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Sse/Fragment 038 20

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 20-32
Quelle: Zeuner 1981
Seite(n): 605 f., Zeilen: 605: 17 ff.; 606: 4 ff.
Als ein Kriterium dafür, eine einheitliche „cause of action“ anzunehmen, wird es bisweilen angesehen, wenn mehrere Klagen im Wesentlichen auf dieselben Beweise gestützt werden können.185 Jedoch wird umgekehrt keineswegs durchweg eine Verschiedenheit der „cause of action“ angenommen, wenn sich die zur Entscheidung gestellten Sachverhalte in Einzelheiten unterscheiden. Im englischen Recht gehört zur „cause of action“ neben der Einheitlichkeit des Sachverhalts auch eine gewisse rechtliche Einheit. Dies tritt besonders deutlich in Fällen zutage, in denen durch ein einheitliches tatsächliches Geschehen verschiedene selbständige Rechte beeinträchtigt worden sind. So kann namentlich der Kläger, der bei einem Unfall sowohl persönlich verletzt worden ist als auch Sachschaden erlitten hat, nach englischem Recht beides als verschiedene „causes of action“ unabhängig voneinander in getrennten Prozessen geltend machen.186

185 Zeuner, FS Zweigert, S. 603, S. 605.

186 So tendenziell Talbot v. Berkshire Country Council (C.A.) (1994), Q.B. 290, 296; House of Lords, Republic of India v. Steamship Co. Ltd. (H.L.(E.)) (1993), A.C. 410, 420 (per Lord Goff of Chieveley); Spencer Bower/ Turner, S. 379, Nr. 457 Fn. 3.

Als ein Kriterium für das Vorliegen einer einheitlichen »cause of action« wird es bisweilen angesehen, wenn mehrere Klagen im wesentlichen auf dieselben Beweise gestützt werden können5. Jedoch wird umgekehrt keineswegs durchweg eine Verschiedenheit der »causes of action« angenommen, wenn sich die zur Entscheidung gestellten Sachverhalte in Einzelheiten unterscheiden6.

[...] Im Unterschied zu dieser amerikanischen Entwicklung gehört dagegen nach englischem Recht zur »cause of action« neben der Einheitlichkeit des Sachverhaltes in stärkerem Maße auch eine gewisse rechtliche Einheit.

[Seite 606]

Daß nach englischem Recht für die »cause of action« neben der Einheitlichkeit des Sachverhalts auch ein rechtliches Element bestimmend ist, tritt besonders deutlich in Fällen zutage, in denen durch ein einheitliches tatsächliches Geschehen verschiedene selbständige Rechte beeinträchtigt worden sind. So kann namentlich der Kläger, der bei einem Unfall sowohl persönlich verletzt worden ist als auch Sachschaden erlitten hat, nach englischem Recht beides als verschiedene »causes of action« unabhängig voneinander in getrennten Prozessen geltend machen11, während man in den Vereinigten Staaten im allgemeinen nur eine »cause of action« annimmt, über die in einem Prozeß abschließend zu befinden ist12.


5 Siehe z. B. Brunsden v. Humphrey (1884), 14 Q. B. D. 141; Restatement of the Law of Judgments § 61; vgl. auch James (oben N. 1) § 11.10.

6 Vgl. Restatement of the Law of Judgments § 61 Comment a.

11 Siehe Brunsden v. Humphrey (oben N. 5); Spencer Bower/Turner (oben N. 1) Nr. 457 N. 3.

12 Vgl. Restatement of the Law of Judgments § 62 Comment e; James (oben N. 1) § 11.11.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 184 und Fn. 185 genannt, Übernahme geht aber nach der Fn. weiter. Daher auch kW möglich.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

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