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Tmu/Fragment 053 09

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 53, Zeilen: 9-24
Quelle: Treibel 2001
Seite(n): 113, Zeilen: 13-27
In den USA verbindet sich mit der Green Card das Recht auf Daueraufenthalt und nicht eine befristete Arbeitserlaubnis.89

In Deutschland hätte man die Green-Card-Initiative nicht gebraucht, um die gewünschten Fachkräfte für die IT-Branche zu holen: Mit der 1990 verabschiedeten Anwerbestopp-Ausnahmeverordnung existiert seit über zehn Jahren das erforderliche juristische Instrumentarium. Verwaltungstechnisch ist die Green-Card-Initiative strenggenommen also überflüssig. Politisch scheint sie jedoch wichtige Funktionen für die rot-grüne Bundesregierung zu übernehmen. Die Ausländerbeauftragte der Bundesregierung Marieluise Beck distanzierte sich in einem ironischen Kommentar von der Initiative des Bundeskanzlers – allerdings wohl eher von der Terminologie als vom Inhalt:

„Und da das schöne deutsche Wort Anwerbestoppausnahmeverordnung zwar die rechtliche Grundlage für die geplante Anwerbung geliefert hätte, aber nicht so griffig klingt, wurde der ersten größeren Anwerbeaktion nach dem Anwerbestopp von 1973 noch schnell ein Name gegeben, der besser in moderne Zeiten passt: Die Green Card soll die Tore für die Laptop-Gastarbeiter öffnen.“90


89 Vgl. www.greencard.de. Zum Vergleich USA – Deutschland sieh auch Hillmann, Felicitas, Green Cards für die Hugenotten von morgen? Die weltweite Wanderung von Hochqualifizierten. Ein Vergleich zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland, in: Frankfurter Rundschau vom 26. April 2000;

90 Vgl. Beck, Marieluise, Ihr Inderlein kommet, in: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jahrgang 46 (2001), Heft 1, S. 7-9, hier: S. 7;

Seit nunmehr einem Jahr, anlässlich der Eröffnung der CeBIT 2000 durch Bundeskanzler Gerhard Schröder, gibt es eine lebhafte Debatte über die spezifisch deutsche Variante der so genannten Green Card1 [...]

Man hätte die Green-Card-Initiative nicht gebraucht, um die gewünschten Fachkräfte für die IT-Branche nach Deutschland zu holen: Mit der 1990 verabschiedeten „Anwerbestopp-Ausnahmeverordnung" existiert seit über zehn Jahren das erforderliche juristische Instrumentarium. Verwaltungstechnisch ist die Green-Card-Initiative strenggenommen also überflüssig. Politisch scheint sie jedoch wichtige Funktionen für die rot-grüne Regierung und deren öffentliche Präsentation zu übernehmen. Die Ausländerbeauftragte der Bundesregierung distanziert sich in einem ironischen Kommentar von der Initiative des Bundeskanzlers - allerdings wohl eher von der Terminologie als vom Inhalt:

„Und da das schöne deutsche Wort Anwerbestoppausnahmeverordnung zwar die rechtliche Grundlage für die geplante Anwerbung geliefert hätte, aber nicht so griffig klingt, wurde der ersten größeren Anwerbeaktion nach dem Anwerbestopp von 1973 noch schnell ein Name gegeben, der besser in moderne Zeiten passt: Die Green Card soll die Tore für die Laptop-Gastarbeiter öffnen" (Beck 2001, 7; Hervorh. im Original).


1 In den USA verbindet sich mit der Green Card das Recht auf Daueraufenthalt, also ein Einwanderungsticket, und nicht eine befristete Arbeitserlaubnis (vgl. auch www.greencard.de. Über diese Adresse kann man sich über die Möglichkeiten, von Deutschland aus eine Green Card für die USA zu erhalten, informieren). Zum Vergleich USA - Deutschland s. auch Hillmann 2000.


Beck, M. 2001:
Ihr Inderlein kommet. In: Blätter für deutsche und internationale Politik, Jg. 46, H. 1, S. 7-9

Hillmann, F. 2000:
Green Cards für die Hugenotten von morgen? Die weltweite Wanderung von Hochqualifizierten. Ein Vergleich zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und Deutschland. In: Frankfurter Rundschau v. 26.4.2000

Anmerkungen

Trotz wörtlicher Übernahmen ist die Quelle nicht genannt

Sichter
(Hindemith) Schumann

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