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Stf/Fragment 033 09

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 9-28
Quelle: Maas und Umbach 2004
Seite(n): 8-9, Zeilen: 8:21-45 - 9:1-12
Am 10. Februar 2003 gab die Provinzregierung erstmals eine Pressekonferenz, in der sie Bezug auf Gerüchte über eine grassierende atypische Lungenentzündung nahm.81

Diese via SMS und E-Mail millionenfach verbreiteten Gerüchte hatten bereits Panik in der Bevölkerung der Provinz ausgelöst und zu einer Verdreifachung der Preise für medizinisches Zubehör geführt. Dennoch erklärte die Regierung im Zuge eines traditionellen Krisenmanagements, dass die Situation unter Kontrolle sei. Diesen Standpunkt behielt der Provinzparteisekretär auch über die folgenden Wochen bei. So leugneten er und andere Parteifunktionäre jegliche Verbindung zwischen der in Guangdong und in Hongkong grassierenden Krankheit, das inzwischen von der WHO mit einer Reisewarnung belegt wurde. Erst nachdem ein Flugzeug aus Singapur in Frankfurt unter Quarantäne gestellt wurde, nahmen die westlichen Medien verstärkt Kenntnis von der Problematik. Die darauf folgende Absage einer Reihe von Konferenzen und Veranstaltungen in China durch westliche Konzerne veranlasste die chinesische Regierung, Ende März nach sechs Wochen aktiv zu werden. Zwar sagte der chinesische Gesundheitsminister Zhang der WHO umfassende Zusammenarbeit zu, trotzdem wurde die Arbeit der WHO-Mitarbeiter massiv durch mangelnde Versorgung mit notwendigem statistischem Material behindert und ihnen die Einreise in das betroffene Guangdong untersagt.82 Die Genehmigung vor Ort zu reisen, erfolgte schließlich erst, nachdem die WHO in einer drastischen Maßnahme am 1. April 2003 eine Reisewarnung für das inzwischen massiv betroffene Hongkong und auch die [Provinz Guangdong verhängte.]


81 MAAS/UMBACH (2004), S. 1-29.

82 MAAS/UMBACH (2004), S. 8.

[Seite 8]

Am 10. Februar 2003 gab die Provinzregierung erstmals eine Pressekonferenz, in der sie Bezug auf Gerüchte über eine grassierende atypische Lungenentzündung nahm. Diese via SMS und E-mail millionenfach verbreiteten Gerüchte1) hatten bereits Panik in der Bevölkerung der Provinz ausgelöst und zu einer Verdreifachung der Preise für medizinisches Zubehör geführt. Dennoch erklärte die Regierung im Zuge eines traditionellen Krisenmanagements von selektiver bis Disinformation, dass die Situation unter Kontrolle sei.

Diesen Standpunkt behielt der Provinzparteisekretär auch über die folgenden Wochen bei. So leugneten er und andere Parteifunktionäre jegliche Verbindung zwischen der in Guangdong grassierenden Krankheit und dem in Hongkong auftretenden Virus, welches inzwischen von der WHO mit einer Reisewarnung belegt wurde.

Erst nachdem ein Flugzeug aus Singapur in Frankfurt unter Quarantäne gestellt wurde, nahmen die westlichen Medien verstärkt Kenntnis von der Problematik. Die darauf folgende Absage einer Reihe von Konferenzen und Veranstaltungen in China durch westliche Konzerne veranlasste die chinesische Regierung Ende März nach sechs Wochen endlich

[Seite 9]

aktiv zu werden. Zwar sagte der chinesische Gesundheitsminister Zhang der WHO umfassende Zusammenarbeit zu, aber trotzdem wurde die Arbeit der WHO-Mitarbeiter massiv durch mangelnde Versorgung mit notwendigem statistischen Material behindert und ihnen die Einreise in das betroffene Guangdong untersagt. Die Genehmigung vor Ort zu reisen erfolgte schließlich erst, nachdem die WHO in einer drastischen Maßnahme am 1. April eine Reisewarnung für das inzwischen massiv betroffene Hongkong und auch die chinesische Provinz Guangdong verhängte.2)


1) Arnold Zeitlin, „SARS and the Chinese Media: A Brief Opening“, in: China Brief, Vol. II, Issue 13, 1.7.2003, http://jamestown.org/pubs/view/cwe_003_013_002.htm, (Zugriff 1.10.2003).

2) Ole Döring, „Anspruch und Wirklichkeit: Im Umgang mit SARS zeigen sich Chinas politische Schwachstellen“, in: China Aktuell (April 2003), S. 452.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02

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