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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schirdewan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 01-33
Quelle: Stadtentwicklung Ludwigshafen 1991
Seite(n): 023-024, Zeilen: 08- 32, 01-08
2.7 Sozialbilanz

2.7.1 Vorbemerkung

Wenn man die Entwicklung der Sozialstruktur eines städtischen Wohnquartiers betrachtet, muss man sich darüber im Klaren sein, dass die Entwicklung der Bevölkerungs- und Sozialstruktur eines städtischen Teilraums nicht isoliert gesehen werden kann. Viele Faktoren wirken dabei mit: Die Wirtschaft- und Sozialstruktur der Stadt, die sozialen Trends der gesamten Gesellschaft, die historische Entwicklung des Stadtteils, seine überlieferte Rolle und seine Lage innerhalb der Stadt und die bauliche und soziale Ausgangssituation. Die Maßnahmen der Stadterneuerung und ihre politischen Zielsetzungen sind nur ein Faktor unter vielen und müssen sich an diesen Rahmenbedingungen orientieren. Sie sind zudem eingebettet in den städtischen und regionalen Wohnungsmarkt sowie in das von Freizügigkeit und Wohnungsmarktsituation geprägte Wanderungsverhalten der verschiedenen sozialen Gruppen.

2.7.2 Soziale Situation des Hemshofes

Das Sanierungsgebiet Hemshof ist in der Gründerzeit bis zum 1. Weltkrieg vor allem als industrienahes Arbeiterwohnquartier mit kleinbürgerlichen Einsprengelungen entstanden, mit den Nachteilen einer dichten Bebauung, nach heutigen Maßstäben niedrigem Wohnungsstandard, einer Vermischung von Wohnungen und Gewerbe und einer hohen Umweltbelastung durch die im Westen und Nordosten angrenzenden Industriebetriebe. Die sozialen Notstände dieser Zeit fanden konzentriert in diesem Gebiet ihren Ausdruck. Der Hemshof war das "Auffanglager" für die neu eintreffenden Arbeiter der stark wachsenden Industriestadt. Hohe Fluktuation, Abhängigkeiten von der konjunkturellen Situation, beengte und schlechte Wohnverhältnisse bestimmten von Anfang an die Lebenssituation und Bevölkerungsstruktur. So war der Hemshof von Anfang an Kristallisationspunkt der sozialen Probleme der industriellen Gesellschaft in Ludwigshafen.

Trotz der unmittelbaren Nähe zu den großen Industriebetrieben überstand der Hemshof die Bombardierungen während des 2. Weltkrieges relativ gut. Entsprechend überbevölkert begann für den Stadtteil die Nachkriegszeit. Mit dem Wiederaufbau der Stadt und der Ende der 50er Jahre beginnenden Stadterweiterung übernahm der Stadtteil wieder seine alte Rolle als Aufnahmegebiet für Neuankömmlinge. Viele Bewohner zogen in die Neubauten in anderen Stadtteilen und machten Platz für Zuzüge, diesmal von Vertriebenen und Flüchtlingen. Die beengten und schlechten Wohnverhältnisse veranlassten viele Neuankömmlinge zu baldigem Umzug in neue, bessere Wohnungen in anderen Stadtteilen.[FN 23]

[FN :23 Bauverwaltung Ludwigshafen 1958, a.a.o. S. 7 f.]

6. Entwicklung der Sozialstruktur

6.1 Vorbemerkungen

Wenn man die Entwicklung der Sozialstruktur eines städtischen Wohnquartiers betrachtet, muß man sich darüber im klaren sein, daß die Entwicklung der Bevölkerungs- und Sozialstruktur eines städtischen Teilraums nicht isoliert gesehen werden kann. Viele Faktoren wirken dabei mit: Die Wirtschaft- und Sozialstruktur der Stadt, die sozialen Trends der gesamten Gesellschaft, die historische Entwicklung des Stadtteils, seine überlieferte Rolle und seine Lage innerhalb der Stadt und die bauliche und soziale Ausgangssituation. Die Maßnahmen der Stadterneuerung und ihre politischen Zielsetzungen sind nur ein Faktor unter vielen und müssen sich an diesen Rahmenbedingungen orientieren. Sie sind zudem eingebettet in den städtischen und regionalen Wohnungsmarkt sowie in das von Freizügigkeit und Wohnungsmarktsituation geprägte Wanderungsverhalten der verschiedenen sozialen Gruppen.

6.2 Soziale Vorbelastung des Hemshofes

Das Sanierungsgebiet Hemshof ist in der Gründerzeit bis zum 1. Weltkrieg vor allem als industrienahes Arbeiterwohnquartier mit kleinbürgerlichen Einsprengelungen entstanden, mit den Nachteilen einer dichten Bebauung, nach heutigen Maßstäben niedrigem Wohnungsstandard, einer Vermischung von Wohnungen und Gewerbe und einer hohen Umweltbelastung durch die im Westen und Nordosten angrenzenden Industriebetriebe. Die sozialen Notstände dieser Zeit fanden konzentriert in diesem Gebiet ihren Ausdruck. Der Hemshof war das "Auffanglager" für die neu eintreffenden Arbeiter der stark wachsenden Industriestadt. Hohe Fluktuation, Abhängigkeiten von der konjunkturellen Situation, beengte und schlechte Wohnverhältnisse bestimmten von Anfang an die Lebenssituation und Bevölkerungsstruktur. So war der Hemshof von Anfang an Kristallisationspunkt der sozialen Probleme der industriellen Gesellschaft in Ludwigshafen.

Trotz der unmittelbaren Nähe zu den großen Industriebetrieben überstand der Hemshof die Bombardierungen während des 2. Weltkrieges relativ gut. Entsprechend überbevölkert begann für den Stadtteil die Nachkriegszeit. Mit dem Wiederaufbau der Stadt und der Ende der 50er Jahre beginnenden Stadterweiterung übernahm der Stadtteil wieder seine alte Rolle als Aufnahmegebiet für Neuankömmlinge. Viele Bewohner zogen in die Neubauten in anderen Stadtteilen und machten Platz für Zuzüge, diesmal von Vertriebenen und Flüchtlingen. Die beengten und schlechten Wohnverhältnisse veranlassten viele Neuankömmlinge zu baldigem Umzug in neue, bessere Wohnungen in anderen Stadtteilen.

Anmerkungen

Woertliche Uebernahme, mit minimalen Anpassungen (neue Rechtschreibung und Ueberschriften), ohne Verweis auf die Quelle und ohne Kenntlichmachung einer woertlichen Uebernahme. Der Quellenverweis in FN 23 ist entweder nicht zutreffend, oder aber auch die Quelle hat von dort abgeschrieben -- in diesem Fall waere zwar ein korrekter Quellenverweis, aber keine Kennzeichnung des woertlichen Zitats vorhanden. Man beachte, dass Sh moeglicherweise auch der (oder ein) Autor der Quelle ist (siehe hier). Im Literaturverzeichnis ist die Quelle allerdings ohne Autor aufgefuehrt.

Sichter
Hindemith

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