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Das außen- und sicherheitspolitische Verhalten der USA nach dem 11. September 2001

von Shahram Sheikhzadeh

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ssh/Fragment 189 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-01 23:58:01 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Wüstenfuchs.com Saudi Arabia 2005

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 2-31
Quelle: Wüstenfuchs.com Saudi Arabia 2005
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
5.2.8. Fazit

Saudi Arabien ist eine Monarchie auf der Ordnungsgrundlage des wahhabitischen Islam. Eine Verfassung im westlichen Sinne gibt es nicht. Ebenso wenig existieren politische Parteien. Parteipolitische Strömungen sind aber in Ansätzen vorhanden. Nach westlichen Begriffen wird das Königreich autokratisch regiert. In der Hand des Monarchen, der in seiner Person die höchsten legislativen, judikativen und exekutiven Ämter vereinigt, liegt die uneingeschränkte Staats- und Regierungsgewalt.

Politik im Königreich war und ist in erster Linie immer Politik zur Erhaltung der Saud-Dynastie. Um sich die Herrschaft auch für die Zukunft zu sichern, betreibt das Königshaus eine wohlkalkulierte Personalpolitik. Das wird aber zunehmend schwieriger. Das heutige Saudi Arabien ist mit seinen modernen Städten und der alles dominierenden westlichen Technologie der Mehrheit seiner Bevölkerung fremd. Doch während sich die einen von der rapiden und radikalen Umgestaltung des Königreichs überrollt fühlen, beklagen sich die anderen über das langsame Tempo der Modernisierung und streben nach westlichen Freiheiten. Denn das wachsende Bildungsniveau, die große Zahl saudischer Studenten, die im Ausland freizügigere Lebensweisen kennen gelernt haben, die Berichte über die Lebensart mancher Prinzen und der tagtägliche Kontakt mit Gastarbeitern haben den Sittenkodex der Wahhabiten in Frage gestellt. Zwar beherrscht den Staat auf den ersten Blick ein sittenstrenger islamischer Geist, aber bei näherer Betrachtung fällt auf, dass der Islam bei politischen Entscheidungen eine zunehmend geringere Rolle spielt.

Die Königsfamilie weiß auch, wie gefährlich das herrschende Missverhältnis ist. Und man fürchtet sich sogar mehr vor islamischen Umtrieben als vor liberalistischen. Das Schicksal des persischen Schahs ist noch in Erinnerung. Der saudische Thron wackelte auch mehrere Male [593].

König Fahd, der verstorbene König, war ein gemäßigter, pro-westlicher Modernist. König Abdallah, Fahds Nachfolger, rät zu noch mehr Vorsicht. Beiden war bewusst, dass Saudi Arabien einen Weg zwischen moderner Welt und alter Tradition finden muss. Dass hier eine Gratwanderung stattfindet, zeigte sich 1990 durch die persischen Golfkrise und die Stationierung der US-Soldaten in Saudi Arabien. Bewusst hielt sich Saudi Arabien in der Irak-Frage im Jahr 2002 zurück und wollte nicht Boden für mögliche Angriffe westlicher Staaten gegen den Irak sein [594].


593. Roth, Wolf-Dieter, Saudi Arabien: ein Königreich in der Krise, http://www.heise.de/tp/r4/ artikel/18/18357/1.html, 20.09.2004 (Zugriff am 12.11.2007).

594. Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, http://www.wuestenfuchs.com/sau/ kunde/ku_polit.html, 2001, S.1236 (Zugriff am 12.11.2007).

Saudi-Arabien ist eine Monarchie auf der Ordnungsgrundlage des wahhabitischen Islam. Eine Verfassung im westlichen Sinne gibt es nicht. Ebensowenig existieren politische Parteien. Parteipolitische Strömungen sind aber in Ansätzen vorhanden. Nach westlichen Begriffen wird das Wüstenkönigreich autokratisch regiert. In der Hand des Monarchen, der in seiner Person die höchsten legislativen, judikativen und exekutiven Ämter vereinigt, liegt die uneingeschränkte Staats- und Regierungsgewalt. Außerdem ist der König auch geistliches Oberhaupt.

