetische Prädisposition [35; 147; 161; 300; 334], (bis zu 90 %) [82]

- Übergewicht [81; 217; 300],

- zunehmendes Alter [35; 63; 147; 382],

- langes Stehen oder Sitzen [103; 147; 172; 300; 382],

- Hormone (z.B. durch erhöhte Östrogen- und Progesteronrezeptorendichte in der Gefäßwand; ist allerdings sehr umstritten [294]) [103; 147; 172; 300; 382],

- Schwangerschaft [1; 101; 141; 147; 194; 382; 389]

- physikalische Traumata (auch iatrogen: z. B. teleangiektatisches Matting) [147; 172; 217],

- Sonnenexposition [6; 90; 342].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenz 44 verweist in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[12.] San/Fragment 018 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 19, Zeilen: 1 ff.
3.1.4 Die klinische Einteilung der Besenreiservarizen

1949 nahmen REDISCH und PELZER folgende Einteilung (Abb.8), basierend auf dem klinischen Erscheinungsbild, der Teleangiektasie vor:

San 18a diss

Abb. 8a : linear b: verzweigt c: spinnenförmig d: punktförmig[132],

Diese Einteilung wird auch heute noch von vielen Autoren benutzt [80; 117; 157; 290; 314]. DUFFY [82] erstellte eine Einteilung nach pathologischen und visuellen Parametern, basierend auf der Einteilung von HEYERDALE und STALKER von 1941 [139]. Dabei unterscheidet er sowohl Farbe als auch den Grad der Assoziation mit dem tiefen venösen System. Er integriert dabei auch das sogenannte teleangiektatische Matting. WEISS [326] verfeinerte diese Einteilung. So kam es zu folgender Varizenklassifikation:

San 18b diss

Tab. 1: Varizenklassifikation nach WEISS [326].

3.1.4 Die klinische Einteilung der Besenreiservarizen

1949 nahmen REDISCH und PELZER folgende Einteilung, basierend auf dem klinischen Erscheinungsbild, der Teleangiektasie vor:

San 18a source

Abb. 9 a: linear b: verzweigt c: spinnenförmig d: punktförmig[132].

Diese Einteilung wird auch heute noch von vielen Autoren benutzt [80; 117; 157; 290; 314]. DUFFY [82] erstellte eine Einteilung nach pathologischen und visuellen Parametern, basierend auf der Einteilung von HEYERDALE und STALKER von 1941 [139]. Dabei unterscheidet er sowohl Farbe als auch den Grad der Assoziation mit dem tiefen venösen System. Er integriert dabei auch das sogenannte teleangiektatische Matting. WEISS [326] verfeinerte diese Einteilung. So kam es zu folgender Varizenklassifikation:

San 18b source

Tab. 1: Varizenklassifikation nach WEISS [326].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Obwohl Referenz 132 für die Abbildung angegeben ist, geben Goldman & Bennett (1987) "Redisch W, Pelzer RH. Am Heart J 1949;37:106-14" als Quelle dieser Abbildung an.


[13.] San/Fragment 019 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 20, Zeilen: 1 ff.
Die Farbänderung mit Vergrößerung des Gefäßdurchmessers hatte BIEGELEISEN [37] festgestellt. Eine Verbindung zwischen dem möglichen Ursprung des Gefäßes (arteriell oder venös) und der Farbe wurde anhand des unterschiedlichen Oxidationsgrades von roten und blauen Gefäßen hergestellt. Demnach entstammen rötliche Gefäße (mittlere O2- Konzentration 5,9 kPa) dem arteriellen, bläuliche (mittlere O2-Konzentration 5,11 kPa) dem venösen Kapillarbett [327].

Rein ätiologische Unterscheidungen hat WESENER [381] zugrunde gelegt. Er unterscheidet stauungsbedingte Venektasien, hormonale Dysregulations- Venektasien, arterio- venöse Anastomosen und Schwangerschaftsvenektasien. Eine fünfte Gruppe ordnete er als rein kosmetisch problematisch ein.

3.1.5 Zur Histologie von Besenreiservarizen

Besenreiser sind pathologisch veränderte Venen des Koriums, in einer Tiefe zwischen 175μm und 28μm vom Stratum granulosum aus gemessen [360; 388]. Sie werden häufig von einem Nährgefäß unterhalten, das sowohl eine aus der Tiefe aufsteigende (erweiterte) Vene als auch eine oberflächliche retikuläre Varize sein kann [388]. Sie besitzen ungleichmäßig verdickte Wände. Der Gefäßwanderweiterung entsprechen wiederholt äußerst dünne Gefäßwandabschnitte. Die Gefäßwände bestehen aus Endothelien, Fibroblasten, Myozyten, kollagenen und elastischen Faser sowie aus Oxytalanfasern. Man kann eine ungleichmäßige Entwicklung der Elastica externa, des Gitterkollagens und von Matrixvesikeln beobachten.

Die morphologischen Befunde sind als Umbauvorgänge im Sinne von Anpassungsphänomenen zu deuten [360]. Die auslösenden Impulse hierfür sind unbekannt (siehe Kap. 2.6; S. 13 ff.).

Die Farbänderung mit Vergrößerung des Gefäßdurchmessers hatte Biegeleisen [37] festgestellt. Eine Verbindung zwischen dem möglichen Ursprung des Gefäßes (arteriell oder venös) und der Farbe wurde anhand des unterschiedlichen Oxidationsgrades von roten und blauen Gefäßen hergestellt. Demnach entstammen rötliche Gefäße (mittlere O2- Konzentration 5,9 kPa) dem arteriellen, bläuliche (mittlere O2- Konzentration 5,11 kPa) dem venösen Kapillarbett [327].

Rein ätiologische Unterscheidungen hat Wesener [381] zugrunde gelegt. Er unterscheidet stauungsbedingte Venektasien, hormonale Dysregulations- Venektasien, arterio- venöse Anastomosen und Schwangerschaftsvenektasien. Eine fünfte Gruppe ordnete er als rein kosmetisch problematisch ein.

3.1.5 Zur Histologie von Besenreiservarizen

Besenreiser sind pathologisch veränderte Venen des Koriums, in einer Tiefe zwischen 175 μm und 28 μm vom Stratum granulosum aus gemessen [360; 388]. Sie werden häufig von einem Nährgefäß unterhalten, das sowohl eine aus der Tiefe aufsteigende (erweiterte) Vene als auch eine oberflächliche retikuläre Varize sein kann [388].

Sie besitzen ungleichmäßig verdickte Wände. Der Gefäßwanderweiterung entsprechen wiederholt äußerst dünne Gefäßwandabschnitte. Die Gefäßwände bestehen aus Endothelien, Fibroplasten [sic], Myozyten, kollagenen und elastischen Faser sowie aus Oxytalanfasern. Man kann eine ungleichmäßige Entwicklung der Elastica externa, Gitterkollagen und Matrixvesikel beobachten. [...]

Die morphologischen Befunde sind als Umbauvorgänge im Sinne von Anpassungsphänomenen zu deuten [360]. Die auslösenden Impulse hierfür sind unbekannt (siehe Kap. 2.6; S. 13 ff.).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[14.] San/Fragment 020 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 21, Zeilen: 1 ff.
3.2 Behandlungsmethoden der Besenreiservarizen

3.2.1 Die Sklerosierung

3.2.1.1 Historischer Abriß

Die Sklerosierung von Varizen ist ebenso Teil der Phlebologie, wie auch die chirurgische Behandlung. Beide Therapien standen bis in die Mitte des 20.Jahrhunderts konkurrierend zueinander [333;377]. Die Besenreiservarikosis weckte erst ab 1970 vermehrt wissenschaftliches Interesse.

3.2 Behandlungsmethoden der Besenreiservarizen

3.2.1 Die Sklerosierung

3.2.1.1 Historischer Abriß

Die Sklerosierung von Varizen ist ebenso Teil der Phlebologie, wie auch die chirurgische Behandlung. Zwischen beiden Therapien gab es bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ein Gerangel um die jeweilige Vorherrschaft [333; 377]. Die Besenreiservarikosis wurde erst ab etwa 1970 Gegenstand intensiverer Untersuchungen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Das ist die komplette Seite 20 der untersuchten Arbeit, der Rest der Seite ist leer.


[15.] San/Fragment 021 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 21, Zeilen: 10 ff.
Das erste Schriftstück, das von „gewissen serpentinenförmigen Windungen am Bein" (interpretiert als Varizen) berichtet, datiert von 1550 vor Christus (EBERS Papyrus). Die erste Illustration einer Varize findet man in der Akropolis (siehe Abb. 9). Auf dieser ist auch der vielleicht erste Phlebologe, Doktor AMYNOS (dem die Tafel gewidmet ist), verewigt. HIPPOKRATES (460-377 v. Chr.) beschrieb die Technik der Beinverbände [335] und in „De Ulceribus" Varizen und Ulzerationen. Die Gefäßchirurgie fand ihren Ursprung wahrscheinlich in Ägypten (Schule für Medizin, Alexandria) durch HEROPHILOS und ERASISTRATOS 270 v. Chr. Es dauerte dann 400 Jahre bis CLAUDIUS GALEN (130-200) die Varizenoperation beschrieb.

San 21a diss

Abb. 9: Diese Doctor AMYNOS gewidmete Gedenktafel zeigt die bisher älteste Varizendarstellung (4. Jh. v. Chr. Akropolis Athen) [56].


335. Stemmer R.
Historisches zur Entwicklung der phlebologischen Therapie. Vasa
1986; 15:340-3.

San 21a source

Abb. 10: Diese Doctor AMYNOS gewidmete Gedenktafel zeigt die bisher älteste Varizendarstellung (4. Jh. v. Chr. Akropolis Athen) [56].

Das erste Schriftstück, das von „gewissen serpentinenförmigen Windungen am Bein“ (interpretiert als Varizen) berichtet, datiert von 1550 vor Christus (EBERS Papyrus). Die erste Illustration einer Varize findet man in der Akropolis (siehe Abb. 10). Auf dieser ist auch der vielleicht erste Phlebologe, Doktor AMYNOS (dem die Tafel gewidmet ist), verewigt. HIPPOKRATES (460-377 v. Chr.) beschrieb die Technik der Beinverbände [335] und in „De Ulceribus“ Varizen und Ulzerationen. Die Gefäßchirurgie fand ihren Ursprung wahrscheinlich in Ägypten (Schule für Medizin, Alexandria) durch Herophilos und ERASISTRATOS 270 v. Chr. Es dauerte dann 400 Jahre bis CLAUDIUS GALEN (130-200) die Varizenoperation beschrieb.


56. Browse NL, Burnand KG, Irvine AT, Wilson NM.
Diseas of the veins.
London, Arnold, 1999.

335. Stemmer R.
Historisches zur Entwicklung der Phlebologischen Therapie.
Vasa 1986;15:340-3.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Im Literaturverzeichnis von San fehlt der Eintrag zu [56].


[16.] San/Fragment 022 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 21-23, Zeilen: 21: letzte vier Zeilen; 22: 1 ff.; 23: 1 ff.
Ein Jahrtausend später war es 1306 Maitre HENRI DE MONDEVILLE der den (Kompressions-)Verband bei Geschwüren des Beines erfolgreich einsetzte. Weitere 100 Jahre später war es LEONARDO DA VINCI, der das venöse System des Beines studierte und zeichnete.

1584 legte FABRICIUS VON ACQUAPENDENTE mit der Entdeckung der Venenklappen den Grundstein unseres Wissens über die venöse Zirkulation [336]. Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurden Besenreiser mit dem Brenneisen „behandelt". Die moderne Ära der Phlebologie leitete TOMASSO RIMA 1838 ein mit der Beschreibung des venösen Rückflußes über die Crosse der V. saphena magna. Allerdings konnten sich seine chirurgischen Eingriffe (Ligatur der Saphenaeinmündung und Saphenektomie) wegen der hohen Mortalität nicht durchsetzen [335; 336]. GABRIEL PRAVAZ entwickelte 1851 die Stahlkanüle. Ein Jahr später versuchten seine Schüler die Verödung von Varizen mittels Eisenchlorid. VALETTE und DESGRANGES hatten mit der Jodtanninlösung mehr Erfolg, trotzdem blieb die Verödung eine auf wenige Ärzte beschränkte Behandlungsmethode. Die Ligatur der Crosse wurde durch die Saphenektomie mit großen Schnitten ergänzt [174]. 1896 fand DELORE mit seiner Behauptung, daß ein dauerhafter Verödungseffekt nur durch vorausgehende Läsion des Varizenendothels zu erreichen sei, die Erklärung für die bis dahin erlangten Mißerfolge der Verödung. 1910 entwickelte der Wiesbadener Thermalarzt FISCHER den nach ihm benannten Fischerverband. Die Monopolstellung der chirurgischen Varizenbehandlung wurde erst während des ersten Weltkrieges erschüttert, als PAUL LINSER in Deutschland und JEAN SICARD in Frankreich (jeder wußte aber von der Arbeit des anderen aufgrund der Nachrichtensperre nichts) annähernd zeitgleich bei der Behandlung der Lues die Verödung der zuvor mit Salvarsan punktierten Armvene beobachteten. Die gleiche Beobachtung machten sie bei intravasaler Injektion von Beinvarizen: der Anfang der modernen Sklerosierungstherapie. 1938 beschrieb SICARDS Schüler TOURNAY die Stichinzision, 5 Jahre nach der Beschreibung der Mikrosklerotherapie durch BIEGELEISEN 1933 [268].

Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges verbreiteten amerikanische Chirurgen den 1907 von BABCOCK entwickelten Stripper, durch den die Chirurgie wieder Auftrieb bekam und die Verödung in den Hintergrund drängte.

Am 11. September 1947 wurde die erste phlebologische Gesellschaft der Welt, die Societe [sic] Francaise de Phlebologie [sic], von RAYMOND TOURNAY gegründet. Er prägte die Bezeichnung „Phlebologie". Im deutschsprachigen Raum war KARL SIGG Promotor der Veröderungstherapie [150], lehnte aber jegliche chirurgische Eingriffe ab [332]. Die sogenannte Kompressions- Sklerosierung, ursprünglich von SIGG 1952 beschrieben [320; 321], wurde vor allem im englischen Sprachraum durch FEGAN, der aufgrund eines Bettenmangels von der chirurgischen Varizen- auf die ambulante Kompressions- Verödungsbehandlung auswich, in den 60er Jahren bekannt [64, 93; 99; 152; 197; 266; 321; 338; 347]. 1960 entwickelte VAN DER MOLEN Kompressionsstrümpfe und schuf so die Grundlagen der modernen Kompressionstherapie. Seit 1962 gab es eine intensive Zusammenarbeit zwischen operativen und konservativen Phlebologen, die in der Festlegung der Indikationen beider Methoden gipfelte [219; 275; 335; 336].

„In der Behandlung der Stammvarikose mit Ausschaltung des proximalen Insuffizienspunktes und des insuffizienten Venenanteils gilt die operative Therapie als Methode der ersten Wahl. Die Therapie der Stammvarikose durch Sklerosierungsbehandlung ist jedoch ebenfalls möglich. Bei der Ausschaltung von Seitenastvarizen und insuffizienten Perforanten konkurriert die Sklerosierungsbehandlung mit der perkutanen Phlebextraktion und mit der Perforantenunterbindung bzw. mit der endoskopischen Perforantendissektion. Für die Behandlung von kleinkalibrigen, intrakutanen Varizen (retikuläre Varizen, Besenreiser) gilt [die Sklerosierungsbehandlung als Methode der ersten Wahl" (Leitlinien zur Sklerosierungsbehandlung der Varikosis - Deutsche Gesellschaft für Phlebologie) [275].]

Ein Jahrtausend später war es 1306 Maitre Henri de Mondeville der den (Kompressions-) Verband gegen Ulzerationen des Beines erfolgreich einsetzte. Weitere 100 Jahre später war es Leonardo da Vinci, der das venöse System des Beines studierte und zeichnete (siehe Abb. 11 und 12).

[Seite 22]

1584 legte Fabricius von Acquapendente mit der Entdeckung der Venenklappen und der Erkenntnis deren zentraler Rolle innerhalb der Blutzirkulation den Grundstein unseres Wissens über die venöse Zirkulation [336]. Bis Ende des 18. Jahrhunderts wurden Besenreiser mit dem Brenneisen „behandelt“.

Die moderne Ära der Phlebologie leitete Tomasso Rima 1838 mit der Beschreibung des venösen Rückflußes über die Crosse der V. saphena magna ein. Allerdings konnten sich seine chirurgischen Eingriffe (hohe Ligatur der Einmündung und Saphenektomie) wegen der hohen Mortalität nicht durchsetzen [335; 336]. Gabriel Pravaz entwickelte 1851 die Stahlkanüle. Ein Jahr später versuchten seine Schüler die Verödung von Varizen mittels Eisenchlorid. Valette und Desgranges hatten mit der Jodtaninlösung [sic] mehr Erfolg, trotzdem blieb die Verödung eine auf wenige Ärzte beschränkte Behandlungsmethode. 1891 trieb dann Trendelenburg die Chirurgie mit der Bestätigung und Durchsetzung der Rima'schen Feststellungen voran. Die Ligatur der Crosse wurde durch die Saphenektomie mit großen Schnitten ergänzt. 1896 fand Delore mit seiner Behauptung, daß ein dauerhafter Verödungseffekt nur durch vorausgehende Läsion des Varizenendothels zu erreichen sei, die Erklärung für die bis dahin erlangten Mißerfolge der Verödung. 1910 entwickelte der Wiesbadener Thermalarzt Fischer den nach ihm benannten Fischerverband.

Die Monopolstellung der chirurgischen Varizenbehandlung wurde erst während des ersten Weltkrieges erschüttert, als Paul Linser in Deutschland und Jean Sicard in Frankreich (jeder wußte aber von der Arbeit des anderen aufgrund der Nachrichtensperre nichts) annähernd zeitgleich bei der Behandlung der Lues die Verödung der zuvor mit Salvarsan punktierten Armvene beobachteten. Die gleiche Beobachtung machten sie bei intravasaler Injektion von Beinvarizen: der Anfang der modernen Sklerosierungstherapie. 1938 beschrieb Sicards berühmtester Schüler Tournay die Stichinzision, 5 Jahre nach der Beschreibung der Mikrosklerotherapie (in dieses Gebiet fällt die Behandlung von Besenreisern) durch Biegeleisen 1933 [268].

[Seite 23]

Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges verbreiteten amerikanische Chirurgen den 1907 von Babcock entwickelten Stripper, durch den die Chirurgie wieder Auftrieb bekam und die Verödung in den Hintergrund drängte.

Am 11. September 1947 wurde die erste phlebologische Gesellschaft der Welt, die Société Francaise de Phlébologie, von Raymond Tournay gegründet. Zu diesem Zweck erfand er die Bezeichnung „Phlebologie“. Im deutschsprachigen Raum war Karl Sigg die treibende Kraft der Verödungstherapie [150], allerdings lehnte er jegliche chirurgischen Eingriffe ab [332]. Die sogenannte Kompressions- Sklerosierung, ursprünglich von Sigg 1952 beschrieben [320; 321], wurde vor allem im englischen Sprachraum durch Fegan, der aufgrund eines Bettenmangels von der chirurgischen Varizen- auf die ambulante Kompressions-Verödungsbehandlung auswich, in den 60er Jahren bekannt [64, 93; 99; 152; 197; 266; 321; 338; 347]. 1960 schuf van der Molen durch Kompressionsstrümpfe die Grundlagen der modernen Kompressionstherapie.

Seit 1962 gab es eine intensive Zusammenarbeit zwischen operativen und konservativen Phlebologen, die in der Festlegung der Indikationen beider Methoden gipfelte [219; 275; 335; 336].

„In der Behandlung der Stammvarikose mit Ausschaltung des proximalen Insuffizienspunktes und des insuffizienten Venenanteils gilt die operative Therapie als Methode der ersten Wahl. Die Therapie der Stammvarikose durch Sklerosierungsbehandlung ist jedoch ebenfalls möglich. Bei der Ausschaltung von Seitenastvarizen und insuffizienten Perforanten konkurriert die Sklerosierungsbehandlung mit der perkutanen Phlebextraktion und mit der Perforantenunterbindung bzw. mit der endoskopischen Perforantendissektion. Für die Behandlung von kleinkalibrigen, intrakutanen Varizen (retikuläre Varizen, Besenreiser) gilt die Sklerosierungsbehandlung als Methode der ersten Wahl“ (Leitlinien zur Sklerosierungsbehandlung der Varikose - Deutsche Gesellschaft für Phlebologie) [275].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[17.] San/Fragment 023 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 23, Zeilen: 23 ff.
[„[...] Für die Behandlung von kleinkalibrigen, intrakutanen Varizen (retikuläre Varizen, Besenreiser) gilt] die Sklerosierungsbehandlung als Methode der ersten Wahl" (Leitlinien zur Sklerosierungsbehandlung der Varikosis - Deutsche Gesellschaft für Phlebologie) [275].

In den vergangenen Jahren rückte verstärkt die Schaumsklerosierung in den Mittelpunkt des Interesses. Über die Möglichkeit des Aufschäumens verschiedener Verödungsmittel hatten bereits MCAUSLAND 1939 [392], ORBACH 1944 [104] und SIGG 1949 berichtet [275]. Zur Zeit existieren mehrere gängige Methoden nach MONFREUX [104], HENRIET [275], CABRERA [104], BENIGNI- SADOUN [104], MINGO- GARCIA [104], TESSARI [348] und FRULLINI [104; 105].

So vielfältig die Therapiemöglichkeiten, so mannigfaltig sind die zur Verfügung stehenden Sklerosierungsmittel.

„[...] Für die Behandlung von kleinkalibrigen, intrakutanen Varizen (retikuläre Varizen, Besenreiser) gilt die Sklerosierungsbehandlung als Methode der ersten Wahl“ (Leitlinien zur Sklerosierungsbehandlung der Varikose - Deutsche Gesellschaft für Phlebologie) [275].

In den vergangenen Jahren rückte verstärkt die Schaumsklerosierung in den Mittelpunkt des Interesses. Über die Möglichkeit des Aufschäumens verschiedener Verödungsmittel hatten bereits McAusland 1939 [392], Orbach 1944 [104] und Sigg 1949 berichtet [275]. Zur Zeit existieren mehrere gängige Methoden nach Monfreux [104], Henriet [275], Cabrera [104], Benigni- Sadoun [104], Mingo- Garcia [104], Tessari [348] und Frullini [104; 105].

So vielfältig die Therapiemöglichkeiten, so mannigfaltig sind die zur Verfügung stehenden Sklerosierungsmittel.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[18.] San/Fragment 024 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 24, Zeilen: 1 ff.
Ein Oberblick [sic] über die historische Einführung von Verödungsmitteln wird im Folgenden gegeben:
Jahr Verödungsmittel (Handelsname) Erstbeschreiber
1840 absoluter Alkohol Monteggio, Leroy, D'Etiolles
1850-3 Eisenchlorid Pravaz, Caunard
1855 Jodtaninlösung Valette und Desgranges
1880 "Chloral" Negretti
1890 Jod-Jodkalium Lösung (Vistarin®) Schiassi
1904 5% phenol solution Tavel
1906 Potassium iodo-iodine Tavel
1910 Sublimat Scharf
1916 hypertonische NaCl (Varicophtin® bzw Imosalin®) Linser
1917 hypertonische Glukose (Variko® bzw. Calorose®) Kausch
1919 Natrium-Salizylat Sicard und Gaugier
1919 Natrium-Bicarbonat Sicard und Gaugier
1920 Bichlorid of mercury Wolf
1921 Chinin- Urethan Genevrier
1922 Biiodine of mercury Lacroix, Bazelis
1925 chromicized glycerin Jausion
1926 Hypertone NaCl mit procaine Linser
1927 50% grape sugar Doerffel
1929 Natrium citrate Kern und Angel
1929 20-30% hypertonic saline Kern und Angel
1930 Natrium-Morrhuat [anionische Fettsäuren] (Varicocid®) Higgins und Kittel
1933 Jod + Natriumjodid Gerson
1933 Chromglyzerin (Scleremo®) Jausion
1939 Schaumsklerosierung (Natrium-Morrhuat) McAusland (Orbach 1944)
1946 Natrium-Tetradecyl-Sulfat (Sotradecol® bzw. Trombovar®) Reiner
1949 Phenolated mercury und Ammonium Tournay und Wallois
1959 Jod + Benzylalkohol (Variglobin® bzw. Varigloban®) Inihoffund [sic] Sigg
1966 Hydroxypolyethoxydodecan(Aethoxysklerol®,
Sotravarix® bzw. Phlebodestra®l) [sic]
Henschel und Eichenberger
1969 Hypertone NaCl und Dextrose (Sclerodex®)  
1975 Hypertone NaCl und heparin Foley
1985 Sotradecol und Haemacel Green und Morgan
1995 Schaumsklerosierung (z. B. Varisolve®) Monfreux

Tab. 2: Überblick über die Erstbeschreibung verschiedener Verödungsmittel [nach 132 abgestimmt bzw. erweitert durch: 30; 71; 73; 82; 131; 143; 146; 147; 151; 155; 169; 189; 192; 236; 258; 268; 269; 273; 277; 298; 313; 327; 335; 336; 355; 365; 392; 398].

Ein Überblick über die historische Einführung von Verödungsmitteln wird im Folgenden gegeben:
Jahr Verödungsmittel (Handelsname) Erstbeschreiber
1840 absoluter Alkohol Monteggio, Leroy, D'Etiolles
1850-3 Eisenchlorid Pravaz, Caunard
1855 Jodtaninlösung Valette und Desgranges
1880 "Chloral" Negretti
1890 Jod-Jodkalium Lösung (Vistarin®) Schiassi
1904 5% phenol solution Tavel
1906 Potassium iodo-iodine Tavel
1910 Sublimat Scharf
1916 hypertonische NaCl (Varicophtin® bzw Imosalin®) Linser
1917 hypertonische Glukose (Variko® bzw. Calorose®) Kausch
1919 Natrium-Salizylat Sicard und Gaugier
1919 Natrium-Bicarbonat Sicard und Gaugier
1920 Bichlorid of mercury Wolf
1921 Chinin- Urethan Genevrier
1922 Biiodine of mercury Lacroix, Bazelis
1925 chromicized glycerin Jausion
1926 Hypertone NaCl mit procaine Linser
1927 50% grape sugar Doerffel
1929 Natrium citrate Kern und Angel
1929 20-30% hypertonic saline Kern und Angel
1930 Natrium-Morrhuat [anionische Fettsäuren] (Varicocid®) Higgins und Kittel
1933 Jod + Natriumjodid Gerson
1933 Chromglyzerin (Sclérémo®) Jausion
1939 Schaumsklerosierung (Natrium-Morrhuat) McAusland (Orbach 1944)
1946 Natrium-Tetradecyl-Sulfat (Sotradecol® bzw. Trombovar®) Reiner
1949 Phenolated mercury und Ammonium Tournay und Wallois
1959 Jod + Benzylalkohol (Variglobin® bzw. Varigloban®) Imhoff und Sigg
1966 Hydroxypolyethoxydodecan (Aethoxysklerol®, Sotravarix® bzw. Phlebodestra®l) [sic] Henschel und Eichenberger
1969 Hypertone NaCl und Dextrose (Sclerodex®)  
1975 Hypertone NaCl und heparin Foley
1985 Sotradecol und Haemacel Green und Morgan
1995 Schaumsklerosierung (z. B. Varisolve®) Monfreux


Tab. 2: Überblick über die Erstbeschreibung verschiedener Verödungsmittel [nach 132 abgestimmt bzw. erweitert durch: 30; 71; 73; 82; 131; 143; 146; 147; 151; 155; 169; 189; 192; 236; 258; 268; 269; 273; 277; 298; 313; 327; 335; 336; 355; 365; 392; 398].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[19.] San/Fragment 025 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 25, Zeilen: 1 ff.
Aethoxysklerol® wurde ursprünglich in den 50er Jahren [72] als Oberflächen-, Epidural- und Lokalanästhetikum [72; 147] unter dem Handelsnamen Seh 600 [148] eingeführt. Bald stellte sich heraus, daß es in Folge der Injektion zur Verödung oberflächlicher, kleiner Hautgefäße kam und man es schließlich als Verödungsmittel einsetzte. Um Temperatureffekte des Hydroxypolyethoxydodecan zu verhindern (Molekülaggregation) setzte man 5 % Ethylalkohol der Lösung hinzu [72; 268]. So enthält 1 ml Aethoxysklerol® 0,05 mg reines Ethanol. Erste Erfahrungen beschrieb E ICHENBERGER 1969 [89] in Deutschland, O UVRY et al. in Frankreich [148], C ACCIATORE in Italien [60], J ACOBSEN in Dänemark [193] und H OFER in Österreich [185].

Aethoxysklerol® stellt heute das in Europa meistverbreitete Verödungsmittel dar. In den USA sind durch die Food and Drug Administration nur Sotradecol® und Natrium-Morrhuate für die Behandlung von Besenreisern zugelassen [142; 160; 237; 286; 375].

3.2.1.2 Feingewebliche Reaktionen nach der Sklerosierung

Erste Versuche zur Wirkungsweise von Verödungsmitteln wurden in den zwanziger Jahren an der dorsalen Hasenohrvene durchgeführt: 1 % Quecksilber Bichlorid, 30 % NaCl und 50 % grape sugar , 30 % Natrium-Salizylat, 50-60 % Calorose® und Natrium-Morrhuat [131]. Verödungsmittel wirken auf das Endothel: Die Endothelzellen quellen und schilfern ab [265; 395]. In der Folge bildet sich ein roter Abscheidungsthrombus [52; 248; 394], der entsprechende Entzündungsreaktionen der Gefäßwand auslöst.

In der weiteren Folge beginnt der Organismus den Thrombus durch endogene und exogene spontane Thrombolyse zu beseitigen. Es wandern Leukozyten in den Thrombus ein, die thrombotisches Material auflösen und nach Phagozytose abtransportieren. Schließlich sprossen Kapillaren und Fibroblasten in den Thrombus ein, die ein Granulationsgewebe bilden und den Thrombus „organisieren". Das entstehende Narbengewebe kann die Venenlichtung vollständig, aber auch nur unvollständig ausfüllen. Es bilden sich Narbenplatten oder septenartige Verbindungen. Obliterierte Venenabschnitte können mit der Zeit vollständig resorbiert werden.

Bei der Thrombusbildung sind diese Vorgänge zeitlich nicht normiert. Noch 4 Wochen nach der Verödung lassen sich neben vollständig organisierten auch noch rote Thromben, ohne eine Reaktion der Gefäßwand, nachweisen [336].

Die Sklerose ist selektiv, d. h. sie beschränkt sich vorwiegend auf varikös veränderte Bereiche [248]. Der Sklerosierungseffekt hängt nicht nur von der Konzentration des injizierten Mittels in der Besenreiservarize ab, sondern auch von der Kontaktzeit Varizenendothel- Verödungsmittel [331] (Abb10).

Aethoxysklerol® wurde ursprünglich in den 50er Jahren [72] als Oberflächen-, Epidural- und Lokalanästhetikum [72; 147] unter dem Handelsnamen Sch 600 [148] eingeführt. Bald stellte sich heraus, daß es in Folge der Injektion zur Verödung oberflächlicher, kleiner Hautgefäße kam und man es schließlich als Verödungsmittel einsetzte. Um Temperatureffekte des Hydroxypolyethoxydodecan zu verhindern (Molekülaggregation) setzte man 5 % Ethylalkohol der Lösung hinzu [72; 268]. So enthält 1 ml Aethoxysklerol® 0,05 mg reines Ethanol. Erste Erfahrungen beschrieb E ICHENBERGER 1969 [89] in Deutschland, O UVRY et al. in Frankreich [148], C ACCIATORE in Italien [60], J ACOBSEN in Dänemark [193] und H OFER in Österreich [185].

Aethoxysklerol® stellt heute das in Europa meistverbreitete Verödungsmittel dar. In den USA sind durch die Food and Drug Administration nur Sotradecol® und Natrium-Morrhuate für die Behandlung von Besenreisern zugelassen [142; 160; 237; 286; 375]. [...]

3.2.1.2 Feingewebliche Reaktionen nach der Sklerosierung

Erste Versuche zur Ergründung der Wirkungsweise der Verödungsmittel wurden in den 20er Jahren an der dorsalen Hasenohrvene durchgeführt: 1 % Bichlorid of mercury , 30 % NaCl und 50 % grape sugar , 30 % Natrium-Salizylat , 50-60 % Calorose® und Natrium-Morrhuat [131].

Verödungsmittel wirken auf das Endothel: Die Endothelzellen quellen und schilfern ab [265; 395]. In der Folge bildet sich ein roter Abscheidungsthrombus [52; 248; 394], der entsprechende Reaktionen der Gefäßwand auslöst. [...]

In der weiteren Folge, versucht der Organismus den Thrombus durch endogene und exogene spontane Thrombolyse zu beseitigen. Gelingt dies nicht, wird der Thrombus ausgetrocknet. Es wandern Leukozyten ein, die thrombotisches Material auflösen und nach Phagozytose abtransportieren. Schließlich sprossen Kapillaren und Fibroblasten ein, die ein Granulationsgewebe bilden und den Thrombus „organisieren“. Das entstehende Narbengewebe kann die Venenlichtung vollständig, aber auch nur unvollständig ausfüllen. Es bilden sich Narbenplatten, Septen oder auch stärkere Verbindungen. Obliterierte Venenabschnitte können mit der Zeit vollständig resorbiert werden.

Bei der Thrombusbildung sind diese Vorgänge zeitlich nicht normiert. Noch 4 Wochen nach der Verödung lassen sich neben vollständig organisierten auch noch rote Thromben, ohne eine Reaktion der Gefäßwand, nachweisen [336].

Die Sklerose ist selektiv, d. h. sie beschränkt sich ausschließlich auf varikös veränderte Bereiche [248]. Der Sklerosierungseffekt hängt nicht nur von der Konzentration des injizierten Mittels in der Besenreiservarize ab, sondern auch von der Kontaktzeit Varizenendothel- Verödungsmittel [331].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[20.] San/Fragment 027 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 27, Zeilen: 1 ff
3.2.1.3 Nebenwirkungen der Verödungsbehandlung bei Besenreiservarizen

Die Problematik der Besenreiserverödung besteht nicht nur im Ausbleiben eines Behandlungserfolges, sondern auch im Auftreten von Nebenwirkungen bei (teilweise) erfolgreichen Behandlungen. Mögliche Nebenwirkungen werden im Folgenden genannt:

3.2.1.3a Hyperpigmentierung

Hyperpigmentierungen nach Sklerosierungen sind mit einer Häufung von 0,2-73 % [8; 60; 61; 72; 82; 112; 113; 124; 129; 136; 144; 147; 148; 171; 179; 216; 228; 231; 233; 241; 259; 298; 299; 319; 321; 357; 358; 366-368] in der Literatur zu finden. Obwohl der Großteil der Autoren von reversibler Hyperpigmentierung [8; 148; 179; 321; 358] spricht, hat DUFFY [82] bis zu 5 Jahre persistierende Hyperpigmentierungen (5 %) beschrieben. LOPEZ [225] konnte die Depigmentierung zeitlich um 82 % mit einem Eisenchelatbildner („Deferoxamine Mesylate") beschleunigen.

Unbestritten ist die Tatsache, daß es sich bei Hyperpigmentierungen um Hämosiderinablagerungen handelt [82; 147; 148; 216; 259]. Histologisch zeigt sich „das Bild einer von der thrombosierten Vene ausgehenden lymphogen- perivaskulär erfolgenden Abräumsiderose", bei normalem Melaningehalt [29]. Als Ursache werden Abbauprodukte von ins Interstitium geschwemmten Erythrozyten (evtl. durch Gefäßruptur) [147; 148; 156; 241; 287; 341; 350; 357], zu hoch konzentrierte Verödungsmittel [259] oder eine durch Entzündungsvorgänge veränderte Permeabilität der Venenwand diskutiert. Eine frühzeitige Inzision evtl. vorhandener postsklerotherapeutischer endovariköser Hämosiderin-Ansammlungen wird als Prävention empfohlen [378].

3.2.1.3b Teleangiektatisches Matting

Das teleangiektatische Matting, eine netzartige Ansammlung kleinster (0,2 mm Durchmesser) hellroter Gefäße, als Nebenwirkung ist in 0,06-36 % [61; 72; 74; 82; 83; 136; 147; 148; 228; 232; 241; 298; 299; 311; 314; 358; 366; 368] der Behandlungen aufgetreten. Wie es zum sog. Matting kommt ist nicht geklärt. Gefäßruptur (zu großer Injektionsdruck) während des Sklerosierens [82], zu großes Applikationsvolumen im Zuge einer Injektion und eine behandlungsinduzierte Neoangiogenese [61; 127; 147; 148; 241; 259; 391] werden diskutiert. Problematisch ist, daß das Matting auf Grund seines winzigen Gefäßdurchmessers zu 10 % therapieresistent ist [82; 147; 259; 298].

3.2.1.3c Paravasale und intraarterielle Injektion

Paravasale Injektionen können zu anhaltenden Schmerzen und Parästhesien führen. Intraarterielle Injektionen sind wegen der teilweise großflächigen Nekrosen (durch embolisierte terminale Stromwege [329]), zu vermeiden. Sie können durch direkte (versehentliche) Punktion einer Arterie oder durch Rückfluß aus dem Kapillarbett während der Applikation des Verödungsmittels in die vorgeschaltete Arteriole zustande kommen [39; 220; 358].

3.2.1.3 Nebenwirkungen der Verödungsbehandlung bei Besenreiservarizen

Die Problematik der Besenreiserverödung besteht nicht nur im Ausbleiben eines Behandlungserfolges, sondern auch im Auftreten von Nebenwirkungen bei (teilweise) erfolgreichen Behandlungen. Mögliche Nebenwirkungen werden im Folgenden genannt:

3.2.1.3.a Hyperpigmentierung

Hyperpigmentierungen nach Sklerosierungen sind mit einer Häufung von 0,2-73 % [8; 60; 61; 72; 82; 112; 113; 124; 129; 136; 144; 147; 148; 171; 179; 216; 228; 231; 233; 241; 259; 298; 299; 319; 321; 357; 358; 366-368] in der Literatur zu finden. Obwohl der Großteil der Autoren von reversibler Hyperpigmentierung [8; 148; 179; 321; 358] spricht, hat DUFFY [82] bis zu 5 Jahre persistierende Hyperpigmentierungen (5 %) beschrieben. LOPEZ [225] konnte die Depigmentierung zeitlich um 82 % mit einem Eisenchelatbildner („Deferoxamine Mesylate“) beschleunigen.

Unbestritten ist die Tatsache, daß es sich bei Hyperpigmentierungen um Hämosiderinablagerungen handelt [82; 147; 148; 216; 259]. Histologisch zeigt sich „das Bild einer von der thrombosierten Vene ausgehenden lymphogen- perivaskulär erfolgenden Abräumsiderose“, bei normalem Melaningehalt [29]. Als Ursache werden Abbauprodukte von ins Interstitium geschwemmten Erythrozyten (evtl. durch Gefäßruptur) [147; 148; 156; 241; 287; 341; 350; 357], zu hoch konzentrierte Verödungsmittel [259] oder eine durch Entzündungsvorgänge veränderte Permeabilität der Venenwand diskutiert. Eine frühzeitige Inzision evtl. vorhandener postsklerotherapeutischer endovariköser hämatischer Ansammlungen wird als Hyperpigmentierungsprävention empfohlen [378].

3.2.1.3.b Teleangiektatisches Matting

Das teleangiektatische Matting, eine netzartige Ansammlung kleinster (0,2 mm Durchmesser) hellroter Gefäße, als Nebenwirkung ist in 0,06-36 % [61; 72; 74; 82; 83; 136; 147; 148; 228; 232; 241; 298; 299; 311; 314; 358; 366; 368] der Behandlungen aufgetreten. Wie es zum sog. Matting kommt ist nicht geklärt. Gefäßruptur (zu großer Injektionsdruck) während des Sklerosierens [82], zu großes Applikationsvolumen im Zuge einer Injektion und eine behandlungsinduzierte Neoangiogenese [61; 127; 147; 148; 241; 259; 391] werden diskutiert. Problematisch ist, daß das Matting auf Grund seines winzigen Gefäßdurchmessers zu 10 % therapieresistent ist [82; 147; 259; 298].

3.2.1.3.c Paravasale und intraarterielle Injektion

Paravasale Injektionen können zu anhaltenden Schmerzen und Parästhesien führen. Intraarterielle Injektionen sind wegen der teilweise großflächigen Nekrosen (durch embolisierte terminale Stromwege [329]), die aus ihnen resultieren, zu vermeiden. Sie können durch direkte (versehentliche) Punktion einer Arterie oder durch Rückfluß aus dem Kapillarbett während der Applikation des Verödungsmittels in die vorgeschaltete Arteriole zustande kommen [39; 220; 358].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenzen 60 und 61 verweisen in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[21.] San/Fragment 028 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 1-5
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 28, Zeilen: 1-5
3.2.1.3d Nekrose

Nekrosen werden in 0,1-4 % [72; 147; 228; 262; 285; 298; 299; 321; 366; 368] beschrieben. Eine (überdosierte) Paravasalinjektion wird hier als Hauptursache vermutet [82; 147; 272; 285; 298]. Eine intraarterielle Injektion [31; 379] kann ebenfalls ursächlich sein, eine bakterielle Superinfektion wird ausgeschlossen [293].

3.2.1.3.d Nekrose

Nekrosen werden in 0,1-4 % [72; 147; 228; 262; 285; 298; 299; 321; 366; 368] beschrieben. Eine (überdosierte) Paravasalinjektion wird hier als Hauptursache vermutet [82; 147; 272; 285; 298]. Eine intraarterielle Injektion [31; 379] kann ebenfalls ursächlich sein, eine bakterielle Superinfektion wird ausgeschlossen [293].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[22.] San/Fragment 029 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 29, Zeilen: 1 ff.
3.2.2 Die Laserbehandlung

3.2.2.1 Historischer Abriß

Das gedankliche Fundament des Lasers (Acronym für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation") schuf Albert EINSTEIN 1917 [12; 26; 183; 305; 353] im Rahmen seiner Quantentheorie zur Strahlung [383].

GORDEN, ZEIGER und TOWNES erbauten 1954 den ersten MASER (Microwave amplification by stimulated emission of radiation) [154; 209; 359]. MAIMAN entwickelte 1959 den ersten Rubin Laser mit einer Wellenlänge von 694 nm [3; 12; 25; 26; 183; 215]. Es folgten 1961 der Neodymium: Yttrium-Aluminium-Granat Laser (Nd:YAG) mit einer Wellenlänge von 1064 nm, 1962 der Argon Laser mit einer Wellenlänge von 514 nm und der Carbon Dioxid Laser (CO2) 1964 [3; 26; 310]. Die ersten Tests mit dem Rubin Laser am Menschen führte L. GOLDMAN 1963 an gutartigen Hautveränderungen durch [120]. 1966 stellten SOROKONIN und LANKARD zeitgleich mit SCHÄFER den ersten Farbstofflaser vor. Es setzte eine rasante Entwicklung verschiedenster Lasersysteme ein. Eine Übersicht über heute gebräuchliche vaskuläre Lasersysteme gibt Tabelle 3 wieder.

San 029 diss

Tab. 3: Heute gebräuchliche Lasersysteme für vaskuläre Läsionen [modifiziert nach 2; 13; 18; 23; 28; 55; 62; 68; 76; 78; 108; 114; 115; 118; 119; 122; 123; 125; 126; 128; 149; 162; 165; 166; 176; 190; 202; 204; 206; 212; 214; 239; 240; 242-245; 247; 251; 281; 283; 289; 292; 312; 315; 346; 351; 352; 361; 363; 383; 390].

3.2.2 Die Laserbehandlung

3.2.2.1 Historischer Abriß

Das gedankliche Fundament des Lasers (Acronym für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“) schuf Albert EINSTEIN 1917 [12; 26; 183; 305; 353] im Rahmen seiner Quantentheorie zur Strahlung [383].

Gorden, Zeiger und Townes erbauten 1954 den ersten MASER (Microwave amplification by stimulated emission of radiation) [154; 209; 359]. Maiman entwickelte 1959 den ersten Rubin Laser mit einer Wellenlänge von 694 nm [3; 12; 25; 26; 183; 215]. Es folgten 1961 der Neodymium: Yttrium-Aluminium-Granat Laser (Nd:YAG) mit einer Wellenlänge von 1064 nm, 1962 der Argon Laser mit einer Wellenlänge von 514 nm und der Carbon Dioxid Laser (CO2) 1964 [3; 26; 310]. Die ersten Tests mit dem Rubin Laser am Menschen führte L. Goldman 1963 an gutartigen Hautveränderungen durch [120]. 1966 stellten Sorokonin und Lankard zeitgleich mit Schäfer den ersten Farbstofflaser vor. Es setzte eine rasante Entwicklung verschiedenster Lasersysteme ein. Eine Übersicht über heute gebräuchliche vaskuläre Lasersysteme gibt Tabelle 3 wieder.

San 029 source

Tab. 3: Heute gebräuchliche Lasersysteme für vaskuläre Läsionen [modifiziert nach 2; 13; 18; 23; 28; 55; 62; 68; 76; 78; 108; 114; 115; 118; 119; 122; 123; 125; 126; 128; 149; 162; 165; 166; 176; 190; 202; 204; 206; 212; 214; 239; 240; 242-245; 247; 251; 281; 283; 289; 292; 312; 315; 346; 351; 352; 361; 363; 383; 390].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenz 55 verweist in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[23.] San/Fragment 030 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 30, Zeilen: 1 ff.
3.2.2.2 Physikalische Grundlagen des Lasers

RUTHERFORD zeigte durch seine Streuversuche, wie ein Atom aufgebaut ist. Es besteht demnach aus negativ geladenen Elektronen, die um die im Kern befindlichen positiv geladenen Protonen und neutralen Neutronen kreisen. Daraus entwickelte BOHR sein Atommodell. In diesem Zusammenhang hat er folgendes postuliert:

1. Die Elektronen können sich nur auf bestimmten, festen Bahnen bewegen (Hauptquantenzahl).

2. Die Elektronen können nur von Bahn zu Bahn springen und geben dabei Energie in Form von Strahlung, wie z. B. Licht, ab (Emission von Strahlung) oder nehmen Energie auf (Absorption von Strahlung).

Licht kann als elektromagnetische Welle dargestellt werden.

San 30a diss

Abb. 11: Licht als elektrische Welle [32].

Das elektromagnetische Feld des Lichtes besteht aus einem sich periodisch ändernden elektrischen Feld und einem dazu senkrecht verlaufenden magnetischen Feld. Die maximale Geschwindigkeit c (Lichtgeschwindigkeit 299.792.458 m/s) ist abhängig von der Wellenlänge λ bzw. der Frequenz υ:

c= λ x υ

Elektromagnetischen Wellen kann man allerdings auch einen Teilchencharakter zuordnen, umgekehrt jedem Teilchen eine Welle. Dieser Welle- Teilchen- Dualismus schlägt sich auch beim Laser nieder. So wird man zur Beschreibung der Vorgänge beim Laser auch hier von Teilchen (Photonen) oder Wellen sprechen.

3.2.2.2 Physikalische Grundlagen des Lasers

Rutherford zeigte durch seine Streuversuche, wie ein Atom aufgebaut ist. Es besteht demnach aus negativ geladenen Elektronen, die um die im Kern befindlichen positiv geladenen Protonen und neutralen Neutronen kreisen. Daraus entwickelte Bohr sein Atommodell. In diesem Zusammenhang hat er folgendes postuliert:

1. Die Elektronen können sich nur auf bestimmten, festen Bahnen bewegen (Hauptquantenzahl).

2. Die Elektronen können nur von Bahn zu Bahn springen und geben dabei Energie in Form von Strahlung, wie z. B. Licht, ab (Emission von Strahlung) oder nehmen Energie auf (Absorption von Strahlung).

Licht kann als elektromagnetische Welle dargestellt werden.

San 030 source

Abb.14: Licht als elektrische Welle [32].

Das elektromagnetische Feld des Lichtes besteht aus einem sich periodisch ändernden elektrischen Feld und einem dazu senkrecht verlaufenden magnetischen Feld. Die maximale Geschwindigkeit c (Lichtgeschwindigkeit 299.792.458 m/s) ist abhängig von der Wellenlänge λ bzw. der Frequenz υ:

c= λ x υ

Elektromagnetischen Wellen kann man allerdings auch einen Teilchencharakter zuordnen, umgekehrt jedem Teilchen eine Welle. Dieser Welle- Teilchen- Dualismus schlägt sich auch beim Laser nieder. So wird man zur Beschreibung der Vorgänge beim Laser auch hier von Teilchen (Photonen) oder Wellen sprechen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Seitenumbruchsidentisch (meist zeilenumbruchsidentisch, aber nicht abbildungsnummerierungsidentisch).

Man beachte, dass hier die Abbildung nicht aus Henker (2006) übernommen sein kann, da sie in Henker eine geringere Qualität hat. Allerdings ist auch ein Screenshot in die andere Richtung unwahrscheinlich, da bei Henker die Umrandung ein wenig weiter von der eigentlichen Arbeit entfernt ist.


[24.] San/Fragment 031 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 31, Zeilen: 1 ff.
Um Strahlung zu erzeugen, muß ein Elektron von seinem Grundzustand angeregt werden (nicht

bzw. geringer angeregt: Eb) bzw. auf ein „höheres Energieniveau" (Ea) angeregt werden. Elektronen haben das Bestreben, nach einer kurzen Verweilzeit (ca. 10" s) [sic] im angeregten Zustand Ea wieder spontan in einen Zustand niedrigerer Energie Eb zurückzufallen. Man nennt diesen Vorgang spontane Emission. Das Elektron gibt dabei seine Energie in Form eines Photons (elektromagnetische Strahlung) ab. Wird ein angeregtes Atom von einem Photon mit genau der Energie Eab [sic] getroffen, so wird der Zerfall in den Zustand Eb beschleunigt. Bei diesem Vorgang bleibt das ursprüngliche Photon erhalten, und beim Zerfall des Atoms in den Grundzustand Eb wird ein identisches Photon freigesetzt. Dieser Vorgang wird als induzierte Emission bezeichnet.

San 031 diss

Abb. 12 Prinzip der induzierten Emission [32].

Um Strahlung zu erzeugen, muß ein Elektron von seinem Grundzustand (nicht bzw. geringer angeregt: Eb), in dem das Atom stabil ist, auf ein „höheres Energieniveau“ (angeregt: Ea) angeregt werden. Elektronen haben das Bestreben, nach einer kurzen Verweilzeit (ca. 10-8 s) im angeregten Zustand Ea wieder spontan in einen Zustand niedrigerer Energie Eb zurückzufallen. Man nennt diesen Vorgang spontane Emission. Das Elektron gibt dabei seine Energie in Form eines Photons (elektromagnetischer Strahlung) ab.

Wird ein angeregtes Atom von einem Photon mit genau der Energie Eab getroffen, so wird der Zerfall in den Zustand Eb beschleunigt. Bei diesem Vorgang bleibt das ursprüngliche Photon erhalten, und beim Zerfall des Atoms in den Grundzustand Eb wird ein identisches Photon freigesetzt.

Dieser Vorgang wird als induzierte Emission bezeichnet.

San 031 source

Abb. 15: Prinzip der induzierten Emission [32].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Abbildung in der Quelle scheint jedoch durch einen Screenshot entstanden zu sein, die Version in San ist klarer.

10-8 wird zu 10"

Ea wird korrekt übernommen, Eb wird zu Eb.

Eab wird, bizarrerweise, Eab

Eab ist nicht im Diagramm zu sehen, nur Vab.


[25.] San/Fragment 032 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 32, Zeilen: 1 ff.
Strahlung hat drei wichtige Merkmale: [sic]

a. Kohärenz

San 032a diss

Abb. 16: Die Strahlung ist kohärent, d.h. alle Wellenzüge sind exakt in Phase zueinander, sowohl zeitlich als auch räumlich [32].

b. Kollimation

San 032b diss

Abb. 17: Die Strahlung ist stark kollimiert, d.h. das Strahlenbündel ist fast parallel zueinander. Über große Entfernungen nimmt ein Laserstrahl nur wenig an Durchmesser zu [32].

c. Monochromasie

San 032c diss

Abb. 18: Die Laserstrahlung ist monochromatisch, d.h. alle Wellenzüge haben die gleiche Wellenlänge, Frequenz und Energie [32].

Die vom Laser ausgehende Strahlung hat drei wichtige Merkmale.

San 32a source

Abb. 16: Die Strahlung ist kohärent, d.h. alle Wellenzüge sind exakt in Phase zueinander, sowohl zeitlich als auch räumlich [32].

San 32b source

Abb. 17: Die Strahlung ist stark kollimiert, d.h. das Strahlenbündel ist fast parallel zueinander. Über große Entfernungen nimmt ein Laserstrahl nur wenig an Durchmesser zu [32].

San 32c source

Abb. 18: Die Laserstrahlung ist monochromatisch, d.h. alle Wellenzüge haben die gleiche Wellenlänge, Frequenz und Energie [32].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Abbildungen in der Quelle sind allerdings gestaucht und wirken wie von einem Screenshot kopiert.

Durch die geringere Qualität der Abbildung in Henker (2006) ist klar, dass die Abbildungen hier nicht aus der Quelle übernommen wurden. Allerdings ist auch klar, dass Henker (2006) die Abbildungen nicht aus der untersuchten Arbeit kopiert haben kann, da die Abbildungsüberschriften auch Teil der (verzerrten) Abbildungen sind, aber bei Henker (2006) anders positioniert sind.

Der Einleitungssatz in der untersuchten Arbeit ist unvollständig.


[26.] San/Fragment 033 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 33, Zeilen: 1 ff.
3.2.2.3 Die Wirkung vaskulärer Laser auf biologische Gewebe

Die Wirkung vaskulärer Laser auf biologische Gewebe ist die einer thermischen Photosklerosierung. Irreversible Gewebeschäden treten ab 60 °C auf.

San 033 diss

Tab. 4: Thermische Laserwirkung auf Gewebe in Abhängigkeit verschiedener Temperaturen [32].

Wenn Strahlung auf Gewebe trifft, dringt sie mit abnehmender Leistung in die Tiefe des Gewebes ein und wird teilweise gestreut, u. a. durch unterschiedliche Streuungsindices Luft (n = 1) und Stratum corneum (n = 1,55) [138], und absorbiert. Dementsprechend bildet sich ein Temperaturgradient im Gewebe aus [67; 109].

In der Anwendung des Lasers mit dem Ziel der Entfernung eines kosmetisch unerwünschten Gefäßes, z. B. einer Besenreiservarize, erfährt die durch Oxy- bzw. Desoxyhämoglobin absorbierte Energie eine Umwandlung in Hitze [20; 24; 70; 110; 205; 312], im Sinne einer photoakustischen Energieumwandlung [340]. Dies führt zur Zerstörung des Gefäßes (siehe Abb. 19 a-d) [sic] [271].

Dieser Vorgang läuft kaskadenartig ab. Die Absorption der Laserstrahlung durch Hämoglobin führt zunächst zu dessen Denaturierung [249] mit anschließender Vaporisation und Dehydrierung [343] des/der Erythrozyten, nach dem Arrhenius- Modell [255]. Dem schließt sich die Plasmaproteindenaturierung mit simultaner Erhöhung der Plasmaviskosität und Freisetzung von Mediatorstoffen an. Hämostase und Vasospasmus manifestieren schließlich die Gefäßschädigung [376; 246]. Hierfür ist eine Endothelquellung im Sinne einer „sterilen Entzündung" bei einer Absorptionswärmeentwicklung auf circa 60-70 °C nötig [337].

3.2.2.3 Die Wirkung vaskulärer Laser auf biologische Gewebe

Die Wirkung vaskulärer Laser auf biologische Gewebe ist die einer thermischen Photosklerosierung. Irreversible Gewebeschäden treten ab 60 °C auf.

San 033 source

Tab. 4: Thermische Laserwirkung auf Gewebe in Abhängigkeit verschiedener Temperaturen [32].

Wenn Strahlung auf Gewebe trifft, dringt sie mit abnehmender Leistung in die Tiefe des Gewebes ein und wird teilweise gestreut, u. a. durch unterschiedliche Streuungsindices Luft (n = 1) und Stratum corneum (n = 1,55) [138], und absorbiert. Dementsprechend bildet sich ein Temperaturgradient im Gewebe aus [67; 109].

In der Anwendung des Lasers mit dem Ziel der Entfernung eines kosmetisch unerwünschten Gefäßes, z. B. einer Besenreiservarize, erfährt die durch Oxy- bzw. Desoxyhämoglobin absorbierte Energie eine Umwandlung in Hitze [20; 24; 70; 110; 205; 312], im Sinne einer photoakustischen Energieumwandlung [340]. Dies führt zur Zerstörung des Gefäßes (siehe Abb. 19 a-d) [271].

Dieser Vorgang läuft kaskadenartig ab. Die Absorption der Laserstrahlung durch Hämoglobin führt zunächst zu dessen Denaturierung [249] mit anschließender Vaporisation und Dehydrierung [343] des/der Erythrozyten, nach dem Arrhenius- Modell [255]. Dem schließt sich die Plasmaproteindenaturierung mit simultaner Erhöhung der Plasmaviskosität und Freisetzung von Mediatorstoffen an. Hämostase und Vasospasmus manifestieren schließlich die Gefäßschädigung [376; 246]. Hierfür ist eine Endothelquellung im Sinne einer „sterilen Entzündung“ bei einer Absorptionswärmeentwicklung auf circa 60-70 °C nötig [337].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Es gibt keine "Abb. 19 a-d" in der gesamten untersuchten Arbeit, aber auf der folgenden Seite (Fragment 034 00) finden sich die Abbildungen 16a-d, welche den Abbildungen 19a-d in der Quelle entsprechen.


[27.] San/Fragment 035 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 35, Zeilen: 1 ff.
Problematisch dabei ist, daß es infolge der Laserstrahlung auch zu unerwünschten Kollateralschäden kommen kann. Dieses Problem griffen 1983 ANDERSON und PARRISH [15] auf und postulierten das Prinzip der selektiven Photothermolyse. Danach muß das primäre Interesse darin bestehen, die richtige Wellenlänge zu verwenden, um die größtmögliche Selektivität der Zielstruktur zu erreichen. Die Absorptionsfraktion (A), die während eines einzigen Laserimpulses durch die Zielstruktur absorbiert wurde [sic] ist ungefähr:
A s 1- e^ = 1 - 10e c d [sic]

A = Absorptionsfraktion

e = Elementarladung

a = Absorptionskoeffizient der Zielstruktur

e = molarer Extinktionskoeffizient der Zielstruktur

c = Konzentration der Zielstruktur

d = Durchschnittsgröße der Zielstruktur

A kann 1 nicht übersteigen. Für exzellente Spezifität wird in der Beziehung αZiel / αUmgebung ein Wert von 10 oder höher erreicht werden, die Möglichkeit der selektiven Thermolyse bestehe aber eventuell schon ab 2. Ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Wellenlänge. Im Falle einer Überlagerung von Ziel- und Umgebungsstruktur, wie dies bei Besenreisern i. allg. der Fall ist, da hier Melanin und Hämoglobin als Zielstruktur interagieren, ist dies besonders zu beachten. So erhöht Pigmentierung die Gesamtabsorption im Gewebe und damit auch die Temperaturentwicklung [121].

Unabhängig von der gewählten Wellenlänge, können erhebliche Kollateralschäden, z. B. durch eine zu lang gewählte Laserexpositionszeit (Impulsdauer), verursacht werden. Dadurch kommt es zu einer unkontrollierten Hitzeausbreitung, die in einer unspezifischen Koagulationsnekrose gipfelt. Auf der anderen Seite muß der Laserimpuls lang genug sein, um das Zielchromophor auf 60 bis 70 °C „zu erhitzen".Der Mittelwert [sic] beider Extreme wird mit der thermalen Relaxationszeit (tr) beschrieben. Diese ist definiert als Zeit, die benötigt wird, um die Zentraltemperatur einer GAUSS' sehen [sic] Temperaturverteilung, die gleichgroß wie der Zielstrukturdurchmesser (d) ist, um 50 % zu erniedrigen [257]. Für zylindrische Zielstrukturen ist tr folgendermaßen definiert:

U= (d2/16K)

Der Übergang von spezifischen und unspezifischen thermalen Schäden wird erreicht, wenn tr überschritten wird. Im Umkehrschluß bedeutet das für die Therapie von Besenreisern, daß die Impulsdauer kleiner oder maximal gleich groß der thermalen Relaxationszeit sein muß. Die Aufgabe des Laseranwenders besteht darin, die für das entsprechende Anwendungsgebiet adäquaten Laserparameter zu wählen, um so mögliche kollaterale Hitzeschäden zu vermeiden [16].

Ein wichtiger Faktor in Bezug auf mögliche Hitzeschäden bzw. deren Minimierung, ist die Kühlung. Eine effiziente Kühlung ermöglicht dem Behandler eine Erhöhung der verwendeten Laserenergie, ohne dabei das Nebenwirkungsrisiko zu steigern [65; 177; 186; 227; 274; 345; 370]. MAJARON et al. [230] sprechen von einer Verdopplung der Laserenergie (in der Behandlung des Naevus flammeus). Zudem wird über eine Verminderung der Schmerzintensität berichtet [11; 138], geprüft durch die amerikanische FDA.

Problematisch dabei ist, daß es infolge der Laserstrahlung auch zu unerwünschten Kollateralschäden kommen kann. Dieses Problem griffen 1983 Anderson und Parrish [15] auf und postulierten das Prinzip der selektiven Photothermolyse. Danach muß das primäre Interesse darin bestehen, die richtige Wellenlänge zu verwenden, um die größtmögliche Selektivität der Zielstruktur zu erreichen. Die Absorptionsfraktion (A), die während eines einzigen Laserimpulses durch die Zielstruktur absorbiert wurde [sic] ist ungefähr:
A ≅ 1 - e -αd ≅ 1 - 10 -εcd

A = Absorptionsfraktion

e = Elementarladung

α = Absorptionskoeffizient der Zielstruktur

ε = molarer Extinktionskoeffizient der Zielstruktur

c = Konzentration der Zielstruktur

d = Durchschnittsgröße der Zielstruktur

A kann 1 nicht übersteigen. Für exzellente Spezifität wird in der Beziehung αZiel / αUmgebung ein Wert von 10 oder höher erreicht werden, die Möglichkeit der selektiven Thermolyse bestehe aber eventuell schon ab 2. Ein entscheidender Faktor bei der Wahl der Wellenlänge. Im Falle einer Überlagerung von Ziel- und Umgebungsstruktur, wie dies bei Besenreisern i. allg. der Fall ist, da hier Melanin und Hämoglobin als Zielstruktur interagieren, ist dies besonders zu beachten. So erhöht Pigmentierung die Gesamtabsorption im Gewebe und damit auch die Temperaturentwicklung [121].

Unabhängig von der gewählten Wellenlänge, können erhebliche Kollateralschäden, z. B. durch eine zu lang gewählte Laserexpositionszeit (Impulsdauer), verursacht werden. Dadurch kommt es zu einer unkontrollierten Hitzeausbreitung, die in einer unspezifischen Koagulationsnekrose gipfelt. Auf der anderen Seite muß der Laserimpuls lang genug sein, um das Zielchromophor auf 60 bis 70 °C „zu erhitzen“.Der Mittelwert [sic] beider Extreme wird mit der thermalen Relaxationszeit (tr) beschrieben. Diese ist definiert als Zeit, die benötigt wird, um die Zentraltemperatur einer GAUSS'schen Temperaturverteilung, die gleichgroß wie der Zielstrukturdurchmesser (d) ist, um 50 % zu erniedrigen [257]. Für zylindrische Zielstrukturen ist tr folgendermaßen definiert:

tr ≅ (d2 / 16 κ )

Der Übergang von spezifischen und unspezifischen thermalen Schäden wird erreicht, wenn tr überschritten wird. Im Umkehrschluß bedeutet das für die Therapie von Besenreisern, daß die Impulsdauer kleiner oder maximal gleich groß der thermalen Relaxationszeit sein muß.

Die Aufgabe des Laseranwenders besteht darin, die für das entsprechende Anwendungsgebiet adäquate Laserparameter zu wählen, um so mögliche kollateralen Hitzeschäden zu vermeiden [16].

Ein wichtiger Faktor in Bezug auf mögliche Hitzeschäden bzw. deren Minimierung, ist die Kühlung. Eine effiziente Kühlung ermöglicht dem Behandler eine Erhöhung der verwendeten Laserenergie, ohne dabei das Nebenwirkungsrisiko zu steigern [65; 177; 186; 227; 274; 345; 370]. Majaron et al. [230] sprechen von einer Verdopplung der Laserenergie (in der Behandlung des Naevus flammeus). Zudem wird über eine Verminderung der Schmerzintensität berichtet [11; 138], geprüft durch die amerikanische FDA.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[28.] San/Fragment 036 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 36, Zeilen: 1 ff.
Die gebräuchlichsten Kühlmethoden sind:
a) Eiswürfelkühlung
Die Eiswürfel werden entweder 3 Sekunden lang vor dem Laserimpuls auf die Haut gelegt [280], oder es wird durch sie hindurch gelasert.
b) Kühlküvetten
Eine mit Glykol- versetztem Wasser durchflossene Kammer, die auf der der Haut zugewandten Seite über eine flexible Membran verfügt und so einen optimalen Kontakt zur Hautoberfläche gewährleisten soll [253].
c) Luftkühlung
Ein auf -20 °C bis -30 °C vorgekühlter, kontinuierlicher Luftstrom, der auf die Hautoberfläche gelenkt wird [256; 280].
d) Kontaktkühlung mittels gekühlter Saphirglasplatten (sog. chilled tip)
Ähnlich der Kühlküvette, jedoch ohne flexible Membran auf der der Haut zugewandten Seite. Diese besteht zumeist aus Saphirglas [66; 256].
e) Dynamische Kühlung (z. B. durch Kryogenspray)
Ermöglicht individuell verstellbare, kurze (20 - 100ms) Impulse (zumeist Kryogen: 1,1,1,2- tetrafluorethan - C2H2F4), sowohl vor als auch nach dem Laserimpuls [256].

Methodenunabhängig erfährt die Hautoberfläche bereits nach einer Sekunde eine Temperaturreduktion [14; 397] zwischen 33 % bei Eiswürfelkühlung [296], 45 % bei Luftkühlung [280], 50 % bei Kontaktkühlung [17; 370] und bis zu 130 % bei dynamischer Kryogenspraykühlung [17].

Besonders bei dunklen und gebräunten Hauttypen konnte durch die Kühlvorrichtungen eine Vermindung der Nebenwirkungen erreicht werden. Die Klassifizierung der einzelnen Hauttypen erfolgt nach FITZPATRICK.

Die FITZPATRICK- Hauttypklassifikation wurde 1975 eingeführt, um für die Psoriasis Photochemotherapie die korrekte Ultraviolet A Initialdosis bei Patienten mit weißer Haut auswählen zu können. Die Klassifizierung erfolgt nach der Patienteneinschätzung über deren Hautreaktion nach ungeschützter Sonnenexposition über eine Dauer von 45 bis 60 Minuten (FDA- Richtlinie) [7; 97].

San 036 diss

Tab. 5: FlTZPATRICK- [sic!] Hauttypklassifizierung [97].

Die gängigsten Kühlmethoden sind:
a) Eiswürfelkühlung
Die Eiswürfel werden entweder 3 Sekunden lang vor dem Laserimpuls auf die Haut gelegt [280], oder es wird durch sie hindurch gelasert.
b) Kühlküvetten
Eine mit Glykol- versetztem Wasser durchflossene Kammer, die auf der der Haut zugewandten Seite über eine flexible Membran verfügt und so einen optimalen Kontakt zur Hautoberfläche gewährleisten soll [253].
c) Luftkühlung
Ein auf -20 °C bis -30 °C vorgekühlter, kontinuierlicher Luftstrom, der auf die Hautoberfläche gelenkt wird [256; 280].
d) Kontaktkühlung mittels gekühlter Saphirglasplatten (sog. chilled tip)
Ähnlich der Kühlküvette, jedoch ohne flexible Membran auf der der Haut zugewandten Seite. Diese besteht zumeist aus Saphirglas [66; 256].
e) Dynamische Kühlung (z. B. durch Kryogenspray)
Ermöglicht individuell verstellbare, kurze (20 - 100ms) Impulse (zumeist Kryogen: 1,1,1,2- tetrafluorethan - C2H2F4), sowohl vor als auch nach dem Laserimpuls [256].

Methodenunabhängig erfährt die Hautoberfläche bereits nach einer Sekunde eine Temperaturreduktion [14; 397] zwischen 33 % bei Eiswürfelkühlung [296], 45 % bei Luftkühlung [280], 50 % bei Kontaktkühlung [17; 370] und bis zu 130 % bei dynamischer Kryogenspraykühlung [17].

Besonders bei dunklen und gebräunten Hauttypen konnte durch die Kühlvorrichtungen eine Vermindung der Nebenwirkungen erreicht werden. Die Klassifizierung der einzelnen Hauttypen erfolgt nach Fitzpatrick.

Die Fitzpatrick- Hauttypklassifikation wurde 1975 eingeführt, um für die Psoriasis Photochemotherapie die korrekte Ultraviolet A Initialdosis bei Patienten mit weißer Haut auswählen zu können. Die Klassifizierung erfolgt nach der Patienteneinschätzung über deren Hautreaktion nach ungeschützter Sonnenexposition über eine Dauer von 45 bis 60 Minuten (FDA- Richtlinie) [7; 97].

San 036 source

Tab. 5: Fitzpatrick- Hauttypklassifizierung [97].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[29.] San/Fragment 037 00

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 0 (nur Abbildung)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 37, Zeilen: 0 (nur Abbildung)
San 037 diss

Abb. 17: Absorptionsverhalten bei unterschiedlichen Wellenlängen [47].

San 037 source

Abb. 20: Absorptionsverhalten bei unterschiedlichen Wellenlängen [47].

Anmerkungen

Die Abbildung ist in dieser Form nicht in der angegebenen Referenz [47] der Quelle zu finden. Die Abbildung wurde wohl in Anlehnung an [47] (S. 51) erstellt und verändert. Daher ist die Übernahme der Verfasserin eine Kopie, was auch Bildartefakte in der untersuchten Arbeit nahelegen.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen. Referenz 47 verweist in der untersuchten Arbeit daher ins Leere.

Diese Seite besteht nur aus der Abbildung.

Bemerkenswert ist die Nummerierung der Abbildung 17, denn auf Seite 32 findet sich eine andere Abbildung mit der Nummer 17, siehe Fragment 032 01.


[30.] San/Fragment 038 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 38, Zeilen: 1 ff.
3.2.2.4 Nebenwirkungen der Laserbehandlung bei Besenreiservarizen

Die Problematik der Laserbehandlung von Besenreisern besteht nicht nur im Ausbleiben eines Behandlungserfolges, sondern auch im Auftreten von Nebenwirkungen bei (teilweise) erfolgreichen Behandlungen, ebenso wie dies bei der Verödung der Fall ist.

Mögliche Nebenwirkungen werden im Folgenden genannt:

3.2.2.4a Rötung

Rötungen treten bei (fast) jedem Patienten unmittelbar nach erfolgter Laserbehandlung im behandelten Areal auf [57; 187]. Sie sind innerhalb der ersten 48 Stunden reversibel. Ursächlich hierfür ist meist eine unspezifische Absorption der Laserstrahlung durch intra- und extrazelluläres Wasser [13].

3.2.2.4b Blasen- und Quaddelbildung

Ödematöse Veränderungen der Hautoberfläche sind Ausdruck einer starken Hitzeentwicklung im behandelten Areal. Stärker als bei einer isolierten Rötung. Auch hier ist von einer vollständigen Reversibilität (innerhalb weniger Tage) auszugehen.

3.2.2.4c Schorfbildung

Schorfbildungen bzw. Krusten treten häufig 0-25 % [57; 200; 297; 339] nach Laserbehandlungen auf. Sie sind Ausdruck einer Überhitzung der Epidermis. Die Verwendung von Kühlvorrichtungen minimiert die Wahrscheinlichkeit der Schorfbildung erheblich, dennoch tritt sie insbesondere nach Kontaktverlust des sog. „chilled tip" mit der Hautoberfläche während des Laserns auf.

Insgesamt sind Krusten aber, falls sie nicht vom Patienten abgekratzt werden und man den ästhetischen Makel (besonders nach facialen Behandlungen) beiseite läßt, als Nebenwirkung zu vernachlässigen. Nach zwei, spätestens drei Wochen sind sie nicht mehr existent [181; 282].

3.2.2.4d Hyperpigmentierung

Hyperpigmentierungen sind wohl die am meisten zu beobachtenden Nebenwirkungen bei der Lasertherapie. Ihr Auftreten wird mit 0-83 % [5; 10; 19; 24; 33; 36; 59; 65; 84; 85; 111; 135-137; 159; 175; 187; 188; 191; 201; 207; 238; 243; 284; 291; 310; 322; 374; 382; 388] angegeben. Ihre Reversibilität, 3-6 Monate, wird von der Mehrheit der Autoren vertreten [5; 36; 187; 188; 191; 238; 284; 382]. Jedoch ist auch von hartnäckigen Hyperpigmentierungen, länger als ein Jahr [111], berichtet worden. Bei vielen Studien konnte innerhalb des Beobachtungszeitraumes nur eine Milderung festgestellt werden [59; 374; 388]. Die Ursache wurde zunächst in einem Melaninsyntheseimpuls durch das Lasern [188] vermutet, was durch [eine patho-histologische Untersuchung [111] mit mehrheitlichem Melaninanteil in einer (!) Biopsie bestätigt schien.]

3.2.2.4 Nebenwirkungen der Laserbehandlung bei Besenreiservarizen

Die Problematik der Laserbehandlung von Besenreisern besteht nicht nur im Ausbleiben eines Behandlungserfolges, sondern auch im Auftreten von Nebenwirkungen bei (teilweise) erfolgreichen Behandlungen, ebenso wie dies bei der Verödung der Fall ist.

Mögliche Nebenwirkungen werden im Folgenden genannt:

3.2.2.4.a Rötung

Rötungen treten bei (fast) jedem Patienten unmittelbar nach erfolgter Laserbehandlung im behandelten Areal auf [57; 187]. Sie sind innerhalb der ersten 48 Stunden reversibel. Ursächlich hierfür ist meist eine unspezifische Absorption der Laserstrahlung durch intra- und extrazelluläres Wasser [13].

3.2.2.4.b Blasen- und Quaddelbildung

Ödematöse Veränderungen der Hautoberfläche sind Ausdruck einer starken Hitzeentwicklung im behandelten Areal. Stärker als bei einer isolierten Rötung. Auch hier ist von einer vollständigen Reversibilität (innerhalb von zwei Tagen) auszugehen.

3.2.2.4.c Schorfbildung

Schorfbildungen bzw. Krusten treten häufig 0-25 % [57; 200; 297; 339] nach Laserbehandlungen auf. Sie sind Ausdruck einer Überhitzung der Epidermis. Die Verwendung von Kühlvorrichtungen minimiert die Wahrscheinlichkeit der Schorfbildung erheblich, dennoch tritt sie insbesondere nach Kontaktverlust des sog. „chilled tip“ mit der Hautoberfläche während des Laserns auf.

Insgesamt sind Krusten aber, falls sie nicht vom Patienten abgekratzt werden und man den ästhetischen Makel (besonders nach facialen Behandlungen) beiseite läßt, als Nebenwirkung zu vernachlässigen. Nach zwei, spätestens drei Wochen sind sie nicht mehr existent [181; 282].

3.2.2.4.d Hyperpigmentierung

Hyperpigmentierungen sind wohl die am meisten zu beobachtenden Nebenwirkungen bei der Lasertherapie. Ihr Auftreten wird mit 0-83 % [5; 10; 19; 24; 33; 36; 59; 65; 84; 85; 111; 135-137; 159; 175; 187; 188; 191; 201; 207; 238; 243; 284; 291; 310; 322; 374; 382; 388] angegeben. Ihre Reversibilität, 3-6 Monate, wird von der Mehrheit der Autoren vertreten [5; 36; 187; 188; 191; 238; 284; 382]. Jedoch ist auch von hartnäckigen Hyperpigmentierungen, länger als ein Jahr [111], berichtet worden. Bei vielen Studien konnte innerhalb des Beobachtungszeitraumes nur eine Milderung festgestellt werden [59; 374; 388]. Die Ursache wurde zunächst in einem Melaninsyntheseimpuls durch das Lasern [188] vermutet, was durch [eine patho-histologische Untersuchung [111] mit mehrheitlichem Melaninanteil in einer (!) Biopsie bestätigt schien.]

Anmerkungen

Fast vollständig wörtliche Übereinstimmung bis hin zu Ausrufezeichen und Zeilenumbruch. Sowohl in der Quelle als auch in der untersuchten Arbeit findet sich die Passage auf Seite 38.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenzen 57 und 59 verweisen in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[31.] San/Fragment 039 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 38-40, Zeilen: 38:32-33; 39: 1 ff.; 40: 1 ff.
[Die Ursache wurde zunächst in einem Melaninsyntheseimpuls durch das Lasern [188] vermutet, was durch] eine patho-histologische Untersuchung [111] mit mehrheitlichem Melaninanteil in einer (!) Biopsie bestätigt schien. WIEK et al. [388] wiesen allerdings in 33 Stanzbiopsien hyperpigmentierter Areale Hämosiderinablagerungen im Korium nach. Ein Modell, welches die Unterstützung vieler Autoren erhält [10; 259; 313]. Demnach wird die Hyperpigmentierung nach Laserbehandlung durch Hämosiderinablagerungen verursacht. Ob diese durch eine Extravasation von Erythrozyten oder im Rahmen des Abbaus des Gefäßes entsteht, ist noch nicht geklärt.

3.2.2.4e Hypopigmentierung

Hypopigmentierungen als unerwünschte Nebeneffekte werden in der Literatur mit einer Häufigkeit von 0-32 % [5; 10; 19; 36; 84; 111; 159; 181; 187; 188; 191; 238; 284; 310; 322; 382; 388] angegeben. Von einem generellen Verschwinden nach 3-6 Monaten [5; 191; 284; 382; 388] wird ebenso berichtet, wie über die Tendenz zur Persistenz [111; 243]. Hypopigmentierungen treten besonders gehäuft bei dunklen Hauttypen und/oder gebräunten Patienten auf. Ursächlich ist die Konkurrenz des Melanins (Melanozyten) mit Hämoglobin als Zielchromophor. Bei dunklen Hauttypen/ gebräunten Patienten kommt es zu einer Laserlichtabsorption durch Melanin und einer epidermalen Melanozyten- und melaninhaltigen Keratinozytenschädigung [36; 254; 317; 344; 388].

3.2.2.4f Narbenbildung

Narben sind mit oder ohne vorherige Kühlung auf Überdosierung (insbesondere bei stark gebräunten Patienten oder FITZPATRICK Hauttyp III und höher) der Laserenergie zurückzuführen. Dies führt zu einer unkontrollierten Erhitzung von Epidermis und Dermis, verbunden mit deren struktureller Schädigung.

4 Fragestellungen

Nach Auswertung der Fachliteratur wählten wir drei Fragestellungen, die von praktischer Bedeutung sind.

1. Besteht ein Jahr nach der Behandlung von Besenreiservarizen ein signifikanter Unterschied zwischen der geometrischen und einer rein visuellen Auswertung der Photographien in beiden Gruppen?

2. Ist eine der beiden Behandlungsmethoden (Verödung vs. Laser) in der Behandlung von Besenreisern mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm signifikant besser?

3. Stimmen die gewonnenen Ergebnisse mit denen anderer Studien überein?

Die Ursache wurde zunächst in einem Melaninsyntheseimpuls durch das Lasern [188] vermutet, was durch

[Seite 39]

eine patho-histologische Untersuchung [111] mit mehrheitlichem Melaninanteil in einer (!) Biopsie bestätigt schien. Wiek et al. [388] wiesen allerdings in 33 Stanzbiopsien hyperpigmentierter Areale Hämosiderinablagerungen im Korium nach. Ein Modell, welches die Unterstützung vieler Autoren erhält [10; 259; 313]. Demnach wird die Hyperpigmentierung nach Laserbehandlung durch Hämosiderinablagerungen verursacht. Ob diese durch eine Extravasation von Erythrozyten oder im Rahmen des Abbaus des Gefäßes [...] entsteht ist, wie bei der Sklerosierung, nicht geklärt.

3.2.2.4.e Hypopigmentierung

Hypopigmentierungen als unerwünschte Nebeneffekte werden in der Literatur mit einer Häufigkeit von 0-32 % [5; 10; 19; 36; 84; 111; 159; 181; 187; 188; 191; 238; 284; 310; 322; 382; 388] angegeben. Die Angaben über das Verschwinden schwanken. Von einem generellen Verschwinden nach 3-6 Monaten [5; 191; 284; 382; 388] wird ebenso berichtet, wie über die Tendenz zur Dauerhaftigkeit [111; 243].

Hypopigmentierungen treten besonders gehäuft bei dunklen Hauttypen und/oder gebräunten Patienten auf. Ursächlich ist die Konkurrenz des Melanins (Melanozyten) mit Hämoglobin als Zielchromophor. Bei dunklen Hauttypen/ gebräunten Patienten kommt es zu einer Laserlichtabsorption durch Melanin und einer epidermalen Melanozyten- und melaninhaltigen Keratinozytenschädigung [36; 254; 317; 344; 388].

3.2.2.4.f Narbenbildung

Narben sind mit oder ohne vorherige Kühlung auf Überdosierung (insbesondere bei stark gebräunten Patienten oder Fitzpatrick Hauttyp III und höher) der Laserenergie zurückzuführen. Dies führt zu einer unkontrollierten Erhitzung von Epidermis und Dermis, verbunden mit deren struktureller Schädigung.

[Seite 40]

4 Fragestellungen

Aus dem bisher Geschilderten und bisherigen Studienveröffentlichungen ergaben sich nachfolgende Fragestellungen, die Basis dieser Studie waren.

1. Besteht ein signifikanter Unterschied zwischen der geometrischen und einer rein visuellen Auswertung der vor und nach der Behandlung entstandenen Photographien?

2. Ist eine der beiden Behandlungsmethoden in der Behandlung von Besenreisern mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm (Verödung vs. Laser) signifikant besser?

3. Stimmen die Ergebnisse mit denen anderer Studien überein?

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[32.] San/Fragment 040 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-27, 30-34
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 41, Zeilen: 1-26, 30-34
5 Material und Methoden

5.1 Material

Im Verlauf des Jahres 2004 [sic] wurde bei etwa 300 Patientinnen im Rahmen der phlebologischen Sprechstunde der Arceo Klinik (Bad Schwalbach {Hessen}) die Diagnose Besenreiservarikosis gestellt. Aus diesem Patientengut erfüllten zwanzig Patientinnen die Einschlußkriterien der Studie:

ungebräunter Fitzpatrick Hauttyp [sic] I-III
Zwei vergleichbar große, voneinander getrennte Areale von Besenreisern an Ober- oder Unterschenkel(n).
Gefäßdurchmesser 0,3-0,6 mm
unbehandelte Areale, d.h. keinerlei lokale Vorbehandlung

Ausschlußkriterien waren folgende

Fitzpatrick Hauttyp [sic] > III, oder gebräunter Typ III
bestehende epifasziale Variköse
bestehende Schwangerschaft
bekannte Allergie/ Überempfindlichkeit gegenüber Aethoxysklerol
Antikoagulantientherapie

Alle Patienten wurden einer phlebologischen Untersuchung unterzogen (Farbduplex-Sonographie, Lichtreflexionsrheographie, Verschlußpletysmographie), um etwaige epifasziale Varizen, pathologische Refluxe oder postthrombotische Abflußstörungen anderer Genese ausschließen zu können. Ergaben sich solche Befunde, wurden diese vor der Behandlung chirurgisch oder durch Sklerosierung behoben. Routinemäßig erfolgte eine Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen der Verödung bzw. der Lasertherapie, verbunden mit der Unterschrift einer Einverständniserklärung (siehe Anhang). Alle Patientinnen wurden zwischen Februar, März, April 2004 behandelt. Das durchschnittliche Alter betrug 54,1 Jahre (41-81 Jahre).

5.2 Methoden

[Die Studie wurde im intraindividuellen Crossover Design durchgeführt, d.h. bei allen Patientinnen wurden beide Behandlungsmethoden angewandt. Mit Hilfe eines Randomisierungsplans wurde lediglich die Reihenfolge bestimmt.] Beide Areale wurden in der gleichen Sitzung therapiert. Alle Patientinnen wurden durch denselben Arzt behandelt. Es bestanden seitens der Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen keinerlei Bedenken in der Vorgehensweise der vorgestellten Studie (Genehmigung vom 27.01.2004 -{lfd.Nr. 64/2003}).

5 Material und Methoden

5.1 Material

Im Verlauf des Jahres 2003 wurde bei etwa 300 Patientinnen im Rahmen der phlebologischen Sprechstunde der Arceo Klinik (Wiesbaden {Hessen}) eine ausführliche Anamnese (siehe Anhang) erhoben. Aus diesem Patientengut erfüllten zwanzig Patientinnen das Anforderungsprofil der Studie:

ungebräunter Fitzpatrick Hauttyp [sic] I-III
Zwei vergleichbar große, voneinander getrennte Areale von Besenreisern an einem, [sic] oder beiden Oberschenkel(n).
Gefäßdurchmesser 0,3-0,6 mm unbehandelte Areale

Ausschlußkriterien waren folgende

Fitzpatrick Hauttyp [sic] > III, oder gebräunter Typ III
bestehende epifasziale Varikose
bestehende Schwangerschaft
bekannte Allergie/ Überempfindlichkeit gegenüber Aethoxysklerol
Antikoagulanztherapie

Alle Patienten wurden einer phlebologischen Untersuchung unterzogen (Farbduplex), um etwaige epifasziale Varikosen oder chronische Veneninsuffizienzen anderer Genese ausschließen zu können. Ergaben sich solche Befunde, wurden diese vor der Behandlung chirurgisch oder durch Sklerosierung behoben. Routinemäßig erfolgte eine Aufklärung über den Ablauf und mögliche Nebenwirkungen der Verödung bzw. der Lasertherapie, verbunden mit der Unterschrift einer Einverständniserklärung (siehe Anhang) durch die jeweilige Patientin und den behandelnden Arzt. Alle Patientinnen wurden im Februar und März 2004 behandelt. Das durchschnittliche Alter betrug 54,2 Jahre (41-81 Jahre).

5.2 Methoden

[Jedem der beiden zu behandelnden Areale wurde zufällig mittels Münzwurf eine der beiden Behandlungsmethoden zugewiesen. Der Laserbehandlung war dabei „Kopf“, der Verödungsbehandlung „Zahl“ zugeordnet. Das jeweilig oben liegende Symbol entschied gleichzeitig, mit welcher Therapiemethode begonnen wurde.] Beide Areale wurden in der gleichen Sitzung therapiert. Alle Patientinnen wurden durch denselben Arzt behandelt. Es bestanden seitens der Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen keinerlei Bedenken in der Vorgehensweise der vorgestellten Studie (Genehmigung vom 27.01.2004 - {lfd. Nr. 64/2003}).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Zu großen Teilen identisch bis hin zur ungewöhnlichen Wahl einer Präposition ("Es bestanden seitens der Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen keinerlei Bedenken in [sic] der Vorgehensweise der vorgestellten Studie [...]").

Unlogisch ist, dass in Unterkapitel 5.1 der untersuchten Arbeit von 300 mit Besenreiservarikosis diagnostizierten Patientinnen im ganzen Jahr 2004 gesprochen wird (in der Quelle im Jahr 2003), die Behandlung der 20 ausgewählten Patientinnen jedoch bereits zwischen Februar und April 2004 durchgeführt wurde. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, warum diese offensichtliche Inkonsistenz keinem der beiden Gutachter aufgefallen zu sein scheint.


[33.] San/Fragment 041 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 42, Zeilen: 1 ff.
Die Areale wurden vor der Behandlung unter standardisierten Bedingungen (Patientin immer liegend, ausschließlich indirektes Licht) mit einer digitalen Videokamera (Sony® DCR-PC1E) mit 2 aufgeschraubten Nahlinsen (Helioplan ES 30) photographiert. In einem Zeitraum von 6-8 Wochen (ein Jahr nach der Behandlung) entstanden die Ergebnisphotographien. Die Bilder wurden über die Videokarte (ELSA ERAZOR™ II, ALSA AG, Aachen) eines Personal-Computers mittels einer Bildbearbeitungssoftware (Corel Photo Paint 8.0©) beschriftet und ausgedruckt.

5.2.1 Ablauf der Sklerosierungsbehandlung

Die Sklerosierungsbehandlung erfolgte mittels 0,25%igem Aethoxysklerol® (Fa. Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden). Hierzu wurde das handelsübliche 0,5%ige Aethoxysklerol® durch 0,9%ige Kochsalzlösung (Eifelfango, Bad Neuenahr- Ahrweiler) um 50 % verdünnt. Nach Hautdesinfektion (Kodan® Tinktur Forte (farblos), Schülke & Mayr, D-22840 Norderstedt) erfolgte die Applikation des Verödungsmittels durch eine 30 G (0,3x13) Einmalinjektionskanüle (Microlance™3, Becton Dickinson, Irland, Drogheda) auf einer 2 ml Einmalspritze (B. Braun Melsungen AG, D- 34209 Melsungen). Pro Injektion wurde ein etwa 3-4 cm2 großes Behandlungsareal behandelt, ehe ein erneutes Einstechen erfolgte (siehe Anhang). Die Injektionsstelle wurde mit einem Urgo® Zellstofftupfer (Fournier Pharma GmbH, D- 66280 Sulzbach) bedeckt, ein selbstklebender Pflasterverband (Porelast® Pflasterbinden, 10 cm x 2,5 m) folgte. Die Patientinnen wurden angewiesen, den Verband nach zwei Tagen selbständig zu entfernen.

5.2.2 Ablauf der Laserbehandlung

Auf das zu behandelnde Laserareal wurde ein Ultraschallgel appliziert. Die Laserbehandlung wurde mit dem VersaPulse® VPV™ (Lumenis [ehemals Coherent] Deutschland GmbH, D-64807 Dieburg) durchgeführt, einem (langgepulsten frequenzverdoppelten) 532 nm Nd:YAG Laser. Die Studienparameter, mit der alle Patientinnen behandelt wurden, waren 17 J/cm [sic] Impulsenergie, 15 ms Impulsdauer, 1,5 Hz Impulsfrequenz, und 3 mm Durchmesser des Laserstrahls (sog. Spot). Die Kühlung mit dem sog. chilled tip (siehe Anhang) erfolgte durch das Tecotherm TS med 200 K- AL (TEC COM GmbH, D- 06128 Halle/ Saale). Patient und Behandler trugen während der gesamten Laserbehandlung eine Laserschutzbrille. Das Behandlungsende war bei einer stabilen Gefäßkoagulation, einem Gefäßspasmus oder einer starken erythematösen Hautreaktion erreicht. Dabei wurde nicht „Spot- überlappend" gearbeitet, sondern jeder Laserimpuls perlschnurartig aneinander gereiht. Bis zum beschriebenen Endpunkt der Laserbehandlung mußten teilweise auch mehrere Impulse auf derselben Stelle appliziert werden. Das zu behandelnde Areal wurde zunächst einmal in toto gelasert, ehe bis zum Endpunkt nachgelasert (maximal zweimal) wurde (sog. Multi- pass-Verfahren). Die Patienten wurden unterwiesen, das Hautgebiet anschließend zu kühlen.

Die Areale wurden vor der Behandlung unter standardisierten Bedingungen (Patientin immer liegend, ausschließlich indirektes Licht) mit einer digitalen Videokamera (Sony® DCR-PC1E) mit 2 aufgeschraubten Nahlinsen (helioplan ES 30) photographiert. In einem Zeitraum von 6-8 Wochen nach der Behandlung entstanden die Ergebnisphotographien. Die Bilder wurden über die Videokarte (ELSA ERAZOR™ II, ALSA AG, Aachen) eines Personal-Computers mittels einer Bildbearbeitungssoftware (Corel Photo Paint 8.0©) beschriftet und ausgedruckt.

5.2.1 Ablauf der Sklerosierungsbehandlung

Die Sklerosierungsbehandlung erfolgte mittels 0,25%igem Aethoxysklerol® (Fa. Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden). Hierzu wurde das handelsübliche 0,5%ige Aethoxysklerol® durch 0,9%ige Kochsalzlösung (Eifelfango, Bad Neuenahr- Ahrweiler) um 50 % verdünnt. Nach Hautdesinfektion (Kodan® Tinktur Forte (farblos), Schülke & Mayr, D- 22840 Norderstedt) erfolgte die Applikation des Verödungsmittels durch eine 30 G (0,3x13) Einmalinjektionskanüle (Microlance™3, Becton Dickinson, Irland, Drogheda) auf einer 2 ml Einmalspritze (B. Braun Melsungen AG, D- 34209 Melsungen). Pro Injektion wurde ein etwa 3-4 cm2 großes Behandlungsareal behandelt, ehe ein erneutes Einstechen erfolgte (siehe Anhang). Die Injektionsstelle wurde mit einem Urgo® Zellstofftupfer (Fournier Pharma GmbH, D- 66280 Sulzbach) bedeckt, ein selbstklebender Pflasterverband (Porelast® Pflasterbinden, 10 cm x 2,5 m) folgte. Die Patientinnen wurden angewiesen, den Verband nach zwei Tagen selbständig zu entfernen.

5.2.2 Ablauf der Laserbehandlung

Auf das zu behandelnde Laserareal wurde ein Ultraschallgel appliziert. Die Laserbehandlung wurde mit dem VersaPulse® VPV™ (Lumenis [ehemals Coherent] Deutschland GmbH, D- 64807 Dieburg) durchgeführt, einem (langgepulsten frequenzverdoppelten) 532 nm Nd:YAG Laser. Die Studienparameter, mit der alle Patientinnen behandelt wurden, waren 17 J/cm2 Impulsenergie, 15 ms Impulsdauer, 1,5 Hz Impulsfrequenz, und 3 mm Durchmesser des Laserstrahls (sog. Spot). Die Kühlung mit dem sog. chilled tip (siehe Anhang) erfolgte durch das Tecotherm TS med 200 K- AL (TEC COM GmbH, D- 06128 Halle/ Saale). Patient und Behandler trugen während der gesamten Laserbehandlung eine Laserschutzbrille.

Das Behandlungsende war bei einer stabilen Gefäßkoagulation, einem Gefäßspasmus oder einer starken erythematösen Hautreaktion erreicht. Dabei wurde nicht „Spot- überlappend“ gearbeitet, sondern jeder Laserimpuls perlschnurartig aneinander gereiht. Bis zum beschriebenen Endpunkt der Laserbehandlung mußten teilweise auch mehrere Impulse auf derselben Stelle appliziert werden. Das zu behandelnde Areal wurde zunächst einmal in toto gelasert, ehe bis zum Endpunkt nachgelasert (maximal zweimal) wurde (sog. Multi- pass-Verfahren). Die Patienten waren angewiesen, das Hautgebiet anschließend zu kühlen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[34.] San/Fragment 042 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 43, Zeilen: 1 ff.
5.2.3 Auswertung

Die Photoauswertung erfolgte durch zwei Mediziner im Sinne des double- blinded overreadings.

Den ihnen vorliegenden Einzelphotographien konnten sie weder die jeweilige Behandlungsmethode noch den Zeitpunkt (vor oder nach der Behandlung) der Aufnahme entnehmen. Beide Auswertenden vermaßen unabhängig voneinander mittels einer handelsüblichen Schieblehre die Gesamtlänge der Besenreiservarizen in Millimetern und die flächige Ausdehnung etwaiger Nebenwirkungen (Länge x Breite) bei jeder Photographie. Mit den so ermittelten Längenangaben wurde das jeweilige Gesamtvolumen errechnet (geometrische Auswertung), unter Einbeziehung des Darstellungsmaßstabes des Photos:

V = 7 i x r 2 x 1 [sic]

V = Volumen (mm3); r = Gefäßradius (mm); 1 [sic] = Länge (mm)

Die Verhältnisse der Volumina (Vi [sic] = Volumen prae; V2 = Volumen post) ergeben über folgende Rechnung

C = V2/V1 xlOO [sic]

die prozentuale Verbesserung (C = Clearance) der Behandlung.

Die Nebenwirkungsfläche (A2) wurde in Relation zur Ausgangsfläche (Ai) [sic] gesetzt, um so den prozentualen Grad der Nebenwirkung (N) zu errechnen.

A = 1 [sic] x d

A = Fläche (mm2); d = Durchmesser (mm)

N = A2/Ai [sic] x 100

Anschließend wurden die vor und nach der Behandlung entstandenen Photographien einander zugeordnet und den Gutachtern zur erneuten Beurteilung vorgelegt. Jetzt wurde die Graduierung in der konkreten Angabe der prozentualen Verbesserung bzw. der prozentualen Relation der Nebenwirkung(en) zur Fläche des Ausgangsbefundes angegeben (visuelle Auswertung). Die Graduierung erfolgte in 5 %- Schritten.

5.2.3 Auswertung

Die Photoauswertung wurde von zwei Medizinern im Sinne des double- blinded overreadings durchgeführt. Den ihnen vorliegenden Einzelphotographien konnten sie weder die jeweilige Behandlungsmethode noch den Zeitpunkt (vor oder nach der Behandlung) der Aufnahme entnehmen. Beide Auswertenden vermaßen unabhängig voneinander mittels einer handelsüblichen Schieblehre die Gesamtlänge der Besenreiservarizen in Millimetern und die flächige Ausdehnung etwaiger Nebenwirkungen (Länge x Breite) bei jeder Photographie. Mit den so ermittelten Längenangaben wurde das jeweilige Gesamtvolumen errechnet (geometrische Auswertung), unter Einbeziehung des Darstellungsmaßstabes des Photos:

V = π x r2 x l

V = Volumen (mm3); r = Gefäßradius (mm); l = Länge (mm)

Die Verhältnisse der Volumina (V1 = Volumen prae; V2 = Volumen post) ergeben über folgende Rechnung

C = V2 / V1 x 100

die prozentuale Verbesserung (C = Clearance) der Behandlung.

Die Nebenwirkungsfläche (A2) wurde in Relation zur Ausgangsfläche (A1) gesetzt, um so den prozentualen Grad der Nebenwirkung (N) zu errechnen.

A = l x d

A = Fläche (mm2); d = Durchmesser (mm)

N = A2 / A1 x 100

Anschließend wurden die vor und nach der Behandlung entstandenen Photographien einander zugeordnet und den Gutachtern zur erneuten Beurteilung vorgelegt. Jetzt wurde die Graduierung in der konkreten Angabe der prozentualen Verbesserung bzw. der prozentualen Relation der Nebenwirkung(en) zur Fläche des Ausgangsbefundes angegeben (visuelle Auswertung). Die Graduierung erfolgte in 5 %- Schritten.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[35.] San/Fragment 043 19

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 19-23
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 47, Zeilen: 17 ff.
Mittels WILCOXON- Test für Paardifferenzen (p < 0,05) erfolgte die statistische Auswertung der Clearance. Hierbei wurden zunächst die beiden Auswerter in der jeweiligen Auswertungsmethode (geometrisch = „GEO"; visuell = „VIS") gegenübergestellt, um danach über die Mittelwerte („MW") sowohl den Vergleich in der Auswertungs- als auch in der Behandlungsmethode (Verödung = „V."; Laser = „LA.") zu suchen. Mittels WILCOXON– Test (p < 0,05) erfolgte die statistische Auswertung der Clearance. Hierbei wurden zunächst die beiden Prüfer (1 und 2) in der jeweiligen Auswertungsmethode (geometrisch = „GEO“; visuell = „VIS“) gegenübergestellt, um danach über die Mittelwerte („MW_“) sowohl den Vergleich in der Auswertungs- als auch in der Behandlungsmethode (Verödung = „V.“; Laser = „LA.“) zu suchen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[36.] San/Fragment 058 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 54, Zeilen: 1 ff.
Die hier vorliegende Studie ist in ihrem methodischen Ansatz des direkten Vergleichs zweier Behandlungsmethoden an einem Patienten und einem Indikationsbereich zwar kein Vorreiter. Die Mehrzahl der bisherigen Veröffentlichungen beschreibt jedoch nur eine der beiden hier vorgestellten Behandlungsmethoden.

7 Diskussion

7.1 Diskussion der Sklerosierungsergebnisse

Wenn man die erzielten Ergebnisse im Mittelwert nach geometrischer Vermessung literaturüblich [5; 59; 84; 191; 201; 238; 263; 301; 302] auswertet, erhält man die in Diagramm 11 dargestellte Verteilung. Dabei gilt zumeist folgende Einschätzung der Clearance

< 25 % (geringe Verbesserung)

25-50 % (Verbesserung)

51-75 % (gutes Ergebnis)

> 75 % (exzellentes bzw. sehr gutes Ergebnis)

[Diagramm]

Diagramm 11: Gruppenverteilung der Clearance-Mittelwerte (geometrische Auswertung) nach Sklerosierung

7 Diskussion

Die hier vorliegende Studie ist in ihrem Ansatz, des direkten Vergleichs zweier Behandlungsmethoden an einem Patienten und Indikationsbereich zwar kein Vorreiter, es gibt bereits einige Vergleichstudien, jedoch hat die Mehrzahl der bisherigen Veröffentlichungen ihr Augenmerk auf eine der beiden hier vorgestellten Behandlungsmethoden verwandt. Den Vergleich muß sie daher zunächst in der jeweiligen Methode einzeln suchen.

7.1 Diskussion der Sklerosierungsergebnisse

Wenn man die erzielten Ergebnisse im Mittelwert nach geometrischer Vermessung literaturüblich [5; 59; 84; 191; 201; 238; 263; 301; 302] auswertet, erhält man die in Diagramm 9 dargestellte Verteilung. Dabei gilt zumeist folgende Einschätzung der Clearance

25 % (geringe Verbesserung)

25-50 % (Verbesserung)

51-75 % (gutes Ergebnis)

75 % (exzellentes bzw. sehr gutes Ergebnis)

[Diagramm]

Diagramm 9: Gruppenverteilung der Clearance-Mittelwerte (geometrische Auswertung) nach Sklerosierung.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Diagramm 11 und Diagramm 9 sind unterschiedlich.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenz 59 verweist in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[37.] San/Fragment 059 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 1-14, 15-46
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 54, 55, 56, Zeilen: 54: 15 ff.; 55: 1 ff.; 56: 1
Demnach ist bei 80 % der Patienten ein gutes bzw. sehr gutes Ergebnis erreicht worden. Bei vier Patientinnen sind zudem noch Hyperpigmentierungen aufgetreten. Dies lässt auf einen zu hohen Injektionsdruck während der Verödung schließen. In deren Folge es zur Extravasation von Aethoxysklerol® und Erythrozyten kam. Die verminderte Kontaktzeit Aethoxysklerol® - Varizenendothel beeinflusst den Sklerosierungseffekt negativ und erklärt die verminderte Clearance. Während eine Erythrozytenextravasation durch zu hohen Injektionsdruck die wahrscheinlichste Ursache der Hyperpigmentierung ist, so sprechen die Clearance der Patientinnen Nr. 5, 7, 18, 19 auch für veränderte Permeabilitätsverhältnisse des entzündeten Gefäßes und daraus resultierender Extravasation von Erythrozyten bzw. Hyperpigmentierungen als deren Konsequenz. Diese befinden sich allesamt im exakten Verlauf des verödeten Gefäßes. Der Anteil der Hyperpigmentierungen (25 %) liegt im Rahmen dessen, was in der Literatur [8; 60; 61; 72; 82; 112; 113; 124; 129; 136; 144; 147; 148; 171; 179; 216; 228; 231; 233; 241; 259; 298; 299; 319; 321; 357; 358; 366-368] als Normbereich (etwa 30 %) diskutiert wird. [Im Verlauf eines Jahres beobachteten wir eine stetige Abnahme der Pigmentierung.] Teleangiektatisches Matting, allergische Reaktionen oder Nekrosen konnten nicht beobachtet werden.

Der Vergleich mit bisherigen Veröffentlichungen (siehe Tab. 11) ist schwierig. Dies liegt u. a. an dem breiten Einsatzspektum von Aethoxysklerol®. Je nach Konzentration umfaßt es den kompletten Bereich der Varikosis (0,1-8 mm). Eine Aufgliederung in Gefäßdurchmesser und Angaben von Clearancegraden fehlt bei einigen Autoren [72; 148; 171; 258]. JACOBSEN berichtet über erfolgreiche Behandlungen in 80-90 % der Fälle [193]. HOFER [185] berichtet von 85%igem Erfolg ohne Nebenwirkungen in 19.000 Fällen. CACCIATORE [60] von sehr guten Resultaten in 84 % der Behandlungen von 458 Patienten. NORRIS et al. [259] erreichten konzentrationsabhängig (0,25-l%iges [sic] Aethoxysklerol®) Clearancewerte zwischen 35,3 % und 62,5 %, MCCOY et al. [241] mit l%igem [sic] 70 %. Über 50 % Verbesserung erreichten BREU und MARSCHALL [54] bei 93,8 % der Patienten. WEISS und WEISS [366] konnten nach einer Sitzung eine Clearance von 66 % feststellen.

Hypertone Kochsalzlösung ist seit Jahrzehnten zur Behandlung von Besenreisem [sic] in Gebrauch. Verwendung finden Konzentrationen bis 30 %. Teilweise findet eine Zugabe von Xylocain zur Schmerzminderung [147] oder Heparin (Heparsal®) zur Vermeidung von Thrombenbildung im Zuge der Verödung durchmesserstärkerer Gefäße statt [298]. SADICK [298] und ALDERMAN [8] berichten über erfolgreiche Behandlungen bei 800 bzw. 150 Patienten. MCCOY [241] erreichte eine Clearance von etwa 70 %. SADICK [299] in einer weiteren Studie 90 %, nach durchschnittlich drei Behandlungen. WEISS und WEISS [366] konnten nach einer Behandlung eine Verbesserung um mehr als die Hälfte des Ausgangsbefundes bei 40 % der Therapierten nachweisen.

REID und ROTHNIE [285] behandelten 51 Beine erfolgreich mit Natrium-Tetradecyl-Sulfat (Sotradecol®). TONGPRASROETH et al. [354] erzielten in 73,4 % gute Ergebnisse. TRETBAR [357; 358] berichtet über eine durchschnittliche Clearance von 80-90 % nach 1.426 therapierten Beinen mit Konzentrationen von 1 % und 3 [sic] %. Ähnlich äußert sich LARY [216]. WEISS und WEISS [366] stellten eine Verbesserung um mehr als 50 % bei 37 % der Patienten nach einer Behandlung mit 0,l%igem [sic] Natrium-Tetradecyl-Sulfat fest.

Tabelle 11 zeigt eine Übersicht der bisherigen Veröffentlichungen bei Verödung von (Besenreiser-) Varizen und ihre Ergebnisse. Die Anzahl von Veröffentlichungen ab 1987 spiegelt den gewachsenen Anspruch der Patienten an die (Bein-) Aesthetik [sic] wider. Frühere Studien befaßten sich fast ausschließlich mit der Varizenverödung.

Demnach ist bei 90 % der Patienten ein gutes bzw. sehr gutes Ergebnis erreicht worden. Zwei Patientinnen (Nr. 11 und 12) zeigten zwar eine Verbesserung des Ausgangsbefundes, die Ergebnisse sind insgesamt aber eher unbefriedigend. Bei Patientin Nr. 12 sind zudem noch Hyperpigmentierungen aufgetreten. Dies lässt auf einen zu hohen Injektionsdruck während

[Seite 55]

der Verödung schließen. In deren Folge es zur Extravasation von Aethoxysklerol® und Erythrozyten kam. Die verminderte Kontaktzeit Aethoxysklerol® - Varizenendothel beeinflusst den Sklerosierungseffekt negativ und erklärt die verminderte Clearance beider Patientinnen. Während eine Erythrozytenextravasation durch zu hohen Injektionsdruck die wahrscheinlichste Ursache der Hyperpigmentierung bei Patientin Nr. 12 ist, so sprechen die Clearance der Patientinnen Nr. 9, 10, 14 und 15 eher für veränderte Permeabilitätsverhältnisse des entzündeten Gefäßes und daraus resultierender Extravasation von Erythrozyten bzw. Hyperpigmentierungen als deren Konsequenz. Diese befinden sich allesamt im exakten Verlauf des verödeten Gefäßes. Der Anteil der Hyperpigmentierungen (25 %) liegt im Rahmen dessen, was in der Literatur [8; 60; 61; 72; 82; 112; 113; 124; 129; 136; 144; 147; 148; 171; 179; 216; 228; 231; 233; 241; 259; 298; 299; 319; 321; 357; 358; 366-368] als Normbereich (etwa 30 %) diskutiert wird. Teleangiektatisches Matting, allergische Reaktionen oder Nekrosen konnten nicht beobachtet werden.

Der Vergleich mit bisherigen Veröffentlichungen (siehe Tab. 12) ist schwierig. Dies liegt u. a. an dem breiten Einsatzspektum von Aethoxysklerol®. Je nach Konzentration umfaßt es den kompletten Bereich der Varikosis (0,1-8 mm). Eine Aufgliederung in Gefäßdurchmesser und Angaben von Clearancegraden fehlt bei einigen Autoren [72; 148; 171; 258]. Jacobsen berichtet über erfolgreiche Behandlungen in 80-90 % der Fälle [193]. Hofer [185] berichtet von 85%igem Erfolg ohne Nebenwirkungen in 19.000 Fällen. Cacciatore [60] von sehr guten Resultaten in 84 % der Behandlungen von 458 Patienten. NORRIS et al. [259] erreichten konzentrationsabhängig (0,25-1%iges Aethoxysklerol®) Clearancewerte zwischen 35,3 % und 62,5 %, McCoy et al. [241] mit 1%igem 70 %. Über 50 % Verbesserung erreichten Breu und Marschall [54] bei 93,8 % der Patienten. WEISS und WEISS [366] konnten nach einer Sitzung eine Clearance von 66 % feststellen.

Hypertone Kochsalzlösung ist seit Jahrzehnten zur Behandlung von Besenreisern in Gebrauch. Verwendung finden Konzentrationen bis 30 %. Teilweise findet eine Zugabe von Xylocain zur Schmerzminderung [147] oder Heparin (Heparsal®) zur Vermeidung von Thrombenbildung im Zuge der Verödung durchmesserstärkerer Gefäße statt [298]. SADICK [298] und Alderman [8] berichten über erfolgreiche Behandlungen bei 800 bzw. 150 Patienten. McCoy [241] erreichte eine Clerance [sic] von etwa 70 %. Sadick [299] in einer weiteren Studie 90 %, nach durchschnittlich drei Behandlungen. WEISS und WEISS [366] konnten nach einer Behandlung eine Verbesserung um mehr als die Hälfte des Ausgangsbefundes bei 40 % der Therapierten nachweisen.

Reid und Rothnie [285] behandelten 51 Beine erfolgreich mit Natrium-Tetradecyl-Sulfat (Sotradecol®). Tongprasroeth et al. [354] erzielten in 73,4 % gute Ergebnisse. Tretbar [357; 358] berichtet über eine durchschnittliche Clearance von 80-90 % nach 1.426 therapierten Beinen mit Konzentrationen von 1 % und 1/3 %. Ähnlich äußert sich Lary [216]. WEISS und WEISS [366] stellten eine Verbesserung um mehr als 50 % bei 37 % der Patienten nach einer Behandlung mit 0,1%igem Natrium-Tetradecyl-Sulfat fest. Tabelle 12 zeigt eine Übersicht der bisherigen Veröffentlichungen über die Verödung von (Besenreiser-) Varizen und ihre Ergebnisse. Der augenscheinliche Anstieg von Veröffentlichungen ab 1987 spiegelt den gewachsenen Anspruch der Patienten an die (Bein-) Aesthetik [sic] wider. Frühere Studien befaßten sich fast ausschließlich mit der Varizenverödung,

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die Mikroverödung war eher eine Ausnahmeindikation.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Den in eckige Klammern gesetzten Satz ergänzt die Verfasserin. Das Fragment steht im Abschnitt "Diskussion".

Die Ausdrücke "0,25-l%iges", "l%igem" und "0,l%igem" sowie "Besenreisem" könnten auf Scan- oder OCR-Artefakte hinweisen.

Ein Vergleich des Satzes:
"TRETBAR [357; 358] berichtet über eine durchschnittliche Clearance von 80-90 % nach 1.426 therapierten Beinen mit Konzentrationen von 1 % und 3 [sic] %."
in der untersuchten Arbeit mit der Aussage des Abstracts von [358]:
"Of 1426 legs injected, 882 were treated with a 1%-solution injected directly into the spider veins, and 264 were injected directly with a 1/3%-solution."
zeigt, dass die zweite Konzentrationsangabe der Verfasserin unzutreffend ist; möglicherweise liegt auch hier ein Scan- oder OCR-Artefakt vor.

Ebenso wie die Quelle verwendet sie alte ("umfaßt", "befaßten") und neue ("lässt", "beeinflusst") Rechtschreibung parallel; der Rechtschreibfehler "Aesthetik" wird übernommen.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenzen 54, 60 und 61 verweisen in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[38.] San/Fragment 060 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-28, 28-33.34-45
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 55 ff., Zeilen: 55: letzte Zeile; 56: 1 ff.; 57: 1
Die Mikroverödung war eher eine Ausnahmeindikation. Noch 1983 berichtete SLADEN [321] über 200 Verödungsfalle [sic], von denen lediglich 27, entsprechend 13,5 % kosmetischer Natur waren. Parallel zum Patientenanspruch legen auch die Autoren Mitte der 80er Jahre größeres Augenmerk auf etwaige Nebenwirkungen, denen bei einer rein kosmetischen Behandlung eine erhebliche Gewichtung zukommt. Die Dermatologische Gesellschaft der USA (American Academy of Dermatology) spricht in diesem Zusammenhang in ihren Richtlinien zur Sklerosierungsbehandlung von 1996 [79] vorsichtig von einer geringeren Akzeptanz, als dies bei Behandlung funktionell insuffizienter Venen der Fall sei. So konnten MCCOY et al. [241] eine signifikant negative Korrelation zwischen Patientenzufriedenheit und dem Auftreten von Nebenwirkung nach Verödungsbehandlung feststellen.

Die größte Beachtung bisher fanden Aethoxysklerol®, NaCl (hypertone Kochsalzlösung), Sotradecol® und neuerdings Sclerodex®. Allgemein anerkannt ist Aethoxysklerol® das „schmerzfreieste" Mittel, welches nur bei extravasaler Injektion ein brennendes Gefühl beim Patienten verursacht. Das Auftreten allergischer Reaktionen im Rahmen einer Aethoxysklerol®- Behandlung wird mit einer Inzidenz bis 0,27 % [72; 132] in der Literatur beschrieben, für Sotradecol® werden Werte bis 0,17 % [102; 132] genannt. Beschriebene (klinische) Nekrosen bei Konzentrationen von l%igem [sic] Aethoxysklerol® [369] konnte GOLDMAN [130] histologisch nach intradermaler Injektion in Hasenhaut nicht nachweisen - er testete bis 1 % Aethoxysklerol®. Bei Sotradecol® und hypertoner Kochsalzlösung konnte histologisch eine Nekrose nachgewiesen werden, so daß Aethoxysklerol®, eine geringere Tendenz zur Ausbildung einer Nekrose nach Paravasalinjektion aufweist als hypertone Kochsalzlösung und Sotradecol®.

Die Interpretation von Nebenwirkungen wird unterschiedlich behandelt. Einige Autoren benennen zwar das Auftreten von Hyperpigmentierungen, messen dem aber keine größere Bedeutung zu, da es „zu einem Abblassen innerhalb einiger Wochen und nur selten zu permanenter Pigmentation kommt" [318]. So ist der Zeitpunkt der Begutachtung entscheidend, denn ein Großteil der Hyperpigmentierungen ist nach etwa 6 bis 8 Wochen verblichen. [Dies trifft nicht zu, wenn wir unsere Ein- Jahresstudie [sic] heranziehen.] Wohingegen nach diesem Zeitraum noch verbliebene Hämosiderinablagerungen zu längerer Persistenz neigen. Die Inzidenzbreite variiert für:

Aethoxysklerol® bis 30 % für 0,5%ige und 73 % für l%ige [sic] Lösung
hypertone Kochsalzlösung bis 55 % Sotradecol® bis 32 %

Verödungsmittelunabhängig wird mit einer Persistenz von bis zu 5 Jahren berichtet [82], [doch ist eine stetige Abnahme während der Nachbetreuung unserer Patienten deutlich.] Studien in denen zwei oder mehr Verödungsmittel Anwendung durch den gleichen Behandler fanden, ergaben eine wirkstoffunabhängige, vergleichbare Häufung von Hyperpigmentierungen in Bereichen von 20-30 % [82; 147; 228; 368]. Dies deutet auf eine eher physikalische als chemische Ursache hin. Obgleich nicht endgültig geklärt, wird eine Diapedese von Erythrozyten durch die Gefäßwand und eine damit verbundene dermale Hämosiderinablagerung angenommen [134]. Begünstigend wirkt hier ein zu großer Injektionsdruck, zu große Behandlungsareale pro Injektion (sog. blanching - size) und zu stark konzentrierte Verödungsmittel [134]. Zu großer Injektionsdruck bzw. Behandlungsareale pro Injektion erhöhen den Gefaßinnendruck [sic], es kommt zur Wanddehnung bis hin zur Ruptur. Ähnliche Verhältnisse herrschen bei chronisch venöser Insuffizienz, Thrombophlebitis und nach lokalen Traumata. In deren Folge es auch zu [Hämosiderinablagerungen kommen kann [140].]


72. Conrad P, Malouf GM, Stacey MC. The australian [sic] Polidocanol (Aethoxysklerol) study. Results at 2 years. Dermatol Surg 1995;21:334-6.

79. Drake LA, Dinehart SM, Golz RW, et al. Guidlines [sic] for care for sclerotherapy of varicose and telangiectatic leg veins. J Am Acad Dermatol 1996;34:523-8.

82. Duffy DM. Small vessel sclerotherapy: an overview. Adv Dermatol 1988;3:221-42.

102. Fronek HS, Saltzberg G, Fronek A. Allergie reactions to Sotradecol. J Dermatol Surg Oncol 1989; 15:684.

130. Goldman MP, Bennet RG, Kapla RP, Oki LN, Strick RA. Extravascular effects of sclerosants in rabbit skin: a clinical and histologic examination. J Dermatol Surg Oncol 1986; 12:1085-8.

132. Goldman MP, Bennett RG. Treatment of telangiectasia: a review. J Am Acad Dermatol 1987; 17:167-82.

134. Goldman MP, Duffy DM, Kaplan RP. Postsclerotherapy hyperpigmentation: a histologic evaluation. J Dermatol Surg Oncol 1987; 13:547-50.

140. Goldman MP, Sadick NS, Weiss RA. Cutaneous necrosis, telangiectatic matting, and hyperpigmentation following sclerotherapy. Dermatol Surg 1995;21:19-29.

147. Goldman PM. Sclerotherapy for superficial venules and telangiectasias of the lower extremities. Dermatol Clin 1987;5:369-79.

228. LupoMLP. Sclerotherapy: review of results and complications in 200 patients. J Dermatol Surg Oncol 1989;12:214-9.

241. McCoy S, Evans A, Spurrier N. Sclerotherapy for leg telangiectasia - a blinded comparative trial of polidocanol and hypertonic saline. Dermatol Surg 1999;25:381-6.

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321. SladenJG. Compression sclerotherapy: preparation, technique, complications, and results. Am J Surg 1983; 146:228-32.

368. Weiss RA, Goldman MP, Weiss MA. Physicians' negative perception of sclerotherapy for venous disorders: review of a 7-year experience with modern sclerotherapy. SouthMedJ 1992;85:1101-6.

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Frühere Studien befaßten sich fast ausschließlich mit der Varizenverödung,

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die Mikroverödung war eher eine Ausnahmeindikation. Noch 1983 berichtete Sladen [321] über 200 Verödungsfälle, von denen lediglich 27, sprich 13,5 % kosmetischer Natur waren. Parallel zum Patientenanspruch legen auch die Autoren Mitte der 80er Jahre größeres Augenmerk auf etwaige Nebenwirkungen. Denen bei einer rein kosmetischen Behandlung eine erhebliche Gewichtung zukommt. Die Dermatologische Gesellschaft der USA (American Academy of Dermatology) spricht in diesem Zusammenhang in ihren Richtlinien zur Sklerosierungsbehandlung von 1996 [79] vorsichtig von einer geringeren Akzeptanz, als dies bei Behandlung funktionell insuffizienter Venen der Fall sei. So konnten McCoy et al. [241] eine signifikant negative Korrelation zwischen Patientenzufriedenheit und dem Auftreten von Nebenwirkung nach Verödungsbehandlung feststellen.

Die größte Beachtung bisher fanden Aethoxysklerol®, NaCl (hypertone Kochsalzlösung), Sotradecol® und neuerdings Sclerodex®. Allgemein anerkannt ist Aethoxysklerol® das „schmerzfreieste“ Mittel, welches nur bei extravasaler Injektion ein brennendes Gefühl beim Patienten verursacht. Das Auftreten allergischer Reaktionen im Rahmen einer Aethoxysklerol®- Behandlung wird mit einer Inzidenz bis 0,27 % [72; 132] in der Literatur beschrieben, für Sotradecol® werden Werte bis 0,17 % [102; 132] genannt. Beschriebene (klinische) Nekrosen bei Konzentrationen von 1%igem Aethoxysklerol® [369] konnte Goldman [130] histologisch nach intradermaler Injektion in Hasenhaut nicht nachweisen - er testete bis 1 % Aethoxysklerol®. Bei Sotradecol® und hypertoner Kochsalzlösung konnte histologisch eine Nekrose nachgewiesen werden, so daß Aethoxysklerol®, vorsichtig ausgedrückt, eine geringere Tendenz zur Ausbildung einer Nekrose nach Paravasalinjektion aufweist als hypertone Kochsalzlösung und Sotradecol®. Die Interpretation von Nebenwirkungen wird unterschiedlich gehandhabt. Einige Autoren benennen zwar das Auftreten von Hyperpigmentierungen, messen dem aber keine größere Bedeutung zu, da es „zu einem Abblassen innerhalb einiger Wochen und nur selten zu permanenter Pigmentation kommt“ [318]. So ist der Zeitpunkt der Begutachtung entscheidend, denn ein Großteil der Hyperpigmentierungen ist nach etwa 6 bis 8 Wochen verblichen. Wohingegen nach diesem Zeitraum noch verbliebene Hämosiderinablagerungen zu längerer Persistenz neigen. Die Inzidenzbreite variiert für:

Aethoxysklerol® bis 30 % für 0,5%ige und 73 % für 1%ige Lösung
hypertone Kochsalzlösung bis 55 %
Sotradecol® bis 32 %

Verödungsmittelunabhängig wird mit einer Persistenz von bis zu 5 Jahren berichtet [82]. Studien in denen zwei oder mehr Verödungsmittel Anwendung durch den gleichen Behandler fanden, ergaben eine wirkstoffunabhängige, vergleichbare Häufung von Hyperpigmentierungen in Bereichen von 20-30 % [82; 147; 228; 368]. Dies deutet auf eine eher physikalisch [sic] als chemische Ursache hin. obgleich nicht endgültig geklärt, wird eine Diapedese von Erythrozyten durch die Gefäßwand und eine damit verbundene dermale Hämosiderinablagerung angenommen [134]. Begünstigend wirkt hier ein zu großer Injektionsdruck, zu große Behandlungsareale pro Injektion (sog. blanching - size) und zu stark konzentrierte Verödungsmittel [134]. Zu großer Injektionsdruck bzw. Behandlungsareale pro Injektion erhöhen den Gefäßinnendruck, es kommt zur Wanddehnung bis hin zur Ruptur. Ähnliche Verhältnisse herrschen bei chronisch venöser Insuffizienz, Thrombophlebitis und nach lokalen Traumata. In deren Folge es auch zu

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Hämosiderinablagerungen kommen kann [140].


72. Conrad P, Malouf GM, Stacey MC. The australian [sic] Polidocanol (Aethoxysklerol) study. Results at 2 years. Dermatol Surg 1995;21:334-6.

79. Drake LA, Dinehart SM, Golz RW, et al. Guidlines [sic] for care for sclerotherapy of varicose and telangiectatic leg veins. J Am Acad Dermatol 1996;34:523-8.

82. Duffy DM. Small vessel sclerotherapy: an overview. Adv Dermatol 1988;3:221-42.

102. Fronek HS, Saltzberg G, Fronek A. Allergic reactions to Sotradecol. J Dermatol Surg Oncol 1989;15:684.

130. Goldman MP, Bennet RG, Kapla RP, Oki LN, Strick RA. Extravascular effects of sclerosants in rabbit skin: a clinical and histologic examination. J Dermatol Surg Oncol 1986;12:1085-8

132. Goldman MP, Bennett RG. Treatment of telangiectasia: a review. J Am Acad Dermatol 1987;17:167-82.

134. Goldman MP, Duffy DM, Kaplan RP. Postsclerotherapy hyperpigmentation: a histologic evaluation. J Dermatol Surg Oncol 1987;13:547-50.

140. Goldman MP, Sadick NS, Weiss RA. Cutaneous necrosis, telangiectatic matting, and hyperpigmentation following sclerotherapy. Dermatol Surg 1995;21:19-29.

147. Goldman PM. Sclerotherapy for superficial venules and telangiectasias of the lower extremities. Dermatol Clin 1987;5:369-79.

228. Lupo MLP. Sclerotherapy: review of results and complications in 200 patients. J Dermatol Surg Oncol 1989;12:214-9.

241. McCoy S, Evans A, Spurrier N. Sclerotherapy for leg telangiectasia - a blinded comparative trial of polidocanol and hypertonic saline. Dermatol Surg 1999;25:381-6.

318. Shields JL, Jansen GT. Therapy for superficial telangiectasias of the lower extremities. J Dermatol Surg Oncol 1982;8:857-60.

321. Sladen JG. Compression sclerotherapy: preparation, technique, complications, and results. Am J Surg 1983;146:228-32.


368. Weiss RA, Goldman MP, Weiss MA. Physicians' negative perception of sclerotherapy for venous disorders: review of a 7- year experience with modern sclerotherapy. South Med J 1992;85:1101-6.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[39.] San/Fragment 061 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 57, Zeilen: 1 ff.
Die endotheliale Integrität der Gefäßwand wird durch zunehmende Wirkstoffkonzentration des Verödungsmittels schwächer und erhöht die Durchlässigkeit für Erythrozyten und damit die Wahrscheinlichkeit von Hyperpigmentierungen. NORRIS [259] fand [sic] statistisch signifikante Unterschiede im Auftreten von Hyperpigmentierungen nach Verwendung von 0,25 % bzw. 1 % Aethoxysklerol®. Tendenziell ähnlich verhalten sich hypertone Kochsalzlösung [299] und Sotradecol® [140].

Eine zweite, häufige Nebenwirkung, das teleangiektatische Matting (TM), konnte in der hier vorgestellten Arbeit nicht festgestellt werden. Es handelt sich um eine flächige Neubildung kleinkalibriger (ca. 0,2 mm Durchmesser), hellroter Gefäße. Die Häufigkeit wird wirkstoffunabhängig mit 5 % angegeben, kann aber bis zu 36 % reichen [241; 54]. TM soll sich nur bei jedem fünften Patienten innerhalb von zwei Jahren zurückbilden [295]. Für das Auftreten von teleangiektatischem Matting wird der gleiche Ursachenkomplex angenommen, wie er auch für die Hyperpigmentierung genannt wurde [140; 241; 295]. Hierbei verursachen die extravasalen roten Blutkörper eine perivaskuläre Entzündung, welche über Mediatoren und Wachstumsfaktoren (FGF, ECGF, TNF, PDGF) zur Neovaskularisation führt [140; 241; 295]. Die Rolle von Östrogen und Progesteron in der Ausbildung von teleangiektatischem Matting ist umstritten [228]. Bisher konnte auch durch Probebiopsien keine Verbindung zwischen beidem hergestellt werden [140; 295].

Zusammenfassend ist festzuhalten, daß die Wirksamkeit von 0,25%igem Aethoxysklerol® zur Verödung von maximal 0,6 mm dicken Gefäßen allgemein anerkannt ist. KAHLE und LENG [196] wiesen in ihrer Placebo-kontrollierten Studie die Wirksamkeit von Aethoxysklerol® nach) [sic], die in Europa seit Jahrzehnten praktiziert wird [sic]. Die guten bis sehr guten Ergebnisse, die mit Aethoxysklerol® erreicht wurden, ähneln anderen Verödungsmitteln [sic]. Im Vergleich hat Aethoxysklerol® den Nachteil eines langsamer einsetzenden Behandlungserfolges, nach 4-6 Wochen, wohingegen beispielsweise bei hypertoner Kochsalzlösung i. allg. nach 2-4 Wochen die Wirkung eintritt [82; 228]. Außerdem birgt es das Risiko allergischer Reaktionen, insbesondere bei höheren Konzentrationen, mit einer Inzidenz bis zu 0,27 % [72; 132; 147]. Im Gegensatz zu anderen Verödungsmitteln, insbesondere Sotradecol® und hypertoner Kochsalzlösung, neigt es ansonsten aber zu geringeren Nebenwirkungsraten, bei Verwendung adäquater Konzentrationen (< 0,5%iges Aethoxysklerol® bei Gefäßen bis 1 mm) [61; 145; 372]. KERN et al. [203] fanden in ihrer Studie statistisch signifikant bessere Ergebnisse als [sic] mit Chromglycerin (Scleremo®) gegenüber Aethoxysklerol®. Allerdings wurden hierbei auch Gefäße oberhalb eines Durchmessers von 1 mm mit 0,25%igem Aethoxysklerol® behandelt, eine ungeeignete [sic] m.E. zu geringe Dosierung. Autoren von Vergleichsstudien mit Sotradecol® und hypertoner Kochsalzlösung [61; 72], vor allem aber die dabei behandelten Patienten, favorisierten Aethoxysklerol®, [sic] als schmerzarmes, wirksames und nebenwirkungsarmes Verödungsmittel. 98 Ärzte behandelten im Rahmen der australischen Aethoxysklerol® (Polidocanol) Studie [sic] insgesamt 16.804 Beine in einem Zeitraum von zwei Jahren [258]. Von den teilnehmenden Ärzten verfügten 65 über Erfahrungen mit Sotradecol®, 58 mit hypertoner Kochsalzlösung. Von diesen sprachen sich 85 % bzw. 84 % für Aethoxysklerol® als wirksameres und nebenwirkungsärmeres (74 %) Sklerosierungsmittel aus [72]. Die Verwendung von Aethoxysklerol® zur Behandlung der Besenreiservarikosis ist in Deutschland als „gold Standard" [sic] zu bezeichnen. GOLDMANN [sic] [148] bezeichnete Aethoxysklerol® gar als nahe am Ideal(en Verödungsmittel).


72. Conrad P, Malouf GM, Stacey MC. The australian [sic] Polidocanol (Aethoxysklerol) study. Results at 2 years. Dermatol Surg 1995;21:334-6.

82. Duffy DM. Small vessel sclerotherapy: an overview. Adv Dermatol 1988;3:221-42.

132. Goldman MP, Bennett RG. Treatment of telangiectasia: a review. J Am Acad Dermatol 1987; 17:167-82.

140. Goldman MP, Sadick NS, Weiss RA. Cutaneous necrosis, telangiectatic matting, and hyperpigmentation following sclerotherapy. Dermatol Surg 1995;21:19-29

145. Goldman MP. Treatment of varicose and telangiectatic leg veins: double- blind [sic] prospective trial between aethoxysklerol and sotradecol. Dermatol Surg 2002;28:52-5.

147. Goldman PM. Sclerotherapy for superficial venules and telangiectasias of the lower extremities. Dermatol Clin 1987;5:369-79.

148. Goldman PM. Polidocanol (Aethoxysklerol) for sclerotherapy of superficial venules and telangiectasias. J Dermatol Surg Oncol 1989; 15:204-9.

196. Kahle B, Leng K. Efficacy of sclerotherapy in varicose veins - a prospective, blinded, placebo- controlled [sic] study. Detmatol [sic] Surg 2004;30:723-8.

203. Kern P, Ramelet A-A, Wutschert R, Bounameaux H, Hayoz D. Single- blind [sic], randomized study comparing chromated glycerine, polidocanol solution, and polidocanol foam for treatment of telangiectatic leg veins. Dermatol Surg 2004;30:367-72.

228. LupoMLP [sic]. Sclerotherapy: review of results and complications in 200 patients. J Dermatol Surg Oncol 1989;12:214-9.

241. McCoy S, Evans A, Spurrier N. Sclerotherapy for leg telangiectasia - a blinded comparative trial of polidocanol and hypertonic saline. Dermatol Surg 1999;25:381-6.

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299. Sadick NS. Sclerotherapy of varicose and telangiectatic leg veins: minimal sclerosant concentration of hypertonic saline and its relationship to vessel diameter. J Dermatol Surg Oncol 1991; 17:65-70.

372. Weiss RA, Weiss MA. Incidence of side effects in the treatment of telangiectasias by compression sclerotherapy: hypertonic saline vs. polidocanol. J Dermatol Surg Oncol 1990; 16:800-
4. [sic]

Die endotheliale Integrität der Gefäßwand wird durch zunehmende Wirkstoffkonzentration des Verödungsmittels schwächer und erhöht die Durchläßigkeit [sic] für Erythrozyten und damit die Wahrscheinlichkeit von Hyperpigmentierungen. NORRIS [259] fand [sic] statistisch signifikante Unterschiede im Auftreten von Hyperpigmentierungen nach Verwendung von 0,25 % bzw. 1 % Aethoxysklerol®. Tendenziell ähnlich verhalten sich hypertone Kochsalzlösung [299] und Sotradecol® [140].

Eine zweite, häufige Nebenwirkung ist das teleangiektatische Matting (TM), konnte [sic] in der hier vorgestellten Arbeit nicht festgestellt werden. Es stellt eine flächige Neubildung kleinkalibriger (ca. 0,2 mm Durchmesser), hellroter Gefäße dar. Die Häufigkeit wird i. allg. wirkstoffunabhängig mit 5 % angegeben, kann aber bis zu 36 % reichen [241; 54]. TM bildet sich nur bei jedem fünften Patienten innerhalb von zwei Jahren selbstständig zurück [295]. Für das Auftreten von teleangiektatischem Matting wird der gleiche Ursachenkomplex angenommen, wie er auch für die Hyperpigmentierung genannt wurde [140; 241; 295]. Hierbei verursachen die extravasalen roten Blutkörper eine perivaskuläre Entzündung, welche über Mediatoren und Wachstumsfaktoren (FGF, ECGF, TNF, PDGF) zur Neovaskularisation führt [140; 241; 295]. Die Rolle von Östrogen und Progesteron in der Ausbildung von teleangiektatischem Matting ist umstritten [228]. Bisher konnte auch durch Probebiopsien keine Verbindung zwischen beidem hergestellt werden [140; 295].

Zusammenfassend ist festzuhalten, daß die Wirksamkeit von 0,25%igem Aethoxysklerol® zur Verödung von maximal 0,6 mm dicken Gefäßen allgemein anerkannt (Kahle und Leng [196] wiesen in ihrer placebo-kontrollierten Studie die Wirksamkeit von Aethoxysklerol® nach) und in Europa seit Jahrzehnten gängige Praxis ist. [sic] Die guten bis sehr guten Ergebnisse, die mit Aethoxysklerol® erreicht wurden, sind ähnlich denen anderer Verödungsmittel. Im Vergleich hat Aethoxysklerol® den Nachteil eines langsamer einsetzenden Behandlungserfolges, nach 4-6 Wochen, wohingegen beispielsweise bei hypertoner Kochsalzlösung i. allg. nach 2-4 Wochen die Wirkung eintritt [82; 228]. Außerdem birgt es das Risiko allergischer Reaktionen, insbesondere bei höheren Konzentrationen, mit einer Inzidenz bis zu 0,27 % [72; 132; 147]. Im Gegensatz zu anderen Verödungsmitteln, insbesondere Sotradecol® und hypertone [sic] Kochsalzlösung, neigt es ansonsten aber zu geringeren Nebenwirkungsraten, bei Verwendung adäquater Konzentrationen ( 0,5%iges Aethoxysklerol® bei Gefäßen bis 1 mm) [61; 145; 372]. Kern et al. [203] fanden in ihrer Studie statistisch signifikant bessere Ergebnis [sic] durch die Behandlung mit Chromglycerin (Scleremo®) gegenüber Aethoxysklerol®. Allerdings wurden hierbei auch Gefäße oberhalb eines Durchmessers von 1 mm mit 0,25%igem Aethoxysklerol® behandelt, eine ungeeignete [sic] weil zu geringe Dosierung. Autoren von Vergleichsstudien mit Sotradecol® und hypertoner Kochsalzlösung [61; 72], vor allem aber die dabei behandelten Patienten, favorisierten Aethoxysklerol®, [sic] als sehr schmerzarmes, wirksames und nebenwirkungsarmes Verödungsmittel. 98 Ärzte behandelten im Rahmen der australischen Aethoxysklerol® (Polidocanol) Studie [sic] insgesamt 16.804 Beine in einem Zeitraum von zwei Jahren [258]. Von den teilnehmenden Ärzten verfügten 65 über Erfahrungen mit Sotradecol®, 58 mit hypertoner Kochsalzlösung. Von diesen sprachen sich 85 % bzw. 84 % für Aethoxysklerol® als wirksameres und nebenwirkungsärmeres (74 %) Sklerosierungsmittel aus [72]. Die Verwendung von Aethoxysklerol® zur Behandlung der Besenreiservarikosis ist in Deutschland als „gold standard“ zu bezeichnen. Goldmann [sic] [148] bezeichnete Aethoxysklerol® gar als nahe am Ideal(en Verödungsmittel).


54. Breu FX, Marshall M. Sklerotherapie mit Polidocanol in einer angiologisch- phlebologischen Spezialpraxis. Phlebologie 2003;32:76-80.

61. Carlin MC, Ratz JL. Treatment of telangiectasia: comparison of sclerosing agents. J Dermatol Surg Oncol 1987;13:1181-4.

72. Conrad P, Malouf GM, Stacey MC. The australian [sic] Polidocanol (Aethoxysklerol) study. Results at 2 years. Dermatol Surg 1995;21:334-6.

82. Duffy DM. Small vessel sclerotherapy: an overview. Adv Dermatol 1988;3:221-42.

132. Goldman MP, Bennett RG. Treatment of telangiectasia: a review. J Am Acad Dermatol 1987;17:167-82.

140. Goldman MP, Sadick NS, Weiss RA. Cutaneous necrosis, telangiectatic matting, and hyperpigmentation following sclerotherapy. Dermatol Surg 1995;21:19-29.

