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Tmu/Fragment 067 10

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 10-26
Quelle: Münz 2001
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Will man den Rückgang der Bevölkerung ausgleichen, dann braucht man pro Jahr eine Netto-Zuwanderung von rund 400.000 Personen. Das wäre Doppel [sic] so viel wie die Netto-Zuwanderung im Durchschnitt der vergangenen fünfzig Jahre. Zuwanderung dieser Größe ist freilich nur sinnvoll, wenn es für die Mehrzahl dieser Zuwanderer auch Arbeitsplätze gibt, oder wenn sich viele von ihnen erfolgreich selbständig machen können.118 Eine ungedeckte Nachfrage nach Arbeitskräften gab es in Westdeutschland zuletzt in den 1960er und frühen 1970er Jahren. Damals holte die Bundesrepublik junge, gesunde, aber wenig qualifizierte Gastarbeiter aus dem Mittelmeerraum ins Land. Heute mangelt es an Fachkräften. Zugleich gibt es allerdings derzeit noch eine große Zahl an Arbeitslosen, an Personen im Vorruhestand und an nicht erwerbstätigen Frauen. Diese Reserve kann und wird aller Voraussicht nach mobilisiert werden, um den kommenden Mangel an Arbeitskräften

zumindest teilweise auszugleichen. Deutschland benötigt also keine neuen wenig gebildeten Gastarbeiter. Umso dringender ist aber der Bedarf an qualifizierten Zuwanderern, die sich auf Dauer in Deutschland niederlassen. Nur mit ihrer Hilfe kann es gelingen, die absehbar immer geringere Zahl deutscher Schulabgänger, Lehrlinge und Studenten auszugleichen.


117 Vgl. Münz, Rainer, Geregelte Zuwanderung: eine Zukunftsfrage für Deutschland, in: ebenda, S. 4;

118 Vgl. ebenda;

Wollten wir das ausgleichen, dann bräuchten wir pro Jahr eine Netto-Zuwanderung von rund 400.000 Personen. Das wäre mehr als doppelt so viel wie die Netto-Zuwanderung im Durchschnitt der vergangenen 50 Jahre. Zuwanderung dieser Größe ist freilich nur sinnvoll, wenn es für die Mehrzahl dieser Zuwanderer auch Arbeitsplätze gibt. Oder wenn sich sehr viele von ihnen erfolgreich selbständig machen können.

Eine ungedeckte Nachfrage nach Arbeitskräften gab es in Westdeutschland zuletzt in den sechziger und frühen siebziger Jahren. Damals holte die Bundesrepublik junge, gesunde, aber wenig qualifizierte Gastarbeiter aus dem Mittelmeerraum ins Land. Die DDR folgte in den achtziger Jahren diesem Beispiel. Sie warb Vertragsarbeiter aus der Dritten Welt an. Heute mangelt es an Fachkräften. Zugleich gibt es allerdings derzeit noch eine große Zahl an Arbeitslosen, an Personen im Vorruhestand und an nicht erwerbstätigen Frauen. Diese Reserve kann und wird aller Voraussicht nach mobilisiert werden, um den kommenden Mangel an Arbeitskräften zumindest teilweise auszugleichen. Wir benötigen also keine neuen wenig gebildeten Gastarbeiter im traditionellen Sinn.

Für eine dynamische Volkswirtschaft unverzichtbar

Umso dringender ist aber der Bedarf an qualifizierten Zuwanderern, die sich auf Dauer bei uns niederlassen. Nur mit ihrer Hilfe kann es gelingen, die absehbar immer geringere Zahl deutscher Schulabgänger, Lehrlinge und Studenten auszugleichen.

Anmerkungen

Für einen Teil ist eine andere Quelle desselben Autors angegeben. Teile des Textes könnten also auch daher stammen. Nichtsdestotrotz ist hier alles einer Fremdquelle entnommen worden, ohne dass Art und Umfang gekennzeichnet wären.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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