Fandom

VroniPlag Wiki

Ssh/240

< Ssh

31.380Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Das außen- und sicherheitspolitische Verhalten der USA nach dem 11. September 2001

von Shahram Sheikhzadeh

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ssh/Fragment 240 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 14:44:54 Graf Isolan
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 1-11, 13-18
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Seine Erklärung, dass Deutschland sich ob mit oder ohne UN-]Mandat auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen werde [238], nahm Deutschland alle außen- und sicherheitspolitischen Handlungsoptionen. Seitdem war es klar, dass die USA und Teile der EU in der amerikanischen Irakdiplomatie nicht mehr mit Deutschland rechnen konnten.

Die Irakfrage war kompliziert, doch stellte das deutsche Nein zum Irakkrieg ein Ausscheren aus der militärischen Drohkulisse dar. Mit diesem Nein passierte etwas Neues in der bundesrepublikanischen Außenpolitik, weil die Vormachtrolle der USA in Berlin nicht mehr als Schutz, sondern als Gefahr interpretiert wurde.

Christian Hacke ist der Meinung, dass Deutschland ohne Not seine exklusive Rolle gegenüber den USA und seine Maklerrolle im Viereck Washington-London-Paris-Berlin aufgab und van [sic] Handlungsspielraum verlor [254]. Die Bundesregierung war der Meinung, dass ein Irak-Krieg die internationale Koalition gegen den Terrorismus empfindlich machen kann [238]. Als durch den Ultimatumsvorschlag des britischen Außenministers, Jack Straw, Saddam Hussein gezwungen wurde, die UN-Inspekteure wieder ins Land zu lassen, wurde von dem USBotschafter in Berlin erklärt, dass Deutschland auf seinem Weg gegen amerikanische Irakpolitik allein bleiben wird [238]. Trotzdem bekräftigte der Bundeskanzler noch mal in seinem Wahlkampf im Januar 2003 das deutsche Nein: „Rechnet nicht damit, dass Deutschland einer den Krieg legitimierenden Resolution zustimmen wird [256]”.


238. US and Europe split over Iraq, BBC News: http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/2239377.stm, 05.09.2002 (Zugriff am 14.10.2007).

254. Hacke, Christian, Deutschland, Europa und der Irakkonflikt, http://www.bpb.de/publikationen/8GQDRK.html (Zugriff am 25.09.2007).

256. Schröder schließt erstmals Ja zum Irak-Krieg im Sicherheitsrat aus, Die Welt 21.01.2003.

Mit Schröders Erklärung, Deutschland werde sich - ob mit oder ohne UNO-Mandat - auf keinen Fall an einem Krieg gegen den Irak beteiligen, nahm er Deutschland alle außen- und sicherheitspolitischen Handlungsoptionen; von nun an war klar, dass die USA und Teile der EU nicht mehr mit Deutschland in der Irakdiplomatie rechnen konnten.

Die Irakfrage war kompliziert, doch stellten das kategorische, frühzeitige deutsche Nein zum Krieg gegen den Irak, das Ausscheren aus der militärischen Drohkulisse, die damit verbundene machtpolitische Schwächung der UNO und ihres angestrebten Inspektionsregimes einen tiefen Bruch in der traditionellen bundesrepublikanischen Außenpolitik dar, weil "genetisch bedingter" Multilateralismus aufgegeben und die Vormachtrolle der USA in Berlin nicht mehr als Schutz, sondern als Gefahr interpretiert wurde. Deutschland gab ohne Not seine exklusive Rolle gegenüber den USA und seine Maklerrolle im Viereck Washington-London-Paris-Bonn/Berlin auf und verlor an Handlungsspielraum.

Als durch den Ultimatumsvorschlag des britischen Außenministers Jack Straw Saddam Hussein gezwungen wurde, die UNO-Inspekteure wieder ins Land zu lassen, wurde ohne, ja gegen Deutschlands Votum das richtige diplomatische Eingangstor betreten. [...] Doch statt vorsichtig diplomatisch vorzugehen, um weitere Handlungsspielräume im Verlauf der Krise offen zu halten, bekräftigte der Bundeskanzler im Landtagswahlkampf in Niedersachsen im Januar 2003 das kategorische Nein - ohne die Ergebnisse der Waffeninspekteure abzuwarten -: "Rechnet nicht damit, dass Deutschland einer den Krieg legitimierenden Resolution zustimmen wird"3, erklärte Bundeskanzler Schröder auf einer Wahlkampfveranstaltung in Goslar.


