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Tj/Fragment 119 07

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 7-19
Quelle: KLL6 1996
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ironisch, boshaft und zum Teil hassvoll waren die Angriffe, die von den verschiedensten Fronten kamen. Die Argumentationen bedienten sich dabei ausschließlich ethischer und weltanschaulicher Maßstäbe - die künstlerischen Kriterien der Dichtung entschwanden dabei völlig aus dem Blickfeld. Das Adjektiv „faustisch“ verselbstständigte sich und nahm, je nach der Bewertung der Faustgestalt, die verschiedensten Bedeutungen (vorerst nur negativer Art) an. Die Aufklärung bezichtigte Goethe des Mystizismus, die Romantik der Glorifizierung wissenschaftlichen Hochmuts, die katholische Kirche legte ihm hybride Unmoral und Blasphemie zur Last, die protestantische ungeistigen Materialismus.

Die Jungdeutschen priesen das revolutionäre Faustfragment auf Kosten des reaktionären zweiten Teils. Ihr Hauptvorwurf gegen den zweiten Teil galt der mangelnden politischen und sozialen Aktivität Fausts beziehungsweise Goethes.

Ironische, boshafte und hassvolle Angriffe kamen von den verschiedensten Fronten. Die Argumentation bediente sich ausschließlich ethischer und weltanschaulicher Maßstäbe; die künstlerischen Kriterien der Dichtung entschwanden dabei völlig aus dem Blickfeld.

Das Adjektiv »faustisch« verselbständigte sich und nahm, je nach der Bewertung der Faustgestalt, die verschiedensten Bedeutungen – vorerst noch negativer Art – an. Die Aufklärung bezichtigte Goethe des Mystizismus, die Romantik der Glorifizierung wissenschaftlichen Hochmuts; die katholische Kirche legte ihm hybride Unmoral und Blasphemie zur Last, die protestantische ungeistigen Materialismus. Die Jungdeutschen16 (z.B. H. Heine17 und L. Börne18) priesen das »revolutionäre« Faustfragment auf Kosten des »reaktionären« zweiten Teils, ein kritisches Schema, das lange gültig blieb. Ihr Hauptvorwurf galt der mangelnden politischen und sozialen Aktivität Fausts und (Goethes).

Anmerkungen

Quelle muss noch bestätigt werden. Übereinstimmungen wurden bisher anhand von http://calleo.at/pdf/Faust-Kindler.pdf verifiziert.

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