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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schirdewan, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 013, Zeilen: 1-34
Quelle: BBR 2000
Seite(n): 045-47, Zeilen: (Spalte 2) 33
1.4.1.1 Wiederaufbau in den 50er Jahren

Die ersten Nachkriegsjahre waren in vielen deutschen Städten durch große Flüchtlingsströme, weitgehende Zerstörung der Industrieanlagen, der technischen Infrastruktur sowie der Wohngebiete und Innenstädte geprägt. Die Wohnungsnot galt es durch umfassende Ankurbelung des Wohnungsbaus zu überwinden. Die Zielgruppen waren breite Bevölkerungsschichten, denn die Kriegsfolgen hatten alle zu spüren bekommen. Im Rahmen der Zwangsbewirtschaftung von bestehendem Wohnraum mussten sich mehrere Haushalte unfreiwillig eine Wohnung teilen. Die Zwangsbewirtschaftung wurde bald durch die Schaffung neuen Wohnraums ergänzt. Für die Berechtigung zum Bezug einer Wohnung waren viele soziale Härten zu berücksichtigen, z. B. Flucht, extremer Wohnungsnotstand, Kriegsgefangenschaft. In Westdeutschland wurden während der Wiederaufbauphase auf der Grundlage des 2. Wohnungsbaugesetzes über 5 Mio. Wohnungen gebaut. Trotzdem blieben viele Wohnungssuchende noch über Jahre auf Notunterkünfte angewiesen.

Die „gegliederte und aufgelockerte Stadt“ wurde zum vorherrschenden städtebaulichen Leitbild der 50er Jahre. In Anlehnung an die Wohnungsbaureformvorstellungen der 20er Jahre entstanden in vielen Städten Wohnsiedlungen mit viel Grün und mit nur wenigen Geschossen. Diese flächenintensiven Siedlungsformen wurden vorwiegend in innenstadtnahen Lagen realisiert. Zu dem setzten sich bereits in den 50er Jahren die auf die „Charta von Athen“ zurückgeführten Überlegungen durch, die städtischen Funktionen Wohnen, Arbeiten, Erholung unterschiedlichen Stadträumen zuzuordnen.

In Westdeutschland wurden den Kommunen die Planungshoheit für die Stadtentwicklung und den Städtebau bzw. Städteumbau übertragen. Diese Wiederaufbaujahre waren durch zwei sehr unterschiedliche Vorgehensweisen gekennzeichnet. In etlichen westdeutschen Städten wurden alte Gebäude auf den alten Stadtgrundrissen parzellenscharf rekonstruiert (z. B. in Münster). Die kleinteilige Grundeigentumsstruktur, das vorhandene Straßennetz mit erhaltenen Ver- und Entsorgungsleitungen sowie traditionsbewusste Bürger und Entscheidungsträger verhinderten vielfach tiefgreifende Veränderungen. In anderen Fällen nutzte man die Kriegszerstörung aber auch zu einem radikalen Neuanfang. Hier wurden die historischen Stadtkerne grundlegend umgestaltet (z. B. in Dortmund, aber auch in Ludwigshafen am Rhein) und den neuen Anforderungen des Straßenverkehrs angepasst. Vielfach wurde die traditionelle Blockrandbebauung aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg durch eine konsequente Zeilenbebauung ersetzt.

[S.45, Spalte 2, Z.33]

4.1 Wiederaufbau in den 50er Jahren

Die ersten Nachkriegsjahre waren in vielen deutschen Städten durch große Flüchtlingsströme, weitgehende Zerstörung der Industrieanlagen, der technischen Infrastruktur sowie der Wohngebiete und Innenstädte geprägt. [...]

[S.46, Spalte 2, Z.14]

Beide deutschen Staaten standen jedoch vor der gleichen Herausforderung, die Wohnungsnot durch umfassende Ankurbelung des Wohnungsbaus zu überwinden. Die Zielgruppen waren breite Bevölkerungsschichten, denn die Kriegsfolgen hatten alle zu spüren bekommen. Im Rahmen der Zwangsbewirtschaftung von bestehendem Wohnraum mussten sich mehrere Haushalte unfreiwillig eine Wohnung teilen. Die Zwangsbewirtschaftung wurde bald durch die Schaffung neuen Wohnraums ergänzt.

Für die Berechtigung zum Bezug einer Wohnung waren viele soziale Härten zu berücksichtigen, z. B. Flucht, extremer Wohnungsnotstand, Kriegsgefangenschaft. In Westdeutschland wurden während der Wiederaufbauphase auf der Grundlage des II. Wohnungsbaugesetzes über 5 Mio. Wohnungen gebaut. Trotzdem blieben viele Wohnungssuchende noch über Jahre auf Notunterkünfte angewiesen. [...]

[S.46, Spalte 2, Z.43]

Die „gegliederte und aufgelockerte Stadt“ wurde zum vorherrschenden städtebaulichen Leitbild der 50er Jahre. In Anlehnung an die Wohnungsbaureformvorstellungen der 20er Jahre entstanden in vielen Städten Wohnsiedlungen mit viel Grün und mit nur wenigen Geschossen. Diese flächenintensiven Siedlungsformen wurden vorwiegend in innenstadtnahen Lagen realisiert. Zu dem setzten sich bereits in den 50er Jahren die auf die „Charta von Athen“ zurückgeführten Überlegungen durch, die städtischen Funktionen Wohnen, Arbeiten, Erholung unterschiedlichen Stadträumen zuzuordnen.

In Westdeutschland bekamen die Kommunen die Planungshoheit. [...]

[S.47, Spalte 1, Z.1]

In Westdeutschland waren die Wiederaufbaujahre durch zwei sehr unterschiedliche Vorgehensweisen gekennzeichnet. In etlichen westdeutschen Städten wurden alte Gebäude auf den alten Stadtgrundrissen parzellenscharf rekonstruiert (z. B. in Münster). Die kleinteilige Grundeigentumsstruktur, das vorhandene Straßennetz mit erhaltenen Ver- und Entsorgungsleitungen sowie traditionsbewusste Bürger und Entscheidungsträger verhinderten vielfach tiefgreifende Veränderungen. In anderen Fällen nutzte man die Kriegszerstörung aber auch zu einem radikalen Neuanfang. Hier wurden die historischen Stadtkerne grundlegend umgestaltet (z. B. in Dortmund) und den neuen Anforderungen des Straßenverkehrs angepasst. Vielfach wurde die traditionelle Blockrandbebauung aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg durch eine konsequente Zeilenbebauung ersetzt.

Anmerkungen

Woertliche Uebernahmen, mit geringfuegigen Anpassungen, die meist darauf abziehlen DDR-Spezifisches auszulassen, oder einen Bezug zu Ludwigshafen herzustellen. Am Anfang des Kapitels (S 12) wird auf die Quelle hingewiesen via FN an der Kapitelueberschrift (FN 3: "Text folgt in Auszügen dem hervorragenden Überblick in: [...]"). Eine woertliche Uebernahme ist aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
Hindemith

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