Fandom

VroniPlag Wiki

Ssh/Fragment 217 01

< Ssh

31.285Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 01-32
Quelle: Wikipedia Irak-Krise 2007
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
Zeitgleich begannen die logistischen Vorbereitungen des Krieges am Persischen Golf und ehe der Sicherheitsrat konsultiert wurde, flog die US-Luftwaffe erste Angriffe auf irakische Stellungen.

In der EU war Deutschland bis Ende August nicht isoliert. Nach einem inoffiziellen Treffen der EU-Außenminister in Dänemark am 30.-31. August berichtete Gunter Pleuger, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, die Europäer seien sich einig, dass eine militärische Aktion ein neues Mandat des UN-Sicherheitsrates erfordere. Lediglich England sei anderer Ansicht. So verständigten sich die Europäer auf den Vorrang der Diplomatie. Erst in einem Interview mit der New York Times am 5. September lehnte Schröder einen Krieg unabhängig von einem UN-Mandat ab. Ein Regimewechsel sei kein legales und kein legitimes Ziel [623]. Mit diesem nun doppelten Nein zu einem militärischen Feldzug und zu einer deutschen Beteiligung, stellt sich die deutsche Regierung innerhalb Europas gegen den britischen Weg des Schulterschlusses.

Blair, der schon seit Monaten an der Seite Bushs stand, sicherte seinem amerikanischen Amtskollegen bei einem Besuch in Camp David am 7. September zu, dass London Washington unterstütze, wenn ein Präventivkrieg gegen den Irak auf der Agenda stehe [625]. Ein UN-Mandat aber solle angestrebt werden. Damit stellte sich England ohne Einschränkungen als erstes europäisches Land hinter die USA. Dem schließt sich unmittelbar vor dem Jahrestag der Anschläge Spaniens Regierungschef Aznar an, der versprach auch dann an der Seite Bushs zu stehen, „wenn dies Krieg bedeute [626]“.

Im Krieg gegen Terror, womit er auch den der baskischen Untergrundorganisation ETA meinte, und für den Fall, dass der Irak weiterhin die Resolutionen ignoriere, werde er sich „entschlossen an die Seite Amerikas“ stellen. Dass Saddam Hussein Kontakte mit Terroristen habe, sei für Madrid unstrittig. Für eine militärische Intervention sei der Rückhalt der UN „überaus wünschenswert, jedoch nicht zwingend“. Damit hat Spanien sich eindeutig neben den USA und England positioniert [626].

Ähnlich wie zuvor die Politik Blairs und Schröders, wurde von den Europäern die Politik Aznars kritisiert. Alle drei hätten ihre Politik einseitig gemacht, ohne die europäischen Partner in den Foren der GASP zu konsultieren und ohne die kleineren EU-Mitglieder einzubinden. [627]. Damit hätten sie die vertraglichen Selbstverpflichtungen ignoriert. Grundsätzlich tendierten, wie sich später zeigte, auch die Niederlande, Tschechien und Polen zu einer proamerikanischen Haltung.


623. Erlanger, Steven, German Candidates Unscathed After First TV Debate, .ew York Times, August 26, 2002.

625. President Bush, Prime Minister Blair Discuss Keeping the Peace, Remarks by the President and Prime Minister Tony Blair in Photo Opportunity Camp David, Maryland, The White House: http://www.whitehouse.gov/news/ releases/2002/09/20020907-2.html, September 7, 2002 (Zugriff am 07.12.2007).

626. El Pais, 11.09.2002.

627. Chronologie des Irakkriegs: Massenvernichtungswaffen oder Erdöl?, Umwelt- und Prognose- Institut (UPI): http://www.upi-institut.de /irakkrieg.htm (Zugriff am 07.12.2007).

Zeitgleich beginnen die logistischen Vorbereitungen des Krieges am Golf und ehe der Sicherheitsrat konsultiert wird, fliegt die US-Luftwaffe erste Angriffe auf irakische Stellungen.

In der EU ist Deutschland bis Ende August nicht isoliert. Nach einem inoffiziellen Treffen der EU-Außenminister im dänischen Helsingør am 30./31. August berichtet Gunter Pleuger, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, die Europäer seien sich einig, dass eine militärische Aktion ein neues Mandat des Sicherheitsrates erfordere. Lediglich Großbritannien sei anderer Ansicht. So verständigen sich die Europäer auf den Primat der Diplomatie. Erst in einem Interview mit der New York Times am 5. September lehnt Schröder einen Krieg unabhängig von einem UN-Mandat ab. Ein Regimewechsel sei kein legales und kein legitimes Ziel. Mit diesem nun doppelten Nein zu einem militärischen Feldzug und zu einer deutschen Beteiligung, stellt sich die deutsche Regierung innerhalb Europas gegen den britischen Weg des Schulterschlusses.

Blair, der schon seit Monaten an der Seite Bushs steht, sichert seinem amerikanischen Amtskollegen bei einem Besuch in Camp David am 7. September zu, dass London Washington unterstütze, wenn ein Präventivkrieg gegen den Irak auf der Agenda stehe. Ein Mandat der Vereinten Nationen aber solle angestrebt werden. Damit stellt sich Großbritannien ohne Umschweife und Einschränkungen als erstes europäisches Land hinter die USA. Dem schließt sich unmittelbar vor dem Jahrestag der Anschläge Spaniens Regierungschef Aznar an, der verspricht auch dann an der Seite Bushs zu stehen, „wenn dies Krieg bedeute“. Im Krieg gegen Terror, womit er auch den der baskischen Untergrundorganisation ETA meint, und für den Fall, dass der Irak weiterhin die Resolutionen ignoriere, werde er sich „entschlossen an die Seite Amerikas“ stellen. Dass Saddam Hussein Kontakte mit Terroristen habe, sei für Madrid unstrittig. Für eine militärische Intervention sei der Rückhalt der UN „überaus wünschenswert, jedoch nicht zwingend“. Damit hat Spanien sich eindeutig neben den USA und Großbritannien positioniert.

Ähnlich wie zuvor die Politik Blairs und Schröders wird nun von den Europäern die Politik Aznars kritisiert. Alle drei hätten ihre Politik einseitig, ohne die europäischen Partner in den Foren der GASP zu konsultieren und ohne die kleineren EU-Mitglieder einzubinden, gemacht. Damit hätten sie die vertraglichen Selbstverpflichtungen ignoriert, die im Sinne gegenseitiger Solidarität gebieten, jegliche Handlungen zu unterlassen, die „den Interessen der Union zuwiderläuft oder ihrer Wirksamkeit [...] schaden könnte“. Grundsätzlich tendieren auch die Niederlande, Tschechien und Polen zu einer proamerikanischen Haltung.

Anmerkungen

Seite vollständig aus der Wikipedia übernommen. Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02), Hindemith

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki