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24 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Tb/Fragment 002 10 - Diskussion
Bearbeitet: 10. September 2014, 19:50 Schumann
Erstellt: 30. August 2014, 14:39 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 10 ff.
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 8 f., Zeilen: 8: 14 ff.; 9: 1 ff.
1.2. Schmerzen und Nozizeption

1.2.1 Schmerzdefinition

Die „International Association for the Study of Pain“8 definiert den Schmerz folgendermaßen:

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird. Schmerz ist immer subjektiv und wird als körperliches Phänomen erlebt, ist somit nicht lediglich ein sensorischer Wahrnehmungsprozess.“

Aus der Definition geht hervor, dass es sich bei Schmerz nicht nur um eine reine Sinnesempfindung handelt, sondern dass zusätzlich ein meist unlustbetontes Gefühlserlebnis hinzukommt.

1.2.2 Physiologische Grundlagen

Der akute Schmerz, der auf einer Stimulation des nozizeptiven Systems beruht, ist physiologisch. Er dient als Warnsignal bei der Einwirkung bedrohlicher schädigender Einflüsse auf den Körper. Als pathologisch wird Schmerz nur dann angesehen, wenn er ohne Einwirkung im Nervensystem entsteht.


8. Melzack R, D. Wall P. The challenge of pain. Basic Books New York 1983:447.

1.6 Schmerzen und Nozizeption

1.6.1 Schmerzdefinition

Die „International Association for the Study of Pain“ (103) definiert den Schmerz folgendermaßen:

„Schmerz ist ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit aktueller oder potentieller Gewebeschädigung verknüpft ist oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird. Schmerz ist immer subjektiv und wird als körperliches Phänomen erlebt, ist somit nicht lediglich ein sensorischer Wahrnehmungsprozess.“

Aus der Definition geht hervor, dass es sich bei Schmerz nicht nur um eine reine Sinnesempfindung handelt, sondern dass zusätzlich ein meist unlustbetontes Gefühlserlebnis hinzukommt.

[Seite 9]

1.6.2 Physiologische Grundlagen

Der akute Schmerz, der auf einer Stimulation des nozizeptiven Systems beruht, ist physiologisch. Er dient als Warnsignal bei der Einwirkung bedrohlicher schädigender Einflüsse auf den Körper. Als pathologisch wird Schmerz nur dann angesehen, wenn er ohne äußere Einwirkungen im Nervensystem entsteht.


103 Melzack R, Wall PD (eds): The Challenge of Pain. Basic Books New York (1983)

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Die IASP Definition [1] ist lediglich: "An unpleasant sensory and emotional experience associated with actual or potential tissue damage, or described in terms of such damage."
Der zweite Satz ist vermutlich von Melzack & Wall zusammengefasst aus den Erläuterungen.

Aus "P. D. Wall" wird "D. Wall P.".

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[2.] Tb/Fragment 003 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. September 2014, 05:11 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 14:50 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 9, Zeilen: 6 ff.
1.2.3 Schmerzqualitäten

Schmerzen können je nach Entstehungsort in somatische und viszerale Schmerzen unterteilt werden. Der somatische Schmerz lässt sich wiederum in zwei Qualitäten unterteilen, den Oberflächenschmerz und den Tiefenschmerz. Der Oberflächenschmerz entsteht in der Haut. Er wird oft als „heller“ Schmerz beschrieben, der gut zu lokalisieren ist. Der Tiefenschmerz hingegen wird eher als „dumpf“ und schlecht lokalisierbar bezeichnet. Er geht von Muskeln, Gelenken, Bindegeweben und Knochen aus und strahlt in die Umgebung aus. Viszerale Schmerzen entstehen z.B. nach Eingriffen in Körperhöhlen. Eine rasche Dehnung der glatten Muskulatur von Hohlorganen und krampfartige Kontraktionen führen zur Aktivierung der sonst ruhenden Nozizeptoren9,10. Diese Art Schmerz wird häufig als tiefliegend, ziehend, dumpf und nicht exakt zu lokalisieren beschrieben. Auch kann er mit Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen, Blutdruckanstieg und Tachykardie einhergehen. Der Eingeweideschmerz bleibt häufig nicht auf das betroffene Gebiet beschränkt, sondern strahlt in andere oberflächliche, entfernte Körperregionen aus. Dieses Phänomen bezeichnet man als „übertragenen Schmerz“. Hierbei sind zumeist Körperregionen betroffen, die vom gleichen Rückenmarkssegment nerval versorgt werden wie das geschädigte Gewebe.

1.2.4 Schmerzbewertung

Sowohl sensorische und affektive als auch vegetative und motorische Komponenten tragen zur Schmerzempfindung bei. Diese vier Komponenten gehen in die Schmerzbewertung und Schmerzäußerung jedes einzelnen in unterschiedlichem Ausmaß ein. Auch entscheidend für die aktuelle Schmerzbewertung ist die bisherige Schmerzerfahrung in der Vergangenheit.


9. Cervero F. Sensory innervation of the viscera: peripheral basis of visceral pain. Physiol Rev 1994;74:95-138.

10. Jankovic D. Regionalblockaden in Klinik und Praxis: Lehrbuch und Atlas. 2. Auflage Blackwell-Wiss.-Verl Berlin 2000:340.

1.6.3 Schmerzqualitäten

Schmerzen können je nach Entstehungsort in somatische und viszerale Schmerzen unterteilt werden.

Der somatische Schmerz lässt sich wiederum in zwei Qualitäten unterteilen, den Oberflächenschmerz und den Tiefenschmerz. Der Oberflächenschmerz entsteht in der Haut. Er wird oft als „heller“ Schmerz beschrieben, der gut zu lokalisieren ist. Der Tiefenschmerz hingegen wird eher als „dumpf“ und schlecht lokalisierbar bezeichnet. Er geht von Muskeln, Gelenken, Bindegewebe und Knochen aus und strahlt in die Umgebung aus.

Viszerale Schmerzen entstehen z.B. nach Eingriffen in Köperhöhlen. Eine rasche Dehnung der glatten Muskulatur von Hohlorganen und krampfartige Kontraktionen führen zur Aktivierung der sonst ruhenden Nozizeptoren (19, 71). Diese Art Schmerz wird häufig als tiefliegend, ziehend, dumpf und nicht exakt zu lokalisieren beschrieben. Auch kann er mit Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen, Blutdruckanstieg und Tachykardie einhergehen. Der Eingeweideschmerz bleibt häufig nicht auf das betroffene Gebiet beschränkt, sondern strahlt in andere oberflächliche, entfernte Körperregionen aus. Dieses Phänomen bezeichnet man als „übertragenen Schmerz“. Hierbei sind zumeist Körperregionen betroffen, die vom gleichen Rückenmarkssegment nerval versorgt werden wie das geschädigte Gewebe (85).

1.6.4 Schmerzbewertung

Sowohl sensorische und affektive als auch vegetative und motorische Komponenten tragen zur Schmerzempfindung bei. Diese vier Komponenten gehen in die Schmerzbewertung und Schmerzäußerung jedes einzelnen in unterschiedlichem Ausmaß ein. Auch entscheidend für die aktuelle Schmerzbewertung ist die bisherige Schmerzerfahrung in der Vergangenheit.


19 Cervero F: Sensory innervation of the viscera: peripheral basis of visceral pain. Physiol Rev 74 (1994): 95-138

71 Jänig J, Häbler H-J: Visceral-autonomic integration. In: Gebhard GF (ed) Visceral Pain. Progr Pain Res Manage, Vol 5 (1995) IASP Press, Seattle: 311-348

85 Larsen R: Aufwachraum. In: Larsen R: Anästhesie 7. Auflage Urban & Fischer, München, Jena: 767-781

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Die Angabe von Jankovic kann eher nicht auf S. 340 stehen, das Buch hat aber genau 340 Seiten [2].

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[3.] Tb/Fragment 004 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. September 2014, 05:17 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 14:59 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 10, Zeilen: 1 ff.
1.2.5 Nozizeption

Der Schmerz ist eine eigene Sinnesmodalität, für deren Entstehung ein weitgehend dafür spezialisierter nervöser Apparat von Sensoren, Leitungsbahnen und Zentren vorhanden ist. Die von den Nozizeptoren aktivierten neuronalen Strukturen werden als nozizeptives System bezeichnet. Die Aufnahme, Weiterleitung und die zentralnervöse Verarbeitung noxischer Reize werden als Nozizeption bezeichnet.

1.2.6 Nozizeptoren

Nozizeptoren gehören zu den speziellen Sensoren des Schmerzes. Es handelt sich um Sinnesrezeptoren, die eine relativ hohe Reizintensität zu ihrer Erregung benötigen. Sie sprechen normalerweise erst auf starke mechanische oder thermische Reize an. Ihre afferenten Axone sind dünn markhaltig oder marklos. Die dünnen myelinisierten Fasern (Gruppe III- oder A∂-Fasern) haben Leitungsgeschwindigkeiten von 2,5 m/s und 20 m/s, die marklosen Fasern, die zur Gruppe IV oder C-Fasern gehören, haben Geschwindigkeiten von 2,5 m/s. Es gibt unimodale (monomodale) Nozizeptoren, die nur auf eine Reizart, z.B. nur thermische oder nur mechanische Reize reagieren. Bei der Mehrzahl handelt es sich jedoch um polymodale Nozizeptoren, die auf verschiedene Reizarten -wie mechanische, thermische oder chemische Reize- ansprechen, falls diese die entsprechende gewebsschädigende Intensität erreichen. Bei pathophysiologischer Veränderung des Gewebes kommt es zu einer Sensibilisierung der Nozizeptoren. Die Reizschwelle für thermische und/oder mechanische Reize ist so weit herabgesetzt, dass auch Reize nichtnoxischer Intensität zu einer Erregung führen. Ausgelöst oder unterstützt wird diese Herabsetzung der Reizschwelle wahrscheinlich durch die Gewebsreaktion, die zu einer Freisetzung verschiedener algetischer Substanzen führt (z.B. Bradykinin, Serotonin, Histamin, Leukotriene).

1.6.5 Nozizeption

Der Schmerz ist eine eigene Sinnesmodalität, für deren Entstehung ein weitgehend dafür spezialisierter nervöser Apparat von Sensoren, Leitungsbahnen und Zentren vorhanden ist. Die von den Nozizeptoren aktivierten neuronalen Strukturen werden als nozizeptives Systems bezeichnet. Die Aufnahme, Weiterleitung und die zentralnervöse Verarbeitung noxischer Reize werden als Nozizeption bezeichnet (85).

