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Ssh/Fragment 153 04

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 4-24
Quelle: Rieck 2002
Seite(n): 38-39, Zeilen: -
Unmittelbar nach den Anschlägen von New York machte die US-Regierung der pakistanischen Regierung unmissverständlich klar, dass in Sachen Bin Laden und Afghanistan fortan andere Spielregeln gelten würden [509]. Die seit Jahren vorgebrachte Ausflucht, Afghanistan sei ein souveränes Land und Pakistan habe nur begrenzten Einfluss auf das Taliban-Regime, wurden nicht länger hingenommen. Vielmehr musste Pakistan sich schnell entscheiden, ob es in dem angekündigten weltweiten Kampf gegen den Terrorismus auf der Seite der USA stehen wollte oder auf der Gegenseite [485].

Konkret verlangten die USA Zustimmung zur Nutzung des pakistanischen Luftraums, logistische Hilfe und Geheimdienstinformationen über das Netzwerk Bin Ladens in Afghanistan. Die USA benötigten eine Basis in Pakistan für ihren Angriff. Auf der anderen Seite waren die Vorwürfe gegen Pakistan als Hauptunterstützer und Helfer der Taliban sehr stark. Deshalb versicherte Musharraf am 13. September 2001 der US-Botschafterin Chamberlain volle Unterstützung, die bei einer Sitzung seines Kabinetts und des Nationalen Sicherheitsrats am 15. September bekräftigt wurde [485].

Mit der Entsendung einer vom ISI-Chef General Ahmad geführten Delegation nach Kandahār wurde am 17. und 18. September 2001 noch ein letzter Versuch unternommen, das Taliban-Regime zum Einlenken zu bewegen und so vor einem US-Angriff zu bewahren, aber nach dessen Scheitern war es für Musharraf das endgültige Aus [510]. In einer Fernsehansprache rechtfertigte er am 19. September 2001 seine Entscheidung, die Taliban ihrem Schicksal zu überlassen, mit einer drohenden Katastrophe für Pakistan, dessen nationale Interessen Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben müssten: [...]


485. Rieck, Andreas, Der politische Kurswechsel in Pakistan, Bundeszentrale für politische Bildung http://www.bpb.de/ publikationen/8P6M3R.html (Zugriff am 12.12.2007).

509. Indien und Pakistan nach dem 11. September 2001, Österreichisches Bundesministerium für Landesverteidigung: http://www.bmlv.gv.at/wissen-forschung/ publikationen/beitrag.php?id=507 (Zugriff am 12.12.2007).

510. Afghan Captors refuse to release Pakistan's Levies Men, Pakistan Times: http://pakistantimes.net/ 2004/07/16/national1.htm (Zugriff am 12.12.2007).

IV. Der 11. September als Chance für Musharraf

Unmittelbar nach den Anschlägen von New York und Washington machte die amerikanische der pakistanischen Regierung unmissverständlich klar, dass in Sachen Bin Laden und Afghanistan fortan "andere Spielregeln gelten" würden. Die seit Jahren vorgebrachten Ausflüchte, Afghanistan sei ein souveränes Land und Pakistan habe nur begrenzten Einfluss auf das Talibanregime, würden nicht länger hingenommen. Vielmehr müsse Pakistan sich schnell entscheiden, ob es in dem angekündigten weltweiten Kampf gegen den Terrorismus auf der Seite der USA stehen wolle oder auf der Gegenseite. Konkret verlangten die USA Zustimmung zur Nutzung des pakistanischen Luftraums, logistische Hilfe und Geheimdienstinformationen über das Netzwerk Bin Ladens in Afghanistan.

Musharraf fand auf diese Herausforderung überraschend schnell eine Antwort. Schon am 13. September versicherte er der US-Botschafterin Chamberlain "volle Unterstützung", die bei einer Sitzung seines Kabinetts und des Nationalen Sicherheitsrats am 15. September bekräftigt wurde. Mit der Entsendung einer vom ISI-Chef General Mahmud Ahmad geführten Delegation nach Qandahar (17.-18. September) wurde noch ein letzter Versuch unternommen, das Talibanregime zum Einlenken zu bewegen und so vor einem amerikanischen Angriff zu bewahren, aber nach dessen Scheitern waren für Musharraf die Würfel gefallen. In einer Fernsehansprache vom 19. September rechtfertigte er seine Entscheidung, die Taliban ihrem Schicksal zu überlassen, mit einer "drohenden Katastrophe für Pakistan", dessen nationale Interessen Vorrang vor allen anderen Erwägungen haben müssten.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet

Die Fußnote 509 verweist auf einen 18-zeiligen Abstract eines Artikels von Dietmar Rothermund, der im Juliheft des Jahrbuch für internationale Sicherheitspolitik 2002 veröffentlicht sein soll. Das zitierte Abstract taugt nicht als Beleg. Rothermund ist zudem ein deutscher Wissenschaftler, das österreichischen Verteidigungsministerium nicht Autor des Artikels.

Ssh bringt im unmittelbaren Anschluss einen Ausschnitt aus der Fernsehansprache Musharrafs als Zitat.

Sichter
(Graf Isolan), PlagProf:-)

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