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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 3-32
Quelle: Noetzel 2006
Seite(n): 38, 39, Zeilen: 38: 16ff; 39: 1-22
2.4.2.4 Andere Kalziumphosphatzemente

Neben dem bisher beschriebenen „BROWN/CHOW-Zement“ sind vor allem seit den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vielzahl von anderen Zementen mit zum Teil vergleichbaren Eigenschaften entwickelt worden. Häufig verwendete Komponenten der Zementmischungen stellen Trikalziumphosphate dar.

Constantz et al. (1998) konnten anhand von Implantationen in die Oberschenkelknochen von Hasen zeigen, dass Brushit-Zemente (Monokalziumphosphatmonohydrat + Trikalziumphosphat + Kalziumoxid mit und ohne Kalziumkarbonatzusatz) nicht dauerhaft stabil sind und in Apatite umgeformt werden. Vor der Transformation ist die Reaktion des Immunsystems auf den Zement vorrangig von Makrophagen bestimmt, während sie danach hauptsächlich von Osteoklasten dominiert wird. Werden die genannten Ausgangsstoffe in einem anderen Verhältnis zueinander gemischt, können sich von vornherein niedrigkristalline Karbonatapatite bilden, die nahezu keine Antikörperreaktionen hervorrufen und deren Resorption mehr oder weniger von Anfang an osteoklastisch verläuft.

Ein aus α-Trikalziumphosphat, Dikalziumphosphatdihydrat und Hydroxylapatit bestehender Zement besaß eine hervorragende Biokompatibilität gegenüber Knochen- und Muskelgewebe von Hunden (Yuan et al. 2000). Jansen et al. (1995) verwendeten einen Kalziumphosphatzement, um Knochendefekte in Schienbeinen von Ziegen zu füllen. Er bestand wiederum hauptsächlich aus α-Trikalziumphosphat und zu 15 % aus β-Trikalziumphosphat mit kleinen Beimengungen von Hydroxylapatit (ca. 2 %). Nach drei und auch nach sechs Monaten lag der Zement zu etwa 85 % in Form von Hydroxylapatit vor. Das β-Trikalziumphosphat war nicht umgewandelt worden. Die histologische Untersuchung ergab, dass die Anwesenheit des Zements das Einwachsen des Knochens stimuliert hatte. Aktive resorptive Prozesse und der Umbau der Zementpartikel wurden beobachtet. Entzündliche Reaktionen konnten nicht nachgewiesen werden und das verbliebene Material war von reifem Knochen umgeben.

Auch in anderen Anwendungsbereichen, wie zum Beispiel als retrogrades Wurzelfüllmaterial (Roy et al. 1974; Snyder Williams et al. 1996; Roy et al. 2001), als Material für apikale Stopps (Coviello et al. 1979; Goodell et al. 1997), als Wur[zelfüllpaste (Krell et al. 1984) und als Material zur direkten Pulpaüberkappung (Heller et al. 1975; Jean et al. 1988; Chohayeb et al. 1991; Yoshimine et al. 1995) bewiesen verschiedene Kalziumphosphate bzw. Kalziumphosphatzemente in In-vitro-Studien und Tierversuchen physikalische und biologische Ebenbürtigkeit oder sogar Überlegenheit zu herkömmlichen Materialien.]

2.3.5.2 Andere Kalziumphosphatzemente

Neben dem bisher beschriebenen „BROWN/CHOW-Zement“ sind vor allem seit den neunziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts eine Vielzahl von anderen Zementen mit zum Teil vergleichbaren Eigenschaften entwickelt worden. Häufig verwendete Komponenten der Zementmischungen stellen Trikalziumphosphate dar.

Anhand von Implantationen in die Oberschenkelknochen von Hasen konnte gezeigt werden, dass Brushit-Zemente (Monokalziumphosphatmonohydrat + Trikalziumphosphat + Kalziumoxid mit und ohne Kalziumkarbonatzusatz) nicht dauerhaft stabil sind und in Apatite umgeformt werden. Vor der Transformation ist die Reaktion des Immunsystems auf den Zement vorrangig von Makrophagen bestimmt, während danach hauptsächlich osteoklastische Vorgänge dominieren. Werden die genannten Ausgangsstoffe in einem anderen Verhältnis zueinander gemischt, können sich von vornherein niedrigkristalline Karbonatapatite bilden, die

[Seite 39]

nahezu keine Antikörperreaktionen hervorrufen und deren Resorption mehr oder weniger von Anfang an osteoklastisch verläuft (CONSTANTZ et al. 1998).

Ein aus α-Trikalziumphosphat, Dikalziumphosphatdihydrat und Hydroxylapatit bestehender Zement besaß eine hervorragende Biokompatibilität gegenüber Knochen- und Muskelgewebe von Hunden (YUAN et al. 2000). Ein ähnlicher Kalziumphosphatzement wurde zur Füllung von Knochendefekten in Schienbeinen von Ziegen verwendet. Er bestand wiederum hauptsächlich aus α-Trikalziumphosphat und zu 15 % aus β-Trikalziumphosphat mit kleinen Beimengungen von Hydroxylapatit (ca. 2 %). Nach drei und auch nach sechs Monaten lag der Zement zu etwa 85 % in Form von Hydroxylapatit vor. Das β-Trikalziumphosphat war nicht umgewandelt worden. Die histologische Untersuchung ergab, dass die Anwesenheit des Zements das Einwachsen des Knochens stimuliert hatte. Aktive resorptive Prozesse und der Umbau der Zementpartikel wurden beobachtet. Entzündliche Reaktionen konnten nicht nachgewiesen werden und das verbliebene Material war von reifem Knochen umgeben (JANSEN et al. 1995).

Auch in anderen Anwendungsbereichen, wie zum Beispiel als retrogrades Wurzelkanalfüllmaterial (SNYDER WILLIAMS & GUTMANN 1996, ROY et al. 2001), als Material für apikale Stopps (COVIELLO & BRILLIANT 1979, GOODELL et al. 1997), als Wurzelkanalfüllpaste (KRELL & WEFEL 1984) und als Material zur direkten Pulpaüberkappung (HELLER et al. 1975, JEAN et al. 1988, CHOHAYEB et al. 1991, YOSHIMINE & MAEDA 1995) bewiesen verschiedene Kalziumphosphate bzw. Kalziumphosphatzemente in In-vitro-Studien und Tierversuchen physikalische und biologische Ebenbürtigkeit oder sogar Überlegenheit zu herkömmlichen Materialien.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Agrippina1

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