3. Vgl. Schröder schließt erstmals Ja zum Irak-Krieg im Sicherheitsrat aus, in: Die Welt vom 21. 1. 2003.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahmen bleiben ungekennzeichnet. Auf den Autor der Vorlage wird hier an einer Stelle im Fließtext explizit hingewiesen. Auch das lässt aber keinen Schluß auf die sonstigen Übernahmen zu. Schließt im Original unmittelbar an die in Ssh/Fragment_239_33 wiedergegebene Passage an.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[2.] Ssh/Fragment 240 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:49:12 Graf Isolan
BauernOpfer, Döhle 2006, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 20-32
Quelle: Döhle 2006
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: 0
„Unter meiner Führung wird sich Deutschland an keiner militärischen Aktion gegen den Irak beteiligen [664]“.

Mit dieser Aussage sprach Gerhard Schröder im Wahlkampf 2002 Millionen Deutschen, die einen Irak-Krieg für falsch hielten, aus dem Herzen. Schröder wurde am 22. September wieder gewählt. Sein "Nein zum Irak-Krieg" galt neben seinem Einsatz bei der Elbe-Flut als Hauptgrund für die Wiederwahl. Der "Deutsche Weg" war geboren. Am 2. Februar 2003 stand die Niedersachsen-Wahl an, für die Sozialdemokraten sah es schlecht aus [664]. Während einer Wahlkampfveranstaltung in Goslar griff Schröder dann Ende Januar noch einmal zum bewährten Argument: Auf dem Marktplatz verkündete er, Deutschland werde einer UN-Resolution, die den Irak-Krieg legitimieren würde, niemals zustimmen [664].

Im November 2002, am Rande des Prager Nato-Gipfels, sicherte der deutsche Bundeskanzler den USA die Überflugrechte zu. Man werde die "Bewegungsmöglichkeiten unserer Freunde" nicht einschränken [664].


664. Döhle, Katja, Schröders striktes Nein zum Krieg im Irak, Das Abendblatt: http://www.abendblatt.de/daten/2006/02/28/538334.html, 28. Februar 2006 (Zugriff am 19.12.2007).

"Unter meiner Führung wird sich Deutschland an keiner militärischen Aktion gegen den Irak beteiligen." Mit dieser Aussage sprach Gerhard Schröder im Wahlkampf 2002 Millionen Deutschen, die einen Irak-Krieg für falsch hielten, aus dem Herzen. Schröder wurde am 22. September wiedergewählt. Sein "Nein zum Irak-Krieg" galt neben seinem Einsatz bei der Elbe-Flut als Hauptgrund für die Wiederwahl.

Der "deutsche Weg" war geboren. [...]

[...] Am 2. Februar 2003 stand die Niedersachsen-Wahl an, für die Sozialdemokraten sah es schlecht aus. Während einer Wahlkampfveranstaltung in Goslar griff Schröder dann Ende Januar noch einmal zum bewährten Argument: Auf dem Marktplatz verkündete er, Deutschland werde einer Uno-Resolution, die den Irak-Krieg legitimieren würde, niemals zustimmen.

[...]

Bereits im November 2002, am Rande des Prager Nato-Gipfels, als Schröder und Bush Einigkeit demonstrierten, hatte der deutsche Bundeskanzler den USA die Überflugrechte zugesichert, sowie keinen Protest bei der Nutzung ihrer militärischen Basen in Deutschland angekündigt. Man werde die "Bewegungsmöglichkeiten unserer Freunde" nicht einschränken, sagte Schröder.

Anmerkungen

Trotz wiederholter Hinweise auf die Quelle bleiben Art und Umfang der größtenteils wörtlichen Übernahmen ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[3.] Ssh/Fragment 240 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:45:32 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 33-34
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Trotzdem waren diese Äußerungen kaum überzeugend. Während Frankreich und vor allem England ihre eigenen Interessen betonten und im US-Kalkül noch eine Rolle spielten, war [Deutschland nach Äußerungen des Bundeskanzlers für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr.] Während Frankreich und vor allem Großbritannien die eigenen Interessen betonten und im Kalkül der USA eine Rolle spielten, war Deutschland nach Goslar für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr, von Freundschaft konnte längst keine Rede mehr sein, weil sich Deutschland neben Frankreich zur führenden amerikakritischen Macht in Europa stilisierte und weiter an außenpolitischem Handlungsspielraum verlor.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Auf der nächsten Seite geht es nahtlos weiter (vgl. Ssh/Fragment_241_01).

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130831165158

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki