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Grenzen der Versicherbarkeit von Katastrophenrisiken. Erweiterungsmöglichkeiten durch Rückversicherung, Katastrophenanleihen und Versicherungsderivate. Mit einem Geleitw. von Volker Arnold

von Prof. Dr. Tristan Nguyen

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Tn/Fragment 320 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-01 18:40:37 Sotho Tal Ker
Fragment, Gesichtet, Pfister 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tn, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 320, Zeilen: 2-29
Quelle: Pfister 2004
Seite(n): 37, Zeilen: 1-26
Gegenüber den Instrumenten der Selbstfinanzierung und Rückversicherung hat der Risikotransfer via Katastrophenanleihen den entscheidenden Vorteil, dass der Erstversicherer kein Kreditrisiko tragen muss. Während ein Rückversicherungsvertrag zum Beispiel lediglich ein Versprechen ist, den Versicherer im Fall eines Katastropheneintritts mit zusätzlichem Kapital zu versorgen, ist das Kapital, das in eine Katastrophenanleihe investiert wurde, völlig frei von anderen Forderungen und kann lediglich dazu verwendet werden, dem Versicherer im Falle einer Katastrophe neues Kapital zuzuführen.819

Genau dieser Umstand führt jedoch dazu, dass im Gegenzug einer Emission von Katastrophenanleihen ein mehr oder weniger hoher Kapitalbetrag völlig liquide angelegt werden muss – und zwar vollkommen unabhängig davon, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Katastrophe eintritt. Für Principal-at-Risk-Bonds gilt dies noch mehr als für Coupon-at-Risk-Bonds, da in der letztgenannten Form von Katastrophenanleihen nur der Kapitalzuwachs zur Kompensation von Katastrophenschäden verwendet werden kann. Die Notwendigkeit einer liquiden Kapitalanlage führt zu entsprechend hohen Opportunitätskosten in Form von Renditeverzichten gegenüber weniger liquiden Anlagen und führt letztlich dazu, dass Katastrophenanleihen relativ teure Instrumente des Risikotransfers sind.

In der Praxis werden Katastrophenanleihen meist nicht von Versicherungsunternehmen selbst, sondern von deren selbständigen Ausgründungen – so genannten „Special Purpose Reinsurer“ (SPR) oder „Special Purpose Vehicle“ (SPV) – vorgenommen. Das von Investoren eingezahlte Nominalkapital aus der Emission von Cat Bonds wird dabei in risikolose Staatsanleihen investiert. Die Einkünfte aus diesen Anlagen werden zusammen mit der vereinnahmten Rückversicherungsprämie an die Investoren ausbezahlt, sofern das ex ante definierte Katastrophenereignis während der Risk Period nicht eintritt.

Die SPR/SPV sind meist als Offshore-Gesellschaften unter steuerbegünstigten Bedingungen tätig.820 Damit können die Opportunitätskosten der hohen Liquidität des Kapi[tals zunächst etwas verringert werden.]


819 Vgl. Richter, A. (2004), S. 10.

820 Vgl. Nell, M. und Richter, A. (2005), S. 326

Gegenüber den Instrumenten der Selbstfinanzierung und Rückversicherung haben Katastrophenanleihen dabei den Vorteil, dass ein Versicherer kein Kredit-Risiko tragen muss. Während ein Rückversicherungsvertrag zum Beispiel lediglich ein Versprechen ist, den Versicherer im Fall eines Katastropheneintritts mit zusätzlichem Kapital zu versorgen, ist das Kapital, das in eine Katastrophenanleihe investiert wurde, völlig frei von anderen Forderungen und kann lediglich dazu verwendet werden, den [sic] Versicherer im Falle einer Katastrophe neues Kapital zuzuführen.28 Genau dieser Umstand führt jedoch dazu, dass im Gegenzug einer Emission von Katastrophenanleihen ein mehr oder weniger hoher Kapitalbetrag völlig liquide angelegt werden muss – und zwar vollkommen unabhängig davon, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Katastrophe eintritt. Für Principal-at-risk-bonds gilt dies noch mehr als für coupon-at-risk-bonds, da in der letztgenannten Form von Katastrophenanleihen nur der Kapitalzuwachs zur Kompensation von Katastrophenschäden verwendet werden kann. Die Notwendigkeit einer liquiden Kapitalanlage führt zu entsprechend hohen Opportunitätskosten in Form von Renditeverzichten gegenüber weniger liquiden Anlagen und führt letztlich dazu, dass Katastrophenanleihen relativ teure Instrumente des Risikotransfers sind.

In der Praxis werden Katastrophenanleihen meist nicht von Versicherungsunternehmen selbst, sondern von deren selbständigen Ausgründungen – so genannten „Special Purpose Reinsurer“ SPR oder „Special Purpose Vehicle“ SPV – vorgenommen. Das von Investoren einbezahlte Nominalkapital aus der Emission von Cat-Bonds wird dabei in praktisch risikolose Anleihen investiert. Die Einkünfte aus diesen Anlagen werden an die Investoren ausbezahlt – sofern kein Katastrophenereignis eintritt. Die SPR/SPV sind meist als Offshore-Gesellschaften unter steuerbegünstigten Bedingungen tätig. Damit können die Opportunitätskosten der hohen Liquidität des Kapitals zunächst etwas verringert werden.


28 Vgl. Richter, A.; Moderne Finanzinstrumente im Rahmen des Katastrophen-Risk-Managements – Basisrisiko versus Ausfallrisiko. Schriftenreihe des Instituts für Versicherungsbetriebslehre an der Universität Hamburg Nr. 3 /2001, S. 10.

Anmerkungen

Großflächige, teilweise wortwörtliche Übernahme ohne Quellennachweis.

Sichter
(Sotho Tal Ker), WiseWoman


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20121128185316

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