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Grenzen der Versicherbarkeit von Katastrophenrisiken. Erweiterungsmöglichkeiten durch Rückversicherung, Katastrophenanleihen und Versicherungsderivate. Mit einem Geleitw. von Volker Arnold

von Prof. Dr. Tristan Nguyen

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Tn/Fragment 397 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-11-30 20:13:30 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Kellermann 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tn, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 397, Zeilen: 1-28, 101-106 (komplett)
Quelle: Kellermann 2001
Seite(n): 280;281, Zeilen: 7-27,109-112;1-7
Der Marktwert der erworbenen Option wird mindestens ihrem inneren Wert, d.h. der Differenz aus Schadenindex und Basispreis, entsprechen. Im Idealfall würde dieser innere Wert genau die negative Schadenentwicklung des Portfolios ausgleichen. Dieser wirtschaftliche Zusammenhang kann jedoch in der externen Rechnungslegung bei einer strengen Einzelbewertung nicht dargestellt werden. Der Versicherer müsste also bei Gültigkeit des Einzelbewertungsgrundsatzes in der betrachteten Rechnungsperiode die gezahlten Versicherungsleistungen sowie die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle als Aufwand ausweisen. Einen Ertrag würde er erst in der darauf folgenden Periode zum Schlussabrechnungszeitpunkt der Option verbuchen können.

Eine Glättung des periodischen Jahresergebnisses könnte der Versicherer erzielen, wenn er die Option zum 31.12. des betrachteten Jahres glattstellen würde. Dies wäre inhaltlich mit einem Verkauf der Option und damit der Realisierung des inneren Wertes der Option gleichzusetzen.1040 Dadurch würde sich allerdings die Spätschadenproblematik noch erhöhen, da nun eine mögliche positive Entwicklung des Optionswertes aufgrund einer positiven Adjustierung des Indexstandes nicht mehr realisierbar wäre.

Letztendlich wäre die Hedgewirkung nur darstellbar, wenn eine ähnliche Vorgehensweise wie bei der Bildung von Bewertungseinheiten von Finanzanlagen zulässig wäre. Dies würde eine Zusammenfassung der Schadenentwicklung des betrachteten Portfolios und der Optionsposition zu einer Einheit bedeuten. Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Bildung von Bewertungseinheiten für derivative Absicherungsgeschäfte von Finanzanlagen zulässig.1041 Eine Voraussetzung, die erfüllt sein muss, ist der Ausgleich fiktiver Verluste durch unrealisierte Gewinne in der betrachteten Einheit.

Bei so genannten Micro-Hedges, die die Verknüpfung von Grund- und Sicherungsgeschäft vorsehen, kann dann eine Festbilanzierung vorgenommen werden, wenn von einem vollständigen Ausgleich ausgegangen werden kann.1042 Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nur dann berührt, wenn ursprünglich angenommenen Wertausgleiche nicht erzielt werden konnten.


1040 Das Glattstellen einer Position wird durch den Abschluss eines Gegengeschäfts erzielt. Das bedeutet, eine Long-Call-Position mit einem bestimmten Basispreis und einer bestimmten Fälligkeit kann durch eine Short-Position mit gleicher Fälligkeit und gleichem Basispreis glattgestellt werden. Vgl. Treuberg, H. und Angermayer, B. (1995), S. 589.

1041 Vgl. Treuberg, H. und Angermayer, B. (1995), S. 571 ff.

1042 Vgl. Treuberg, H. und Angermayer, B. (1995), S. 578.

[Seite 280]

Der Marktwert der erworbenen Option wird mindestens ihrem inneren Wert als Differenz aus Schadenindex und Basispreis entsprechen. Idealerweise würde dieser innere Wert genau die negative Schadenentwicklung des Portfolios kompensieren. Bei einer strengen Einzelbewertung kann dieser wirtschaftliche Zusammenhang jedoch in der externen Rechnungslegung nicht abgebildet werden. Als Ergebnis hätte - bei Gültigkeit des Einzelbewertungsgrundsatzes - der Versicherer in der betrachteten Rechnungsperiode die gezahlten Versicherungsleistungen sowie die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle als Aufwand auszuweisen. Erst in der Folgeperiode würde der Versicherer zum Schlußabrechnungszeitpunkt der Option einen Ertrag verbuchen können.

Eine Glättung des periodischen Jahresergebnisses könnte der Versicherer erzielen, wenn er die Option zum 31.12. des Jahres glattstellen würde, was inhaltlich einem Verkauf gleich käme und er den inneren Wert der Option realisieren würde.1068 Allerdings würde er dadurch die Spätschadenproblematik noch erhöhen, da er eine mögliche positive Wertentwicklung der Option aufgrund einer positiven Adjustierung des Indexstandes nicht realisieren könnte.

Letztendlich könnte nur die Zulässigkeit einer ähnlichen Vorgehensweise wie bei der Bildung von Bewertungseinheiten von Finanzanlagen die Hedgewirkung abbilden. Hierbei müßte die Schadenentwicklung des betrachteten Portfolios und die Optionsposition zu einer Einheit zusammengefaßt werden. Die Bildung von Bewertungseinheiten ist für derivative Absicherungsgeschäfte von Finanzanlagen unter bestimmten Voraus-

[Seite 281]

setzung zulässig.1069 Eine Voraussetzung, die erfüllt sein muß, ist die Kompensation fiktiver Verluste durch unrealisierte Gewinne der betrachteten Einheit. Bei sog. Micro-Hedges, die die Verknüpfung von Grund- und Sicherungsgeschäft vorsehen, kann dann eine Festbilanzierung vorgenommen werden, wenn von einer vollständigen Kompensation ausgegangen werden kann.1070 Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nur dann berührt, wenn die ursprünglich angenommenen Wertausgleiche nicht erzielt werden konnten.1071


1068 Das Glattstellen einer Position wird durch den Abschluß eines Gegengeschäfts erzielt. D.h. eine Long-Call-Position mit einem bestimmten Basispreis und Fälligkeit kann durch eine Short-Position mit gleicher Fälligkeit und gleichem Basispreis glattgestellt werden. Vgl. Steiner, M., Bruns, C., 1996, S. 382, Treuberg, H., Angemiayer, B., 1995, S. 589.

1069 Vgl. zu der Zulässigkeit von Bewertungseinheiten Treuberger [sic!], H., Angermayer, B., 1995, S. 571 ff.

1070 Vgl. Treuberg, H., Angermayer, B., 1995, S. 578.

1071 Vgl. Treuberg, H., Angermayer, B., 1995, S. 578.

Anmerkungen

Trotz inhaltlicher Identität und trotz des Vorhandenseins längerer Passagen mit wortwörtlicher Übereinstimmung ist weder die Übernahme gekennzeichnet noch ein Hinweis auf die Quelle gegeben worden. Fußnoten wurden gleich mit übernommen.

Sichter
(Graf Isolan), WiseWoman


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