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Tj/Fragment 022 29

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 23-35
Quelle: Becker 2002
Seite(n): 177, 178, 179, 180, 182, Zeilen: 177: 24-26; 178: 6-9, 26-27; 179: 1-2; 180: 14-16; 182: 15-19
Die Anknüpfung des Verbrecherischen an die verkehrte Gesinnung führte zu einer Ausgrenzung des Verbrechers aus der bürgerlichen Gesellschaft. Er wurde als Teil einer kriminellen Gegenwelt gesehen. Die Vergesellschaftung der Gauner wurde dabei strikt von der bürgerlichen Welt getrennt.

Dennoch verband man mit dem Gauner gerade wegen der Vergesellschaftung zwei Annahmen bezüglich seines Handelns: Berechenbarkeit und Erwartungssicherheit.36 Ausgehend von diesen beiden Eckpfeilern versuchten die Kriminalisten, alle Lebensäußerungen der Gauner als Ausdruck einer Persönlichkeit zu verstehen, die sich in jeder Hinsicht von der bürgerlichen unterschied. Dabei gingen sie davon aus, dass der Verbrecher jedwede Bekehrung ablehnt. Dies motivierte die Kriminalisten dazu, Maßnahmen vorzuschlagen, die darauf abzielten, die außerhalb der bürgerlichen Ordnung lebenden Personen dauerhaft zu entfernen. An dieser Stelle sei exemplarisch auf die Todesstrafe verwiesen. 37


36 Vgl. Becker, S. 177ff.

37 Vgl. Becker, S. 180 und S. 182.

[Seite 177, Zeile 24-26]

In dem Maße, wie die rechte Gesinnung das bürgerliche Subjekt in die Gesellschaft integrierte, erzeugte die verkehrte Gesinnung Ausschluß aus der bürgerlichen und Integration in die kriminelle Welt.

[S. 178, Zeile 6-9]

Die Verbrecher, allem voran die Gauner, wurden nämlich als Protagonisten eine alternativen Lebensentwurfs verstanden, der zwei wesentliche Annahmen über Vergesellschaftung erfüllte: Berechenbarkeit wie Erwartungsssicherheit des Handelns.

[...]

[S. 178, Zeile 26-27]

Das ermöglichte eine wechselseitige Anerkennung nur in der kriminellen Gegenwelt.6. Die Annahme einer spezifi-

[S. 179, Zeile 1-2]

schen Vergesellschaftung der Gauner erlaubte die Festlegung einer klaren Trennlinie zur bürgerlichen Welt

[Seite 180, Zeile 14-16]

Ausgehend von dieser Erwartung versuchten die Kriminalisten, alle Lebensäußerungen der Gauner als Ausdruck einer Persönlichkeit zu verstehen, die sich in jeder Hinsicht von der bürgerlichen unterschied.

[Seite 182, Zeile 15-19]

Dieser Rückzug in die Logik der kriminellen Welt motivierte die Kriminalisten, strafrechtliche Maßnahmen vorzuschlagen, die auf lebenslängliches Wegsperren, Deportation oder Anwendung der Todesstrafe abzielten, um die außerhalb der Ordnung lebenden Personen zu beseitigen.20

Anmerkungen

Die wörtlich und sinngemäß übernommenen Anteile sind nicht vollständig in ihrem Umfang kenntlich gemacht. In den Fußnoten wird nur mit "Vgl." auf die Quelle verwiesen.

Das Fragment schließt direkt an Tj/Fragment 022 01 an, mit Übernahmen aus derselben Quelle.

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