1.6.5.1 Nozizeptoren

Nozizeptoren gehören zu den speziellen Sensoren des Schmerzes. Es handelt sich um Sinnesrezeptoren, die eine relativ hohe Reizintensität zu ihrer Erregung benötigen. Sie sprechen normalerweise erst auf starke mechanische oder thermische Reize an. Ihre afferenten Axone sind dünn markhaltig oder marklos. Die dünnen myelinisierten Fasern (Gruppe III- oder Aδ-Fasern) haben Leitungsgeschwindigkeiten von 2,5m/s und 20m/s, die marklosen Fasern, die zur Gruppe IV oder C-Fasern gehören, haben Geschwindigkeiten von 2,5m/s (124). Es gibt unimodale (monomodale) Nozizeptoren, die nur auf eine Reizart, zum Beispiel nur thermische oder nur mechanische Reize reagieren. Bei der Mehrzahl handelt es sich jedoch um polymodale Nozizeptoren, die auf verschiedene Reizarten, wie mechanische, thermische oder chemische Reize ansprechen, falls diese die entsprechende gewebeschädigende Intensität erreichen. Bei pathophysiologischer Veränderung des Gewebes kommt es zu einer Sensibilisierung der Nozizeptoren. Die Reizschwelle für thermische und/oder mechanische Reize ist so weit herabgesetzt, dass auch Reize nichtnoxischer Intensität zu einer Erregung führen. Ausgelöst oder unterstützt wird diese Herabsetzung der Reizschwelle wahrscheinlich durch die Gewebsreaktion, die zu einer Freisetzung verschiedener algetischer Substanzen führt (z.B. Bradykinin, Serotonin, Histamin, Leukotriene).


85 Larsen R: Aufwachraum. In: Larsen R: Anästhesie 7. Auflage Urban & Fischer, München, Jena: 767-781

124 Schaible HG, Schmidt RF: Nozizeption und Schmerz. In Schmidt RF, Thews G: Physiologie des Menschen. Springer, Berlin Heidelberg New York 1995, 26. Auflage: 236-250

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[4.] Tb/Fragment 005 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. September 2014, 05:31 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 15:07 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 10 f., Zeilen: 10: ff.; 11: 1 ff.
1.2.7 Schmerzweiterleitung und Schmerzverarbeitung

Über die A∂- und die C-Fasern werden die Impulse zum Rückenmark geleitet und auf die Neurone des Hinterhorns umgeschaltet, von wo sie über die Vorderseitenstrangbahn erst zum Hirnstamm ziehen und sich dort mit den nozizeptiven Afferenzen des Kopfbereiches, die zumeist aus dem Nervus trigeminus stammen, vereinigen. Von hier steigen die Fasern zum Thalamus und zur Formatio reticularis auf, von denen wiederum Projektionen in die Großhirnrinde führen.

1.2.8 Der postoperative Schmerz und ihre Auswirkungen auf den Organismus

Nach allen operativen Eingriffen entstehen akute Schmerzen unterschiedlicher Stärke, die in der frühen postoperativen Phase am stärksten sind und im weiteren Verlauf an Intensität verlieren. Auch wenn bei operativen Eingriffen das Ausmaß der Gewebeschädigung möglichst gering gehalten wird, kommt es zu einer Reizung von Nozizeptoren und zu Verletzungen von Axonen, die Impulse zum Rückenmark senden. Eine unzureichende postoperative Analgesie führt bei einer Vielzahl von Patienten nicht nur zu psychischen Krisen und Angst, sondern hat auch Einfluss auf zahlreiche Körperfunktionen. Schmerzen sind eine der wesentlichen Ursachen, die postoperativen Stress unterstützen3,11. Besondere Auswirkungen haben postoperative Schmerzen auf die Atemfunktion. Hierbei ist die Art des chirurgischen Eingriffs von entscheidender Bedeutung für das Ausmaß der Auswirkungen. Besonders Thorakotomien und Oberbaucheingriffe verursachen die größten Beschwerden. Durch die bei der Atmung auftretenden Schmerzen erhält der Ablauf eines Atemzuges einen angespannten Charakter. Atemzugvolumen, Vitalkapazität, die maximal exspiratorische Atemstromstärke sowie die Compliance und die funktionelle Residualkapazität sind vermindert. Es kann zur Ausbildung von Atalektasen mit Störung des pulmonalen Gasaustausches kommen, welches wiederum das Auftreten von Infektionen begünstigen kann. Besonders häufig sind Menschen mit bereits vorbestehenden Lungenerkrankungen betroffen. Auch das Herz-Kreislaufsystem kann bei starken Schmerzen durch die Aktivierung des sympathoadrenergen Systems in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kommt zu Tachykardie, Blutdruckanstieg, peripherer Vasokonstruktion, Zunahme der Herzarbeit und des myokardialen Sauerstoffverbrauchs. Durch postoperative nozizeptive Impulse aus den Eingeweiden können auch Übelkeit und Erbrechen sowie [ein Ileus ausgelöst werden.]


3. Kehlet H, Jensen TS, Woolf CJ. Persistent postsurgical pain: risk factors and prevention. Lancet 2006;367:1618-25.

11. Wilmore DW, Long JM, Mason AD, Pruitt BA. Stress in surgical patients as a neurophysiologic reflex response. Surg Gynecol Obstet 1976;142:257-69.

1.6.5.2 Schmerzweiterleitung und Schmerzverarbeitung

Über die Aδ- und die C-Fasern werden die Impulse zum Rückenmark geleitet und auf die Neurone des Hinterhorns umgeschaltet, von wo sie über die Vorderseitenstrangbahn erst zum Hirnstamm ziehen und sich dort mit den nozizeptiven Afferenzen des Kopfbereiches, die zumeist aus dem Nervus trigeminus stammen, vereinigen. Von hier steigen die Fasern zum Thalamus und zur Formatio reticularis auf, von denen wiederum Projektionen in die Großhirnrinde führen.

[Seite 11]

1.6.6 Der postoperative Schmerz und seine Auswirkungen auf den Organismus

Nach allen operativen Eingriffen entstehen akute Schmerzen unterschiedlicher Stärke, die in der frühen postoperativen Phase am stärksten sind und im weiteren Verlauf an Intensität verlieren.

Auch wenn bei operativen Eingriffen das Ausmaß der Gewebeschädigung möglichst gering gehalten wird, kommt es zu einer Reizung von Nozizeptoren und zu Verletzungen von Axonen, die Impulse ins Rückenmark senden.

Eine unzureichende postoperative Analgesie führt bei einer Vielzahl von Patienten nicht nur zu psychischen Krisen und Angst, sondern hat auch Einfluss auf zahlreiche Körperfunktionen. Schmerzen sind eine der wesentlichen Ursachen, die postoperativen Stress unterstützen (75, 157).

Besondere Auswirkungen haben postoperative Schmerzen auf die Atemfunktion. Hierbei ist die Art des chirurgischen Eingriffs von entscheidender Bedeutung für das Ausmaß der Auswirkungen. Besonders Thorakotomien und Oberbaucheingriffe verursachen die größten Beschwerden. Durch die bei der Atmung auftretenden Schmerzen erhält der Ablauf eines Atemzuges einen angespannten Charakter. Atemzugvolumen, Vitalkapazität, die maximal expiratorische Atemstromstärke sowie die Compliance und die funktionelle Residualkapazität sind vermindert. Es kann zur Ausbildung von Atelektasen mit Störung des pulmonalen Gasaustausches kommen, was wiederum das Auftreten von Infektionen begünstigen kann. Besonders häufig sind Menschen mit bereits vorbestehenden Lungenerkrankungen betroffen (142).

Auch das Herz-Kreislaufsystem kann bei starken Schmerzen durch die Aktivierung des sympathoadrenergen Systems in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kommt zu Tachykardie, Blutduckanstieg, peripherer Vasokonstriktion, Zunahme der Herzarbeit und des myokardialen Sauerstoffverbrauchs.

Durch postoperative nozizeptive Impulse aus den Eingeweiden können auch Übelkeit und Erbrechen sowie ein Ileus ausgelöst werden.


75 Kehlet H: The modifying effect of general and regional anesthesia on the endocrine metabolic response to surgery. Regional anesthesia 7(Suppl):(1982)68-74

142 Taylor TH, Major E: Risiken und Komplikationen in der Anästhesie. 1. Auflage Fischer Verlag Lübeck (1997) vervollst [sic!]

157 Wilmore DW, Long JM, Mason AD, Pruitt BA: Stress in surgical patients as neurophysiologic reflex response. Surg Gynecol Obstet 142 (1976):257-269

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[5.] Tb/Fragment 006 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. September 2014, 05:42 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 15:12 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1-3
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 11, Zeilen: 28-30
Die motorische Beweglichkeit der Patienten wird durch den postoperativen Schmerz erheblich herabgesetzt, was bei langen Liegezeiten zum Abbau von Muskelgewebe und der Entstehung von Druckstellen führen kann. Die motorische Beweglichkeit der Patienten wird durch den postoperativen Schmerz erheblich herabgesetzt, was bei langen Liegezeiten zum Abbau von Muskelgewebe und der Entstehung von Druckstellen führen kann.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[6.] Tb/Fragment 006 04 - Diskussion
Bearbeitet: 3. September 2014, 18:03 WiseWoman
Erstellt: 31. August 2014, 10:49 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Olenberger 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 4-7, 20 ff.
Quelle: Olenberger 2009
Seite(n): 5, Zeilen: 7 ff.
Die Schmerzintensität und die Schmerzdauer werden durch den Zeitpunkt des Beginns der Schmerzbehandlung und der Effektivität der Schmerzbehandlung bestimmt12. Die bereits intraoperative Unterdrückung nozizeptiver Impulse vermeidet so eine Schmerzsensibilisierung auf Rückenmarkebene und/oder Thalamusebene13.

[...]

Weiterhin konnte in prospektiven klinischen Studien gezeigt werden, dass das Verfahren mit einer geringen Komplikationsrate verbunden ist und zu einer Verkürzung des Krankenaufenthaltes führt im Vergleich zur „patient controlled analgesia“ (PCA) mit Opioden16,17.

Der Epiduralkatheter für die postoperative Schmerztherapie wird üblicherweise vor Einleitung der Narkose gelegt. Über diesen Katheter wird dann postoperativ eine Opioid-Lokalanästhetikum-Lösung epidural appliziert. Für eine bereits intraoperative Anwendung der Epiduralanästhesie in Kombination mit einer Allgemeinanästhesie sind eine Reihe von günstigen Effekten beschrieben:


12. Bach S, Noreng MF, Tjéllden NU. Phantom limb pain in amputees during the first 12 months following limb amputation, after preoperative lumbar epidural blockade. Pain 1988;33:297-301.

13. Shir Y, Raja SN, Frank SM. The effect of epidural versus general anesthesia on postoperative pain and analgesic requirements in patients undergoing radical prostatectomy. Anesthesiology 1994;80:49-56.

16. Kehlet H, Dahl JB. The value of "multimodal" or "balanced analgesia" in postoperative pain treatment. Anesth Analg 1993;77:1048-56.

17. Rodgers A, Walker N, Schug S, et al. Reduction of postoperative mortality and morbidity with epidural or spinal anaesthesia: results from overview of randomised trials. BMJ 2000;321:1493.

In prospektiven klinischen Studien konnte gezeigt werden, dass das Verfahren mit einer geringen Komplikationsrate verbunden ist und zu einer Verkürzung des Krankenaufenthaltes führt im Vergleich zur „patient controlled analgesia“ (PCA) mit Opioden [Kehlet und Dahl 1993, Rodgers et al. 2000]. [...]

Der Periduralkatheter für die postoperative Schmerztherapie wird üblicherweise vor Einleitung der Narkose gelegt. Über diesen Katheter wird dann postoperativ eine Opioid-Lokalanästhetikum-Lösung epidural appliziert. Für eine bereits intraoperative Anwendung der Periduralanästhesie in Kombination mit einer Allgemeinanästhesie sind eine Reihe von günstigen Effekten beschrieben: [...]

Die Schmerzintensität und die Schmerzdauer werden durch den Zeitpunkt des Beginns der Schmerzbehandlung und der Effektivität der Schmerzbehandlung bestimmt [Bach at al. 1988]. Die Unterdrückung nozizeptiver Impulse bereits intraoperativ vermeidet so eine Schmerzsensibilisierung auf Rückenmarkebene und/oder Thalamusebene [Shir et al.1994].


Bach S, Noreng MF, Tjellden NU. Phantom limb pain in amputees during the first 12 months following limb amputation, after preoperative lumbar epidural blockade. Pain 1988; 33:297-301.

Kehlet H, Dahl JB. The value of multi-modal or balanced analgesia in postoperative pain relief. Aneasth Analg 1993; 77:1048-56.

Rodgers A, Walker N, Schug S, et al. Reduction of post-operative mortality and morbidity with epidural or spinal anaesthesia: results from overview of randomised trials. BMJ 2000; 321: 1493-7.

Shir Y, Raja SN, Frank SM. The effect of epidural versus general anaesthesia on postoperative pain and analgesic requirements in patients undergoing radical prostatectomy. Anaesthesiology 1994; 80: 49-56.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[7.] Tb/Fragment 007 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. September 2014, 18:50 Agrippina1
Erstellt: 31. August 2014, 11:00 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Olenberger 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Olenberger 2009
Seite(n): 5 f., 8 f., Zeilen: 5: 20 ff.; 6: 1 ff.; 8: 26 ff.; 9: 1 ff.
* Reduktion der postoperativen Pneumonierate18
  • Verbesserung der abdominellen Motilität19-22
  • Reduktion der postoperativen Stressantwort, verbunden ist mit einer Verbesserung des postoperativen Ergebnisses23

Für die postoperative Stressantwort ist das Schmerzniveau intraoperativ wie postoperativ eine entscheidende Determinante.

Bei Patienten, die sich einem abdominal- oder thoraxchirurgischen Eingriff unterziehen, könnte eine bereits intraoperativ begonnene thorakale Epiduralanästhesie mit dem Ziel einer kompletten Unterdrückung der nozizeptiven Wahrnehmung auf Rückenmarkniveau im Vergleich zu einer inkompletten intravenösen intraoperativen Schmerzausschaltung eine Reduktion des postoperativen Schmerzes bedeuten. Eine Reduktion des postoperativen Schmerzes sollte so zur verminderten postoperativen Analgetikaverordnung führen. Diese Reduktion wiederum sollte weniger unerwünschte Wirkungen von Schmerzmitteln wie die postoperative Übelkeit und Erbrechen verursachen.

1.3.1 Definition

Die Epiduralanästhesie ist ein rückenmarknahes regionales Anästhesieverfahren. Dabei wird das Anästhetikum in den Epiduralraum in die Nähe der zum Rückenmark führenden Nervenfasern appliziert. Der Epiduralraum enthält die Wurzeln der aus dem Rückenmark ziehenden Nerven, Blutgefäße und Fette. Im Jahre 1898 führte Bier die erste Lumbalpunktion und die erste Spinalanästhesie mit 0,5% Kokainlösung in Kiel durch. Schon 1901 berichteten Sicard und Cathlelin unabhängig voneinander über erste Erfahrungen mit der PDA. Curbelo führte dann 1949 die erste kontinuierliche Epiduralanästhesie durch.

Die Weiterentwicklung der lumbalen Epiduralanästhesie führte zur thorakalen Epiduralanästhesie.

Zunächst galt die thorakale Epiduralanästhesie als zu riskant im Vergleich zur lumbalen Epiduralanästhesie, weil das Rückenmark im lumbalen Bereich oberhalb des Niveaus des 2. Lendenwirbels endet. Die direkte Verletzung des Rückenmarks bei der Punktion [ist eine sehr seltene Komplikation.]


18. Jayr C, Thomas H, Rey A, Farhat F, Lasser P, Bourgain JL. Postoperative pulmonary complications. Epidural analgesia using bupivacaine and opioids versus parenteral opioids. Anesthesiology 1993;78:666-76.

19. Bredtmann RD, Herden HN, Teichmann W, et al. Epidural analgesia in colonic surgery: results of a randomized prospective study. Br J Surg 1990;77:638-42.

20. Scheinin B, Asantila R, Orko R. The effect of bupivacaine and morphine on pain and bowel function after colonic surgery. Acta anaesthesiologica Scandinavica 1987;31:161-4.

21. Seeling W, Bruckmooser KP, Hüfner C, Kneitinger E, Rigg C, Rockemann M. No reduction in postoperative complications by the use of catheterized epidural analgesia following major abdominal surgery. Der Anaesthesist 1990;39:33-40.

22. Wattwil M, Thorén T, Hennerdal S, Garvill JE. Epidural analgesia with bupivacaine reduces postoperative paralytic ileus after hysterectomy. Anesth Analg 1989;68:353-8.

23. Litz RJ, Bleyl JU, Frank M, Albrecht DM. Combined anesthesia procedures. Der Anaesthesist 1999;48:359-72.

[Seite 5]

eine Reduktion der postoperativen Pneumonierate [Jayr et al. 1993], eine Verbesserung der abdominellen Motilität [Scheinin et al. 1987, Wattwil et al. 1989, Bredtmann et al. 1990, Seeling et al. 1990] und eine Reduktion der postoperativen Stressantwort [Caspender et al.1995], die verbunden ist mit einer Verbesserung des postoperativen Ergebnisses [Litz et al.1999]. Für die postoperative Stressantwort ist das Schmerzniveau intraoperativ wie postoperativ eine entscheidende Determinante.

Bei Patienten, die sich einem abdominal- oder thoraxchirurgischen Eingriff unterziehen, könnte eine bereits intraoperativ begonnene thorakale

[Seite 6]

Epiduralanästhesie mit dem Ziel einer kompletten Unterdrückung der nozizeptiven Wahrnehmung auf Rückenmarksniveau im Vergleich zu einer inkompletten intravenösen intraoperativen Schmerzausschaltung eine Reduktion des postoperativen Schmerzes bedeuten. Eine Reduktion des postoperativen Schmerzes sollte so zur verminderten postoperativen Analgetikaverordnung führen. Diese Reduktion wiederum sollte weniger unerwünschte Wirkungen von Schmerzmittel wie die postoperative Übelkeit und Erbrechen verursachen.

[Seite 8]

1.3.1 Definition

Die Epiduralanästhesie oder Periduralanästhesie ist ein rückenmarksnahes regionales Anästhesieverfahren. Dabei wird das Anästhetikum in den Epiduralraum in die Nähe der zum Rückenmark führenden Nervenfasern appliziert. Der Epiduralraum enthält die Wurzeln der aus dem Rückenmark ziehenden Nerven, Blutgefäße und Fett.

[Seite 9]

Im Jahre 1898 führte Bier die erste Lumbalpunktion und die erste Spinalanästhesie mit 0,5% Kokainlösung in Kiel durch. Schon 1901 berichteten Sicard und Cathlelin unabhängig voneinander über erste Erfahrungen mit der PDA. Curbelo führte dann 1949 die erste kontinuierliche PDA durch. Die Weiterentwicklung der lumbalen PDA führte zur thorakalen PDA. Zunächst galt die thorakale PDA als zu riskant im Vergleich zur lumbalen PDA, weil das Rückenmark im lumbalen Bereich oberhalb des Niveaus des 2. Lendenwirbels endet. Die direkte Verletzung des Rückenmarks bei der Punktion ist eine sehr seltene Komplikation.


Bredtmann RD, Herden HN, Teichmann W et al. Epidural analgesia in colonic surgery: results of a randomized prospective study. Br J Surg 1990; 77: 638-42

Caspenter RL, Liu S, Neal JM. Epiduralanasthesia and analgesia. Their role in postoperative outcome.Anesthesiology, 1995; 82; 1474-506.

Litz RJ, Bleyl JU, Frank M, Albrecht DM. Kombinierte Anästhesieverfahren. Anaesthesist 1999; 48: 359-72

Scheinin B, Asantila R, Orko R. The effect of bupivacain and morphine on pain and bowel function after colonic surgery. Acta Anaesthesiol Scand 1987; 31:161-4.

Wattwill M, Thoren T, Hennerdal S, Garvill JE. Epidural analgesia with bupivacaine reduces postoperative paralytic ileus after hysterectomy. Anesth Analg 1989; 68: 353-8.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. [Jayr et al 2003] und [Seeling et al. 1990] werden in der Quelle referenziert, jedoch nicht im Literaturverzeichnis angegeben.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[8.] Tb/Fragment 008 02 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2014, 22:33 Singulus
Erstellt: 31. August 2014, 11:28 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Olenberger 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 2 ff.
Quelle: Olenberger 2009
Seite(n): 9, Zeilen: 10 ff.
Bei der heute eingesetzten Technik der thorakalen Epiduralanästhesie wird zumeist eine mediane Punktion durchgeführt (siehe Abbildung 1). Nach lokaler Anästhesie der Einstichstelle wird mit einer Hohlnadel mit stumpfer Spitze unter gleichzeitigem Druck mit einer aufgesetzten, mit physiologischer Kochsalzlösung oder auch Luft gefüllten Spritze der Epiduralraum nach dem loss-of-resistance Verfahren identifiziert. Dabei zeigt der plötzlich nachlassende Widerstand das Passieren des Ligamentum flavums und damit das Erreichen des Epiduralraumes an. Durch die Hohlnadel wird dann für ein kontinuierliches Verfahren ein Katheter in den Epiduralraum vorgeschoben. Dieser Katheter wird in unserer Klinik durch eine subkutane Tunnelung ausgeleitet und mit Pflastern fixiert.

Eine akzidentelle intrathekale Lage wird durch eine negative Aspiration und Injektion einer Testdosis (3 ml Bupivacain 0,5%) ausgeschlossen. Dabei wird eine intrathekale und damit spinale Lage durch eine rasche und über mehrere Segmente ausgedehnte Anästhesie mit der Möglichkeit einer sogenannten „hohen“ Spinalanästhesie angezeigt. Eine akzidentelle intravasale Katheterlage in eine der zahlreichen Venen im Epiduralraum wird durch eine Aspiration von Blut oder durch eine systemische Wirkung des Lokalanäshestikums bis hin zum generalisierten Krampfanfall angezeigt24.


24. J. Kox W. Check-up Anästhesiologie: Standards Anästhesie - Intensivmedizin. Springer-Verlag Berlin, 2005:662.

Bei der heute eingesetzten Technik der thorakalen PDA wird zumeist eine mediane Punktion durchgeführt (siehe Abbildung 1). Nach lokaler Anästhesie der Einstichstelle wird mit einer Hohlnadel mit stumpfer Spitze unter gleichzeitigem Druck mit einer aufgesetzten mit physiologischer Kochsalzlösung oder auch Luft gefühlter [sic] Spritze der Epiduralraum nach dem loss-of-resistance Verfahren identifiziert. Dabei zeigt der plötzlich nachlassende Widerstand das Passieren des Ligamentum flavums und damit das Erreichen des Periduralraumes an. Durch die Hohlnadel wird dann für ein kontinuierliches Verfahren ein Katheter in den Periduralraum vorgeschoben. Dieser Katheter wird in unserer Klinik durch eine subkutane Tunnelung ausgeleitet und mit Pflastern fixiert. Eine akzidentelle intrathekale Lage wird durch eine negative Aspiration und Injektion einer Testdosis (3 ml Bupivacain 0,5%) ausgeschlossen. Dabei wird eine intrathekale Lage und damit spinale Lage durch eine rasche und über mehrere Segmente ausgedehnte Anästhesie mit der Möglichkeit einer sogenannten „hohen“ Spinalanästhesie angezeigt. Eine akzidentelle intravasale Katheterlage in eine der zahlreichen Venen im Epiduralraum wird durch eine Aspiration von Blut oder durch eine systemische Wirkung des Lokalanäshestikums bis hin zum generalisierten Krampfanfall angezeigt.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[9.] Tb/Fragment 009 01 - Diskussion
Bearbeitet: 10. September 2014, 19:41 WiseWoman
Erstellt: 31. August 2014, 11:50 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Olenberger 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Olenberger 2009
Seite(n): 10, Zeilen: 1 ff.
Abbildung 1 Epiduralanästhesie (EPI)

Tb-Abb-1-S-9.png

Abbildung entnommen aus: Ullrich, L. Zu- und ableitende Systeme - Fürsorglich pflegen im Hightech-Umfeld, 1. Auflage, Thieme 2000, S. 237 (mit freundlicher Genehmigung des Georg Thieme Verlags)

1.3.2 Kontraindikationen

Kontraindikationen für eine thorakale Epiduralanästhesie sind25:

1.3.2.1 Absolute Kontraindikationen

  • Ablehnung durch den Patienten
  • lokale Infektionen an der Punktionsstelle
  • Allergie auf Lokalanästhetika

25. Heck M, Fresenius M. Regionalanästhesie. In: Heck M, Fresenius M. Repetitorium Anästhesiologie. Springer-Verlag Berlin, Deutschland, 2004: 130-6.

Abbildung 1. Periduralanästhesie (PDA)

Olenberger-2009-Abb-1-S-10.png


1.3.2 Kontraindikationen

Kontraindikationen für eine thorakale PDA sind [Heck et al, 2004]:

Absolute Kontraindikationen:

1. Ablehnung durch den Patienten

2. lokale Infektionen an der Punktionsstelle

3. Allergie auf Lokalanästhetika


Heck M, Fresenius M. Regionalanästhesie. In: Heck M, Fresenius M. Repetitorium Anästhesiologie. Springer-Verlag Berlin, Deutschland, 2004: 130-6.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Immerhin gibt es einen Quellenhinweis für die Abbildung, die nicht bei Olenberger angegeben wird.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[10.] Tb/Fragment 010 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. September 2014, 18:29 WiseWoman
Erstellt: 31. August 2014, 11:57 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Olenberger 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1-8
Quelle: Olenberger 2009
Seite(n): 10, Zeilen: 8 ff.
1.3.2.2 Relative Kontraindikationen
  • generalisierte Infekte, Sepsis
  • Gerinnungsstörungen
  • neurologische Vorerkrankungen
  • degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule oder des Rückenmarks
  • Hypovolämie, Schock
  • signifikante Aortenstenose oder Herzfehler mit Rechts-Links-Shunt und pulmonalem Hypertonus
Relative Kontraindikationen:

1. generalisierte Infekte, Sepsis

2. Gerinnungsstörungen

3. neurologische Vorerkrankungen

4. degenerative Erkrankungen der Wirbelsäule oder des Rückenmarks

5. Hypovolämie, Schock

6. signifikante Aortenstenose oder Herzfehler mit Rechts-Links-Shunt und pulmonalem Hypertonus

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[11.] Tb/Fragment 010 10 - Diskussion
Bearbeitet: 1. September 2014, 06:01 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 15:22 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 10 ff.
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 5, Zeilen: 9 ff.
Nebenwirkungen resultieren zum Großteil aus der Blockade vegetativer Fasern. Dabei spielen Art und Dosierung der verwendeten Medikamente eine wesentliche Rolle

(siehe Kap 1.4).

1.3.3.1 Blutdruckabfall

Durch die Blockade präganglionärer Sympathikusfasern, die zur Dilatation der Arteriolen führen und somit einen Abfall des peripheren Gefäßwiderstandes zur Folge haben, kommt es zumeist zum Blutdruckabfall. Dieses geschieht infolge einer relativen Hypovolämie aufgrund des venösen Poolings mit daraus resultierender Abnahme des venösen Rückstromes. Der Blutdruckabfall tritt meistens innerhalb der ersten 20 Minuten nach Injektion des Lokalanästhetikums auf. Aber auch später kann es noch zu einem Blutdruckabfall kommen. Die Tatsache, dass die kompensatorische Vasokonstriktion im noch anästhesierten Bereich aufgehoben ist, lässt die Patienten auf Ereignisse wie im Beispiel akuten Blutverlust oder Umlagerungsmanöver besonders empfindlich reagieren.

Der Blutdruckabfall geht gelegentlich mit einer Bradykardie einher, deren genaue Ursache noch unbekannt ist.

Nebenwirkungen beider Verfahren resultieren zum großen Teil aus der Blockade vegetativer Fasern.

Dabei spielen Art und Dosierung der verwendeten Medikamente eine wesentliche Rolle (siehe Kap 1.11).

1.5.1 Blutdruckabfall

Durch die Blockade präganglionärer Sympathikusfasern, die zur Dilatation der Arteriolen führen und somit einen Abfall des peripheren Gefäßwiderstandes zur Folge haben, kommt es zumeist zum Blutdruckabfall. Dieses geschieht infolge einer relativen Hypovolämie aufgrund des venösen Pooling mit daraus resultierender Abnahme des venösen Rückstromes. Der Blutdruckabfall tritt meistens innerhalb der ersten 15-20 Minuten nach Injektion des Lokalanästhetikums auf. Aber auch später kann es noch zu einem Blutdruckabfall kommen. Die Tatsache, dass die kompensatorische Vasokonstriktion im noch anästhesierten Bereich aufgehoben ist, lässt die Patienten auf Ereignisse wie zum Beispiel akuten Blutverlust oder Umlagerungsmanöver besonders empfindlich reagieren (87).

Der Blutdruckabfall geht gelegentlich mit einer Bradykardie einher, deren genaue Ursache noch unbekannt ist.


87 Larsen R: Spinalanästhesie. In: Larsen R: Anästhesie 7. Auflage Urban & Fischer Verlag, München, Jena (2002): 505-538

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[12.] Tb/Fragment 011 02 - Diskussion
Bearbeitet: 1. September 2014, 06:17 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 15:31 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 2-12, 25 ff.
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 6-8, Zeilen: 6: 25-31 ; 7: 5-11; 8: 1-5
Die Patienten beschreiben einen 24-48h nach der Punktion auftretenden, vorwiegend okzipitalen und beiderseits frontalen Kopfschmerz, der beim Sitzen und im Stehen stärker wird, jedoch im Liegen an Intensität verliert. Als Grund gilt der Verlust von Liquor aus dem Subarchnoidalraum in den Epiduralraum über das bei der Punktion entstandene transdurale Loch. Der Liquordruck im Spinalkanal fällt ab, was zu Traktionserscheinungen an der Dura und den zerebralen Gefäßen führt10.

1.3.3.3 Epidurales Hämatom

Bei der rückenmarksnahen Leitungsanästhesie kann es durch versehentliche Punktion eines Gefäßes zur Blutung mit der Gefahr einer Rückenmarkskompression durch ein Hämatom kommen. Leitsymptom sind heftige, meist gürtelförmige Rückenschmerzen und plötzliches Auftreten einer zuvor nicht vorhandenen motorischen Blockade. Diese Gefahr ist bei Gerinnungsstörungen und bei der Verabreichung gerinnungshemmender Medikamente besonders groß26.


[...]

1.3.3.4 Neurologische Komplikationen

Als Ursachen neurologischer Schäden werden heute die Schädigungen des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln durch das Lokalanästhetikum, durch Traumata oder aber durch Einblutung in den Rückenmarkskanal angenommen. Auch eine bakterielle Kontamination oder Durchblutungsstörungen des Rückenmarks sind [mögliche Ursachen.]


10. Jankovic D. Regionalblockaden in Klinik und Praxis: Lehrbuch und Atlas. 2. Auflage Blackwell-Wiss.-Verl Berlin 2000:340.

26. Vandermeulen EP, Van Aken H, Vermylen J. Anticoagulants and spinal-epidural anesthesia. Anesth Analg 1994;79:1165-77.

[Seite 6]

Renck (121) beobachtete 40000 Periduralanästhesien ohne schwerwiegende neurologische Komplikationen. Als Ursachen neurologischer Schäden werden heute die Schädigung des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln durch das Lokalanästhetikum, durch Trauma oder aber durch Einblutungen in den Rückenmarkskanal angenommen. Auch eine bakterielle Kontamination oder Durchblutungsstörungen des Rückenmarks sind mögliche Ursachen. [...]

[Seite 7]

Die Patienten beschreiben einen 24h - 48h nach der Punktion auftretenden vorwiegend okzipitalen und beiderseits frontalen Kopfschmerz, der beim Sitzen und im Stehen stärker wird, jedoch im Liegen an Intensität verliert. Als Grund gilt der Verlust von Liquor aus dem Subarachnoidalraum in den Epiduralraum über das bei der Punktion entstandene transdurale Loch. Der Liquordruck im Spinalkanal fällt ab, was zu Traktionserscheinungen an der Dura und den zerebralen Gefäßen führt (72, 112, 142).

[Seite 8]

1.5.8 Epidurales Hämatom

Bei der rückenmarksnahen Leitungsanästhesie kann es durch versehentliche Punktion eines Gefäßes zur Blutung mit der Gefahr einer Rückenmarkskompression durch ein Hämatom kommen. Diese Gefahr ist bei Gerinnungsstörungen und gerinnungshemmender Medikation besonders groß.


72 Jankovic D: Regionalblockaden in Klinik und Praxis. 2. Auflage Blackwell-Wiss.-Verl Berlin (2000)

112 Niesel HC, Biscoping J: Regionalanästhesie - Lokalanästhesie - Regionale Schmerztherapie Thieme Verlag Stuttgart New York (1994) (vervollst) [sic!]

121 Renck H: Neurological complications of central nerve blocks. Acta Anasthesiol Scand 39(1995): 859-868

142 Taylor TH, Major E: Risiken und Komplikationen in der Anästhesie. 1. Auflage Fischer Verlag Lübeck (1997) vervollst [sic!]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

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(SleepyHollow02), WiseWoman

[13.] Tb/Fragment 011 15 - Diskussion
Bearbeitet: 3. September 2014, 18:54 Agrippina1
Erstellt: 31. August 2014, 12:00 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Olenberger 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 15-20
Quelle: Olenberger 2009
Seite(n): 11, Zeilen: 16 ff.
Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin gilt es, zur Vermeidung eines epiduralen Hämatoms mit der Gefahr der Rückenmarkskompression, eine mindestens vierstündige Pause27 einer Antikoagulationstherapie mit unfraktioniertem Heparin (low dose oder high dose) vor einer epiduralen Punktion und mindestens zwei Stunden nach der Punktion einzuhalten. Bei Verwendung von niedermolekularem Heparin ist vor einer epiduralen Punktion eine mindestens zwölf- (low dose) bzw. vierundzwanzigstündige (high dose) Pause einzuhalten; nach der Punktion muss wenigstens eine zweistündige Unterbrechung der Heparingabe erfolgen.

27. Gogarten W, Van Aken H, Wulf H, Klose R, Vandermeulen E, Harenberg J. Paraspinal regional anesthesia and prevention of thromboembolism/anticoagulation. Recommendations of the German Society of Anesthesiology and Intensive Care Medicine, October 1997. Urologe A 1998;37:347-51.

Nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin [Gogarten et al.2003] gilt es, eine mindestens vierstündige Pause einer Antikoagulationstherapie mit unfraktioniertem Heparin (low-dose oder highdose) vor einer periduralen Punktion und mindestens zwei Stunden nach der Punktion einzuhalten zur Vermeidung eines epiduralen Hämatoms mit der Gefahr der Rückenmarkskompression. Bei Verwendung von niedermolekularem Heparin ist mindestens eine zwölfstündige (low dose) bzw. vierundzwanzigstündige Pause (high dose) vor einer periduralen Punktion und mindestens zwei Stunden Pause nach der Punktion einzuhalten.

Gogarten W, Van Aken H, Büttner J, Ries H, Wulf H, Buerkle H. Rückenmarksnahe Regionalanästhesien und Thromboembolieprophylaxe. Anasthesiologie&Intensivmedizin 2003; 44: 218-30.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Beide zitieren Gogarten et al, jedoch unterschiedliche Veröffentlichungen, je eine auf Englisch bzw. Deutsch.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[14.] Tb/Fragment 013 01 - Diskussion
Bearbeitet: 1. September 2014, 06:42 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 15:45 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 6, 15-16, Zeilen: 6: 8-13; 15:17 ff.; 16: 1 ff.
Symptome, die auf eine totale Spinalanästhesie hindeuten, sind:
  • Unruhe und Atemnot
  • Schwerer Blutdruckabfall
  • Atemstillstand
  • Pupillenerweiterung
  • Bewusstseinsverlust.

1.4 Medikamente für die Epiduralanalgesie

1.4.1 Opioide

In Deutschland sind Morphin und Sufentanil zur rückenmarksnahen Anwendung zugelassen.

Die Grundlage des rückenmarksnahen Einsatzes von Opioiden war die Entdeckung der spezifischen Opioidrezeptoren am Rückenmark, die sich zum Großteil im Hinterhorn befinden. Bei epiduraler Injektion gelangt das Opioid entweder über die Dura mater in den Liquor cerebrospinalis und diffundiert von dort in das Rückenmark oder es gelangt durch Resorption in den systemischen Kreislauf. Über beide Wege erreicht die Substanz die Rezeptoren des Gehirns und die des Rückenmarks. Den größten Anteil an der Analgesie hat aber die Bindung an die Opioidrezeptoren, die sich in der Substantia gelatinosa im Hinterhorn des Rückenmarks befinden33. So hemmen Opioide die synaptische Überleitung starker afferenter nozizeptiver Impulse aus der traumatisierten Peripherie. Als ihr wichtigster Vorteil zur postoperativen Therapie gilt, dass sie gegenüber der Lokalanästhesie sowohl die Motorik als auch die vegetative Reaktionsfähigkeit des Organismus unbeeinflusst lassen34. Auch bleiben wichtige sensible Funktionen wie leichte Berührung und Propriozeption erhalten.

Es stehen verschiedene Substanzen zur epiduralen Verabreichung zur Verfügung, die sich in ihrer Wirkdauer und ihrem Wirkungseintritt unterscheiden. Abhängig sind Wirkungseintritt und –dauer auch hier von den physiochemischen Eigenschaften der einzelnen Substanzen, wobei die Lipidlöslichkeit der Substanzen besonders ausschlaggebend ist. Nicht nur die Speicherung im epiduralen Fett steht mit der [Lipophilie der Substanzen in Zusammenhang, sondern auch die Aufnahme in die epiduralen Venen, die Diffusion durch die Meningen sowie die Verteilung im Liquor und die Ausdehnung im Rückenmark sind von ihr abhängig35.]


33. Larsen R. Postoperative Schmerztherapie. In: Larsen R: Anästhesie 7. Auflage Urban & Fischer Verlag, München, Jena (2002): 783-819

34. Jage J, Hartje H. Postoperative pain therapy. II. Der Anaesthesist 1997;46:161-73.

35. Brodner G, Meissner A, Rolf N, Van Aken H. Thoracic epidural anesthesia--more than an anesthesia technique. Der Anaesthesist 1997;46:751-62.

[Seite 6]

Symptome, die auf eine totale Spinalanästhesie hindeuten sind:

- Unruhe und Atemnot nach Injektion des Lokalanästhetikums

- Schwerer Blutdruckabfall

- Atemstillstand

- Pupillenerweiterung

- Bewusstseinsverlust.

[Seite 15]

1.11.2 Opioide zur epiduralen Anwendung

Die Grundlage des rückenmarksnahen Einsatzes von Opioiden war die Entdeckung der spezifischen Opioidrezeptoren am Rückenmark, die sich zum Großteil im Hinterhorn befinden. Bei periduraler Injektion gelangt das Opioid entweder über die Dura mater in den Liquor cerebrospinalis und diffundiert von dort in das Rückenmark oder es gelangt durch Resorption in den systemischen Kreislauf. Über beide Wege erreicht die Substanz die Rezeptoren des Gehirns und die des Rückenmarks. Den größten Anteil an der Analgesie hat aber die Bindung an die Opioidrezeptoren, die sich in der Substantia gelatinosa im Hinterhorn des Rückenmarks befinden (85). So hemmen Opioide die synaptische Überleitung starker afferenter nozizeptiver Impulse aus der traumatisierten Peripherie. Als ihr wichtigster Vorteil zur postoperativen Therapie gilt, dass sie gegenüber der Lokalanästhetika sowohl die Motorik als auch die vegetative Reaktionsfähigkeit des Organismus unbeeinflusst lassen (69, 90). Auch bleiben wichtige sensible Funktionen wie leichte Berührung und Propriozeption erhalten.

[Seite 16]

Es stehen verschiedene Substanzen zur epiduralen Verabreichung zur Verfügung, die sich in ihrer Wirkungsdauer und ihrem Wirkungseintritt unterscheiden. Abhängig sind Wirkungseintritt und –dauer auch hier von den physikochemischen Eigenschaften der einzelnen Substanzen, wobei die Lipidlöslichkeit der Substanz besonders ausschlaggebend ist. Nicht nur die Speicherung im epiduralen Fett steht mit der Lipophilie der Substanz in Zusammenhang, sondern auch die Aufnahme in die epiduralen Venen, die Diffusion durch die Meningen sowie die Verteilung im Liquor und die Ausdehnung im Rückenmark sind von ihr abhängig (10).


10 Brodner G, Bogatzki H, Van Aken H: Ein modernes Konzept zur postoperativen Schmerztherapie Anästhesist [Suppl 2] 46 (1997): 124-131

69 Jage J, Hartje H: Postoperative Schmerztherapie II Anaesthesist 46 (1997): 161-173

85 Larsen R: Aufwachraum. In: Larsen R: Anästhesie 7. Auflage Urban & Fischer, München, Jena: 767-781

90 Lehmann KA, McQuay HJ: Rückenmarksnahe Blockaden: Opioide. In: Lehmann KA: Der postoperative Schmerz, Bedeutung, Diagnose und Behandlung 2.Auflage (1994) Springer-Verlag 62

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[15.] Tb/Fragment 014 01 - Diskussion
Bearbeitet: 2. September 2014, 21:49 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 15:56 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1-6, 22-26, 30
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 16, Zeilen: 5 ff.
[Nicht nur die Speicherung im epiduralen Fett steht mit der] Lipophilie der Substanzen in Zusammenhang, sondern auch die Aufnahme in die epiduralen Venen, die Diffusion durch die Meningen sowie die Verteilung im Liquor und die Ausdehnung im Rückenmark sind von ihr abhängig35. Aus diesem Grund weist z.B. das sehr lipophile Sufentanil einen kurzen Wirkanstieg auf, hat aber auch eine kurze Wirkdauer. Morphin, welches im Gegensatz dazu sehr hydrophil ist, hat einen späten Wirkungseintritt und eine lange Wirkdauer.

[...]

Bei Sufentanil handelt es sich um das Opiat mit der höchsten analgetischen Potenz (1000fach höher als Morphin). Es handelt sich um ein Theniylderivat des Fentanyls, welches lipophiler ist41. Eine Kumulation des Sufentanils zu exzessiv hohen Werten im Plasma findet nicht statt, sondern die Substanz bleibt im Liquor höher konzentriert als im Plasma42.

[...]

Sufentanil kann aufgrund seiner hohen Potenz [noch analgetische Wirkungen entfalten, wenn dies mit niedriger potenten Opiaten nicht mehr möglich ist43.]


35. Brodner G, Meissner A, Rolf N, Van Aken H. Thoracic epidural anesthesia--more than an anesthesia technique. Der Anaesthesist 1997;46:751-62.

41. Grass JA. Fentanyl: clinical use as postoperative analgesic--epidural/intrathecal route. Journal of pain and symptom management 1992;7:419-30.

42. Hansdóttir V, Woestenborghs R, Nordberg G. The pharmacokinetics of continuous epidural sufentanil and bupivacaine infusion after thoracotomy. Anesth Analg 1996;83:401-6.

43. de Leon-Casasola OA, Lema MJ. Epidural bupivacaine/sufentanil therapy for postoperative pain control in patients tolerant to opioid and unresponsive to epidural bupivacaine/morphine. Anesthesiology 1994;80:303-9.

Nicht nur die Speicherung im epiduralen Fett steht mit der Lipophilie der Substanz in Zusammenhang, sondern auch die Aufnahme in die epiduralen Venen, die Diffusion durch die Meningen sowie die Verteilung im Liquor und die Ausdehnung im Rückenmark sind von ihr abhängig (10). Aus diesem Grund weist z.B. das sehr lipophile Sufentanil einen kurzen Wirkanstieg auf, hat aber auch eine kurze Wirkdauer. Morphin, welches im Gegensatz dazu sehr hydrophil ist, hat einen späten Wirkungseintritt und eine lange Wirkdauer (47, 131, 160).

Bei Sufentanil handelt es sich um das Opiat mit der höchsten analgetischen Potenz (1000fach höher als Morphin). Es handelt sich um ein Theniylderivat des Fentanyls, welches noch lipophiler ist (52). Eines seiner Vorteile besteht in der Möglichkeit der kontinuierlichen epiduralen Applikation. Eine Kumulation des Sufentanils zu exzessiv hohen Werten im Plasma findet nicht statt, sondern die Substanz bleibt im Liquor höher konzentriert als im Plasma (57). Sufentanil kann aufgrund seiner hohen Potenz noch analgetische Wirkungen entfalten, wenn dies mit niedriger potenten Opiaten nicht mehr möglich ist (37).


10 Brodner G, Bogatzki H, Van Aken H: Ein modernes Konzept zur postoperativen Schmerztherapie Anästhesist [Suppl 2] 46 (1997): 124-131

37 de Leon-Casasola OA, Lema, MJ: Epidural bupivacaine/sufentanil herapy for postoperative pain control in patients tolerant to opioid and unresponsive to epidural bupivacaine/morphine. Anesthesiology 80(1994): 303-309

47 Ferrante FM; VadeBoncouer TR: Epidural analgesia with combinations of local anesthetics and opioids. In: Ferrante FM, VadeBoncouer TR, (eds): Postoperative pain treatment. Curchill Livingstone, New York, Edinburgh, London (1993): 567-587

52 Grass JA: Fentanyl: Clinical use as postoperative analgesic epidural/intrathecal route. J Pain Sympt Manage 7 (1992): 419-430

57 Hansdottir V, Woestenborghs R, Nordberg G: The pharmacocinetics of continuous epidural sufentanil and bupivacaine infusion after thoracotomy. Anesth Analg 83 (1996): 401-406

131 Sinatra RS: Pharmacokinetics and pharmacodynamics of spinal opioids. In: Sinatra RS, Hord AH, Ginsberg B, Preble LM (eds): Acute pain. Mechanisms and magement. (1992) Mosby Year Book, St. Louis, Baltimore, Boston: 102-111

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[16.] Tb/Fragment 015 01 - Diskussion
Bearbeitet: 2. September 2014, 21:56 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 16:01 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Ruehland 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1-12
Quelle: Ruehland 2006
Seite(n): 16, Zeilen: 17ff
[Sufentanil kann aufgrund seiner hohen Potenz] noch analgetische Wirkungen entfalten, wenn dies mit niedriger potenten Opiaten nicht mehr möglich ist43.

Opioide führen nach Einhaltung der Dosisgrenzen und der Überwachungsregeln sehr selten zu schwerwiegenden Komplikationen. Zu den typischen Nebenwirkungen zählen Übelkeit und Erbrechen, Harnverhalten, Pruritus, Sedierung und Atemdepression sowie Hemmungen der Magen-Darm-Peristaltik. Bei der epiduralen Verabreichung von Sufentanil als Bolus zeigte sich in verschiedenen Untersuchungen in 5-15% der Fälle Übelkeit und Erbrechen. Harnverhalten trat in bis zu 5% der Fälle auf. Die Häufigkeit von Juckreiz wurde in 5-55% angegeben. Zu einer Atemdepression kam es <4h post infusionem extrem selten, eine verzögerte Atemdepression <4h post infusionem trat nach einer epiduranen Verabreichung von Sufentanil nicht auf44. Noch seltener kommt es bei kontinuierlicher Infusionsanalgesie zum Auftreten von Atemdepression.


43. de Leon-Casasola OA, Lema MJ. Epidural bupivacaine/sufentanil therapy for postoperative pain control in patients tolerant to opioid and unresponsive to epidural bupivacaine/morphine. Anesthesiology 1994;80:303-9.

44. Grass JA. Sufentanil: clinical use as postoperative analgesic--epidural/intrathecal route. Journal of pain and symptom management 1992;7:271-86.

Sufentanil kann aufgrund seiner hohen Potenz noch analgetische Wirkungen entfalten, wenn dies mit niedriger potenten Opiaten nicht mehr möglich ist (37). Opioide führen bei Einhalten der Dosisgrenzen und der Überwachungsregeln sehr selten zu schwerwiegenden Komplikationen. Zu den typischen Nebenwirkungen zählen Übelkeit und Erbrechen, Harnverhaltung, Hautjucken, Sedierung und Atemdepression sowie eine Hemmung der Magen-Darm-Peristaltik. Bei der epiduralen Verabreichung von Sufentanil als Bolus zeigte sich in verschiedenen Untersuchungen in 5-15% der Fälle Übelkeit und Erbrechen. Harnverhaltung trat in bis zu 5% der Fälle auf. Die Häufigkeit von Hautjucken wurde in 30-55% angegeben. Zu einer Atemdepression kam es < 4 h post infusionem extrem selten, eine verzögerte Atemdepression > 4 h post infusionem trat nach einer epiduralen Verabreichung von Sufentanil nicht auf (24, 53, 148). Noch seltener kommt es bei kontinuierlicher Infusionsanalgesie zum Auftreten von Atemdepression (36).

24 Chung JH, Harris SN: Common side effects associated with spinale opioids and their treatment. In: Sinatra RS, Hord AH, Ginsberg B, Preble LM (eds): Acute pain. Mechanisms and management. Mosby Year Book, St. Louis, Baltimore , Boston (1992): 279-292

36 de Leon-Casasola OA, Lema MJ: Postoperative epidural opioid analgesia: what are the choices? Anesth Analg 83(1996): 867-875

37 de Leon-Casasola OA, Lema, MJ: Epidural bupivacaine/sufentanil herapy [sic] for postoperative pain control in patients tolerant to opioid and unresponsive to epidural bupivacaine/morphine. Anesthesiology 80(1994): 303-309

53 Grass JA: Sufentanil: Clinical use as postoperative analgesic epidural/intrathecal route. J Pain Sympt. Manage. 7 (1992): 271-286

148 VadeBoncouer TR, Ferrante FM: Epidural and subarachnoid opioids. In : Ferrante FM, VadeBoncouer TR (eds): Postoperative pain treatment. Churchill Livingstone, New York, Edinburgh, London (1993): 279-303

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

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(SleepyHollow02), WiseWoman

[17.] Tb/Fragment 026 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2014, 17:34 Schumann
Erstellt: 31. August 2014, 08:20 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Priem 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 14-26
Quelle: Priem 2009
Seite(n): 19, Zeilen: 1 ff.
Alle Variablen wurden zunächst anhand des Kolmogorov-Smirnov-Tests auf Normalverteilung geprüft. Die Prüfung auf Unterschiede zwischen den Gruppen erfolgte mit dem Kruskal-Wallis-Test. Bei nominalen Variablen wurden die Gruppenunterschiede in der Häufigkeitsverteilung mittels χ2 -Test nach Pearson geprüft. Falls sich im globalen Test ein signifikanter Unterschied ergab, kam bei nichtparametrischen Daten der Mann-Whitney-U-Test für unverbundene Stichproben zur Anwendung. Bei parametrischen Daten wurde der χ2 - Test bzw. der Fisher´s-Exakt-Test angewandt um festzustellen, welche Gruppen sich unterschieden. Die p-Werte wurden anschließend mit der Alpha-Adjustierung nach Bonferroni-Holm korrigiert.

Die Signifikanzprüfungen im zeitlichen Verlauf für die einzelnen Gruppen sowie Gruppenunterschiede im Zeitverlauf erfolgten mittels der nichtparametrischen Analyse longitudinaler Daten nach Brunner (Rangvarianzanalyse). Es wurde ein Signifikanzniveau von p<0,05 festgelegt.

2.6.2 Statistische Auswertung

Alle Variablen wurden zunächst anhand des Kolmogorov- Smirnov- Tests auf Normalverteilung geprüft. Die Prüfung auf Unterschiede zwischen den Gruppen erfolgte mit dem Kruskal- Wallis Test. Bei nominalen Variablen wurden die Gruppenunterschiede in der Häufigkeitsverteilung mittels χ2 Test nach Pearson geprüft. Falls sich im globalen Test ein signifikanter Unterschied ergab, kam bei nichtparametrischen Daten der Mann- Whitney- U- Test für unverbundene Stichproben zur Anwendung. Bei parametrischen Daten wurde der χ2 Test bzw. der Fisher´s Exakt Test angewandt um festzustellen, welche Gruppen sich unterschieden. Die p-Werte wurden anschließend mit der Alpha Adjustierung nach Bonferroni-Holm korrigiert. Die Signifikanzprüfungen im zeitlichen Verlauf für die einzelnen Gruppen sowie Gruppenunterschiede im Zeitverlauf erfolgte [sic] mittels der nichtparametrischen Analyse longitudinaler Daten nach Brunner (Rangvarianzanalyse). Es wurde ein Signifikanzniveau von p < 0,05 festgelegt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[18.] Tb/Fragment 048 03 - Diskussion
Bearbeitet: 10. September 2014, 19:13 WiseWoman
Erstellt: 31. August 2014, 08:51 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Priem 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 3-6, 12-25
Quelle: Priem 2009
Seite(n): 45, 47, Zeilen: 45: 4-6 ; 47: 5 ff.
Interessanterweise wiesen die Ergebnisse der Studien von Burmeister keine signifikanten Unterschiede der Ruheschmerzen auf55. Allerdings ist anzumerken, dass die Schmerzerhebung anhand der VAS Skala in den ersten 2 Stunden postoperativ stattfand und das Patientengut von 28 Probanden pro Gruppe relativ gering ausfiel.

[...]

4.3 Postoperativer Schmerz

Schmerz ist ein multifaktorielles Ereignis, welches bei unzureichender Behandlung das physiologische und psychologische Gleichgewicht des Körpers zu stören vermag und somit negative Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Organismus ausüben kann62. Durch die physiologischen Veränderungen kann es zu erheblichen Komplikationen kommen, welche einen entscheidenden Einfluss auf den postoperativen Verlauf nehmen können und somit die Qualität der Operation nachhaltig beeinflussen. Durch die subjektive Prägung63 der Komponente ‚Schmerz’ ist es schwierig, allgemein gültige Kriterien zur Evaluierung der postoperativen Schmerztherapie aufzustellen. Jacobi unterstreicht die Notwendigkeit der regelmäßigen Erfassung und Dokumentation der Schmerzsensation, wobei das valideste und reliabelste Kriterium zur Schmerzbeurteilung die Selbsteinschätzung des Patienten ist64. Für den klinischen Routinealltag werden die für den Patienten einfach zu handhabenden, eindimensionalen Schätzskalen empfohlen. Analoge Skalen besitzen den Vorteil des Kontinuums, was insbesondere in der Auswertung eine feinere Graduierung ermöglicht.


55. Burmeister MA, Gottschalk A, Wilhelm S, Schroeder F, Becker C, Standl T. Ropivacaine 0.2% versus bupivacaine 0.125% plus sufentanil for continuous peridural analgesia following extended abdominal operations. Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Schmerztherapie: AINS 2001;36:219-23.

Interessanterweise wiesen die Ergebnisse der Studien von Kaloul als auch Morin keine signifikanten Unterschiede der Schmerzen unter Belastung auf [44,45]

[Seite 47]

4.3 Postoperativer Schmerz und Patientenzufriedenheit

Schmerz ist ein multifaktorielles Ereignis [4], welches bei unzureichender Behandlung das physiologische und psychologische Gleichgewicht des Körpers zu stören vermag und somit negative Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Organismus ausüben kann [12]. Durch die physiologischen Veränderungen kann es zu erheblichen Komplikationen kommen, welche einen entscheidenden Einfluss auf den postoperativen Verlauf nehmen und somit die Qualität der Operation nachhaltig beeinflussen. Durch die subjektive Prägung [65] der Komponente Schmerz ist es schwierig allgemein gültige Kriterien zur Evaluierung der postoperativen Schmerztherapie aufzustellen. Jacobi unterstreicht die Notwendigkeit der regelmäßigen Erfassung und Dokumentation der Schmerzsensation, wobei das valideste und reliabelste Kriterium zur Schmerzbeurteilung die Selbsteinschätzung des Patienten ist [66]. Für den klinischen Routinealltag werden die für den Patienten einfach zu handhabenden, eindimensionalen Schätzskalen empfohlen [4]. Jacobi nannte dabei als valideste Kriterien zur Schmerzbeurteilung die Visuelle Analogskala und die Numerische Analogskala [66]. Analoge Skalen besitzen den Vorteil des Kontinuums, was insbesondere in der Auswertung eine feinere Graduierung ermöglicht.


[4] Lehmann KA: (1994): Der postoperative Schmerz., 2. Auflage , Springer Verlag, Berlin, Heidelberg New York.

[12] Schäfer M. (1999): Physiologie und Pathophysiologie des Schmerzes. Therapeutische Umschau 1999; 56(8): 426-430, Therapeutische Umschau 56 [8], Seite 426-430. [sic]

[44] Kaloul, I.; Guay, J.; Cote, C. und Fallaha, M. (2004): The posterior lumbar plexus (psoas compartment) block and the three-in-one femoral nerve block provide similar postoperative analgesia after total knee replacement, Can.J.Anaesth. 51 [1], Seite 45-51. URL: PM:14709460

[45] Morin, A. M.; Kratz, C. D.; Eberhart, L. H.; Dinges, G.; Heider, E.; Schwarz, N.; Eisenhardt, G.; Geldner, G. und Wulf, H. (2005): Postoperative analgesia and functional recovery after total-knee replacement: comparison of a continuous posterior lumbar plexus (psoas compartment) block, a continuous femoral nerve block, and the combination of a continuous femoral and sciatic nerve block, Reg Anesth.Pain Med. 30 [5], Seite 434-445. URL: PM:16135347

[65] Janson W. und Brunne B. (1999): Konzepte für die Therapie postoperativer Schmerzen., Therapeutische Umschau 56 [8], Seite 460-464.

[66] Jacobi, J.; Fraser, G. L.; Coursin, D. B.; Riker, R. R.; Fontaine, D.; Wittbrodt, E. T.; Chalfin, D. B.; Masica, M. F.; Bjerke, H. S.; Coplin, W. M.; Crippen, D. W.; Fuchs, B. D.; Kelleher, R. M.; Marik, P. E.; Nasraway, S. A., Jr.; Murray, M. J.; Peruzzi, W. T. und Lumb, P. D. (2002): Clinical practice guidelines for the sustained use of sedatives and analgesics in the critically ill adult, Crit Care Med. 30 [1], Seite 119-141. URL: PM:11902253

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[19.] Tb/Fragment 052 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2014, 22:20 Singulus
Erstellt: 31. August 2014, 09:17 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Priem 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 13-19
Quelle: Priem 2009
Seite(n): 50, Zeilen: 2-9
4.6.1 Übelkeit und Erbrechen

Neben den postoperativen Schmerzen zählen Übelkeit und Erbrechen zu den vom Patienten am unangenehmsten empfundenen Ereignissen im Anschluss an eine Operation. Diese unerwünschten Begleiterscheinungen begrenzen den Einsatz eines Therapieverfahrens. Bei postoperativer Übelkeit und Erbrechen geht man auch heute noch von einer 25-30%igen Inzidenz aus77-81. Die Arbeitsgruppe um Dolin konnte in einer Metatanalyse von 183 Studien seit 1980 eine Abnahme der Inzidenz postoperativen Übelkeit beobachten82.


77. Roberts GW, Bekker TB, Carlsen HH, Moffatt CH, Slattery PJ, McClure AF. Postoperative nausea and vomiting are strongly influenced by postoperative opioid use in a dose-related manner. Anesth Analg 2005;101:1343-8.

78. Zhao SZ, Chung F, Hanna DB, Raymundo AL, Cheung RY, Chen C. Doseresponse relationship between opioid use and adverse effects after ambulatory surgery. Journal of pain and symptom management 2004;28:35-46.

79. Apfel CC, Roewer N, Korttila K. How to study postoperative nausea and vomiting. Acta anaesthesiologica Scandinavica 2002;46:921-8.

80. Kovac AL. Prevention and treatment of postoperative nausea and vomiting. Drugs 2000;59:213-43.

81. Watcha MF, White PF. Postoperative nausea and vomiting. Its etiology, treatment, and prevention. Anesthesiology 1992;77:162-84.

82. Dolin SJ, Cashman JN. Tolerability of acute postoperative pain management: nausea, vomiting, sedation, pruritus, and urinary retention. Evidence from published data. British journal of anaesthesia 2005;95:584-91.

4.4.1 Übelkeit/Erbrechen

Neben den postoperativen Schmerzen zählen Übelkeit und Erbrechen zu den vom Patienten am unangenehmsten empfundenen Ereignissen im Anschluss an eine Operation. Diese unerwünschten Begleiterscheinungen begrenzen den Einsatz eines Therapieverfahrens. Das in der Literatur als `big little problem` bezeichnete Phänomen wird auch heutzutage noch mit einer Inzidenz von 20-30% angegeben [72,73,74]. Die Arbeitsgruppe um Dolin konnte in einer Metatanalyse von 183 Studien seit 1980 eine Abnahme der Inzidenz postoperativen Übelkeit beobachten [73].


[72] Apfel, C. C.; Roewer, N. und Korttila, K. (2002): How to study postoperative nausea and vomiting, Acta Anaesthesiol.Scand. 46 [8], Seite 921-928. URL: PM:12190791

[73] Dolin, S. J. und Cashman, J. N. (2005): Tolerability of acute postoperative pain management: nausea, vomiting, sedation, pruritis [sic], and urinary retention. Evidence from published data, Br.J.Anaesth. 95 [5], Seite 584-591. URL: PM:16169893

[74] Kapur, P. A. (1991): The big "little problem", Anesth.Analg. 73 [3], Seite 243-245. URL: PM:1831014

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[20.] Tb/Fragment 053 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2014, 17:38 Schumann
Erstellt: 31. August 2014, 09:40 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Priem 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 4-8, 17-21
Quelle: Priem 2009
Seite(n): 50, 51, Zeilen: 50: 12-16; 51: 17-20
Das Erbrechen bei erstmaliger Anwendung von Opiaten ist Folge der Erregung der Area postrema. Die emetische Wirkung verliert sich bei regelmäßiger Anwendung, weil sich dann eine direkte Hemmung der entsprechenden Hirnareale durchsetzt, welche die Erregung der Chemorezeptoren in der Area postrema kompensiert86.

[...]

Jedoch ist die monokausale Zuordnung der Übelkeit zur analgetischen Opioidtherapie und -dosierung zweifelsfrei unrichtig, da sie durch zahlreiche prä-, intra- und postoperative Faktoren beeinflusst wird. Eine suffiziente postoperative Schmerztherapie stellt einen übelkeitsprotektiven Faktor dar81.


81. Watcha MF, White PF. Postoperative nausea and vomiting. Its etiology, treatment, and prevention. Anesthesiology 1992;77:162-84.

86. Lüllmann H, Mohr K, Hein L. Taschenatlas Pharmakologie. Flexibles Taschenbuch Thieme Verlag, 5. Aufl. 2004:394.

Das Erbrechen bei erstmaliger Anwendung von Opiaten ist Folge der Erregung der Area postrema. Die emetische Wirkung verliert sich bei regelmäßiger Anwendung, weil sich dann eine direkte Hemmung der entsprechenden Hirnareale durchsetzt, welche die Erregung der Chemorezeptoren in der Area postrema kompensiert [77].

[Seite 51]

Jedoch ist die monokausale Zuordnung der Übelkeit zur analgetischen Opioidtherapie zweifelsfrei unrichtig, da sie durch zahlreiche prä-, intra- und postoperative Faktoren beeinflusst wird. Eine suffiziente postoperative Schmerztherapie stellt einen übelkeitsprotektiven Faktor dar [76].


[76] Watcha, M. F. und White, P. F. (1992): Postoperative nausea and vomiting. Its etiology, treatment, and prevention, Anesthesiology 77 [1], Seite 162-184. URL: PM:1609990

[77] Lüllmann H; Mohr K und Hein L (2004): Taschenatlas Pharmakologie, 5. Auflage , Georg Thieme Verlag.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[21.] Tb/Fragment 054 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2014, 17:44 Schumann
Erstellt: 31. August 2014, 10:17 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Priem 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 25-31
Quelle: Priem 2009
Seite(n): 52, 53, Zeilen: 52: 26ff. - 53: 1
Die Ausprägung der Symptomatik ist allerdings dosisabhängig. So konnten De Cosmo et al in ihrer kürzlich publizierten Arbeit nachweisen, dass die Inzidenz von Juckreiz proportional mit der verabreichten Konzentration von Sufentanil steigt59.

Demgegenüber rufen Lokalanästhetika keinen Juckreiz hervor.

Senard et al. konnten zeigen, dass durch zusätzliche Applikation von Lokalanästhetika der durch epidurale Applikation von 0,01mg/ml Morphin induzierte Pruritus reduziert werden konnte95. Andererseits deuteten die Ergebnisse der Studie von Axelsson et al. [an, dass durch zusätzliche Applikation von Lokalanästhetika in Form von Ropivacain der durch epidurale Applikation von 0,02mg/ml Morphin induzierte Pruritus wiederum erhöht wird96.]


59. De Cosmo G, Primieri P, Adducci E, Fiorenti M, Beccia G. Epidural analgesia in abdominal surgery: 0.2% ropivacaine with sufentanil. Minerva anestesiologica 2004;70:503-8.

95. Senard M, Joris JL, Ledoux D, Toussaint PJ, Lahaye-Goffart B, Lamy ML. A comparison of 0.1% and 0.2% ropivacaine and bupivacaine combined with morphine for postoperative patient-controlled epidural analgesia after major abdominal surgery. Anesth Analg 2002;95:444-9.

96. Axelsson K, Johanzon E, Essving P, Weckström J, Ekbäck G. Postoperative extradural analgesia with morphine and ropivacaine. A double-blind comparison between placebo and ropivacaine 10 mg/h or 16 mg/h. Acta anaesthesiologica Scandinavica 2005;49:1191-9.

Die Ausprägung der Symptomatik ist allerdings dosisabhängig. So konnten De Cosmo et al in ihrer kürzlich publizierten Arbeit nachweisen, dass die Inzidenz von Juckreiz proportional mit der verabreichten Konzentration von Sufentanil steigt [85]. Demgegenüber rufen Lokalanästhetika keinen Juckreiz hervor. Senard et al. konnten zeigen, dass durch zusätzliche Applikation von Lokalanästhetika, der durch epidurale Applikation von 0,01mg/ml Morphin induzierte Pruritus reduziert werden konnte [86]. Andererseits deuteten die Ergebnisse der Studie von Axelsson et al. an, dass durch zusätzliche Applikation von Lokalanästhetika in Form von Ropivacain, der durch epidurale Applikation von 0,02 mg/ml Morphin

[Seite 53]

induzierte Pruritus wiederum erhöht wird [29].


[29] Axelsson, K.; Johanzon, E.; Essving, P.; Weckstrom, J. und Ekback, G. (2005): Postoperative extradural analgesia with morphine and ropivacaine. A double-blind comparison between placebo and ropivacaine 10 mg/h or 16 mg/h, Acta Anaesthesiol.Scand. 49 [8], Seite 1191-1199. URL: PM:16095462

[85] De, Cosmo G.; Primieri, P.; Adducci, E.; Fiorenti, M. und Beccia, G. (2004): Epidural analgesia in abdominal surgery: 0.2% ropivacaine with sufentanil, Minerva Anestesiol. 70 [6], Seite 503-508. URL: PM:15235556

[86] Senard, M.; Joris, J. L.; Ledoux, D.; Toussaint, P. J.; Lahaye-Goffart, B. und Lamy, M. L. (2002): A comparison of 0.1% and 0.2% ropivacaine and bupivacaine combined with morphine for postoperative patient-controlled epidural analgesia after major abdominal surgery, Anesth.Analg. 95 [2], Seite 444-9, table. URL: PM:12145069

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[22.] Tb/Fragment 055 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. September 2014, 17:46 Schumann
Erstellt: 31. August 2014, 10:27 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Priem 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 1-5
Quelle: Priem 2009
Seite(n): 52, 53, Zeilen: 52 unten - 53: 1-4
[Andererseits deuteten die Ergebnisse der Studie von Axelsson et al.] an, dass durch zusätzliche Applikation von Lokalanästhetika in Form von Ropivacain der durch epidurale Applikation von 0,02mg/ml Morphin induzierte Pruritus wiederum erhöht wird96. Dies könnte darauf hinweisen, dass auch hier die optimale Dosierung bzw. das Applikationsverhältnis eine entscheidende Rolle spielt. Die Ergebnisse unserer Studie gehen mit den Ergebnissen aus der Literatur konform.

96. Axelsson K, Johanzon E, Essving P, Weckström J, Ekbäck G. Postoperative extradural analgesia with morphine and ropivacaine. A double-blind comparison between placebo and ropivacaine 10 mg/h or 16 mg/h. Acta anaesthesiologica Scandinavica 2005;49:1191-9.

Andererseits deuteten die Ergebnisse der Studie von Axelsson et al. an, dass durch zusätzliche Applikation von Lokalanästhetika in Form von Ropivacain, der durch epidurale Applikation von 0,02 mg/ml Morphin

[Seite 53]

induzierte Pruritus wiederum erhöht wird [29]. Dies könnte darauf hinweisen, dass auch hier die optimale Dosierung bzw. das Applikationsverhältnis eine entscheidende Rolle spielt. Die Ergebnisse unserer Studie gehen mit den Ergebnissen aus der Literatur konform.


[29] Axelsson, K.; Johanzon, E.; Essving, P.; Weckstrom, J. und Ekback, G. (2005): Postoperative extradural analgesia with morphine and ropivacaine. A double-blind comparison between placebo and ropivacaine 10 mg/h or 16 mg/h, Acta Anaesthesiol.Scand. 49 [8], Seite 1191-1199. URL: PM:16095462

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[23.] Tb/Fragment 058 05 - Diskussion
Bearbeitet: 10. September 2014, 18:32 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 17:51 (SleepyHollow02)
Clausen 2006, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
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SleepyHollow02
Gesichtet
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Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 5-23
Quelle: Clausen 2006
Seite(n): 87, Zeilen: 6 ff.
4.7 Methodenkritik

Diese Arbeit ist eine retrospektive Studie. Retrospektive Untersuchungen greifen auf bereits vorhandene Patientendaten zurück, d.h. es werden bereits vorhandene Daten ausgewertet, deren Richtigkeit meistens nicht überprüft werden kann114-116. Die Dokumentation der Krankenblätter selbst kann zwei grundlegende Fehlerquellen aufweisen, zum einen fehlerhafte Einträge, zum anderen unvollständige Angaben. Sind Werte/Angaben etc. nicht dokumentiert, so kommen dafür 3 Gründe in Betracht:

  • Daten wurde [sic] nicht erhoben.
  • Die Dokumentation der Daten wurde vergessen.
  • Angaben wurden als irrelevant erachtet und daher nicht dokumentiert.

Sind Werte/Angaben z.B. in Befunden oder OP-Protokollen dokumentiert, so können diese dennoch lückenhaft sein. Gründe hierfür können sein, dass Anamnesen und Verlaufsdokumentationen der verschiedenen Patientenakten nicht gleichmäßig umfangreich sind, Diagnosen sich im Laufe der Zeit verändern oder tägliche Verlaufsdokumentationen fehlen etc.

Rückblickend ist die durchgeführte Dokumentation häufig nicht so, wie es für eine optimale Auswertung wünschenswert wäre117.

Die dieser Arbeit zugrunde liegenden Patientenunterlagen sind dokumentationsintensive Schmerzprotokolle eines Schmerzdienstes, die von verschiedenen Ärzten und Pflegekräften unterschiedlich sorgfältig ausgefüllt wurden. Hinsichtlich der daraus erhobenen Ergebnisse muss man konstatieren, dass man sich möglicherweise auf eine nicht immer Studienkriterien gerecht werdende Dokumentation bezieht, obwohl bei dieser Auswertung keine größeren ersichtlichen Lücken in der Dokumentation erkennbar waren.


114. D.G.A. Designing research: Chapman & Hall; 1999.

115. Giebel W GM. Retrospektive Studien. In: W. Giebel MG, ed. Die medizinische Doktorarbeit. Stuttgart: Kohlhammer; 1998:110.

116. Hilgers R.-D. BP, Scheiber V. Einige wichtige epidemiologische Studienansätze. In: Hilgers R.-D. BP, Scheiber V. , ed. Einführung in die medizinische Statistik: Springer-Verlag; 2003:224.

117. W. Giebel MG. Retrospektive Studien. In: W. Giebel MG, ed. Die medizinische Doktorarbeit. Stuttgart: Kohlhammer; 1998:110.

5.1 Methodenkritik

Diese Arbeit ist eine retrospektive Studie. Retrospektive Untersuchungen greifen auf bereits vorhandene Patientendaten zurück, d.h. es werden bereits vorhandene Daten ausgewertet, deren Richtigkeit meistens nicht mehr überprüft werden kann [3; 51; 62]. Die Dokumentation der Krankenblätter selbst kann zwei grundlegende Fehlerquellen aufweisen, zum einen fehlerhafte Einträge, zum anderen unvollständige Angaben. Sind Werte/Angaben etc. nicht dokumentiert, so kommen dafür 3 Gründe in Betracht:

1. Daten wurden nicht erhoben.

2. Die Dokumentation der Daten wurde vergessen.

3. Angaben wurden als irrelevant erachtet und daher nicht dokumentiert.

Sind Werte/Angaben, z.B. in Befunden oder Eingriffsberichten dokumentiert, so können diese dennoch lückenhaft sein. Gründe hierfür können sein, dass Anamnesen und Verlaufsberichte der verschiedenen Patientenakten nicht gleichermaßen umfangreich sind oder Diagnosen sich im Laufe der Zeit verändern oder Nebendiagnosen unterschiedlich erfragt und für relevant erachtet werden oder tägliche Verlaufsdokumentation fehlen etc. Rückblickend ist die durchgeführte Dokumentation häufig nicht so, wie es für eine optimale Auswertung wünschenswert wäre [51]. Die dieser Arbeit zugrunde liegenden Patientenunterlagen sind dokumentationsintensive Krankenblätter einer inter- und multidisziplinär organisierten Einrichtung mit Beteiligung von Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten und Psychologen am Behandlungserfolg des Patienten. Eine weitere Schwierigkeit der Auswertung lag in der sich zum Teil nicht deckenden, parallelen Dokumentation der verschiedenen Fachbereiche, vor allem den Behandlungserfolg betreffend.

Für die daraus erhobenen Ergebnisse muss man sich im Klaren sein, dass man sich auf eine möglicherweise unvollständige und/oder teilweise fehlerhafte Dokumentation bezieht.


3. Altman D.G. (1999): Designing research. In: Altman D.G. (ed) Practical statistics for medical research. Chapman & Hall: 74.

51. Giebel W., Galić M. (1998): Retrospektive Studien. In: Giebel W., Galić M. (eds) Die medizinische Doktorarbeit. Kohlhammer, Stuttgart: 110.

62. Hilgers R.-D., Bauer P., Scheiber V. (2003): Einige wichtige epidemiologische Studienansätze. In: Hilgers R.-D., Bauer P., Scheiber V. (eds) Einführung in die medizinische Statistik. Springer-Verlag: 224.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Aus den Autoren W. Giebel und M. Galic wird "Giebel W GM" bzw. "W. Giebel MG".

Aus den Autoren R.-D. Hilgers, P. Bauer und V. Scheiber wird "Hilgers R.-D. BP, Scheiber V.".

Aus dem Autor D. G. Altman wird "D.G.A.".

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

[24.] Tb/Fragment 059 02 - Diskussion
Bearbeitet: 10. September 2014, 18:41 WiseWoman
Erstellt: 30. August 2014, 18:17 (SleepyHollow02)
Clausen 2006, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tb, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 2-23
Quelle: Clausen 2006
Seite(n): 88 f., Zeilen: 88:12 ff.; 89: 4 ff.
* Katheterliegedauer: Teilweise fehlten die Angaben zum Datum der genauen Katheterentfernung. Es ist fraglich, ob keine Angaben vorhanden sind, weil der Katheter schon gezogen worden war, er zu diesem Zeitpunkt nicht bestückt wurde oder die Dokumentation fehlte.
  • NRS-Werte: Die Effektivität der Behandlung wurde durch Angaben der Schmerzintensität mittels Numerischer Rating-Skala erfasst. Der Schmerzdienst führte Protokoll, indem mindestens zweimal pro Tag die Schmerzintensitäten erfasst und Schmerzattacken eingetragen werden konnten. Schmerzspitzen und Schmerzattacken gingen durch Bildung von Tagesmittelwerten in der Auswertung als solche verloren bzw. wurden abgeschwächt. Dasselbe gilt für fehlende Eintragung im Verlauf eines Tages. Zum Teil fehlten Angaben zu den Schmerzen.

Eine lückenhafte Dokumentation in den Bereichen Nebenwirkungen und Co-Analgetika lässt sich nicht erkennen. Man muss aber trotzdem davon ausgehen, dass einige Nebenwirkungen nicht dokumentiert wurden.

Insgesamt geht das dokumentierte Behandlungsergebnis wegen nicht einheitlicher Objektivierbarkeit mit vielerlei Unschärfen einher und ist auch geprägt von persönlichen Maßstäben, Empfindungen und Wünschen der Patienten und behandelnden Begleitpersonen.

Teilweise fehlten die Angaben zum Datum der genauen Katheterentfernung. Es ist fraglich, ob keine Angaben vorhanden sind, weil der Katheter schon gezogen worden war, er zu diesem Zeitpunkt nicht bestückt wurde oder die Dokumentation fehlt.

- NRS-Werte: Die Effektivität der Behandlung wurde durch Angaben der Schmerzintensität mittels Numerischer Rating Skala erfasst. Die Patienten führten ein Protokoll, in dem stündlich die Schmerzintensität mit Hilfe der NRS-Werte erfasst und Schmerzattacken eingetragen werden konnten. Schmerzspitzen und –attacken gingen durch Bildung von Tagesmittelwerten in der Auswertung als solche verloren bzw. wurden abgeschwächt. Dasselbe gilt für fehlende Eintragungen im Verlauf eines Tages. Zum Teil fehlten stündliche Angaben zu den Schmerzen [vgl. Abb. 4.27/4.57].

Eine lückenhafte Dokumentation in den Bereichen Vorerkrankungen, vorausgegangene invasive Eingriffe, Beschreibungen der Schmerzqualität und der Hyperphänomene sowie der Komplikationen lässt sich nicht erkennen. [...]

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Insgesamt geht das dokumentierte Behandlungsergebnis wegen nicht einheitlicher Objektivierbarkeit mit vielerlei Unschärfen einher und ist auch geprägt von persönlichen Maßstäben, Empfindungen und Wünschen der Patienten und behandelnden Begleitpersonen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), WiseWoman

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