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Grenzen der Versicherbarkeit von Katastrophenrisiken. Erweiterungsmöglichkeiten durch Rückversicherung, Katastrophenanleihen und Versicherungsderivate. Mit einem Geleitw. von Volker Arnold

von Prof. Dr. Tristan Nguyen

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Tn/Fragment 393 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-12-02 17:15:21 Hindemith
Fragment, Gesichtet, Kellermann 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tn, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 393, Zeilen: 9-27, 101, (101-104 S. 394)
Quelle: Kellermann 2001
Seite(n): 277, Zeilen: 11-29, 101-107
5.5.3 Spätschadenproblematik

Die PCS-Indizes als Underlying der Optionen lassen sich im Gegensatz zu finanzwirtschaftlichen Indexkonzepten, wie z.B. Aktienindizes, nicht aus beobachtbaren Daten bestimmen. Die Quantifizierung der durch Katastrophen ausgelösten Schäden erfolgt durch Befragungen von Versicherungsunternehmen. Diese wiederum schätzen ihre voraussichtlichen Entschädigungsleistungen im Anschluss an eine Katastrophe auf Basis von Daten aus ihrem Versicherungsportfolio. Da die Regulierung von Versicherungsfällen meist einen gewissen Zeitraum in Anspruch nimmt, können in die Berechnungen des Gesamtschadenaufkommens zunächst nur Schätzungen einfließen.1031 Diese Eigenschaft der PCS-Indizes kann sich als problematisch erweisen.

Diese Schätzungen ermöglichen eine schnelle Veröffentlichung des entsprechenden regionalen Indexwerts bereits kurz nach Auftreten einer Katastrophe. Die rasche Publikation verhindert, dass Versicherungsunternehmen oder andere involvierte Organisationen oder Personen ihr Wissen über Versicherungsschäden als Insider nutzen, um am Markt für Versicherungsderivate zu spekulieren. Da es sich jedoch nur um Schätzungen handelt, werden diese Angaben dann fortlaufend in Abhängigkeit der tatsächlichen Versicherungsleistungen korrigiert. Aus diesem Grund wird die Laufzeit der Optionen in eine Schaden- und eine Berichtsperiode aufgeteilt. Die Berichtsperiode wird dazu genutzt, neuere Erkenntnisse hinsichtlich der Schadenhöhe im Index zu berücksichti- [gen.1032]


1031 Vgl. dazu die Ausführungen in Abschnitt 5.2.1.1.

1032 Die Notwendigkeit für eine Berichtsperiode mag das Northridge-Erdbeben 1994 verdeutlichen. Denn ersten Schätzungen zufolge verursachte das Erdbeben Versicherungsschäden in Höhe von 2,5 Mrd. USD, in den folgenden Monaten wurden diese Schätzungen jedoch angepasst und letztendlich ein Gesamtschaden von 12,5 Mrd. USD ermittelt. Vgl. Canter, M.S. et al. (1996), S. 103.

b.) Spätschadenproblematik

Die Entwicklung der PCS-Indizes, die als Underlying der Optionen dienen und damit ihre Wertentwicklung determinieren, ist im Gegensatz zu finanzwirtschaftlichen Indexkonzepten, z.B. Aktienindizes, nicht aus beobachtbaren Daten zu berechnen. Vielmehr erfordert die Quantifzierung der durch Katastrophen ausgelösten Schäden eine Erhebung bei Versicheningsunternehmen, die ihrerseits im Nachgang zu einem Katastrophenereignis ihre Entschädigungsleistungen schätzen. Als problematisch erweist es sich, daß die Regulierung von Versicherungsfällen häufig einen gewissen Zeitraum in Anspruch nimmt, so daß hier zunächst nur Schätzungen in die Bestimmungen des Gesamtschadens Eingang finden können.1055

Diese Schätzungen ermöglichen, daß bereits kurz nach einer Katastrophe der entsprechende regionale Indexwert veröffentlicht werden kann. Durch die schnelle Bekanntgabe wird vermieden, daß Versicherungsunternehmen ihr Wissen über Versicherungsschäden als Insider nutzen, um am Versicherungsderivate-Markt zu spekulieren. Da es sich jedoch nur um Schätzungen handelt, werden diese Angaben dann fortlaufend in Abhängigkeit der tatsächlichen Versicherungsleistungen korrigiert. Des weiteren wird aus diesem Grund die Laufzeit der Optionen in eine Schaden- und Berichtsperiode unterschieden. Die Berichtsperiode wird dafür genutzt, neuere Erkenntnisse hinsichtlich der Schadenhöhe in den Index aufzunehmen.1056


1055 Vgl. hierzu die Ausführungen zu der Erhebung des PCS-Indizes in Zweiter Teil B. II. 1. a ), S. 152ff.

1056 Das Northridge-Erdbeben 1994 mag die Notwendigkeit für eine Entwicklungs- resp. Berichtsperiode verdeutlichen. Ersten Schätzungen zufolge verursachte das Erdbeben Versicherungsschäden in Höhe von 2,5 Mrd. USD. In den folgenden Monaten wurden diese Schätzungen angepaßt und letztendlich eine Gesamtschaden von 12,5 Mrd. USD ermittelt. Vgl. Canter, M.S., et al., 1996, S. 103.

Anmerkungen

Trotz inhaltlicher Identität und trotz des Vorhandenseins längerer Passagen mit wortwörtlicher Übereinstimmung ist weder die Übernahme gekennzeichnet noch ein Hinweis auf die Quelle gegeben worden.

Sichter
(Graf Isolan), Hood


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20121202173338

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