Fandom

VroniPlag Wiki

Ssh/082

< Ssh

31.357Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Das außen- und sicherheitspolitische Verhalten der USA nach dem 11. September 2001

von Shahram Sheikhzadeh

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ssh/Fragment 082 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-29 17:19:51 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Herkel 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 01-34
Quelle: Herkel 2003
Seite(n): 9-11, Zeilen: 9:26 - 10:kpl. - 11:17
C. Die von US-Präsidenten Bush angeführte weitere Kriegsbegründung, die Verwicklung von Saddam Hussein in die Anschläge des 11.09.2001, wird allgemein als "substanzlos" [409] zurückgewiesen. Ethisch betrachtet hätte sich also das irakische Volk seines Diktators und der durch ihn verursachten strukturellen Gewalt entledigen müssen. Die Entmachtung eines Tyrannen gleicht einen Krieg von außen mit den durch ihn verursachten Leiden in der Bevölkerung nicht aus.

D. Wird der militärische Einsatz von der zuständigen Autorität als Sicherung des Friedens geführt? Es lag weder ein Mandat des UN-Sicherheitsrates vor, noch hatten die UN Einfluss auf die US-Angriffshandlungen nehmen können. Im Gegenteil, die UN-Inspekteure mussten zu Kriegsbeginn den Irak verlassen und wurden so an der Unterstützung einer friedlichen Entwaffnung des Irak gehindert.

E. Wurden zuvor alle friedlichen Mittel ausgeschöpft (Ultima Ratio)? Bis zur Ankündigung des Kriegsbeginns durch die USA waren Inspektoren von UNMOVIC und IAEA im Irak, denen ungehinderten Zugang zu allen Einrichtungen und Orten gewährt wurde [276]. Es kann also nicht die Rede davon sein, dass der Irak nicht unter Kontrolle der UN stand und ungehindert Massenvernichtungswaffen produziert hätte. Daneben gaben das seit Jahren wirksame Embargo, Aufklärungsflüge und die eingerichtete Flugverbotszone dem Irak keine rüstungstechnische Entwicklungsmöglichkeit. Sicherlich bleibt anzuerkennen, dass die Androhung von ernsthaften Konsequenzen der Resolution 1441 nicht für ein Entgegenkommen der irakischen Führung ausgereicht hätte. Die glaubhafte Androhung der Militärschläge und der Truppenaufmarsch in der Persischen Golf-Region durch die USA und England führten jedoch zur Fortsetzung der oben aufgezeigten Inspektionen. Der tatsächliche Militäreinsatz hatte letztlich nicht mehr Klarheit hinsichtlich der Rüstungsaktivitäten des Irak erbringen können, sondern zielte lediglich auf die Entmachtung von Saddam Hussein und die Verwirklichung strategischer Interessen der Angreifer ab [409].

F. Befolgen die Akteure die Regeln des humanitären Völkerrechts? Eine freie Berichterstattung aus dem Kriegsgebiet war nicht gegeben, weshalb Aussagen zu Verstößen gegen das Kriegsvölkerrecht nur bedingt möglich sind. Neben der Tötung von unbewaffneten Zivilisten, die sich bei Straßenkontrollen nach Empfinden der Soldaten ungewöhnlich verhalten hatten und so genannten Kollateralschäden bei Bombardements mit zahlreichen Toten und materiellen Schäden, wurde auch über unzulässige Haft- und Vernehmungspraktiken von Kriegsgefangenen auf beiden [Seiten berichtet [411].]


409. Ehrke, Michael, Erdöl und Strategie: Zur politischen Ökonomie eines angekündigten Krieges, Internationale Politik und Gesellschaft, 2003.

411. Tagesschau.de, Ermittlungen nach Tod irakischer Häftlinge, http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID1919662,00.htm, 31.08.2003 (Zugriff am 07.12.2007).

