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Ssh/Fragment 074 21

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 21-29, 31-34
Quelle: Paech 2004
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Norman Paech ist der Meinung, dass nach diesen Ereignissen ein Epochenwechsel im Völkerrecht passierte, der dem UN-Friedenssystem bestimmte Bruchstellen gab. Eine der Bruchstellen des UN-Friedenssystems der kollektiven Sicherheit wurde mit der Operation "Enduring Freedom" offen gelegt, mit der die USA und England am 7. Oktober 2001 ihren Antiterrorkampf in Afghanistan begannen und dies als individuelle und kollektive Verteidigung gemäß Artikel 51 UN-Charta rechtfertigten [329].

Diese Operation wurde ein Jahr später beträchtlich erweitert und vertieft mit der Rede von Präsident Bush in der West Point Militärakademie, die das neue Präemptiv-Konzept verkündete [330], das in der National Security Strategy vom September 2002 offizielle Gestalt annahm [331]. Über die Bush-Doktrin und die amerikanische National Security Strategy wird im nächsten Kapitel ausführlich debattiert.

Die zentrale Frage, ob Akte des internationalen Terrorismus generell ein Recht auf militärische Selbstverteidigung gemäß Art. 51 UN-Charta auslösen können, wird angesichts der Dimensionen des Terroranschlages vom 11. September immer noch in der Literatur umfassend diskutiert [332].


329. Paech, Norman, Epochenwechsel im Völkerrecht? Über die Auswirkungen der jüngsten Kriege auf das UNO-Friedenssystem, Bundeszentrale für politische Bildung, Heft Aus Politik und Zeitgeschichte B 43/ 2004.

330. Die so genannte Bush-Doktrin: „Die USA werden nicht nur präemptiv und unilateral militärische Gewalt ausüben, wann und wo sie es wollen, die Nation wird auch diejenigen bestrafen, die sich an Terror und Aggression beteiligen, und werden daran arbeiten, universell den moralischen Unterschied zwischen Gut und Böse klarzustellen“, Washington Post, 02.06. 2002.

331. www.whitehouse.gov/nsc/nss.pdf., Teilweise deutsche Übersetzung, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, (2002) 11, S. 1391 ff., und ebd., (2002) 12, S. 1505 ff.

332. O’Connell, M.E. (Anm. 18); Hans-Joachim Heintze, Das Völkerrecht wird unterschätzt: internationale Antworten auf den Terrorismus, in: Internationale Politik und Gesellschaft, (2004) 3, S. 38 ff..

Bruchstellen des UNO-Systems II: die "präventive" Verteidigung

Die zweite Bruchstelle im UNO-System der kollektiven Sicherheit wurde mit der Operation "Enduring Freedom" offen gelegt, mit der die USA und Großbritannien am 7. Oktober 2001 ihren Antiterrorkampf in Afghanistan begannen und als individuelle und kollektive Verteidigung gemäß Artikel 51 UNO-Charta rechtfertigten. Sie wurde ein Jahr später beträchtlich erweitert und vertieft mit der West-Point-Rede von Präsident Bush, die das neue Präemptivkonzept verkündete,[38] das in der National Security Strategy vom September 2002 offizielle Gestalt annahm.[39] Die zentrale Frage, ob Akte des internationalen Terrorismus generell ein Recht auf militärische Selbstverteidigung gemäß Art. 51 UNO-Charta auslösen können, wird angesichts der Dimensionen des Terroranschlages vom 11. September jetzt in der Literatur weitgehend bejaht.[40]


38. Die so genannte Bush-Doktrin: "Die USA werden nicht nur präemptiv und unilateral militärische Gewalt ausüben, wann und wo sie es wollen, die Nation wird auch diejenigen bestrafen, die sich an Terror und Aggression beteiligen, und werden daran arbeiten, universell den moralischen Unterschied zwischen Gut und Böse klarzustellen", in: Washington Post vom 2. 6. 2002, A01.

39. Vgl. www.whitehouse.gov/nsc/nss.pdf. Teilweise deutsche Übersetzung, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, (2002) 11, S. 1391ff., und ebd., (2002) 12, S. 1505ff.

40. Vgl. M. E. O'Connell (Anm. 18); Hans-Joachim Heintze, Das Völkerrecht wird unterschätzt: internationale Antworten auf den Terrorismus, in: Internationale Politik und Gesellschaft, (2004) 3, S. 38ff., 52ff. Ablehnend allerdings nach wie vor M. G. Kohen (Anm. 29), S. 204ff.

Anmerkungen

Im ersten Abschnitt ist zwar die Quelle angegeben (im Text sowie mit Verweis), es ist dem Leser trotzdem nicht klar, dass hier im Wesentlichen nur die Worte der Quelle wiedergegeben werden. Der erste Satz wird bei der Zeilenzählung nicht mitgezählt. Die folgenden Übernahmen sind dann gänzlich unbelegt. Das Zitat und die Literaturverweise in den Anmerkungen 330-332 reproduzieren nur die Angaben in der nicht genannten Quelle.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

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