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Skm/Koch-Mehrin-2001/058

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Historische Währungsunion zwischen Wirtschaft und Politik

von Silvana Koch-Mehrin

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Schuju, Prof. Dr. Prometheus, Fiesh, Kahrl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 1-10
Quelle: Ehrlicher 1981
Seite(n): 376, Zeilen: 27-49
Die alternative Antwort zu den realistischen Vorstellungen wird von den nominalistischen

Theorien gegeben, die die Wesensbestimmung des Geldes auf rechtliche Definitionen zurückfuhren. Der Wert des Geldes wird hier nicht in den Vorgängen des wirtschaftlichen Verkehrs begründet, sondern kommt als valor impositus durch Befehl der Staatsgewalt zustande. Der Bereich des Geldes wird damit in einen betonten Gegensatz zum Bereich der Güter gestellt. Eine Konventionstheorie wurde von J. Haies, B. Davanzati und G. Montanaru entwickelt und später von J. Locke vertreten. G.F. Knapp begründete dann in seiner staatlichen Theorie des Geldes den Gedanken, daß das Geld ein Geschöpf der Rechtsordnung sei und durch Proklamation seitens des Staates entstehe. [191]

Die alternative Antwort zu den realistischen Vorstellungen

wird von den nominalistischen Theorien gegeben, die die Wesensbestimmung des Geldes auf rechtliche Setzung zurückführen und die Frage des Aristoteles im Sinne von nomo (gr.) beantworten. So ging die Vorstellung der Scholastiker dahin, daß der Wert des Geldes nicht in den Vorgängen des wirtschaftlichen Verkehrs begründet sei, sondern als „valor impositus" durch Befehl der Staatsgewalt zustande komme und gesichert werde. Der Bereich des Geldes wird damit in einen betonten Gegensatz zum Bereich der Güter gestellt, deren Wert als „valor intrinsecus" auf der in der Natur der Güter angelegten Brauchbarkeit beruhe. Eine Konventionstheorie in diesem Sinne wurde von J. Hales, B. Davanzati und G. Montanari entwickelt und später von J. Locke vertreten. Ihre Auffassung ging dahin, daß das Geld seine Entstehung und Geltung einer Übereinkunft der Menschen, ein bestimmtes Gut als Zahlungsmittel zu verwenden, verdankt. G. F. Knapp vertrat dann in seiner staatlichen Theorie des Geldes den Gedanken, daß das Geld ein Geschöpf der Rechtsordnung sei und durch Proklamation seitens des Staates entstehe.

Anmerkungen

Der Gipfel der Verschleierung: In der Fußnote 191 erfolgen Verweise auf genau die Originalarbeiten der im Text genannten Autoren, welche auch im Literaturverzeichnis des Originals genannt sind.

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Prof. Dr. Prometheus, Nerd wp, Fiesh, Schuju
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 11-16
Quelle: Ehrlicher 1981
Seite(n): 377, Zeilen: ?
Die Vielzahl der herausgearbeiteten Funktionen läßt sich auf drei volkswirtschaftliche Grundfunktionen zurückführen, nämlich einerseits die beiden konkreten Funktionen als allgemeines Tauschmittel[FN 192] und als Wertaufbewahrungsmittel[FN 193], und andererseits die abstrakte Funktion einer Recheneinheit[FN 194]. Die gelegentlich als besondere Funktion des Geldes genannte Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel ist mehr juristisch als ökonomisch relevant. Geld kann seine Eigenschaften als allgemeines [Tauschmittel auch, ohne von der Rechtsordnung als allgemeines Zahlungsmittel anerkannt zu sein, ausüben; umgekehrt kann es die Tauschmittelfunktion schon verloren haben, auch wenn die Rechtsordnung noch an seiner Eigenschaft als gesetzlichem Zahlungsmittel festhält.] Die Vielzahl der herausgearbeiteten Funktionen läßt sich auf drei volkswirtschaftliche Grundfunktionen zurückführen, nämlich die beiden konkreten Funktionen des allgemeinen Tauschmittels und des Wertaufbewahrungsmittels einerseits und die abstrakte Funktion der Recheneinheit andererseits. [...] Die gelegentlich als besondere Funktion genannte Eigenschaft des gesetzlichen Zahlungsmittels hat mehr juristische als ökonomische Relevanz. Das Geld kann seine Eigenschaften als allgemeines Tauschmittel im Wirtschaftsverkehr ausüben auch ohne von der Rechtsordnung als allgemeines Zahlungsmittel anerkannt zu sein; umgekehrt kann es die Tauschmittelfunktion schon verloren haben, wenn die Rechtsordnung noch an seiner Eigenschaft als gesetzliches Zahlungsmittel festhält.
Anmerkungen
Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Prof. Dr. Prometheus, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 109-115
Quelle: Ehrlicher 1981
Seite(n): 445, 447, 448, Zeilen:
[FN 191] Davanzati, Bernardo: Lezione delle monete, Firenze 1588; wieder abgedruckt in: Scrittori

classici italiani di economia politica. Parte antica, II, Milano 1804, und in: ders.: Le opere, Firenze 1853, 18882;

Knapp, Georg Friedrich: Staatliche Theorie des Geldes; Leipzig 1905, 19234;

Locke, John: Some considérations on the conséquences of the lowering of interest, and raising the value of money; London 1692; wieder abgedruckt in: ders.: Works IV, London 1714, 182312

[S. 445]

Davanzati, Bernardo: Lezione delle monete. Firenze 1588; wieder abgedr. in: Scrittori classici italiani di economia politica. Parte antica, II. Milano 1804, und in: Davanzati, Bernardo: Le opere, II. (Firenze 1853). 1888^2.

[S. 447]

Knapp, Georg Friedrich: Staatliche Theorie des Geldes. (Leipzig 1905) Leipzig-München 1923^4.

[S. 448]

Locke, John: Some Considerations of the Consequences of the Lowering of Interest, and Raising the Value of Money, London 1692; wieder abgedr. in: Locke, John: Works, IV. (London 1714) 1823^12.

Anmerkungen

Normalerweise sind Literaturangaben nichts Verfängliches. Hier aber hat SKM die im Original hochgestellten Zahlen an den Jahresangaben durchgängig fehlinterpretiert und einfach hinten "rangeklebt". Somit ist auch das Original deutlich "hörbar".

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Prof. Dr. Prometheus, Hotznplotz, Nerd wp, Schuju, Kahrl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 116-133
Quelle: Ehrlicher 1981
Seite(n): 377, Zeilen:
[FN 192] Als allgemeines Tauschmittel ermöglicht oder erleichtert Geld die Tauschvorgänge in einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Es dient unmittelbar dem Austausch von Gütern und Dienstleistungen, indem es zwischen den Tauschakten steht. Dadurch wird eine Zerlegung der Tauschbeziehung möglich. Mittelbar trägt es zur Verteilung der hergestellten Produkte einer Wirtschaft bei.

[FN 193] Die Funktion der Wertaufbewahrung wandelte sich im Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung. Das frühe Hort- oder Repräsentativgeld war ausschließlich in der Wertaufbewahrungsfunktion begründet, wobei dies mehr soziale als ökonomische Relevanz hatte. Mit der Entwicklung der Tauschwirtschaft erhielt die Wertaufbewahrungsfunktion zunehmend ökonomisch [sic!] Sinn. Der Besitz von Geld machte es möglich, Ware gegen Tauschbereitschaft zu tauschen. So konnten Güter erworben werden, für die die Gegenleistung schon in der Vergangenheit erbracht wurde, und Güter veräußert werden, für die die Gegenleistung erst in der Zukunft erbracht wird. Das Geld wurde dadurch zum Mittler zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

[FN 194] Über die abstrakte Funktion des Geldes als Recheneinheit werden die vielfältigen Wirtschaftsvorgänge in abstrakten Größen dargestellt und dadurch vergleichbar. Darüber hinaus erleichtert das Geld als Recheneinheit rationale Planung, da es eine Orientierung an einheitlichen Wertgrößen ermöglicht.

Als allgemeines Tauschmittel ermöglicht oder erleichtert Geld die Tauschvorgänge in einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Es dient unmittelbar dem Austausch von Gütern und Dienstleistungen, indem es sich zwischen die Tauschakte schiebt und eine Zerlegung der Tauschbeziehungen möglich macht. Mittelbar trägt es zur Verteilung der von den Wirtschaftssubjekten hergestellten Produkte einer Wirtschaft bei.

Die Funktion der Wertaufbewahrung erfährt im Verlaufe der wirtschaftlichen Entwicklung gewisse Wandlungen. Die Geldeigenschaft des frühen Hort- und Repräsentativgeldes ist ausschließlich in der Wertaufbewahrungsfunktion begründet, wobei diese Funktion mehr soziale als spezifisch ökonomische Relevanz hatte. Mit der Entwicklung der Tauschwirtschaft erfährt die Wertaufbewahrungsfunktion zunehmend ökonomischen Sinngehalt. Der Besitz von Tauschmitteln eröffnet die Möglichkeit, Ware gegen Tauschbereitschaft zu tauschen, d.h., Güter zu erwerben, für die die Gegenleistung schon in der Vergangenheit erbracht wurde, oder Güter zu veräußern, für die die Gegenleistung in der Zukunft erbracht werden soll. [...] Über die abstrakte Funktion des Geldes als Recheneinheit werden die vielfältigen konkreten Wirtschaftsvorgänge in abstrakten Größen dargestellt und verglichen. Darüber hinaus erleichtert das Geld als Recheneinheit die rationale Haushaltsplanung und Unternehmensführung, da es eine Orientierung an einheitlichen Wertgrößen ermöglicht.

Anmerkungen
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