145. Goldman MP. Treatment of varicose and telangiectatic leg veins: double- blind [sic] prospective trial between aethoxysklerol and sotradecol. Dermatol Surg 2002;28:52-5.

147. Goldman PM. Sclerotherapy for superficial venules and telangiectasias of the lower extremities. Dermatol Clin 1987;5:369-79.

148. Goldman PM. Polidocanol (Aethoxysklerol) for sclerotherapy of superficial venules and telangiectasias. J Dermatol Surg Oncol 1989;15:204-9.

196. Kahle B, Leng K. Efficacy of sclerotherapy in varicose veins – a prospective, blinded, placebo- controlled [sic] study. Detmatol [sic] Surg 2004;30:723-8.

203. Kern P, Ramelet A-A, Wutschert R, Bounameaux H, Hayoz D. Single- blind [sic], randomized study comparing chromated glycerine, polidocanol solution, and polidocanol foam for treatment of telangiectatic leg veins. Dermatol Surg 2004;30:367-72.

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372. Weiss RA, Weiss MA. Incidence of side effects in the treatment of telangiectasias by compression sclerotherapy: hypertonic saline vs. polidocanol. J Dermatol Surg Oncol 1990;16:800-4.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Teilweise werden Fehler aus dieser übernommen, teilweise korrigiert, teilweise neue eingeführt.

Da Titel [259] von mehreren Autoren verfasst worden ist, hätte auf diesen bei Namensnennung lege artis im Plural Bezug genommen werden müssen.

Die beiden Sätze:
„KAHLE und LENG [196] wiesen in ihrer Placebo-kontrollierten Studie die Wirksamkeit von Aethoxysklerol® nach) [sic], die in Europa seit Jahrzehnten praktiziert wird. Die guten bis sehr guten Ergebnisse, die mit Aethoxysklerol® erreicht wurden, ähneln anderen Verödungsmitteln.“
in der untersuchten Arbeit sind semantisch nicht sinnvoll (Wirksamkeit kann schlecht praktiziert werden, und Ergebnisse können schlecht Verödungsmitteln ähneln).

Bei dem Satz:
„KERN et al. [203] fanden in ihrer Studie statistisch signifikant bessere Ergebnisse als [sic] mit Chromglycerin (Scleremo®) gegenüber Aethoxysklerol®.“
ist in der vorliegenden Form nicht klar, womit in der Studie behandelt wurde.

Trotz der genannten Unstimmigkeiten scheinen diese drei Sätze von den Gutachtern nicht beanstandet worden zu sein.

Man beachte auch, dass die Verfasserin in dem Satz:
„Allerdings wurden hierbei auch Gefäße oberhalb eines Durchmessers von 1 mm mit 0,25%igem Aethoxysklerol® behandelt, eine ungeeignete [sic] m.E. zu geringe Dosierung.“
eine aus der Quelle übernommene Wertung als eigene („m.E.“) ausgibt.

Die Referenzen 54 und 61, im Haupttext der untersuchten Arbeit angegeben, fehlen im Literaturverzeichnis: Auf S. 78-81 werden die Referenzen bis einschließlich 40 aufgeführt; S. 82 beginnt mit Referenz 62. Die fehlenden Referenzen 41-61 machen genau die S. 77-78 der Quelle aus.


[40.] San/Fragment 062 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 1-12, 13-15
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 58, Zeilen: 1 ff.
Unabhängig von der Diskussion über das wirksamste Verödungsmittel, wird die Schaumsklerosierung vermehrt zur Behandlung der Varikosis eingesetzt. Die Vorteile liegen vor allem darin, daß es hierbei zu einer geringeren Applikation von Verödungsmitteln bei verlängerter Kontaktzeit Varizenendothel- Verödungsmitttel und damit zu geringeren Nebenwirkungen kommen soll. YAMAKI et al. [396] fanden in ihrer Studie eine statistisch signifikant geringere Rekanalisationsrate behandelter Gefäße nach Schaumverödung als dies nach normaler Flüssigverödung der Fall war. In einer Konsensuskonferenz zur Schaumsklerosierung (April 2003) wurde allerdings darauf verwiesen, daß nur eine Minderheit der teilnehmenden Ärzte die Schaumsklerosierung zur Behandlung von Besenreiservarizen einsetzt. Die Schwierigkeit liegt hierbei darin, den Schaum nicht zu viskös zu produzieren, da es möglicherweise mehr Gewebeschäden als bei herkömmlicher (fluider) Sklerosierung gibt [53]. [Hinzu kommt, dass Schaum kaum engkalibrige Kanülen passiert.] Inwieweit die Schaumsklerosierung bisherigen Verödungsmethoden überlegen ist und in welchen Indikationsbereichen sie sich durchsetzen wird, werden weitere Studien aufzeigen müssen. Unabhängig von der Diskussion über das wirksamste Verödungsmittel, wird die Schaumsklerosierung vermehrt zur Behandlung der Varikosis eingesetzt. Die Vorteile liegen vor allem darin, daß es hierbei zu einer geringeren Applikation von Verödungsmitteln bei verlängerter Kontaktzeit Varizenendothel- Verödungsmitttel und damit zu geringeren Nebenwirkungen kommen soll. Yamaki et al. [396] fanden in ihrer Studie eine statistisch signifikant geringere Rekanalisationsrate behandelter Gefäße nach Schaumverödung als dies nach normaler Flüßigverödung der Fall war. In einer Konsensuskonferenz zur Schaumsklerosierung (April 2003) wurde allerdings darauf verwiesen, daß nur eine Minderheit der teilnehmenden Ärzte die Schaumsklerosierung zur Behandlung von Besenreiservarizen einsetzt. Die Schwierigkeit liege hierbei darin, den Schaum nicht zu viskös zu produzieren, da es möglicherweise mehr Gewebeschäden als bei herkömmlicher (fluider) Sklerosierung gebe [53]. Aufgrund mangelnder Erfahrung sowohl in der Herstellung als auch der Anwendung von Schaum wurde in der hier vorgestellten Studie die Sklerosierung mit flüßigem Verödungsmittel durchgeführt. Inwieweit die Schaumsklerosierung bisherigen Verödungsmethoden überlegen ist und in welchen Indikationsbereichen sie sich durchsetzen wird, werden weitere (Vergleichs-) Studien aufzeigen müssen.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenz 53 verweist in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[41.] San/Fragment 063 00

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: Tab. 11
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 59, Zeilen: Tab. 12
San 063 diss

Tab. 11: Literaturüberblick bisheriger Arbeiten über die Sklerosierungsbehandlung.
Abk.: HS=hypertonesNaCl; [sic] POL=Aethoxysklerol®;STS=Sotradecol®;Lit=Literaturvei^erweis; [sic] Hyper=Hyperpigmentierungen;TM=teleangiektatisches Matting.

San 063 source

Tab. 12: Literaturüberblick bisheriger Arbeiten über die Sklerosierungsbehandlung.
Abk.: HS=hypertones NaCl;POL=Aethoxysklerol®;STS=Sotradecol®;Lit=Literaturververweis; [sic] Hyper=Hyperpigmentierungen;TM=teleangiektatisches Matting.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht angegeben.

In der Quelle steht „Sclérémo®“ und – ohnehin falsch – „Literaturververweis“, in der untersuchten Arbeit sind OCR-Artefakte evident: „Scle"re"mo®“ und „Literaturvei^erweis“ (keine Hervorhebungen in den Originalen).


[42.] San/Fragment 064 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-4
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 60, Zeilen: 1 ff.
7.2 Diskussion der Laserergebnisse

Verfährt man mit den geometrischen Mittelwerten der Laserbehandlungs- Clearance in gleicher Art und Weise, [sic] wie mit denen der Sklerosierungsbehandlung, so erhält man nachstehende Verteilung.

[...]

Diagramm 12: Gruppenverteilung der Clearance-Mittelwerte (geometrische Auswertung) nach Laserbehandlung.

7.2 Diskussion der Laserergebnisse

Verfährt man mit den geometrischen Mittelwerten der Laserbehandlungs- Clearance in gleicher Art und Weise, [sic] wie mit denen der Sklerosierungsbehandlung, so erhält man nachstehende Verteilung.

[...]

Diagramm 10: Gruppenverteilung der Clearance-Mittelwerte (nach geometrischer Auswertung) nach Laserbehandlung.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Die Diagramme unterscheiden sich, der Text davor ist aber bis hin zum Zeichensetzungsfehler identisch.


[43.] San/Fragment 065 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 60-61, Zeilen: 60: 5 ff.; 61: 1 ff.
85 % der behandelten Areale haben demnach ein gutes bzw. sehr gutes Behandlungsresultat vorzuweisen. Bei Patientin Nummer 9 dagegen kann man nur einen marginalen Effekt des Lasers erkennen. Grund hierfür kann neben einer zu gering applizierten Laserenergie (zu geringe Studieneinstellung), auch eine zu starke Kühlung des Zielchromophors durch dessen sehr oberflächliche Lage sein.

Vergleicht man die Studiendaten mit denen bisher veröffentlichter Studien über den frequenzverdoppelten 532 nmNd:YAG Laser [5; 33; 36; 84; 98; 238; 322; 328; 382], so sind die erzielten Ergebnisse durchaus ähnlich.

SMITH et al. [322] behandelten ihr Kollektiv von 14 Patientinnen ebenfalls nur einmal und erzielten bei 50 % ein gutes bis exzellentes Ergebnis. Es werden allerdings keine Gefäßdurchmesser genannt. Aus der Methodik geht nicht hervor, ob ein mehrmaliges Lasern des Areals in der Sitzung notwendig war.

ADRIAN [5] erreichte bei 83 % seiner Patienten eine Verbesserung des Ausgangsbefundes um mehr als 50 %. Die Patienten wurden zweimal behandelt. Auch er ordnet den Ergebnissen keinen Gefäßdurchmesser zu, obgleich er eine Einteilung der Besenreiser in kleine, mittlere und große Gefäße vornimmt. Zudem werden keine Angaben über die Impulsdauer gemacht. BERNSTEIN et al. [33] limitierten den Gefäßdurchmesser auf 0,75 mm und die Laserparameter auf 16 J/cm2 Impulsenergie und 10 ms Impulsdauer. Die Ergebnisse sind mit einer Clearance von 75 % vergleichbar mit den 70,6 % (Durchschnitt der geometrischen Mittelwerte) dieser Arbeit.

In der Studie von SPENDEL et al. [328] wurden 30 Patienten mit einem Gefäßdurchmesser zwischen 0,3 und 0,6 mm insgesamt 3mal behandelt, wobei in der jeweiligen Sitzung das Areal bis zu 3mal gelasert wurde.

Insbesondere die beiden letztgenannten Arbeiten sind zu ähnlichen Ergebnissen, wie die hier vorgestellte Studie, gekommen. Zwar wurden mehrere Behandlungen durchgeführt, die verwendete Laserenergie war dafür aber geringer.

Alle bisherigen Arbeiten über den 532 nm Nd:YAG Laser kommen zu vergleichbaren Resultaten. Auch wenn in einigen Fällen keine Aufteilung in Bezug auf den Gefäßdurchmesser gemacht wird, so ist doch mit zunehmendem Gefäßdurchmesser eine Verminderung des Behandlungserfolgs erkennbar. SPENDEL et al. [328] konnten ab einem Gefäßdurchmesser von 0,7 mm keine Wirkung feststellen. BETHGE und STADLER [36] sprechen dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser eine Wirksamkeit bis zu einem Besenreiserdurchmesser von 1,5 mm zu. MASSEY und KATZ [238] sprechen in diesem Zusammenhang von einer guten Wirkung der Laserbehandlung bis 1 mm.

Zwischen Behandlungserfolg und Hauttyp besteht laut FOURNIER et al. [98] kein Zusammenhang.

Eine Korrelation besteht aber zwischen der verwendeten Laserenergie und dem Hauttyp bzw. dem Haut-Melaninanteil des Patienten einerseits und dem Auftreten von Nebenwirkungen andererseits. Nach HAEDERSDAL et al. [175] steigt das Risiko von Pigmentveränderungen nach Laserapplikation mit stärkerer praeoperativer Pigmentierung und steigender Laserenergie.

Im Rahmen der Laserapplikation traten bei einer Patientin (5 %) Hyperpigmentierungen, bei einer weiteren Hypopigmentierungen (5 %) auf. Beide Werte liegen im unteren Bereich des jeweiligen Literatur- Normbereichs.

Die Hypopigmentierung trat bei einer Patientin (Nr. 13) mit FITZPATRICK Hauttyp III auf. Deren Clearance im geometrischen Mittelwert 54,6 % und im visuellen Mittelwert 55 % betrug, bei einer Ausbreitung der Hypopigmentierung von fast 20 % gegenüber der flächigen Ausdehnung des Ausgangsbefunds. Dies sind Indizien dafür, daß es hier zu einer Absorption durch das Konkurrenzchromophor Melanin gekommen ist. Dies führte zu einer teilweisen Depigmentierung verbunden mit einer reduzierten Laserwirkung auf das Gefäß. Die Häufigkeit von Hypopigmentierungen wird bei anderen Autoren, in Bezug auf den 532 nm Nd:YAG Laser, mit bis zu 18,2 % angegeben.

85 % der behandelten Areale haben demnach ein gutes bzw. sehr gutes Behandlungsresultat vorzuweisen. Bei Patientin Nummer 1 und 4 dagegen kann man nur einen marginalen Effekt des Lasers erkennen. Grund hierfür kann neben einer zu gering applizierten Laserenergie (zu geringe Studieneinstellung), auch eine zu starke Kühlung des Zielchromophors durch dessen sehr oberflächliche Lage sein.

Vergleicht man die Studiendaten mit denen bisher veröffentlichter Studien über den frequenzverdoppelten 532 nm Nd:YAG Laser [5; 33; 36; 84; 98; 238; 322; 328; 382], so sind die erzielten Ergebnisse durchaus ähnlich.

Smith et al. [322] behandelten ihr Kollektiv von 14 Patientinnen ebenfalls nur einmal und erzielten bei 50 % ein gutes bis exzellentes Ergebnis. Es werden allerdings keine Gefäßdurchmesser genannt. Aus der Methodik geht nicht hervor, ob ein mehrmaliges Lasern des Areals in der Sitzung notwendig war.

Adrian [5] erreichte bei 83 % seiner Patienten eine Verbesserung des Ausgangsbefundes um mehr als 50 %. Die Patienten wurden zweimal behandelt. Auch er ordnet den Ergebnissen keinen Gefäßdurchmesser zu, obgleich er eine Einteilung der Besenreiser in kleine, mittlere und große Gefäße vornimmt. Zudem werden keine Angaben über die Impulsdauer gemacht.

Bernstein et al. [33] limitierten den Gefäßdurchmesser auf 0,75 mm und die Laserparameter auf 16 J/cm2 Impulsenergie und 10 ms Impulsdauer. Die Ergebnisse sind mit einer Clearance von 75 % vergleichbar mit den 70,571 % (Durchschnitt der geometrischen Mittelwerte) dieser Arbeit.

[Seite 61]

In der Studie von Spendel et al. [328] wurden 30 Patienten mit einem Gefäßdurchmesser zwischen 0,3 und 0,6 mm insgesamt 3mal behandelt, wobei in der jeweiligen Sitzung das Areal bis zu 3mal gelasert wurde.

Insbesondere die beiden letztgenannten Arbeiten sind zu ähnlichen Ergebnissen, wie die hier vorgestellte Studie, gekommen. Zwar wurden mehrere Behandlungen durchgeführt, die verwendete Laserenergie war dafür aber geringer.

Alle bisherigen Arbeiten über den 532 nm Nd:YAG Laser kommen zu vergleichbaren Resultaten. Auch wenn in einigen Fällen keine Aufteilung im Bezug auf den Gefäßdurchmesser gemacht wird, so ist doch mit zunehmendem Gefäßdurchmesser eine Verminderung des Behandlungserfolgs erkennbar. SPENDEL et al. [328] konnten ab einem Gefäßdurchmesser von 0,7 mm keine Wirkung feststellen. Bethge und Stadler [36] sprechen dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser eine Wirksamkeit bis zu einem Besenreiserdurchmesser von 1,5 mm zu. Massey und Katz [238] sprechen in diesem Zusammenhang von einer guten Wirkung der Laserbehandlung bis 1 mm.

Zwischen Behandlungserfolg und Hauttyp besteht laut Fournier et al. [98] kein Zusammenhang.

Eine Korrelation besteht aber zwischen der verwendeten Laserenergie und dem Hauttyp bzw. dem Haut-Melaninanteil des Patienten einerseits und dem Auftreten von Nebenwirkungen andererseits. Nach Hædersdal et al. [175] steigt das Risiko von Pigmentveränderungen nach Laserapplikation mit stärkerer praeoperativer Pigmentierung und steigender Laserenergie.

Im Rahmen der Laserapplikation traten bei einer Patientin (5 %) Hyperpigmentierungen, bei einer weiteren Hypopigmentierungen (5 %) auf. Beide Werte liegen im unteren Bereich des jeweiligen Literatur- Normbereichs.

Die Hypopigmentierung trat bei einer Patientin (Nr. 9) mit Fitzpatrick Hauttyp III auf. Deren Clearance im geographischen [sic] 58,54 % und 20 % im visuellen Mittelwert betrug, bei einer Ausbreitung der Hypopigmentierung von fast 20 % gegenüber der flächigen Ausdehnung des Ausgangsbefunds. Dies sind Indizien dafür, daß es hier zu einer Absorption durch das Konkurrenzchromophor Melanin gekommen ist. In deren Konsequenz es zu einer teilweisen Depigmentierung verbunden mit einer reduzierten Laserwirkung auf das Gefäß kam. Die Häufigkeit von Hypopigmentierungen wird bei anderen Autoren, in Bezug auf den 532 nm Nd:YAG Laser, mit bis zu 18,2 % angegeben.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).


[44.] San/Fragment 066 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 61-62, Zeilen: 61: 31 ff.; 62: 1 ff.
[Hyperpigmentierungen haben demnach eine Inzidenz von bis zu] 36 % (WEST und ALSTER 71 % [382]). Die bei Patientin Nr. 7, mit einem Hauttyp I nach FITZPATRICK, aufgetretene Hyperpigmentierung (geometrischer Mittelwert der flächigen Ausdehnung 14 %; visueller Mittelwert <25 %) ist durch deren optisch sehr oberflächlich gelegene Gefäße und den hellen Hauttytp [sic] begünstigt worden. Eine nahezu unverminderte Impulsenergie wird durch Hämoglobin absorbiert, es kommt durch die auftretende Absorptionswärme zur Überhitzung der Gefäßwand und zu deren partieller Ruptur mit Erythrozytenextravasation. Es läßt aber auch den Schluß zu, daß es hier zu einer unzureichenden Kühlung oder einem Kontaktverlust des chilled tips mit der Hautoberfläche gekommen sein könnte. Daß es dabei zu einem vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen kommt, ist aus der Arbeit von WEST und ALSTER [382] erkenntlich, die ohne simultane Kühlung arbeiteten. FOURNIER et al. [98] und auch SPENDEL et al. [328] therapierten ebenfalls ohne gleichzeitige Kühlung. Hypopigmentierungen von 18,2 % bzw. 20 % Hyperpigmentierungen wurden hier festgestellt. Studien, die mit dem sog. chilled tip arbeiteten [sic] lagen hier zumeist deutlich unterhalb dieser Werte. Eine Ausnahme stellen die Studienergebnisse von ADRIAN [5] dar. Er berichtete sowohl über Hypo- (12 %) als auch über Hyperpigmentierungen (36 %). Die Tatsache, daß er Patienten bis einschließlich FITZPATRICK Typ III behandelte, verbunden mit seinen guten Ergebnissen, läßt auf eine hohe Gesamtlaserdosis schließen. Da die verwendete Impulslänge nicht genannt wird, kann dies aber nur vermutet werden.

Insgesamt ist aus den bisherigen Veröffentlichungen ersichtlich, daß das chilled tip zu einer Reduzierung der Nebenwirkungen und des Schmerzempfindens während der Behandlung [36] führt und sich mit dem frequenzverdoppelten 532nm Nd:YAG Laser gute Behandlungsergebnisse erzielen lassen. Dies deckt sich mit den in der vorgestellten Arbeit gewonnenen Ergebnissen.

Besenreiser wurden bislang mit einer Vielzahl von Lasern behandelt (siehe Tab.12). Hier sind neben dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser insbesondere der Blitzlampen-gepumpte gepulste Farbstofflaser (Wellenlängenbereich 585-600 nm), der Alexandritlaser (755 nm), der Diodenlaser (910 nm), der Nd:YAG Laser (1064 nm) und die nichtkohärente Blitzlampe (500-1200 nm) zu nennen.

Der klassische Farbstofflaser nutzte früher eine Wellenlänge von 577nm [sic]. Die erste Generation der Farbstofflaser, die für den vaskulären Gebrauch angeboten wurden, verfügte lediglich über eine Laserimpulsdauer von bis zu 0,45 ms. Dies minimierte den Einsatzsbereich [sic] auf Gefäße bis zu einem Durchmesser von 0,2 bis maximal 0,4 mm [111; 137; 167; 388], dem teleangiektatischen Matting und Naevi flammei. Mit Erweiterung des Wellenlängenspektrums auf 585 nm, 590 nm, 595 nm und 600 nm, sowie der Einführung von bis zu 1,5 ms Impulsdauer wurde der Indikationsbereich auf Gefaßdurchmesser [sic] bis 1 mm erweitert. Die dabei erzielten Ergebnisse reichen von einer Verbesserung um 50 % gegenüber dem Ausgangsbefund bei etwa 67 % der behandelten Patienten bei HOHENLEUTNER et al. [187; 188] bis zur kompletten Entfernung bis zu 0,5 mm großer Gefäße nach maximal zwei Behandlungen durch REICHERT [284]. Eine Studie von ALORA et al. [10] mit einem ultralanggepulsten Farbstofflaser (4 ms) konnte keine Verbesserung im Behandlungserfolg bzw. eine Indikationserweiterung aufzeigen. Vergleicht man die bisher veröffentlichten Ergebnisse, die sowohl mit dem Farbstoff- als auch mit dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser erzielt wurden, so sind die gewonnenen Ergebnisse ähnlich. In einer Vergleichsstudie konnten WEST und ALSTER [382] einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen dem langgepulsten Farbstofflaser und dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser in der Behandlung von elf Patienten zu Gunsten des Farbstofflasers feststellen. Fraglich ist allerdings warum sie die Impulsenergie des Farbstofflasers für die Behandlung der Beinareale im Vergleich zu denen des Gesichts erhöhten, dies aber beim 532 nm Nd:YAG Laser nicht taten. Ferner konnten nur vier von elf Patienten aufgrund starker Nebenwirkungen mit dem Farbstofflaser zweimal gelasert werden. In der Nd:YAG Lasergruppe wurden acht Patienten einer zweiten Behandlung unterzogen, ein Patient konnte wegen aufgetretener Nebenwirkungen nicht behandelt werden.

Hyperpigmentierungen haben demnach eine Inzidenz von bis zu 36 % (West und Alster 71 % [382]). Die bei Patientin Nr. 15, mit einem Hauttyp I nach Fitzpatrick, aufgetretene Hyperpigmentierung (geometrischer Mittelwert der flächigen Ausdehnung 36,67 %; visueller Mittelwert 50 %) ist durch deren optisch sehr oberflächlich gelegene Gefäße und den hellen Hauttytp [sic] begünstigt worden. Eine nahezu unverminderte Impulsenergie wird durch Hämoglobin absorbiert, es kommt durch die auftretende Absorptionswärme zur Überhitzung der Gefäßwand und deren partielle Ruptur mit Erythrozytenextravasation. Dafür spricht auch die sehr gute Clearance bei der genannten Patientin. Es läßt aber auch den Schluß zu, daß es hier zu einer unzureichenden Kühlung oder einem Kontaktverlust des chilled tips mit der Hautoberfläche gekommen ist. Daß es dabei zu einem vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen kommt, ist aus der Arbeit von West und Alster [382] erkenntlich, die ohne simultane Kühlung arbeiteten. Fournier et al. [98] und auch Spendel et al. [328] behandelten ebenfalls ohne gleichzeitiges Kühlen. Hypopigmentierungen von 18,2 % bzw. 20 % Hyperpigmentierungen wurden hier festgestellt. Studien, die mit dem sog. chilled tip arbeiteten [sic] lagen hier zumeist deutlich unterhalb dieser Werte. Eine Ausnahme stellen die Studienergebnisse von Adrian [5] dar. Er berichtete

[Seite 62]

sowohl über Hypo- (12 %) als auch über Hyperpigmentierungen (36 %). Die Tatsache, daß er Patienten bis einschließlich Fitzpatrick Typ III behandelte, verbunden mit seinen guten Ergebnissen, läßt auf eine hohe Gesamtlaserdosis schließen. Da die verwendete Impulslänge nicht genannt wird, kann dies aber nur vermutet werden.

Insgesamt ist aus den bisherigen Veröffentlichungen ersichtlich, daß das chilled tip zu einer Reduzierung der Nebenwirkungen und des Schmerzempfindens während der Behandlung [36] führt und der frequenzverdoppelte 532 nm Nd:YAG Laser zu guten Behandlungsergebnissen führt. Dies deckt sich mit den in der vorgestellten Arbeit gewonnenen Ergebnissen. Besenreiser wurden bislang mit einer Vielzahl von Lasern behandelt (siehe Tab. 13). Hier sind neben dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser insbesondere der Blitzlampen-gepumpte gepulste Farbstofflaser (Wellenlängenbereich 585-600 nm), der Alexandritlaser (755 nm), der Diodenlaser (910 nm), der Nd:YAG Laser (1064 nm) und die nichtkohärente Blitzlampe (500-1200 nm) zu nennen.

Der klassische Farbstofflaser arbeitete früher bei einer Wellenlänge von 577 nm. Die erste Generation der Farbstofflaser, die für den vaskulären Gebrauch angeboten wurden, verfügte lediglich über eine Laserimpulsdauer von bis zu 0,45 ms. Dies minimierte den Einsatzsbereich [sic] auf Gefäße bis zu einem Durchmesser von 0,2 bis maximal 0,4 mm [111; 137; 167; 388], ergo dem teleangiektatischen Matting und Naevi flammei. Mit Erweiterung des Wellenlängenspektrums auf 585 nm, 590 nm, 595 nm und 600 nm, sowie der Einführung von bis zu 1,5 ms Impulsdauer wurde der Indikationsbereich auf Gefäßdurchmesser bis 1 mm erweitert. Die dabei erzielten Ergebnisse reichen von einer Verbesserung um 50 % gegenüber dem Ausgangsbefund bei etwa 67 % der behandelten Patienten bei Hohenleutner et al. [187; 188] bis zur kompletten Entfernung bis zu 0,5 mm großer Gefäße nach maximal zwei Behandlungen durch Reichert [284]. Eine Studie von Alora et al. [10] mit einem ultralanggepulsten Farbstofflaser (4 ms) konnte keine Verbesserung im Behandlungserfolg bzw. eine Indikationserweiterung aufzeigen. Vergleicht man die bisher veröffentlichten Ergebnisse, die sowohl mit dem Farbstoff- als auch mit dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser erzielten wurden, so sind die erzielten Ergebnisse durchaus ähnlich. In einer Vergleichsstudie konnten West und Alster [382] einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen dem langgepulsten Farbstofflaser und dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser in der Behandlung von elf Patienten zu Gunsten des Farbstofflasers feststellen. Fraglich ist allerdings warum sie die Impulsenergie des Farbstofflasers für die Behandlung der Beinareale im Vergleich zu denen des Gesichts erhöhten, dies aber beim 532 nm Nd:YAG Laser nicht taten. Ferner konnten nur vier von elf Patienten aufgrund starker Nebenwirkungen mit dem Farbstofflaser zweimal gelasert werden. In der Nd:YAG Lasergruppe wurden acht Patienten einer zweiten Behandlung unterzogen, ein Patient konnte wegen aufgetretener Nebenwirkungen nicht behandelt werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden). Interpunktionsfehleridentisch. Tippfehleridentisch.


[45.] San/Fragment 067 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 62-63, Zeilen: 62: letzte neun Zeilen; 63: 1 ff.
Unabhängig von der statistischen Aussagefähigkeit dieser Studie wird die Häufigkeit von Nebenwirkungen beim Farbstofflaser herausgestellt.

Der Farbstofflaser verfügt über kein eigenes Kühlsystem. Es wurde daraufhin die Verwendung von Kühlpads empfohlen. Versuche mit unterschiedlichen Kühlpads ergaben eine Reduktion der Laserenergie um 9 % [34], 25 % [187] bzw. fast 35 % [188]. Zur Verwendung kamen ebenfalls Eiswürfel und die Kryogenspraykühlung. Eine Verminderung der Nebenwirkungen trat jedoch nicht ein. Hypopigmentierungen waren bei 6-32 %, Hyperpigmentierungen bei 25-83 % der behandelten Patienten vorzufinden [10; 34; 59; 111;137; 187; 188; 191; 284; 382; 388]. BUSCHER [59] stellte nach fünf Monaten bei 57,7 % seines Patientengutes persistierende Hyperpigmentierungen fest, obgleich er mit Kryogenspraykühlung gearbeitet hatte.

Dem Farbstofflaser kann demnach eine dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser ähnliche Wirkung attestiert werden, allerdings bei weitaus höherem Nebenwirkungsrisiko. WOO et al. [393] kamen in ihrer Vergleichsstudie beider Laser zu vergleichbaren Clearancewerten, bei höherem Nebenwirkungsrisiko des Farbstofflasers, trotz des Einsatzes einer Kryogenspraykühlung.

Der 755 nm Alexandritlaser verfügt als langgepulster Laser über eine Impulsdauer von bis zu 3 ms. Die bisher zur Verfügung stehenden Daten, verdeutlichen vor allem, das hohe Nebenwirkungsrisiko in der Behandlung der Besenreiservarikosis. EREMIE et al. [91] beobachteten bei 83 % ihrer Patienten teleangiektatisches Matting, BRUNNBERG et al. [57] drei Monate nach der Behandlung bei 85 % Hyper- oder Hypopigmentierungen und KAUVAR und Lou [201] Hyperpigmentierungen bei 35 % der Therapierten. In allen genannten Studien wurden die zu behandelnden Areale vor dem Laserimpuls gekühlt (Kryogenspraykühlung). Die erzielten Clearancewerte reichen von 48 % Gesamtclearance nach drei Sitzungen bei MCDANIEL et al. [243] über eine Verbesserung von mehr als 75 % bei einem Drittel der Behandelten [91] bis zur Entfernung von mehr als 50 % der Gefäße in 70 % bzw. 87 % der Fälle [57; 201].

Derzeit stehen verschiedene Diodenlaser mit Wellenlängen zwischen 800-1450 nm zur Verfügung. Für vaskuläre Läsionen werden der 810 nm oder der 940 nm Laser eingesetzt. Wobei der 940 nm im Bereich des dritten, minimalen Absorptionsmaximums von oxygeniertem Haemoglobin (915 nm) ist. Der 810 nm Diodenlaser brachte in der Studie von EREMIA et al. [91] bei 33 % des Patientengutes eine Verbesserung des Ausgangsbefundes um mehr als 50 %. Erste Arbeiten mit dem 940 nm Diodenlaser führten zu vielversprechenden Resultaten. KAUDEWITZ et al. erreichten in ihrer ersten Versuchsreihe eine Clearance von mehr als 50 % bei 76 % [198], in einer weiteren bei 100 % der Patienten (ein Jahr nach der Behandlung) [199]. PASSERON et al. konstatierten 60 % Clearance bei Besenreisern mit einem Durchmesser von 0,4 bis 0,8 mm [270].

Der 1064 nm Nd:YAG Laser findet sein Einsatzgebiet vor allem für Gefäße die einen größeren Gefäßdurchmesser über 1mm [sic] aufweisen. Die Gefäße verändern mit zunehmender Größe nicht nur ihre Farbe, hin zum bläulich- lividen [sic], sondern weisen auch einen reduzierten Sauerstoffpartialdruck auf. So steigt der Anteil des Desoxyhaemoglobins, welches die 1064 nm Wellenlänge weitaus besser absorbiert als Oxyhaemoglobin. WEISS und WEISS [374] erreichten nach einer Behandlung eine Clearance von 75 %. MORDON et al. [252] konnten dies auf 98 % nach drei Sitzungen steigern. SADICK konstatierte in verschiedenen Studien eine Verbesserung des Ausgangsbefundes über 50 % in 68 % [301], 98 % [302] bzw. 90 % [303] der Fälle. ROGACHEFSKY et al. [288], TRELLES et al. [356] und OMURA et al. [263] erzielten bei dieser Einteilung (Clearance über 50 %) Werte zwischen 82,5 % und 90 %. Die Ergebnisse lassen bei den meisten Autoren aber keine en detail [sic] Zuordnung zum behandelten Besenreiserdurchmesser zu. Aus den Daten von ROGACHEFSKY et al. [288] geht die verringerte Wirksamkeit des 1064 nm Nd:YAG Laser bei durchmesserreduzierten Gefäßen [(kleiner 1 mm Durchmesser) hervor.]

Unabhängig von der statistischen Aussagefähigkeit dieser Studie, zeigt sie doch die Probleme des Farbstofflasers auf. Die starke Häufung der Nebenwirkungen. [sic]

Der Farbstofflaser verfügt über kein eigenes Kühlsystem. Es wurde daraufhin die Verwendung von Kühlpads empfohlen. Versuche mit unterschiedlichen Kühlpads ergaben eine Reduktion der Laserenergie um 9 % [34], 25 % [187] bzw. fast 35 % [188]. Zur Verwendung kamen ebenfalls Eiswürfel und die Kryogenspraykühlung. Eine Verminderung der Nebenwirkungen trat jedoch nicht ein. Hypopigmentierungen waren bei 6-32 %, Hyperpigmentierungen bei 25-83 % der behandelten Patienten vorzufinden [10; 34; 59; 111;

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137; 187; 188; 191; 284; 382; 388]. Buscher [59] stellte nach fünf Monaten bei 57,7 % seines Patientengutes persistierende Hyperpigmentierungen fest, obgleich er mit Kryogenspraykühlung gearbeitet hatte.

Dem Farbstofflaser kann demnach eine dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser ähnliche Wirkung attestiert werden, allerdings bei weitaus höherem Nebenwirkungsrisiko. Woo et al. [393] kamen in ihrer Vergleichsstudie beider Laser zu vergleichbaren Clearancewerten, bei höherem Nebenwirkungsrisiko des Farbstofflasers, trotz des Einsatzes einer Kryogenspraykühlung.

Der 755 nm Alexandritlaser verfügt als langgepulster Laser über eine Impulsdauer von bis zu 3 ms. Die bisher zur Verfügung stehenden Daten, verdeutlichen vor allem, das hohe Nebenwirkungsrisiko in der Behandlung der Besenreiservarikosis. Eremie et al. [91] beobachteten bei 83 % ihrer Patienten teleangiektatisches Matting, Brunnberg et al. [57] drei Monate nach der Behandlung bei 85 % Hyper- oder Hypopigmentierungen und Kauvar und Lou [201] Hyperpigmentierungen bei 35 % der Therapierten. In allen genannten Studien wurden die zu behandelnden Areale vor dem Laserimpuls dynamisch gekühlt (Kryogenspraykühlung). Die erzielten Clearancewerte reichen von 48 % Gesamtclearance nach drei Sitzungen bei McDaniel et al. [243] über eine Verbesserung von mehr als 75 % bei einem Drittel der Behandelten [91] bis zur Entfernung von mehr als 50 % der Gefäße in 70 % bzw. 87 % der Fälle [57; 201].

Derzeit stehen verschiedene Diodenlaser mit Wellenlängen zwischen 800-1450 nm zur Verfügung. Für vaskuläre Läsionen werden der 810 nm oder der 940 nm Laser eingesetzt. Wobei der 940 nm im Bereich des dritten, minimalen Absorptionsmaximums von oxygeniertem Haemoglobin (915 nm) ist. Der 810 nm Diodenlaser brachte in der Studie von Eremia et al. [91] bei 33 % des Patientengutes eine Verbesserung des Ausgangsbefundes um mehr als 50 %. Erste Arbeiten mit dem 940 nm Diodenlaser führten zu vielversprechenden Resultaten. Kaudewitz et al. erreichten in ihrer ersten Versuchsreihe eine Clearance von mehr als 50 % bei 76 % [198], in einer weiteren bei 100 % der Patienten (ein Jahr nach der Behandlung) [199]. Passeron et al. konstatierten 60 % Clearance bei Besenreisern mit einem Durchmesser von 0,4 bis 0,8 mm [270].

Der 1064 nm Nd:YAG Laser findet sein Einsatzgebiet vor allem für Gefäße die einen größeren Gefäßdurchmesser aufweisen, ab etwa 1 mm. Die Gefäße verändern mit zunehmender Größe nicht nur ihre Farbe, hin zum bläulich- lividen [sic], sondern weisen auch einen reduzierten Sauerstoffpartialdruck auf. Ergo steigt der Anteil des Desoxyhaemoglobins, welches die 1064 nm Wellenlänge weitaus besser absorbiert als Oxyhaemoglobin. Weiss und Weiss [374] erreichten nach einer Behandlung eine Clearance von 75 %. Mordon et al. [252] konnten dies auf 98 % nach drei Sitzungen steigern. Sadick konstatierte in verschiedenen Studien eine Verbesserung des Ausgangsbefundes über 50 % in 68 % [301], 98 % [302] bzw. 90 % [303] der Fälle. Rogachefsky et al. [288], Trelles et al. [356] und Omura et al. [263] erzielten bei dieser Einteilung (Clearance über 50 %) Werte zwischen 82,5 % und 90 %. Die Ergebnisse lassen bei den meisten Autoren aber keine en détail Zuordnung zum behandelten Besenreiserdurchmesser zu. Aus den Daten von Rogachefsky et al. [288] geht die verringerte Wirksamkeit des 1064 nm Nd:YAG Laser bei durchmesserreduzierten Gefäßen (kleiner 1 mm Durchmesser) hervor.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenzen 57 und 59 verweisen in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[46.] San/Fragment 068 01

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 63-65, Zeilen: 63: letzte Zeile; 64: 1 ff.; 65: 1 ff.
Hier wurde nur bei 58 % eine signifikante Verbesserung festgestellt. Über 1 mm lag dieser Wert bei 83 % bzw. 100 %, für Gefäße mit einem Durchmesser von mehr als 2 mm.

Hyperpigmentierungen waren die hauptsächlichen Nebenwirkung der 1064 nm Nd:YAG Lasertherapie, die beobachteten Werte lagen zwischen 8 % und 62 %. Über Hypopigmentierungen wurde nicht berichtet. Ursächlich hierfür ist die geringe Absorptionsaffinität des Melanins (siehe Abb.17).

Die nichtkohärente Blitzlampe (Photoderm VL, ESC Medical Systems, Ltd.) mit einem Wellenlängenbereich von 500-1200 nm bietet eine Fülle von Parameteroptionen. Sie verfügt über 4 sog. „cut- off' Filter (515, 550, 570, 590 nm). Verwendet man diese, werden Wellenlängen unterhalb der des verwendeten Filters herausfiltriert. Energien zwischen 3 J/cm2 und 90 J/cm2 können eingestellt werden. Der Benutzer hat die Wahl zwischen einfachem, doppeltem und dreifachem Puls, für die er Intervalle von 10 ms bis 500 ms festlegt. Diese Vielfalt bedeutet andererseits, daß sich die Lernkurve für den Behandler gegenüber „on-off' Lasern verlängert, und zwar erheblich. Das Photoderm VL zeigt in den Studien von GREEN bzw. SCHROETER und NEUMANN [159; 310] sehr hohe Raten von Nebenwirkungen (50 % bzw. 77,5 % Hyperpigmentierungen, 20 % bzw. 10 % Hypopigmentierungen). SCHROETER und NEUMANN [310] erzielten eine Clearance von etwa 80 % bei 40 Patienten mit Besenreisern bis zu einem Durchmesser von 1 mm. Die GOLDMAN und ECKHOUSE Studie [135] sei nur soweit kommentiert, als daß ein Autor Präsident von ESC Medical Systems ist, der andere Autor Anteilseigner der Firma ist (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) [164].

Der zunächst für die Behandlung von Besenreisern eingesetzte Argon Laser ist wegen seiner unspezifischen Wirkung (Absorption von Oxyhaemoglobin nahezu identisch mit der des Melanins - mäßig selektiv [207]) und durch spezifisch wirksamere Laser abgelöst worden. Die Probleme mit dem Argonlaser in unserer Ambulanz zeigten, daß nicht nur das richtige Lasersetup entscheidend für den Behandlungserfolg ist, sondern auch die Einschätzung des zu behandelnden Gefäßes und die daraus folgende Wahl der richtigen Wellenlänge. Bläulich-livide Gefäße weisen einen niedrigeren Sauerstoffpartialdruck auf, als rötlichere [327]. Gegenstand der hier vorgestellten Studie waren Besenreiser mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm. Diese sind meist rötlich. Einfluß hat hier deshalb die Absorption der Laserstrahlung durch Oxyhaemoglobin. Im Wellenlängenbereich des Alexandritlasers befindet sich die Absorptionskurve oxygenierten Haemoglobins im Bereich eines Minimums. Die des Melanins ist im Vergleich dazu ungleich höher. Dies erklärt die eher mäßigen Ergebnisse und hohen Nebenwirkungsraten [57; 91; 201; 243]. Gleiches gilt für den 810 nm Diodenlaser [91]. Beide Laser sind für die Behandlung der Besenreiservarikosis mit ihren derzeitigen technischen Möglichkeiten ungeeignet [180; 187; 322; 388]. Die Absorptionskurve zeigt im Bereich des hier verwendeten Nd:YAG Lasers ein Maximum (sog. Peak) auf. Dieses liegt ebenso im Bereich des Farbstofflasers. Beide Laser verfügen somit über die entsprechende Wellenlänge, die zu einer erfolgreichen Behandlung der betreffenden Gefäße notwendig ist. Die Ergebnisse klinischer Studien spiegeln dies wider. Histologische Untersuchungen von ADRIAN [5] und BETHGE und STADLER [36] wiesen die gefäßselektive Wirkung des frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser bei gleichzeitiger Schonung der umgebenden Hautstrukturen nach. Dabei kommt es nicht zur Gefäßruptur [107], ein Hauptproblem der Farbstofflasertherapie, welches sich in häufig auftretenden purpurfarbenen Maculae äußert [166; 182]. Insgesamt ist die Farbstofflasertherapie durch die zur Verfügung stehende kurze Impulsdauer (1,5 ms) und die damit verbundenen geringe Tiefenwirkung eher für kleinkalibrige Gefäße (bis 0,4 mm) geeignet. Beachtung muß auch die vergleichsweise hohe Nebenwirkungsrate finden. Nebenwirkungen treten auch bei der Behandlung mit der nichtkohärenten Blitzlampe auf. GREEN betrachtet ihren Einsatz für die Besenreiserbehandlung durch auftretende unspezifische Gewebereaktionen kritisch [159].

Hier wurde nur bei 58 % eine signifikante Verbesserung

[Seite 64]

festgestellt. Über 1 mm lag dieser Wert bei 83 % bzw. 100 %, für Gefäße mit einem Durchmesser von mehr als 2 mm.

Hyperpigmentierungen waren die hauptsächlichen Nebenwirkung der 1064 nm Nd:YAG Lasertherapie, die beobachteten Werte lagen zwischen 8 % und 62 %. Über Hypopigmentierungen wurde nicht berichtet. Ursächlich hierfür ist die geringe Absorptionsaffinität des Melanins (siehe Abb. 20, S. 37). Die nichtkohärente Blitzlampe (Photoderm VL, ESC Medical Systems, Ltd.) mit einem Wellenlängenbereich von 500-1200 nm bietet eine Fülle von Parameteroptionen. Sie verfügt über 4 sog. „cut- off“ Filter (515, 550, 570, 590 nm). Verwendet man diese, werden Wellenlängen unterhalb der des verwendeten Filters herausfiltriert. Energien zwischen 3 J/cm2 und 90 J/cm2 können eingestellt werden. Der Benutzer hat die Wahl zwischen einfachem, doppeltem und dreifachem Puls, für die er Intervalle von 10 ms bis 500 ms festlegt. Diese Vielfalt bedeutet andererseits, daß sich die Lernkurve für den Behandler gegenüber „on-off“ Lasern verlängert, und zwar erheblich. Das Photoderm VL zeigt in den Studien von Green bzw. Schroeter und Neumann [159; 310] sehr hohe Raten von Nebenwirkungen (50 % bzw. 77,5 % Hyperpigmentierungen, 20 % bzw. 10 % Hypopigmentierungen). Schroeter und Neumann [310] erzielten eine Clearance von etwa 80 % bei 40 Patienten mit Besenreisern bis zu einem Durchmesser von 1 mm. Die GOLDMAN und Eckhouse Studie [135] sei nur soweit kommentiert, als daß ein Autor Präsident von ESC Medical Systems ist, der andere Autor Anteilseigner der Firma ist (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung) [164]. [...]

Der zunächst für die Behandlung von Besenreisern eingesetzte Argon Laser ist wegen seiner unspezifischen Wirkung (Absorption von Oxyhaemoglobin nahezu identisch mit der des Melanins - mäßig selektiv [207]) und seiner hohen Nebenwirkungsrate (insbesondere das Auftreten von Narben) [11; 42; 257; 279] durch spezifisch wirksamere Laser abgelöst worden - ist in der Behandlung der Besenreiservarikosis nicht indiziert [180; 187; 322; 388]. Die Probleme mit dem Argonlaser zeigten, daß nicht nur das richtige Lasersetup entscheidend für den Behandlungserfolg ist, sondern auch die Einschätzung des zu behandelnden Gefäßes und die daraus folgende Wahl der richtigen Wellenlänge. Bläulich-livide Gefäße weisen einen niedrigeren Sauerstoffpartialdruck auf, als rötlichere [327]. Gegenstand der hier vorgestellten Studie waren Besenreiser mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm. Diese sind meist rötlich. Einfluß hat hier deshalb die Absorption der Laserstrahlung durch Oxyhaemoglobin. Im Wellenlängenbereich des Alexandritlasers befindet sich die Absorptionskurve oxygenierten Haemoglobins im Bereich eines Minimums. Die des Melanins ist im Vergleich dazu ungleich höher. Dies erklärt die eher mäßigen Ergebnisse und hohen Nebenwirkungsraten [57; 91; 201; 243]. Gleiches gilt für den 810 nm Diodenlaser [91]. Beide Laser sind für die Behandlung der Besenreiservarikosis mit ihren derzeitigen technischen Möglichkeiten ungeeignet. Die Absorptionskurve zeigt im Bereich des hier verwendeten Nd:YAG Lasers ein Maximum (sog. Peak) auf. Dieses liegt ebenso im Bereich des Farbstofflasers. Beide Laser verfügen somit über die entsprechende Wellenlänge, die zu einer erfolgreichen Behandlung der betreffenden Gefäße notwendig ist. Die Ergebnisse klinischer Studien spiegeln dies wider. Histologische Untersuchungen von Adrian [5] und Bethge und Stadler [36] wiesen die gefäßselektive Wirkung des frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser bei gleichzeitiger

[Seite 65]

Schonung der umgebenden Hautstrukturen nach. Dabei kommt es nicht zur Gefäßruptur [107], ein Hauptproblem der Farbstofflasertherapie, welches sich in häufig auftretenden purpurischer Maculae äußert [166; 182]. Insgesamt ist die Farbstofflasertherapie durch die zur Verfügung stehende kurze Impulsdauer (1,5 ms) und die damit verbundenen geringe Tiefenwirkung eher für kleinkalibrige Gefäße (bis 0,4 mm) geeignet. Beachtung muß auch die vergleichsweise hohe Nebenwirungsrate [sic] finden. Nebenwirkungen treten auch bei der Behandlung mit der nichtkohärenten Blitzlampe auf. Green betrachtet ihren Einsatz für die Besenreiserbehandlung durch auftretende unspezifische Gewebereaktionen kritisch [159].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Referenz 57 verweist in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[47.] San/Fragment 069 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 1-5, 9-16
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 65, Zeilen: 9 ff.
[In] Bereichen von Gefäßen über 0,8 mm verlagert sich das Besenreiser-Farbspektrum ins bläulich-livide - vom oxygenierten hin zum desoxygenierten Haemoglobin. Aus diesem Grund kommen hier der 940 nm Diodenlaser und der 1064 nm Nd:YAG Laser zu guten Ergebnissen. Wobei der Nd:YAG Laser, besonders wegen seiner geringen Nebenwirkungen, die besten Ergebnisse in der Laserbehandlung großkalibriger Gefäße (1-3 mm) liefert. [Empfohlene Therapieparameter sind die Hautkühlung, ein Spot von 3-5mm, eine Pulsdauer von 30-50msec und eine Pulswiederholungsrate von 1,5Hz entsprechend 18-20J/cm² [238]. Allerdings wurden oft 2-3 Sitzungen empfohlen [35, 117, 238]. Die Spots werden meist überlappend appliziert.] Ziel dieser Studie war es, die Wirkung des frequenzverdoppelten Nd:YAG Lasers bei Besenreisern des Durchmessers 0,3-0,6 mm nachzuweisen, mit möglichst geringen Nebenwirkungen. Dies ist gelungen. Die Studienergebnisse sind vergleichbar mit denen anderer Autoren mit dem 532 nm Nd:YAG Laser. Vergleiche zeigen auch, daß dieser Laser anderen Lasern in seiner Wirksamkeit, insbesondere dem Farbstofflaser, ebenbürtig, durch seine geringe Nebenwirkungsrate aber überlegen ist. Inwieweit der 1064 nm Nd:YAG Laser oder der Kupfer-Bromid Laser [297] bessere Ergebnisse (in diesem Gefäßbereich) liefern können, sollte in weiteren Studien geklärt werden. In Bereichen von Gefäßen über 0,8 mm verlagert sich das Besenreiser-Farbspektrum ins bläulich-livide - vom oxygenierten hin zum desoxygenierten Haemoglobin. Aus diesem Grund kommen hier der 940 nm Diodenlaser und der 1064 nm Nd:YAG Laser zu guten Ergebnissen. Wobei der Nd:YAG Laser, besonders wegen seiner geringen Nebenwirkungen, die besten Ergebnisse in der Laserbehandlung großkalibriger Gefäße (1-3 mm) liefert.

Ziel dieser Studie war es, die Wirkung des frequenzverdoppelten Nd:YAG Lasers bei Besenreisern des Durchmessers 0,3-0,6 mm nachzuweisen, mit möglichst geringen Nebenwirkungen. Dies ist gelungen. Die Studienergebnisse sind vergleichbar mit denen anderer Autoren mit dem 532 nm Nd:YAG Laser. Vergleiche zeigen auch, daß dieser Laser anderen Lasern in seiner Wirksamkeit, insbesondere dem Farbstofflaser, mindestens ebenbürtig, durch seine geringe Nebenwirkungsrate überlegen ist. Auch wenn dies statistisch nicht belegbar ist. Inwieweit der 1064 nm Nd:YAG Laser oder der Kupfer-Bromid Laser [297] bessere Ergebnisse (in diesem Gefäßbereich) liefern können, muß in weiteren Studien geklärt werden.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[48.] San/Fragment 070 00

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: Tab. 12
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 66, Zeilen: Tab. 13
San 070 diss San 070 source
Anmerkungen

Die Quelle ist nicht angegeben.

Die Übernahme setzt sich auf S. 71 und 72 fort.


[49.] San/Fragment 071 00

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: Tab. 12
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 67, Zeilen: Tab. 13
San 071 diss San 071 source
Anmerkungen

Die Quelle ist nicht angegeben.

Man beachte, dass in der Quelle und in der untersuchten Arbeit die Literaturverzeichnisse – bis auf die Titel 41-61, die in Letzterer schlicht fehlen – identisch sind, sodass gleiche nummerische Verweise auf die gleiche Literatur verweisen (und die Einträge im Literaturverzeichnis deshalb auch nicht gesondert dokumentiert wurden).

Die Referenzen 57 und 59 verweisen in der untersuchten Arbeit ins Leere.


[50.] San/Fragment 072 00

KomplettPlagiat
Untersuchte Arbeit:
Seite: 72, Zeilen: Ende von Tab. 12
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 68, Zeilen: Ende von Tab. 13
San 072 diss

Tab. 12: Literaturüberblick bisheriger Arbeiten über die Laserbehandlung.
Abk.: A= >75%; B= 51-75%; C= 25-50%; D= <25%; E=Verschlechterung; Lit=Literaturververweis; [sic] Hyper=Hyperpigmentierungen; Hypo=Hypopigmentierungen.

San 072 source

Tab. 13: Literaturüberblick bisheriger Arbeiten über die Laserbehandlung.
Abk.: A= >75%; B= 51-75%; C= 25-50%; D= <25%; E=Verschlechterung; Lit=Literaturververweis; [sic] Hyper=Hyperpigmentierungen; Hypo=Hypopigmentierungen.

Anmerkungen

Die Quelle ist nicht angegeben.

Man beachte insbesondere die Übernahme des Fehlers „Literaturververweis“ (keine Hervorhebung in den Originalen).


[51.] San/Fragment 073 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 73, Zeilen: 1-3, 7-44
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 69, Zeilen: 1 ff.
7.3 Diskussion beider Behandlungsmethoden

Die Ergebnisse sowohl der Verödungs- als auch der Laserbehandlung ergaben nach geometrischer Auswertung eine mittlere bis gute Korrelation zwischen den beiden Untersuchern (SPEARMAN Korrelationskoeffizient). [Beim visuellen Vergleich beider Behandlungsmethoden durch beide Auswerter fiel die Übereinstimmung signifikant bei Sklerosierungsbehandlung (COHENS Kappa Übereinstimmungskoeffizient) bzw. hochsignifikant bei der Laserbehandlung aus.] Keine der beiden Behandlungsmethoden ist in der Therapie von Besenreisern mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3 - 0,6mm signifikant besser.

Nach Laserbehandlung traten im Vergleich zur Verödungstherapie weniger Nebenwirkungen auf, die allerdings keine statistische Signifikanz erreichten.

LEW [sic] et al. [221] konnten in ihrer Vergleichsstudie zwischen 0,5%igem Aethoxysklerol und dem 1064 nm Nd:YAG Laser in der Behandlung von 14 Patienten mit Besenreisern (Durchmesserbereich von 0,5-2 mm) keinen statistisch signifikanten Unterschied feststellen. COLES et al. [69] konnten nach der Behandlung von 20 Patienten vergleichbare Ergebnisse zwischen der Behandlung mit einem 1064 nm Laser und der Verödung mittels 0,6%igem Sotradecol erzielen. Clearancegrade werden allerdings nicht genannt. LUPTON et al. [229] verglichen ebenfalls den 1064nm Nd:YAG Laser mit Sotradecol (0,25%ig). Die Gefäßdurchmesser betrugen 0,1-1,5 mm. Sie konnten sowohl nach einer, als auch nach zwei Behandlungen eine größere Clearance durch die Verödung gegenüber der Laserbehandlung feststellen.

Die genannten Studien (Tab.13) zeigen die Problematik solcher Vergleichsstudien auf - die Akquirierung geeigneter Patienten. Auch die hier vorgestellte Arbeit konnte „nur" zwanzig Patienten vergleichend untersuchen, herausgefiltert aus einem Patientenkollektiv von über 300 Patienten. Der Vergleich beider Therapien sollte unter möglichst gleichen Voraussetzungen erfolgen. Deshalb wurden hier auch Laserstudienparameter vorher festgelegt und nicht „von-bis" Bereiche angewandt, wie in bisherigen Vergleichsstudien [69; 221; 229] geschehen. Die Verwendung eines Behandlungsbereichs, insbesondere der Laserimpulsdauer, ist Anzeichen für divergierende Anforderungen durch unterschiedliche Gefäßdurchmesser (z. B. 0,5-2 mm). So sind für kleinere Gefäße (< 1 mm) kürzere Impulsdauern von Nöten, als für im Durchmesser stärkere Gefäße [288]. Dies führt zu ungenauen Ergebnissen. Dies wird noch extremer, wenn Behandlungsergebnisse verglichen werden, nachdem eine Verödungstherapie und bis zu vier (!) Lasertermine stattgefunden haben [69].

Für möglichst gleichwertige Voraussetzungen wurden die Parameter vor Studienbeginn festgelegt und eine Randomisierung der Therapiealternativen vorgenommen. Außerdem erfolgte eine Eingrenzung des Besenreiserdurchmessers. Nur so war es möglich die Laserparameter bzw. die Verödungsmittelkonzentration nicht verändern zu müssen. Beide Therapiemethoden bewegten sich mit den erzielten Ergebnissen im Rahmen dessen, was bereits von anderen Autoren publiziert wurde. Die zahlenmäßig geringeren Nebenwirkungen, die nach der Behandlung mit dem Laser auftraten, waren statistisch nicht signifikant, stützen aber die These, daß durch den 532 nm Nd:YAG Laser bei Besenreisern bis 0,6 mm der Sklerosierungstherapie ebenbürtige Ergebnisse erzielt werden können, bei einer zu erwartenden geringeren Nebenwirkungsrate. Beide Therapien sind für den Patienten relativ schmerzarm. Es wurde von keinem Patienten ein Oberflächenanästhetikum (z. B. EMLA® Creme [9; 22; 27; 40; 87; 88; 100; 184; 362]) verlangt.

7.3 Diskussion beider Behandlungsmethoden

Die Ergebnisse sowohl der Verödungs- als auch der Laserbehandlung ergaben im Mittelwert nach geometrischer Auswertung nahezu identische Werte (70,315 % zu 70,571 %). Demzufolge ist keine der beiden Behandlungsmethoden in der Behandlung von Besenreisern mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm signifikant besser. Nach Laserbehandlung traten im Vergleich zur Verödungstherapie weniger Nebenwirkungen auf, die allerdings keine statistische Signifikanz erreichten (exakter Fishertest {p 0,05} mit p = 0,38). Autoren, die in ihren Studien ebenfalls beide Therapiealternativen verglichen, zogen allesamt den 1064 nm Nd:YAG Laser als Vergleichslaser heran.

Levy et al. [221] konnten in ihrer Vergleichsstudie zwischen 0,5%igem Aethoxysklerol und dem 1064 nm Nd:YAG Laser in der Behandlung von 14 Patienten mit Besenreisern (Durchmesserbereich von 0,5-2 mm) keinen statistisch signifikanten Unterschied feststellen. Coles et al. [69] konnten nach der Behandlung von 20 Patienten vergleichbare Ergebnisse zwischen der Behandlung mit einem 1064 nm Laser und der Verödung mittels 0,6%igem Sotradecol erzielen. Clearancegrade werden allerdings nicht genannt. Lupton et al. [229] verglichen ebenfalls den 1064 nm Nd:YAG Laser mit Sotradecol (0,25%ig). Die Gefäßdurchmesser betrugen 0,1-1,5 mm. Sie konnten sowohl nach einer, als auch nach zwei Behandlungen eine größere Clearance durch die Verödung gegenüber der Laserbehandlung feststellen.

Die genannten Studien zeigen die Problematik solcher Vergleichsstudien auf - die Akquirierung geeigneter Patienten. Auch die hier vorgestellte Arbeit konnte „nur“ zwanzig Patienten vergleichend untersuchen, herausgefiltert aus einem Patientenkollektiv von 300 Patienten. Der Vergleich beider Therapien sollte unter möglichst gleichen Vorraussetzungen [sic] erfolgen. Deshalb wurden hier auch Laserstudienparameter vorher festgelegt und nicht „von- bis“ Bereiche angewandt, wie in bisherigen Vergleichsstudien [69; 221; 229] geschehen. Die Verwendung eines Behandlungsbereichs, insbesondere der Laserimpulsdauer, ist Anzeichen für divergierende Anforderungen durch unterschiedliche Gefäßdurchmesser (z. B. 0,5-2 mm). So sind für kleinere Gefäße ( 1 mm) kürzere Impulsdauern von Nöten, als für im Durchmesser stärkere Gefäße [288]. Ergo ist eine Veränderung der Laserparameter eine Anpassung an das jeweilige Gefäß, gleichbleibende Verödungsmittelkonzentrationen tragen dem nicht Rechnung. So erfolgt eine Verzerrung der Ergebnisse. Diese wird noch extremer, wenn Behandlungsergebnisse verglichen werden, nachdem eine Verödungstherapie und bis zu vier (!) Lasertermine stattgefunden haben [69].

Für möglichst gleichwertige Vorraussetzung [sic] wurden Parameter vor Studienbeginn festgelegt und eine Randomisierung der Therapiealternativen vorgenommen. Außerdem erfolgte eine Eingrenzung des Besenreiserdurchmessers. Nur so ist es möglich die Laserparameter bzw. die Verödungsmittelkonzentration für deren Wirksamkeit nicht verändern zu müssen. Beide Therapiemethoden bewegten sich mit den erzielten Ergebnissen im Rahmen dessen, was bereits von anderen Autoren publiziert wurde. Die zahlenmäßig geringeren Nebenwirkungen, die nach der Behandlung mit dem Laser auftraten, waren statistisch nicht signifikant. Stützen aber die These, daß durch den 532 nm Nd:YAG Laser bei Besenreisern bis 0,6 mm der Sklerosierungstherapie ebenbürtige Ergebnisse erzielt werden können, bei einer zu erwartenden geringeren Nebenwirkungsrate. Beide Therapien sind für den Patienten relativ schmerzarm. Es wurde von keinem Patienten ein Oberflächenanästhetikum (z. B. EMLA® Crème [9; 22; 27; 40; 87; 88; 100; 184; 362]) verlangt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.


[52.] San/Fragment 074 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 1-8, Tab. 13
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 70, Zeilen: 1 ff.
Der Laser ist demnach eine gleichberechtigte Alternative im genannten Indikationsbereich. Insbesondere [sic] für Patienten mit Nadelphobie und bekannter Verödungsmittelallergie. Die Behandlung sollte dabei aber stets systematisch erfolgen: Am Anfang steht die Sanierung der Varikosis - kosmetisch störende Besenreiservarizen sind als letztes zu behandeln. In der Hand des erfahrenen Therapeuten sind beide Behandlungsmethoden ein sicheres und effizientes Mittel in der Therapie der Besenreiservarizen. Dabei sollten beide Verfahren in ihren Vor- und Nachteilen nicht nur gegeneinander abgewogen, sondern vielmehr auch ergänzend zueinander eingesetzt werden.

[...]

San 074 diss

Tab. 13: Literaturüberblick vergleichender Arbeiten (Verödung versus Lasertherapie).
Abk.: Clearancegrade: 4 = > 75 %; 3 = 51-75 %; 2 = 25-50 %; 1 = < 25 %; Lit = Literaturververweis; [sic]
Behand = Anzahl der Behandlungen; Hyper = Hyperpigmentierungen; Hypo = Hypopigmentierungen;
TM = teleangiektatisches Matting; STS = Sotradecol®; POL = Aethoxysklerol®.

Der Laser ist demnach eine gleichberechtigte Alternative im genannten Indikationsbereich. Insbesondere [sic] für Patienten mit Nadelphobie und bekannter Verödungsmittelallergie. Die Behandlung sollte dabei aber stets systematisch erfolgen. Kosmetisch störende Besenreiservarizen sind dabei nur die Spitze des Varikosiskomplexes, ergo auch als letztes zu behandeln. In der Hand des erfahrenen Therapeuten sind beide Behandlungsmethoden ein sicheres und effizientes Mittel in der Therapie der Besenreiservarizen. Dabei sollten beide Verfahren in ihren Vor- und Nachteilen nicht nur gegeneinander abgewogen, sondern vielmehr auch ergänzend zueinander eingesetzt werden.

San 074 source

Tab. 14: Literaturüberblick vergleichender Arbeiten (Verödung versus Lasertherapie).
Abk.: Clearancegrade: 4 = > 75 %; 3 = 51-75 %; 2 = 25-50 %; 1 = < 25 %; Lit = Literaturververweis; [sic]
Behand = Anzahl der Behandlungen; Hyper = Hyperpigmentierungen; Hypo = Hypopigmentierungen;
TM = teleangiektatisches Matting; STS = Sotradecol®; POL = Aethoxysklerol®.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Üblicherweise hätte man "[...] im genannten Indikationsbereich, insbesondere für Patienten [...]" geschrieben; die Verfasserin übernimmt jedoch die eigenartige Separierung eines unselbstständigen Satzteils von Henker (2006). "[E]rgo" tilgt sie hingegen.

In der untersuchten Arbeit und in Henker (2006) ist der Tippfehler "Lit = Literaturververweis" in den Tabellenunterschriften zu finden; keine Hervorhebungen in den Arbeiten. Siehe auch Fragment 063 00 und Fragment 072 00.


[53.] San/Fragment 075 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 1-9, 16-19
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 71, Zeilen: 1 ff.
8 Schlussfolgerung

Die Ergebnisse der vorgestellten Arbeit weisen den Behandlungserfolg zweier, in der Behandlung 0,3-0,6 mm großer Besenreiser, gleichwertiger Therapien nach. Für eine effektive Behandlung der (Besenreiser-)Varikosis kann demnach, den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie [275] folgend, bei einem Gefäßdurchmesser < 0,6 mm als Alternative zur Sklerosierungsbehandlung die Lasertherapie mit dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser in Betracht gezogen werden. Insbesondere für Patienten mit Nadelphobie oder bestehender Allergie ist dies von Vorteil. Kostenintensiver aufgrund der hohen Anschaffungskosten ist die Laserbehandlung. [...] Neovaskularisierungen oder Rezidive mit therapieabhängiger Häufigkeit sahen wir bisher nicht. LUCCHI et al. [226] beobachteten 5 Jahre nach Besenreiservarizensklerosierung bei 77 % der Patienten Neovascularisationen und bei 48 % Rezidive.

8 Schlußfolgerung

Die Ergebnisse der vorgestellten Arbeit spiegeln den Behandlungserfolg zweier, in der Behandlung 0,3-0,6 mm großer Besenreiser, gleichwertiger Therapien wider. Für eine effektive Behandlung der (Besenreiser-)Varikosis kann demnach, den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie [275] folgend, bei einem Gefäßdurchmesser 0,6 mm als Alternative zur Sklerosierungsbehandlung die Lasertherapie mit dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser in Betracht gezogen werden. Insbesondere für Patienten mit Nadelphobie oder bestehender Allergie ist dies von Vorteil. Die kostenintensivere Behandlung ist dabei aber sicherlich die mittels Laser.

[...]

Treten Neovaskularisierungen oder Rezidive mit therapieabhängiger unterschiedlicher Häufigkeit auf? Lucchi et al. [226] beobachteten 5 Jahre nach Besenreiservarizensklerosierung bei 77 % der Patienten Neovascularisationen und bei 48 % Rezidive.

Anmerkungen

"8 Schlußfolgerung" wird korrigiert zu "8 Schlussfolgerung".


[54.] San/Fragment 076 01

Verschleierung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 1-24, 39-43
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 71 f., Zeilen: 71: 3 ff.; 72: 1 ff.
9 Zusammenfassung

Besenreiservarizen, dicht unter der Haut fast parallel verlaufende, erweiterte kleinste Venen, stellen keine Krankheit dar, obgleich einige Patienten(innen) Symptome im Bereich der Besenreiser auf diese zurückführen. Für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung sind Besenreiser ein erhebliches kosmetisches Problem. Die vorliegende Arbeit vergleicht die beiden aktuellen Behandlungsmethoden der Besenreiservarikosis Laserbehandlung/Sklerosierung bei einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm.

20 in der Studie geführte Patientinnen wurden dazu routinemäßig einer phlebologisch exakten Untersuchung unterzogen mit Einschluß der Farbduplexsonographie und apparativer Messmethoden (Lichtreflexionsrheographie, Verschlußpletysmographie) um etwaige epifasziale Varizen oder pathologische Refluxe ausschließen zu können. Routinemäßig erfolgte eine Aufklärung über mögliche Nebenwirkungen der Verödung bzw. der Lasertherapie, verbunden mit der Unterschrift einer Einverständniserklärung (siehe Anhang) durch die jeweilige Patientin und den behandelnden Arzt. Alle Patientinnen behandelten wir zwischen Februar und April 2004. Jedem der beiden behandelten Hautareale wurde zufällig mittels Münzwurf eine der beiden Behandlungsmethoden zugeordnet. Die Sklerosierungsbehandlung erfolgte mittels 0,25%igem Aethoxysklerol (Fa. Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden). Die Laserbehandlung wurde mit dem VersaPulse® VPV™ (Lumenis [ehemals Coherent] Deutschland GmbH, D- 64807 Dieburg) durchgeführt, einem (langgepulsten frequenzverdoppelten) 532 nm Nd:YAG Laser. Beide Areale wurden in der gleichen Sitzung behandelt. Es bestanden seitens der Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen keinerlei Bedenken in der Vorgehensweise der vorgestellten Studie (Genehmigung vom 27.01.2004 - {lfd. Nr. 64/2003}). Die Photoauswertung wurde von zwei Medizinern im Sinne des double- blinded overreadings durchgeführt. [...]

Für eine effektive Behandlung der (Besenreiser-)Varikosis kann demnach, den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie [275] folgend, bei einem Gefäßdurchmesser < 0,6 mm als Alternative zur Sklerosierungsbehandlung die Lasertherapie mit dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser als gleichwertig herangezogen werden. Insbesondere für Patienten mit Nadelphobie oder bestehender Allergie ist dies von Vorteil.

Für eine effektive Behandlung der (Besenreiser-)Varikosis kann demnach, den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie [275] folgend, bei einem Gefäßdurchmesser 0,6 mm als Alternative zur Sklerosierungsbehandlung die Lasertherapie mit dem frequenzverdoppelten Nd:YAG Laser in Betracht gezogen werden. Insbesondere für Patienten mit Nadelphobie oder bestehender Allergie ist dies von Vorteil. [...]

[Seite 72]

9 Zusammenfassung

Besenreiservarizen, dicht unter der Haut fast parallel verlaufende, erweiterte kleinste Venen, stellen an sich keine Krankheit dar, obgleich einige Patienten(innen) über eine Dolenz berichten. Für einen Großteil der weiblichen Bevölkerung stellen Besenreiser ein erhebliches kosmetisches Problem dar. Die vorliegende Arbeit stellt die beiden gängigsten Behandlungsmethoden der Besenreiservarikosis (Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm) in einer Vergleichsstudie gegenüber.

Die 20 in der Studie involvierten Patientinnen wurden routinemäßig einer phlebologischen Untersuchung unterzogen (Farbduplex), um etwaige epifasziale Varikosen oder chronische Veneninsuffizienzen anderer Genese ausschließen zu können. Routinemäßig erfolgte eine Aufklärung über den Ablauf und mögliche Nebenwirkungen der Verödung bzw. der Lasertherapie, verbunden mit der Unterschrift einer Einverständniserklärung (siehe Anhang) durch die jeweilige Patientin und den behandelnden Arzt. Alle Patientinnen wurden im Februar und März 2004 behandelt. Jedem der beiden zu behandelten Areale wurde zufällig mittels Münzwurf eine der beiden Behandlungsmethoden zugewiesen. Die Sklerosierungsbehandlung erfolgte mittels 0,25%igem Aethoxysklerol (Fa. Kreussler & Co. GmbH, D-65203 Wiesbaden). Die Laserbehandlung wurde mit dem VersaPulse® VPV™ (Lumenis [ehemals Coherent] Deutschland GmbH, D- 64807 Dieburg) durchgeführt, einem (langgepulsten frequenzverdoppelten) 532 nm Nd:YAG Laser. Beide Areale wurden in der gleichen Sitzung therapiert. Alle Patientinnen wurden durch denselben Arzt behandelt. Es bestanden seitens der Ethikkommission der Landesärztekammer Hessen keinerlei Bedenken in der Vorgehensweise der vorgestellten Studie (Genehmigung vom 27.01.2004 - {lfd. Nr. 64/2003}). Die Photoauswertung wurde von zwei Medizinern im Sinne des double- blinded overreadings durchgeführt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.



Anhang

Fragmentübersicht - "keine Wertung"

FragmentSeiteArbeitZeileArbeitQuelleSeiteQuelleZeileQuelleTypus
San/Fragment 026 01261 ff. (komplett)Henker 2006261 ff.KeineWertung
San/Fragment 034 00340Henker 2006340KeineWertung
San/Fragment 044 01441-16Henker 200644, 4544: 1 ff.; 45: 1 ff.KeineWertung
San/Fragment 049 02492-14Henker 2006471 ff.KeineWertung

Textfragmente "keine Wertung"

[1.] San/Fragment 026 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 26, Zeilen: 1 ff.
San 26a diss

Abb. 10: 3 Stunden nach Verödung ist histologisch eine Quellung und teilweise Abschilferung des Endothels, sowie die Bildung eines roten Thrombus (bei der Präparation geschrumpft) erkennbar. Nach 15 Stunden füllt der Thrombus die ganze Venenlichtung aus und ist fest mit der Wand verankert. Eine beginnende Thrombusorganisation ist nach 24 Stunden ersichtlich. 18 Tage nach Verödung haben weitere Einsprossungen von Fibroblasten und Kapillaren stattgefunden [336].

San 26a source

Abb. 13: 3 Stunden nach Verödung ist histologisch eine Quellung und teilweise Abschilferung des Endothels, sowie die Bildung eines roten Thrombus (bei der Präparation geschrumpft) erkennbar. Nach 15 Stunden füllt der Thrombus die ganze Venenlichtung aus und ist fest mit der Wand verankert. Eine beginnende Thrombusorganisation ist nach 24 Stunden ersichtlich. 18 Tage nach Verödung haben weitere Einsprossungen von Fibroblasten und Kapillaren stattgefunden [336].

Anmerkungen

Sollten die Bilder und die Bildunterschrift eins zu eins aus der angegebenen Quelle stammen, so liegt hier kein nennenswertes Plagiat vor. Im Gesamtkontext ist aber klar, dass auch diese Seite übernommen ist.

Bemerkenswert ist hier, dass in der untersuchten Arbeit die Einzelbildüberschriften als Text eingefügt sind, in der Quelle aber als Teil des Bildes. Da in der Quelle aber die Bildüberschriften im Vergleich zur untersuchten Arbeit eingerückt sind, hat der Autor der Quelle wohl nicht aus der untersuchten Arbeit übernommen.


[2.] San/Fragment 034 00

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 0
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 34, Zeilen: 0
San 034a diss

San 034b diss

San 034c diss

San 034d diss

Abb. 16: a) zeigt eine Besenreiservarize des Beines unmittelbar vor, b) unmittelbar nach Behandlung mit einem VersaPulse VPW 532 nm Laser. Dabei sind eine Gefäßwandschädigung und ein Fibrinthrombus erkennbar. 5 Tage postoperativ (c) wird dies gefolgt durch eine Gefäßwandnekrose, [sic] sowie perivaskulären [sic] Kollagenveränderungen. Nach 3 Wochen (d) ist eine Gefäßobliteration ersichtlich [4].


4. Adrian RM.
Tissue effects of a new long pulse frequency doubled 532nm [sic] Neodymium: YAG laser on vascular lesions.
Informationsblatt (Lumenis)

San 034a source

San 034b source

San 034c source

San 034d source

Abb. 19: a) zeigt eine Besenreiservarize des Beines unmittelbar vor, b) unmittelbar nach Behandlung mit einem VersaPulse VPW 532 nm Laser. Dabei sind eine Gefäßwandschädigung und ein Fibrinthrombus erkennbar. 5 Tage postoperativ (c) wird dies gefolgt durch eine Gefäßwandnekrose, [sic] sowie perivaskulären [sic] Kollagenveränderungen. Nach 3 Wochen (d) ist eine Gefäßobliteration ersichtlich [4].


4. Adrian RM.
Tissue effects of a new long pulse frequency doubled 532nm [sic] Neodymium: YAG laser on vascular lesions.
Informationsblatt.

Anmerkungen

Im Fließtext auf Seite 33 der untersuchten Arbeit wird auf "Abb. 19 a-d" verwiesen. In der gesamten untersuchten Arbeit gibt es aber keine "Abb. 19 a-d"; hingegen finden sich auf dieser Seite die Abbildungen 16a-d, welche den Abbildungen 19a-d in der Quelle entsprechen.

Man beachte, dass der Abbildungstext in der PDF-Datei der untersuchten Arbeit Teil des Bildes ist, während er in der Quelle selektierbarer Text ist. Ein Screenshot ist der Abbildungstext wegen der abweichenden Nummer aber (trotz identischer Interpunktions- und Deklinationsfehler) offenbar nicht, daher konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".

Die Fehlschreibung "532nm" findet sich sowohl in Referenz [4] der Quelle als auch der untersuchten Arbeit. Allerdings ergänzt die Verfasserin in Letzterer einen Herstellernamen.


[3.] San/Fragment 044 01

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-16
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 44, 45, Zeilen: 44: 1 ff.; 45: 1 ff.
6 Ergebnisse

6.1 Auswertung des Photomaterials

6.1.1 Sklerosierungsergebnisse

Nach geometrischer Auswertung der Photographien (Diagramm 1) stellte Auswerter 1 bei einer Patientin eine Clearance von weniger als 20 %, bei drei weiteren eine Clearance von weniger als 50 %, bei sechs von weniger als 75 % Clearance und bei vierzehn Patientinnen eine Clearance von mehr als 75 % fest. Auswerter 2 (Diagramm 2) graduierte zwei Patientinnen mit weniger als 50 % Clearance, sieben mit weniger als 75 % Clearance und dreizehn mit mehr als 75 % Clearance. [...]

Die visuelle Auswertung ergab nach Vermessung durch Auswerter 1 bei vier Patientinnen eine Clearance unter 50%, bei elf unter 75% und vier Patientinnen mit mehr als 75 % Clearance. Fünf Patientinnen wiesen eine Clearance von weniger als 50 %, acht von weniger als 75% und sechs eine von mehr als 75% auf, nach Graduierung durch Auswerter 2.

Nebenwirkungen traten bei vier Patientinnen auf (Tab7).

[Seite 44]

6 Ergebnisse

6.1 Auswertung des Photomaterials

6.1.1 Sklerosierungsergebnisse

[Seite 45]

Nach visueller Auswertung der Photographien stellte Auswerter 1 bei einer Patientin (5 % des Patientengutes) eine Clearance von weniger als 25 %, bei einer weiteren eine Clearance von weniger als 50 %, bei acht (40 %) von weniger als 75 % Clearance und bei zehn Patientinnen (50 %) eine Clearance von mehr als 75 % fest. Auswerter 2 graduierte drei Patientinnen (15%) mit weniger als 50 % Clearance, sechs (30 %) mit weniger als 75 % Clearance und elf (55 %) mit mehr als 75 % Clearance.

Die geometrische Auswertung ergab nach Vermessung durch Auswerter 1 bei fünf Patientinnen (25 %) eine Clearance weniger 50 %, bei acht (40 %) eine von weniger als 75 % und sieben (35 %) Patientinnen mit mehr als 75 % Clearance. Zwei Patientinnen (10 %) wiesen eine Clearance von weniger als 50 %, elf (55 %) von weniger als 75 % und sieben (35 %) eine von mehr als 75 % auf, nach Graduierung durch Auswerter 2.

Nebenwirkungen traten bei fünf (25 %) Patientinnen auf.

Anmerkungen

Die ungenannt bleibende Quelle dient im Ergebnisteil als Textschablone, lediglich die Reihenfolge der visuellen und geometrischen Auswertung ist umgekehrt; Zahlen- und Prozentwerte unterscheiden sich (teilweise).

Konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".


[4.] San/Fragment 049 02

KeineWertung
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 2-14
Quelle: Henker 2006
Seite(n): 47, Zeilen: 1 ff.
6.1.2 Laserergebnisse

Nach visueller Auswertung der Photographien (Tabelle 8) stellte Auswerter 1 bei zwei Patientinnen eine Clearance von unter 25%, bei elf unter 75% Clearance und bei sieben Patientinnen eine Clearance von mehr als 75% fest. Auswerter 2 (Diagramm 5) graduierte zwei Patientinnen mit weniger als 25 % Clearance, sieben mit weniger als 50% Clearance und acht mit mehr als 75% Clearance.

Die geometrische Auswertung (Diagramm 4, 5, 6) ergab nach Vermessung durch Auswerter 1 und 2 (Diagramm 6) bei einer Patientinnen weniger als 25% Clearance, bei drei Patientinnen weniger als 50%, bei elf weniger als 75 % und bei zehn mehr als 75% Clearance.

Nebenwirkungen traten bei zwei Patientinnen auf. Die Hyperpigmentierung graduierten beide visuell mit 50%, geometrisch mit 37,5% gegenüber der Ausgangsfläche. Die Hypopigmentierung (Patientin 13) wurde geometrisch mit 14% vermessen gegenüber dem Ausgangsbefund (Tab.9). Im Mittelwert ergab dies für die geometrische Auswertung einen Wert von 70,6%. Nach visueller Auswertung lag dieser Wert bei 66,5%.

Nach visueller Auswertung der Photographien stellte Auswerter 1 bei drei Patientinnen (15 % des Patientengutes) eine Clearance von weniger als 25 %, bei sieben (35 %) weniger als 75 % Clearance und bei zehn Patientinnen (50 %) eine Clearance von mehr als 75 % fest. Auswerter 2 graduierte zwei Patientinnen (10 %) mit weniger als 25 % Clearance, eine (5 %) mit weniger als 50 % Clearance, sieben (35 %) mit weniger als 75 % und elf (55 %) mit mehr als 75 % Clearance.

Die geometrische Auswertung ergab nach Vermessung durch Auswerter 1 und 2 jeweils bei zwei Patientinnen (10 %) weniger als 25 % Clearance, bei einer Patientin (5 %) weniger als 50 %, bei sieben (35 %) weniger als 75 % und bei elf (55 %) mehr als 75 % Clearance.

Nebenwirkungen traten bei zwei Patientinnen auf. Die Hyperpigmentierung graduierten beide visuell mit 50 %, geometrisch mit 35,42 % bzw. 37,92 % gegenüber der Ausgangsfläche. Die Hypopigmentierung wurde visuell durch Auswerter 1 mit 20 %, durch Auswerter 2 mit 25 % angegeben. Nach geometrischer Vermessung mit 17,83 % bzw. 17,57 %.

Im Mittelwert ergab dies für die geometrische Auswertung einen Wert von 70,571 %. Nach visueller Auswertung lag dieser Wert bei 66,5 %.

Anmerkungen

Die ungenannt bleibende Quelle dient im Ergebnisteil als Textschablone; Zahlen- und Prozentwerte unterscheiden sich.

Konservative Kategorisierung unter "keine Wertung".


Quellen

[1.] Quelle:San/Henker 2006

Autor     Sebastian Henker
Titel    Der frequenzverdoppelte Nd:YAG Laser versus Hydroxypolyethoxydodecan in der Behandlung der Besenreiservarikosis mit einem Gefäßdurchmesser von 0,3-0,6 mm. Eine prospektiv randomisierte Vergleichsstudie
Ort    Berlin
Jahr    2006
Anmerkung    Inaugural-Dissertation zur Erlangung der zahnmedizinischen Doktorwürde an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
URL    http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000001966

Literaturverz.   

nein
Fußnoten    nein

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