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Ssh/Fragment 087 02

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 02-20
Quelle: Herkel 2003
Seite(n): 7-8, Zeilen: 7:1 - 8:5
Ethische Debatten

Neben der völkerrechtlichen Prüfung ist aus friedenswissenschaftlicher Sicht auch die ganzheitliche Abwägung nach ethischen Grundsätzen erforderlich. Hierzu kann folgendes Denksystem verwendet werden [417]:

Ein militärischer Einsatz wird dann als ethisch legitim eingeschätzt, wenn

  • ein gerechter Grund vorliegt, wie die Abwehr eines Angriffs oder eine schwere Bedrohung des Friedens;
  • er von der zuständigen Autorität geführt wird (Sicherung des Friedens);
  • zuvor alle friedlichen Mittel ausgeschöpft sind (Ultima Ratio);
  • die Akteure die Regeln des humanitären Völkerrechts befolgen;
  • die eingesetzten Mittel dem Ziel angemessen und verhältnismäßig sind;
  • zwischen militärischen und zivilen Zielen unterschieden wird;
  • Aussicht auf Erfolg besteht, ein politisches Konzept für die Zeit danach vorliegt und die Betroffenen daran in ausreichendem Maß beteiligt werden.

Die Einhaltung aller Bedingungen wäre für die einzelne Gewaltanwendung zu prüfen, jedoch beinhaltet die Bush-Doktrin bereits die Androhung, z. B. ohne Mandat der UN einen Krieg zu beginnen. Genauso fordert sie das Recht ein, ggf. alleine, d. h. aus US-Sicht zu bewerten, ob der Weltfrieden durch den entsprechenden Staat bedroht wird. Gerade hier besteht die große Gefahr, dass die Beurteilung des Verhaltens eines Staates von strategischen Interessen beeinflusst wird und sich zu direkter militärischer Gewalt ausweitet.


417. „Vom Gerechten Krieg zum Gerechten Frieden, Ethik und Völkerrecht“, Beitrag für den Truppendienst anläßlich der Irak-Krise, Institut für Religion und Frieden:
http://www.irf.ac.at/index.php?option=com_content&task=view&id=117&Itemid=4, 10. April 2003 (Zugriff am 07.12.2007).

[Seite 7]

Neben der juristisch-völkerrechtlichen Prüfung ist in friedenswissenschaftlicher Sicht auch die ganzheitliche Abwägung nach ethischen Grundsätzen erforderlich. Hierzu kann folgendes Raster verwendet werden:

Ein militärischer Einsatz wird dann als ethisch legitim eingeschätzt, wenn

- gerechter Grund vorliegt, wie die Abwehr eines Angriffs oder eine schwere Bedrohung des Weltfriedens;

- er von der zuständigen Autorität geführt wird (Sicherung des Friedens); zuvor alle friedlichen Mittel ausgeschöpft sind (ultima ratio);

- die Akteure die Regeln des Humanitären Völkerrechts befolgen;

- die eingesetzten Mittel dem Ziel angemessen und verhältnismäßig sind;

- zwischen militärischen und zivilen Zielen unterschieden wird;

- Aussicht auf Erfolg besteht, ein politisches Konzept für die Zeit danach vorliegt und die Betroffenen daran in ausreichendem Maß beteiligt werden.

(Institut für Religion und Frieden beim (österreichischen) Militärbischofsamt 2003, 218)

Die Einhaltung aller Bedingungen wäre für die einzelne Gewaltanwendung zu prüfen, jedoch beinhaltet die Bush-Doktrin bereits die Androhung, z. B. ohne Mandat der Vereinten Nationen einen Krieg zu beginnen. Genauso fordert sie das Recht ein, ggf. alleine, d. h. aus US-amerikanischer Sicht zu bewerten, ob der Weltfrieden durch den entsprechenden

[Seite 8]

Staat bedroht wird. Gerade hier besteht die große Gefahr, dass die Beurteilung des Verhaltens eines Staates von ökonomischen oder strategischen Interessen beeinflusst wird und sich insgeheim Wirtschaftskriege von struktureller zu direkter (militärischer) Gewalt ausweiten.

Anmerkungen

Ganzseitige Übernahme ohne Hinweis.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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