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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 108-117
Quelle: Nell 2001
Seite(n): 3; 4, Zeilen: 17-29; 1
276 In Frankreich werden Elementarrisiken wie Erdbeben und Überschwemmungen wie folgt gedeckt. Auf die Prämie jedes in Frankreich abgeschlossenen Sachversicherungsvertrages wird zwangsweise ein Zuschlag von momentan 9% erhoben. Dafür sind im Gegenzug Schäden aus Naturkatastrophen gedeckt. Durch dieses System wird zwar erreicht, dass jedes Individuum Deckung gegen Naturkatastrophen hat. Jedoch werden dadurch die falschen Anreize gesetzt, indem auf eine risikogerechte Tarifierung verzichtet wird. So wird bei der Prämie für das Überschwemmungsrisiko nicht danach differenziert, ob das zu versichernde Gebäude überhaupt an einem Gewässer liegt und wie stark es hochwassergefährdet ist. Folglich findet bei Entscheidungen, in welchen Gebieten Gebäude errichtet werden, das Hochwasserrisiko keine oder nur unzureichende Berücksichtigung. Dies führt dazu, dass die Bebauung in stark hochwassergefährdeten Gebieten intensi-[ver ist, als es ökonomisch sinnvoll wäre, da die Kosten des Hochwasserrisikos bei den Gebäudeeigentümern nicht internalisiert werden. Vgl. Michel-Kerjan, E. (2001).] [Seite 3]

In Frankreich werden Elementarrisiken wie z.B. Erdbeben und Überschwemmungen wie folgt gedeckt4: Auf die Prämie jedes in Frankreich abgeschlossenen Sachversicherungsvertrages wird zwangsweise ein Zuschlag von momentan 9% erhoben. Dafür sind im Gegenzug Schäden aus Naturkatastrophen gedeckt. Die französischen Erstversicherer können dieses Risiko bei einem staatlichen Rückversicherer absichern, der wiederum mit einer unbegrenzten Staatsgarantie ausgestattet ist. Durch dieses System wird zwar erreicht, dass jedes Individuum Deckung gegen Naturkatastrophen hat, es setzt aber die falschen Anreize, indem auf eine risikogerechte Tarifierung verzichtet wird. So wird bei der Prämie für das Überschwemmungsrisiko nicht danach differenziert, ob das zu versichernde Gebäude überhaupt an einem Gewässer liegt und wenn ja, ob und wie stark es hochwassergefährdet ist. Dann findet aber bei Entscheidungen, in welchen Gebieten Gebäude errichtet werden, das Hochwasserrisiko keine oder nur unzureichende Berücksichtigung.

[Seite 4]

Dies bewirkt insbesondere, dass die Bebauung in stark hochwassergefährdeten Gebieten intensiver ist, als es ökonomisch sinnvoll wäre, da die Kosten des Hochwasserrisikos bei den Gebäudeeigentümern nicht internalisiert werden.


[Seite 3]

4 Vgl. hierzu Michel-Kerjan (2001).

Anmerkungen

Eine erklärende Fußnote, die in fast gleicher Formulierung im Haupttext der Quelle zu finden ist, wobei der Literaturverweis der Quelle gleich mitübernommen wird.

Sichter
Agrippina1

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