276. Smith, Helena, Hans Blix interview, One last warning from the man who made an enemy of Bush, The Guardian: http://www.guardian.co.uk/international/story/0,,974969,00.html,11.06.2003 (Zugriff am 22.09.2007).

[Seite 9]

Die daneben von Präsident Bush angeführte weitere Kriegsbegründung, der Verwicklung von Saddam Hussein in die Anschläge des 11.09.2001 wird allgemein als „substanzlos“ zurückgewiesen (vgl. Ehrke 2003, 10).

Ethisch betrachtet hätte sich also das irakische Volk seines Diktators und der durch ihn verursachten strukturellen Gewalt entledigen müssen. Meines Erachtens wiegt die Entmachtung eines Tyrannen einen Krieg von außen mit den durch

[Seite 10]

ihn verursachten Leiden in der Bevölkerung nicht auf. Hingegen hielte ich eine Unterstützung oppositioneller Gruppierungen für einen gewaltfreien oder zumindest gewaltarmen Umsturz für ethisch vertretbar.

B) Wird der militärische Einsatz von der zuständigen Autorität geführt wird (Sicherung des Friedens)?

Nein, es lag weder ein Mandat des Sicherheitsrates vor, noch haben die UN Einfluss auf die Angriffshandlungen nehmen können. Im Gegenteil - durch den Kriegsbeginn mussten die durch die UN eingesetzten Inspekteure den Irak verlassen und wurden so an der Unterstützung einer friedlichen Entwaffnung des Irak gehindert.

C) Wurden zuvor alle friedlichen Mittel ausgeschöpft (ultima ratio)?

Nein. Bis zur Ankündigung des Kriegsbeginns durch die USA waren Inspektoren von UNMOVIC und IAEA im Irak, denen ungehinderten Zugang zu allen Einrichtungen und Orten gewährt wurde. Es kann also nicht die Rede davon sein, dass der Irak nicht unter Kontrolle der UN stand und ungehindert Massenvernichtungswaffen produziert hätte. Die vorgefundenen El-Samud-2-Raketen, deren Reichweite geringfügig die zulässige Grenze überschritten haben, wurden unter Aufsicht der UN vernichtet.

Daneben haben das seit Jahren wirksame Embargo, Aufklärungsflüge und die eingerichtete Flugverbotszone dem Irak keine Entwicklungsmöglichkeit, rüstungstechnisch aber auch humanitär, gegeben.

Sicherlich bleibt anzuerkennen, dass die Androhung von „schwerwiegenden Konsequenzen“ der Resolution 1441 nicht für ein Entgegenkommen der irakischen Führung ausgereicht hätte. Die glaubhafte Androhung von Militärschlägen und der Truppenaufmarsch in der Region durch die USA und Großbritannien haben jedoch zur Fortsetzung der oben aufgezeigten

[Seite 11]

Inspektionen geführt. Der tatsächliche Militäreinsatz hatte letztlich nicht mehr Klarheit hinsichtlich der Rüstungsaktivitäten des Irak erbringen können, sondern zielte lediglich auf die Entmachtung von Saddam Hussein und die Verwirklichung strategischer und wirtschaftlicher Interessen der Angreifer ab (vgl. Ehrke 2003, 12-22).

D) Befolgen die Akteure die Regeln des Humanitären Völkerrechts?

Ein freie Berichterstattung aus dem Kriegsgebiet war nicht gegeben, weshalb Aussagen zu Verstößen gegen das Kriegsvölkerrecht nur bedingt möglich sind. Neben der Tötung von unbewaffneten Zivilisten, die sich bei Straßenkontrollen nach Empfinden der Soldaten ungewöhnlich verhalten hatten und sgn. Kolateralschäden bei Bombardements mit zahlreichen Toten und materiellen Schäden wurde auch über unzulässige Haft- und Vernehmungspraktiken von Kriegsgefangenen auf beiden Seiten berichtet (vgl. tagesschau.de 2003).

Anmerkungen

Ganzseitige unausgewiesene Übernahme aus einer Seminararbeit.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130929172038

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki