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Das außen- und sicherheitspolitische Verhalten der USA nach dem 11. September 2001

von Shahram Sheikhzadeh

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ssh/Fragment 241 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:58:18 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 1-5, (5-10), 10-16
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
[Trotzdem waren diese Äußerungen kaum überzeugend. Während Frankreich und vor allem England ihre eigenen Interessen betonten und im US-Kalkül noch eine Rolle spielten, war] Deutschland nach Äußerungen des Bundeskanzlers für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr.

Es gibt auch einen Punkt in der deutschen Politik, der sehr negativ auf die Rolle Deutschlands wirkte, als nämlich Bundesaußenminister Fischer selbst die deutsche Rolle folgendermaßen einschränkte: „Frankreich spielt eine sehr bedeutende Rolle in der Weltpolitik. Es hat auch eine eigene Vision von seiner globalen Rolle. Es hat eine andere Geschichte als wir. Es ist ständiges Sicherheitsratsmitglied, es ist Atommacht. Zudem hat es gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich eine große Geschichte, während unser Land eine gebrochene Geschichte hat..... Wir können unser Land mit Frankreich und Großbritannien nicht gleichsetzen [257]”. Diese Verkennung der deutschen Handlungsunfähigkeit schränkte die außenpolitischen Möglichkeiten Deutschlands ein, weil die Bundesregierung sich nicht in der Lage zeigte, wie die anderen Spieler gleichgewichtig ihre Fähigkeiten in der Weltpolitik einzusetzen.

Man muss jedoch zugeben, dass angesichts des neuen und unerwarteten neo-imperialen außenpolitischen Verhaltens der USA eine angemessene Reaktion aus Berlin außerordentlich schwierig war.


257. Ich muß hinterher den Angehörigen in die Augen sehen können, Interview von Bundesaußenminister Fischer u.a. zur Zukunft der EU, zum Irak und zu den transatlantischen Beziehungen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Auszüge), http://www.auswaertigesamt.de/www/de/infoservice/presse/presse_archiv?archiv_id=3956, 17.01.2003 (Zugriff am 25.09.2007).

Während Frankreich und vor allem Großbritannien die eigenen Interessen betonten und im Kalkül der USA eine Rolle spielten, war Deutschland nach Goslar für die USA kein ernst zu nehmender Partner mehr, von Freundschaft konnte längst keine Rede mehr sein, weil sich Deutschland neben Frankreich zur führenden amerikakritischen Macht in Europa stilisierte und weiter an außenpolitischem Handlungsspielraum verlor. Die rot-grüne Bundesregierung konnte, ja wollte sich politisch offensichtlich nicht mehr auf Augenhöhe mit den anderen europäischen Mächten geschweige mit den USA bringen, wenn Außenminister Fischer selbst die deutsche Rolle folgendermaßen einschränkte: "Frankreich spielt eine sehr bedeutende Rolle in der Weltpolitik. Es hat auch eine eigene Vision von seiner globalen Rolle. Es hat eine andere Geschichte als wir. Es ist ständiges Sicherheitsratsmitglied, es ist Atommacht. Zudem hat es gemeinsam mit dem Vereinigten Königreich eine große Geschichte, während unser Land eine gebrochene Geschichte hat. (Wir) können unser Land mit Frankreich und Großbritannien nicht gleichsetzen."5

Wer eigene Handlungsunfähigkeit derart begründet, verkennt nicht nur die eigenen außenpolitischen Möglichkeiten, sondern hat bei der Fixierung auf den Nationalsozialismus andere Lektionen der Zeitgeschichte übersehen: [...]

Zugegeben, angesichts der neuen, ja unerwarteten neoimperialen außenpolitischen Gebärden der Regierung Bush war eine angemessene, d.h. den deutschen Interessen gemäße Reaktion aus Berlin außerordentlich schwierig, aber der Arroganz der Macht derart mit einer gewissen Arroganz der Ohnmacht zu antworten, verbesserte nicht Deutschlands Handlungsspielraum.


4. Vgl. Christian Hacke, Selbstgefällige Chefankläger, in: Financial Times Deutschland vom 27. 1. 2003.

5. Ebd.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Hier sind Ansätze zu selbständigen Formulierungen zu sehen. Inhaltlich kein Unterschied zur Quelle.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

[2.] Ssh/Fragment 241 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-08-31 16:44:10 Graf Isolan
Fragment, Gesichtet, Hacke 2003, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ssh, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 24-34
Quelle: Hacke 2003
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Deutschland garantierte jahrzehntelang eine politische Balance zwischen Washington, Paris, London und Warschau, ein atlantisch verankertes Europa und bildete dabei auch ein Gegengewicht zu Frankreichs Vision von einem europäischen Europa in der Tradition von de Gaulle. Durch kraftvolle Integrationsentwürfe hielt Deutschland den Grundsatz hoch, sowohl enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten als auch zu Frankreich zu pflegen. Die sanfte Hegemonie der USA wurde jahrzehntelang von deutscher Seite als Stabilitätsfaktor begrüßt, denn Deutschland empfand Amerikas Vormacht nicht als belastend, sondern als entlastend. Aber jetzt erweckte die Bundesregierung den Anschein, dass sie die US-Politik durch Bildung von Gegenkoalitionen zu unterminieren suchte. Hier war der neue Wechsel der deutschen Außenpolitik. Dies interpretierte die deutsch-amerikanischen Beziehungen konfrontativ und gefährdete damit den Einfluss deutscher Außenpolitik. Deutschland hatte jahrzehntelang eine für politische Balance zwischen den Polen Washington - Paris - London ein atlantisch verankertes Europa garantiert und dabei auch ein Gegengewicht zu Frankreichs Vision von einem europäischen Europa in der Tradition de Gaulles gebildet. Durch kraftvolle Integrationsentwürfe hatte die Bundesrepublik von Adenauer bis Kohl den Grundsatz hochgehalten, dass sowohl enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten als auch zu Frankreich gepflegt werden, gerade in Krisen und bei Interessenverschiebungen. Die sanfte Hegemonie der USA wurde jahrzehntelang von deutscher Seite als Stabilitätsfaktor begrüßt, denn Deutschland empfand Amerikas Vormacht nicht als be-, sondern als entlastend. Aber jetzt erweckte die Bundesregierung den Anschein, als ob sie die Politik der USA durch Bildung von Gegenkoalitionen zu unterminieren suchte. Hier liegt der revolutionäre Wechsel der deutschen Außenpolitik begründet: Sie interpretierte die deutsch-amerikanischen Beziehungen konfrontativ und gefährdete damit den Einfluss deutscher Außenpolitik.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20130831165924

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