Politik im Königreich war und ist in erster Linie immer Politik zur Erhaltung der Saud-Dynastie. Um sich die Herrschaft auch für die Zukunft zu sichern, betreibt das Königshaus eine wohlkalkulierte Personalpolitik. [...] Das heutige Saudi-Arabien mit seinen modernen Städten und der alles dominierenden westlichen Technologie ist ihnen fremd geworden. Doch während sich die einen von der rapiden und radikalen Umgestaltung des Königreichs überrollt fühlen, beklagen die anderen das schneckenhafte Tempo, mit dem neben westlichem Know-how auch westliche Freiheiten im Lande Fuß fassen. Denn das wachsende Bildungsniveau, die große Zahl saudischer Studenten, die im Ausland freizügigere Lebensweisen kennen- und schätzengelernt haben, die Berichte über den Lebenswandel so mancher Prinzen und der tagtägliche Kontakt mit Gastarbeitern haben den puritanischen Moral- und Sittenkodex der Wahhabiten zumindest in Frage gestellt. Zwar beherrscht den Wüstenstaat auf den ersten Blick ein sittenstrenger islamischer Geist: Frauen sind beinahe gänzlich aus dem öffentlichen Leben verbannt, Alkohol ist - auch für Fremde - absolut tabu und jedwedes Vergnügen bewegt sich schon in der Grauzone zur Sünde. Aber "bei näherer Betrachtung", so "fällt auf, dass Islam und religiös begründete Herrschaft der Saud-Familie durchaus das öffentliche Leben bestimmen, der Islam aber bei politischen Entscheidungen eine zunehmend geringere Rolle spielt".

Auch im Palast weiß man um die Gefahren, die diesem Mißverhältnis entwachsen können. Denn weit mehr als liberalistische fürchtet man islamische Umtriebe. Das Schicksal des persischen Schah ist noch in frischer Erinnerung, und auch die Sauds haben schon mehrere Male ein Vibrieren ihres Throns vernommen. [...]

[...] König Fahd, seit 1982 Regent, ist ein gemäßigter, prowestlicher Modernist. Er verfolgt seine Ziele sehr behutsam. Kronprinz Abdallah, Fahds designierter Nachfolger, rät zu noch mehr Vorsicht. Beiden ist bewußt, dass Saudi-Arabien einen Weg zwischen moderner Welt und alter Tradition finden muss. Dass hier eine Gratwanderung stattfindet, zeigte sich 1990 durch die Golfkrise und die Stationierung US-amerikanischer Soldaten in Saudi-Arabien. Bewußt hält sich Saudi-Arabien in der aktuellen Irak-Frage im Jahr 2002 zurück und will nicht Boden für mögliche Angriffe westlicher Staaten gegen den Irak sein.

© Alle Länder dieser Erde. Band 2, Sonderausgabe in 2 Bänden, Reader´s Digest (Hg), Bertelsmann, Gütersloh/München, 2001, S.1236

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

[2.] Ssh/Fragment 189 32 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-09-26 23:44:14 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schmidt und Schuhler 2002, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 189, Zeilen: 32-34
Quelle: Schmidt und Schuhler 2002
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Die USA müssen ihre Wahl unter drei möglichen Entwicklungen in Saudi Arabien treffen. Entweder unterstützen sie säkular-demokratische Bewegungen, die im Gegensatz zum Feudalregime von großen Teilen der Bevölkerung getragen würden, weil sie einen größeren [Teil der nationalen Bodenschätze zum Wohl des eigenen Volkes einsetzen würden.] Die USA müssen ihre Wahl treffen unter drei möglichen Entwicklungen. Entweder sie unterstützen säkular-demokratische Bewegungen, die im Gegensatz zu den Feudalregimes von großen Teilen der Bevölkerung getragen würden, weil sie einen größeren Teil der nationalen Bodenschätze zum Wohl des eigenen Volkes einsetzen würden.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130901235722

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