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Sh/Fragment 019 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schirdewan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 019, Zeilen: 01-33
Quelle: BBR 2000
Seite(n): 051, Zeilen: 09-46,54-56 ( Spalte 1), 01-20 (Spalte 2)
Die politischen Antworten auf die Herausforderungen der 80er Jahre konzentrierten sich im Westen auf staatliche Investitions- und Beschäftigungsförderung, vor allem in Form steuerlicher Anreize. Diese Maßnahmen entlasteten vornehmlich die dynamischen Wirtschaftsakteure. In der Wohnungspolitik wurden die Akzente zu Gunsten der Eigentumsbildung, insbesondere der Eigenheimförderung verschoben. Dem gegenüber orientierte sich die Städtebaupolitik vorrangig auf die Innenentwicklung der Städte. Die Städtebauförderung von Bund und Ländern stellte die Erneuerung der Altbauquartiere in den Mittelpunkt; punktuell wurde sie aber auch auf die Nachbesserung von Großwohnsiedlungen ausgeweitet.

Die bundesdeutschen Kommunen versuchten zu dieser Zeit einen Spagat zwischen erhaltender Stadterneuerung in ihren Bestandsquartieren einerseits und Errichtung neuer Eigenheimgebiete andererseits. In dieser Doppelstrategie sollten einkommenskräftige Bevölkerungsgruppen in den Städten gehalten bzw. aus dem Stadtumland zurückgewonnen werden. Unter dem Eindruck stagnierender Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung sowie eines geschärften Umweltbewusstseins erhielten Elemente einer ökologisch orientierten Stadtentwicklung zunehmende Bedeutung. Innenentwicklung durch Bestandserhalt und Umnutzung von Brachflächen vor Außenentwicklung, Verringerung der Siedlungserweiterung und flächensparende Städtebaukonzepte im Fall unvermeidbarer Neubauvorhaben, so lauteten die Schlagworte der neuen Leitbilder.

In der westdeutschen Städtebaupraxis der 80er Jahre war das vorläufige Ende der Großwohnsiedlungen am Stadtrand gekommen. An ihre Stelle traten kleinere Projekte des verdichteten Einfamilienhausbaus zumeist in Form zwei- bis dreigeschossiger Reihenhäuser auf kleinen Grundstücken, häufig unter dem Stichwort „kostengünstiges Bauen“. In den Altbauquartieren wurden die Ansätze der Flächensanierung aufgegeben und durch Konzepte der behutsamen Stadterneuerung abgelöst. Nun standen der Erhalt und die Erneuerung vorhandener Bausubstanz sowie ergänzende Neubauten in Baulücken im Vordergrund. Seit dieser Zeit wurden auch verstärkt Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt.

Die Bestandsorientierung ging mit verstärktem Bürgerengagement einher. Dieses drückte sich nicht mehr in förmlicher Bürgerbeteiligung nach StBauFG und Baugesetzbuch (BauGB) aus, sondern zunehmend auch in informellen Beteiligungsformen. Weiterhin etablierten sich gerade in den Großstädten zahlreiche [Bewohnerprojekte, die neue Formen des gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnens sowie der kleinräumigen Verbindung von Arbeiten und Wohnen erproben.]

Die politischen Antworten auf die Herausforderungen der 80er Jahre konzentrierten sich im Westen auf staatliche Investitions- und Beschäftigungsförderung, vor allem in Form steuerlicher Anreize. Diese Maßnahmen entlasteten vornehmlich die dynamischen Wirtschaftsakteure. In der Wohnungspolitik wurden die Akzente zu Gunsten der Eigentumsbildung, insbesondere der Eigenheimförderung verschoben. Demgegenüber orientierte sich die Städtebaupolitik vorrangig auf die Innenentwicklung der Städte. Die Städtebauförderung von Bund und Ländern stellte die Erneuerung der Altbauquartiere in den Mittelpunkt; punktuell wurde sie aber auch auf die Nachbesserung von Großwohnsiedlungen ausgeweitet.

Die bundesdeutschen Kommunen versuchten zu dieser Zeit einen Spagat zwischen erhaltender Stadterneuerung in ihren Bestandsquartieren einerseits und Errichtung neuer Eigenheimgebiete andererseits. In dieser Doppelstrategie sollten einkommenskräftige Bevölkerungsgruppen in den Städten gehalten bzw. aus dem Stadtumland zurückgewonnen werden. Unter dem Eindruck stagnierender Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung sowie eines geschärften Umweltbewusstseins erhielten Elemente einer ökologisch orientierten Stadtentwicklung zunehmende Bedeutung: Innenentwicklung durch Bestandserhalt und Umnutzung von Brachflächen vor Außenentwicklung, Verringerung der Siedlungserweiterung und flächensparende Städtebaukonzepte im Fall unvermeidbarer Neubauvorhaben. [...]

In der bundesdeutschen Städtebaupraxis der 80er Jahre war das vorläufige Ende der Großwohnsiedlungen am Stadtrand gekommen. An ihre Stelle traten kleinere Projekte des verdichteten Einfamilienhausbaus zumeist in Form zwei- bis dreigeschossiger Reihenhäuser auf kleinen Grundstücken. In den Altbauquartieren wurden die Ansätze der Flächensanierung aufgegeben und durch Konzepte der behutsamen Stadterneuerung abgelöst. Nun standen der Erhalt und die Erneuerung vorhandener Bausubstanz sowie ergänzende Neubauten in Baulücken im Vordergrund. Seit dieser Zeit wurden auch verstärkt Mietwohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt.

Die Bestandsorientierung ging mit verstärktem Bürgerengagement einher. Dieses drückte sich nicht mehr in förmlicher Bürgerbeteiligung gemäß Baugesetzbuch aus, sondern zunehmend auch in informellen Beteiligungsformen. Weiterhin etablierten sich gerade in den Großstädten zahlreiche Bewohnerprojekte, die neue Formen des gemeinschaftlichen und generationenübergreifenden Wohnens sowie der kleinräumigen Verbindung von Arbeiten und Wohnen erproben.

Anmerkungen

Weitgehend woertliche Uebernahme, mit geringen Anassungen. DDR-Spezifisches wurde nicht aus der Quelle uebernommen. Am Anfang des Kapitels (S 12) wird auf die Quelle hingewiesen via Fussnote an der Kapitelueberschrift (FN 3: Text folgt in Auszügen dem hervorragenden Überblick in: [...]). Eine woertliche Uebernahme ist aber nicht gekennzeichnet.

Sichter
Hindemith

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