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Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 3-21
Quelle: Deutscher Falun Dafa Verein 2003b
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: -
In einem Interview, das die chinesische Zeitschrift „The Epoch Times“ mit dem Frankfurter Virologen Dr. W. Preiser, der Mitglied der WHO-Untersuchungskommission im März und April 2003 war und über fünf Wochen lang die von der Krankheit betroffenen Gebiete bereist und untersucht hatte, sagte der Virologe:

„Die Lage hat sich ja in den letzten Wochen dramatisch zugespitzt. Ein ganz wesentliches Problem war die mangelnde Offenheit, es wurde abgewiegelt und verharmlost. Wir haben festgestellt, dass noch viele andere Provinzen von der Krankheit befallen sind, wo erst allmählich das Gesundheitssystem beginnt diese Fälle überhaupt zu erfassen. Es ist ja wertvolle Zeit leider verschenkt worden, mehrere Wochen, in denen man sich hätte vorbereiten müssen und sollen. Das ist vertan worden. In der Zeit konnte sich die Infektion weiter ausbreiten und natürlich ist es jetzt viel schwieriger geworden als es Anfang März gewesen wäre. Die Maßnahmen, die die chinesische Regierung jetzt durchführt, sind teilweise sehr übertrieben und überzogen. Auf alle Fälle ist es ein Versuch, die Verspätung zu kompensieren. Ich empfehle China dringend dafür zu sorgen, dass das öffentliche Gesundheitswesen, also die Gesundheitsämter in der Lage sind, die Fälle sehr zeitnah und schnell zu erfassen und Kontaktpersonen zu ermitteln. Und dass die Krankenhäuser in der Lage sind, alle Patienten, auch Verdachtspatienten mit SARS rechtzeitig gut zu behandeln, dass von ihnen keine weiteren Infektionen ausgehen.“84


84 MINGHUI (2003d), S. 1f.

Bei der 109. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Innere Medizin hat Herr Wolfgang Preiser, der sich vor kurzem als WHO-Experte in China mit Untersuchungen über die Lage von SARS befasst hatte, über seine China-Reise berichtet. Mit einer Reporterin von „The Epoch Times“ sprach der 37jährige Virologe aus Frankfurt.

F: Frage

[...]

F: Wann war das?

Preiser: Das war am 23. März. Und ich bin dann statt der vorgesehenen 10 Tage fünf Wochen insgesamt in China geblieben, am vergangenen Wochenende erst zurückgekehrt und habe in der Zeit zunächst das gesamte Land, also Peking, aber die Landesbehörden, also für ganz China, danach die Provinz Guandong, anschließend dann Peking, also das Stadtgebiet Peking und zuletzt Shanghai besucht und in jedem Falle die Eignung des Gesundheitssystems mit SARS fertig zu werden überprüft, Krankenhäuser besucht, Gesundheitsämter besucht und habe entsprechend dann, mit meinen Kollegen natürlich, Empfehlungen gegeben zur Verbesserung.

F: Und was war Ihr Eindruck in China? Wie sieht die aktuelle Lage der Verbreitung von SARS in China aus?

Preiser: Die Lage hat sich ja in den letzten Wochen dramatisch zugespitzt, aber man darf nicht vergessen, dass das die jetzt offiziell gemeldeten Zahlen sind und das die Lage nicht erst jetzt so schlimm geworden ist sondern eine geraume Zeit schon sehr schlecht sich darstellt, nur war das nach außen hin nicht bekannt und auch im Lande selber nicht bekannt gewesen. Also ein ganz wesentliches Problem war die mangelnde Offenheit, das war ja auch der Grund unserer Reise. Die war in keiner Weise gegeben, es wurde ja abgewiegelt und verharmlost und wir haben festgestellt, dass die Lage bei weitem nicht so gut unter Kontrolle ist wie das eben dargestellt wurde und die Folgen sehen wir jetzt mit den täglich ja teilweise drastisch ansteigenden Infektionszahlen insbesondere aus Peking, aber auch andere Provinzen sind betroffen, innere Mongolei, Shanxi und sicherlich noch viele andere, wo erst allmählich das Gesundheitssystem beginnt diese Fälle überhaupt zu erfassen. Denn nur wenn die Fälle erfasst werden, kann man ja auch eine weitere Ausbreitung verhindern.

F: Und wie schätzen Sie, wie wird es sich in China jetzt noch weiter entwickeln?

Preiser: Es wird sicherlich schwierig. Es ist ja wertvolle Zeit leider verschenkt worden, mehrere Wochen, in denen man sich hätte vorbereiten sollen und müssen. Das ist vertan worden. In der Zeit konnte sich die Infektion weiter ausbreiten und natürlich ist es jetzt sehr viel schwieriger geworden als es jetzt im Anfang März gewesen wäre. Wir hoffen schon, dass die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen ist. Das wird aber bestimmt mehrere Monate dauern, wahrscheinlich ein halbes Jahr oder noch länger.

[...]

F: Was ist ihr Eindruck zu den Maßnahmen, die die Chinesische Regierung bis jetzt durchgeführt hat?

Preiser: Die kommen einem schon teilweise sehr übertrieben und überzogen vor. [...] Andererseits sind natürlich im gegenwärtigen Zustand mit diesen stark ansteigenden Zahlen auch sehr einschneidende Maßnahmen vielleicht gerechtfertig. Es kommt trotzdem darauf an hier die Balance zu wahren und das scheint nicht immer der Fall zu sein. Auf alle Fälle ist es wohl auch ein Versuch, die Verspätung zu kompensieren, durch umso größere Aktivität.

F: Und was würden Sie China und den Chinesen empfehlen, wie sie sich noch verbessern könnten.

Preiser: Oh, da gibt es eine ganze Reihe von Dingen. Ganz wichtig ist, dass das öffentliche Gesundheitswesen, also die Gesundheitsämter, in der Lage sind, die Fälle sehr zeitnah, also schnell zu erfassen und Kontaktpersonen zu ermitteln. Und dass die Krankenhäuser in der Lage sind, alle Patienten, auch Verdachtspatienten mit SARS rechtzeitig gut zu behandeln und auch so zu behandeln, dass keine weiteren Infektionen davon ausgehen. Das sind die beiden wesentlichen Komponenten, auf die es ankommt.

Anmerkungen

Interessant: ein insgesamt als Zitat gekennzeichneter, manchmal sogar paraphrasierender Zusammenschnitt eines Originalinterviews. Zudem stammt an einer Stelle die "zitierte" Formulierung vom Fragesteller.

Sichter
(Graf Isolan)

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