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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 20-36
Quelle: Wulffen 1932
Seite(n): 152, 158, Zeilen: S.152,1-8-9.10-12 und S.158,7-13
Ganz ausführlich und in allen Einzelheiten schilderte Goethe auch während seiner Schweizreise am 20. September 1797 das Blutgericht gegen einen „Falschen Münzer“ in Zürich. Er sah die Geistlichen von und zu dem Verbrecher hinüberfahren und hörte um elf Uhr die Gnadenglocke zum Zeichen der Begnadigung läuten.347

Auch in seinen Tagebuchaufzeichnungen finden sich vielerlei Verweise auf die Konfrontation mit kriminellen Themen. Am 21. August 1781 schrieb er zum Beispiel: „mit Krause im Gefängnis, die Mordbrenner zu sehen.“348 Auch aus seinem Tagebuch erfahren wir, dass Goethe über kriminalistische Themen intensive Gespräche führte. Am 26. August 1812 vermerkte er so einen Spaziergang mit dem Etatsrat Langemann, in dessen Verlauf ein Gespräch über Gegenstände der medizinischen Polizei und Berliner Vergiftungsfälle geführt wurde.349

Eckermann, so erfahren wir aus seinen Aufzeichnungen vom 7. Oktober 1827, erzählte er ein kriminalistisches Beispiel zu telepathischen Vorgängen. Er spricht von „Wirkung in die Ferne“ und dass es möglich sei, ja sogar sehr wahrscheinlich, dass ein junges Mädchen, welches, ohne es zu wissen, mit einem Manne, der es ermorden wolle, sich in einem dunklen Raum befände, von seiner [ihr unbewussten Gegenwart ein unheimliches Gefühl haben und in Angst aus dem Zimmer zu ihren Hausgenossen getrieben werde.350]


347 Goethe, Gedenkausgabe Bd. 12, S. 182.

348 Goethe, Gedenkausgabe Erg.-Bd. 2, S. 113.

349 Vgl. Goethe, Gedenkausgabe Erg.-Bd. 2, S. 319.

[Seite 90]

350 Vgl. Goethe, Gedenkausgabe Bd. 24, S. 655.]

[Seite 152]

Diese Worte bezeugen doch, wie tiefgehend ihn das kriminelle Thema erfaßte. Auf der Schweizer Reise notiert er in Zürich am 20. September 1797, daß ein Blutgericht gegen einen „falschen Münzer“, der schon wegen Diebstählen gebrandmarkt war, stattfand. Er sah die Geistlichen von und zu dem Verbrecher hinüber- und herüberfahren. Um elf Uhr läutete die Gnadenglocke zum Zeichen, daß der Delinquent von der Todesstrafe begnadigt war. Ganz ausführlich verzeichnet der Schweizreisende die Einzelheiten.

Im Tagebuch heißt es am 21. August 1781: „Mit Krause ins Gefängnis, die Mordbrenner zu sehen“; [...] am 20. August 1812 wird ein Spaziergang mit dem Etatsrat Langemann im Gespräch über Gegenstände der medizinischen Polizei und Berliner Vergiftungsfälle vermerkt; [...]

[Seite 158]

Goethe glaubte den telepathischen Vorgang, spricht von „Wirkung in die Ferne“ und erzählt Eckermann (7. Oktober 1827) hierbei ein kriminalistisches Beispiel. Es sei möglich, ja sogar sehr wahrscheinlich, daß ein junges Mädchen, welches, ohne es zu wissen, mit einem Manne, der es ermorden wolle, sich in einem dunklen Raum befände, von seiner ihr unbewußten Gegenwart ein unheimliches Gefühl haben und in Angst aus dem Zimmer zu ihren Hausgenossen getrieben werden würde.

Anmerkungen

Die Gedankengänge, Beispiele und viele Formulierungen finden sich vollständig in der ungenannt bleibenden Quelle Wulffen (1932). Die Übernahme setzt sich auf der nächsten Seite fort.

Anders als man es erwarten könnte, handelt es sich hierbei auch nicht um eine getreue Wiedergabe der Goetheschen Aussage. Diese lautet nämlich: "Es ist möglich, ja sogar wahrscheinlich, daß wenn ein junges Mädchen in einem dunkeln Zimmer sich, ohne es zu wissen, mit einem Manne befände, der die Absicht hätte sie zu ermorden, sie von seiner ihr unbewußten Gegenwart ein unheimliches Gefühl hätte, und daß eine Angst über sie käme, die sie zum Zimmer hinaus und zu ihren Hausgenossen triebe." (vgl. [[1]]). Die Ähnlichkeit ist zwar groß, die Übereinstimmung mit der leicht umformulierten Version von Wulffen wird aber nicht erreicht.

Der erstgenannte Tagebucheintrag lautet: "Mit Krause ins Gefängniß d. Mordbrenner zu sehen." (vgl. [[2]] ).

Der letztgenannte Tagebucheintrag ist tatsächlich vom 26.8.1812 und lautet: "Mit Langermann auf die Prager Straße spatzieren. Gespräch über Gegenstände der medicinischen Polizey, Tollhäuser, Bordelle, Berliner Vergiftungsgeschichten." (vgl. [[3]]). Auch hier stammt die Paraphrasierung also von Wulffen.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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