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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 6-28
Quelle: KLL6 1996
Seite(n): 459, Zeilen: 2. Sp, Z. 56
1790 veröffentlichte Goethe unter dem Titel „Faust, ein Fragment“ eine Bearbeitung jenes ersten Entwurfs, deren Komposition deutlich den klärenden Einfluss der italienischen Reise erkennen lässt. Doch erst in den Jahren seiner Freundschaft mit Schiller441, als sich in ihm ein intensives Interesse an kunsttheoretischen Problemen und ideellen Ordnungsprinzipien entzündete, fügte er den Prolog im Himmel und die Paktszene hinzu, in denen sich nun das übergreifende Leitmotiv der Wette klar abzeichnete. So entstand zwischen 1797 und 1806 Faust, I. Teil“, der 1808 veröffentlicht wurde.442

Vorwiegend Eckermann ist es zu danken, dass Goethe nach langer Pause die schon um 1800 entstandenen Bruchstücke des II. Teils wieder aufgriff und das Ganze zwischen 1825 und 1831 planmäßig, „durch Vorsatz und Charakter“ (an W. v. Humboldt, 17.3.1832), aus der Sicht seiner nachklassischen Schaffensphase beendete, in der die Gegensätze von Klassik und Romantik sich versöhnten und in der auch seine Erfahrungen als Staatsmann poetischen Ausdruck suchten. 1827 veröffentlichte Goethe in der Ausgabe letzter Hand den Helena-Akt mit dem Untertitel „Klassisch-romantische Phantasmagorie“, 1828 ebenda die Szenen am Kaiserhof. Noch vor seinem letzten Geburtstag versiegelte er das abgeschlossene Drama.443 Was die Vollendung des Werks, das in den letzten Jahren immer wieder in seinem Tagebuch das „Hauptgeschäft“ genannt wurde, für Goethe bedeutete, bezeugen Briefe aus dieser Zeit und die Gespräche mit Eckermann; hier heißt es am 6. Juni 1831: „Mein ferneres Leben kann ich nunmehr als ein reines Geschenk ansehen, und es ist jetzt im Grunde ganz einerlei, ob und was ich noch etwa tue.“444


441 Vgl. dazu den bei Mener abgedruckten Briefwechsel mit Schiller, S. 229ff.

442 Vgl. Mener, S. 47f.

443 Vgl. Mener, S. 50.

444 Zitiert nach Mener, S. 286.

1790 veröffentlichte Goethe unter dem Titel Faust, ein Fragment eine Bearbeitung jenes ersten Entwurfs, deren Komposition deutlich den klärenden Einfluss der italienischen Reise erkennen lässt. Doch erst in den Jahren seiner Freundschaft mit SCHILLER, als sich in ihm ein intensives Interesse an kunsttheoretischen Problemen und ideellen Ord-

[S. 460]

nungsprinzipien entzündete, fügte er den Prolog im Himmel und die Paktszenen hinzu, in denen sich nun das übergreifende Leitmotiv der Wette klar abzeichnete. So entstand zwischen 1797 und 1806 Faust, I. Teil. Nach langer Pause griff Goethe die schon um 1800 entstandenen Bruchstücke des II. Teils wieder auf und beendete das Ganze zwischen 1825 und 1831 planmäßig, »durch Vorsatz und Charakter« (an W. v. Humboldt, 17.3.1832), aus der Sicht seiner nachklassischen Schaffensphase, in der die Gegensätze von Klassik und Romantik sich versöhnten und in der auch seine Erfahrung als Staatsmann poetischen Ausdruck suchte. 1827 veröffentlichte Goethe in der Ausgabe letzter Hand den Helena-Akt mit dem Untertitel Klassisch-romantische Phantasmagorie, 1828 ebenda die Szenen am Kaiserhof. Noch vor seinem letzten Geburtstag versiegelte er das abgeschlossene Drama. Was die Vollendung des Werks, das in den letzten Jahren immer wieder in seinem Tagebuch das »Hauptgeschäft« genannt wurde, für Goethe bedeutete, bezeugen Briefe aus dieser Zeit und die Gespräche mit Eckermann; hier heißt es (6. 6. 1831): »Mein ferneres Leben kann ich nunmehr als ein reines Geschenk ansehen, und es ist jetzt im Grunde ganz einerlei, ob und was ich noch etwa tue.«

Anmerkungen

Weitgehende Übereinstimmung mit Bearbeitungen

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman

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