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Skm/Fragment 049 02-22

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Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 02-22
Quelle: Born 1977
Seite(n): 26f, 315f, Zeilen:
Der Gouverneur der Banque de France wurde vom Staatsoberhaupt ernannt. Die Banque de France durfte Banknoten ausgeben, erhielt aber kein rechtliches Notenmomopol. Erste Aufgabe der Banque de France war es, die Wirtschaft mit Kredit zu versorgen. Da die Noten nur Kreditmittel waren, aber nicht in den Zahlungsverkehr des Alltags kamen, durfte die Bank zunächst nur Banknoten, die auf mindestens 500 Francs lauteten, ausgeben.[147] Für den Staatskredit wurde die Banque de France mit einem Teil ihres in Gold und Silber eingezahlten Aktienkapitals in Anspruch genommen, das sie als Darlehen dem Staat zur Verfügung stellte.

Neben der Banque de France entstanden 1837/38 noch einige Notenbanken in den Départements; aber schon 1848 wurden diese mit der Banque de France vereinigt. Seitdem war sie de facto die französische Zentralnotenbank, de jure wurde sie es 1936.

Obwohl der Gouverneur der Banque de France und seine beiden Vertreter, die Sousgouverneurs, seit 1806 [148] vom Staatsoberhaupt ernannt wurden, hatte die Zentralnotenbank dem Staat gegenüber eine unabhängige Stellung. Ihre Geld- und Geschäftspolitik wurde durch den Conseil général der Banque de France bestimmt, in dem die Anteilseigner den ausschlaggebenden Einfluß hatten; sie wählten die 15 Regenten und drei Zensoren, die gemeinsam mit dem Gouverneur und den beiden Sousgouvemeuren diesen Rat bildeten. Der Conseil général wurde von der Assemblée générale der Bank gewählt. [149] Der Assemblée gehörten die 200 größten französischen Aktionäre der Banque de France an, die gleichzeitig auch zu den großen französischen Familien gehörten. Sie hatten jeder, einerlei wieviel Aktien sie besaßen, nur eine Stimme. [150]

[147] 1870 erhielt sie die Erlaubnis, Banknoten in kleiner Stückelung auszugeben, um ihre Metallreserven halten zu können. Zur Entwicklung des Papiergeldes genauer Kapitel IV.4. Münzen, Banknoten und bargeldloser Zahlungsverkehr

[148] Mit einem Gesetz von 1806 ersetzte Napoleon I. das bis dahin private Management aus drei Regenten (die von den Aktionären gewählt wurden) durch einen Direktor und zwei stellvertretende Gouverneure, die direkt vom Staatschef ernannt und vom Finanzminister beraten wurden.

[149] National Monetary Comission, Document 405

[150] Goodhart, S. 116; Lévy-Leboyer, L'apprentissage..., S. 414: „La guerre (1870) évidemment a fait peser une très forte pression sur la Banque de France: elle a dû fournir des crédits directs aux banques, les retraits leur ayant fait perdre plus de 70% de leurs dépôts."

[Seite 26]

Der Gouverneur wurde vom Staatsoberhaupt ernannt. Sie durfte Banknoten ausgeben, erhielt aber kein rechtliches Notenmonopol. Erste Aufgabe der Banque de France sollte es sein, die Wirtschaft mit Kredit zu versorgen. Und da die Noten nur Kreditmittel sein, aber nicht in den Zahlungsverkehr des Alltags kommen sollten, durfte die Bank zunächst nur Banknoten die auf mindestens 500 Francs lauteten, ausgeben. Für den Staatskredit wurde die Banque de France nur mit einem Teil ihres Aktienkapitals in Anspruch genommen. Sie mußte einen Teil dieses in Gold und Silber eingezahlten Kapitals als Darlehen an den Staat zur Verfügung stellen.

[Seite 27]

Neben der Banque de France entstanden 1837/38 noch einige Departements-Notenbanken; aber schon 1848 wurden diese mit der Banque de France vereinigt. Seitdem war sie de facto die französische Zentralnotenbank; de jure wurde sie es erst 1936.

[Seite 315f]

Obwohl der Gouverneur der Banque de France und seine beiden Vertreter, die Sousgouverneurs, vom Präsidenten der Republik auf Vorschlag des Ministerrats ernannt wurden, hatte die Zentralnotenbank dem Staat gegenüber eine unabhängige Stellung. Ihre Geld- und Geschäftspolitik wurde durch den Conseil général bestimmt, in dem die Anteilseigner den ausschlaggebenden Einfluß hatten; denn sie wählten die 15 Regenten und 3 Zensoren, die gemeinsam mit dem Gouverneur und den beiden Sousgouverneurs diesen Rat bildeten. Der Conseil général wurde von der Assemblée générale gewählt. Ihr gehörten die 200 größten französischen Aktionäre der Banque de France an. Sie aber hatten alle, einerlei wieviel Aktien sie besaßen, nur eine Stimme. Und die Familien dieser 200 größten Aktionäre waren in der französischen Gesellschaft die 200 »grandes familles«.

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