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Tn/Fragment 378 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 378, Zeilen: 1-30
Quelle: Kellermann 2001
Seite(n): 262, 263, 264, Zeilen: 262: 9ff; 263: 1ff; 264: 1ff.
Mit dieser Vorgehensweise kann der Versicherer seine Schadenbelastung unabhängig von der Marktentwicklung fixieren.

Futures werden zwar nicht gehandelt, können aber aus den verfügbaren Optionspositionen synthetisch konstruiert werden.998 Als Beispiel sei wieder der Versicherer genannt, der nun eine Fixierung der Katastrophenschäden seines Bestandes auf einen Wert von 10 Mio. USD anstrebt. Durch den Kauf einer Call-Option mit dem Basispreis k = 20 und dem gleichzeitigen Verkauf einer Put-Option mit demselben Basispreis k = 20 kann er eine Long-Future-Position konstruieren. Die Entwicklung des Futures ist genau entgegengesetzt zu seiner eigenen Schadenentwicklung (vgl. Abbildung 5.9). Vorteil einer synthetischen Future-Position sind die geringeren Absicherungskosten, die sich um die vereinnahmte Put-Prämie reduzieren.999

5.4.4 Konstruktion einer Jahresüberschaden-Rückversicherung

Durch den Einsatz von PCS-Call-Optionen könnte auch der Gesamtschaden eines Bestandes gehedgt werden, falls zwischen der Gesamtschadenentwicklung eines Versicherungsportfolios und dem PCS-Schadenverlauf ein signifikanter Zusammenhang besteht. Die Wirkung von Hedge-Positionen ist in diesem Falle nicht mit einer Katastrophenschadenexzedenten-Rückversicherung, sondern vielmehr mit einer Jahresüberschaden-Rückversicherung zu vergleichen.

Für Rückversicherer, die sich repräsentativ durch entsprechende Rückversicherungsverträge in dem Katastrophenrisiko, das in den PCS-Index eingeht, engagieren, wird ein solcher Zusammenhang zwischen der Schadenentwicklung des PCS-Indexes und der individuellen Schadenentwicklung des Rückversicherers vermutlich gegeben sein. Sie würden dann gerade das Geschäft zeichnen, welches im Index berücksichtigt wird. Fraglich ist, ob ein solcher Zusammenhang auch für Erstversicherer angenommen werden kann. Annahmegemäß soll ein Versicherer repräsentatives Geschäft in einer Region zeichnen. In diesem Fall wird er auch die im PCS-Index enthaltenen Katastrophenschäden in seinem Portfolio gemäß seinem Marktanteil tragen.

Es lässt sich jedoch nicht im Voraus feststellen, welcher Zusammenhang zwischen seiner individuellen Gesamtschadenentwicklung und der PCS-Indexentwicklung bestehen wird.


998 Vgl. Steiner, M. und Bruns, C. (2002), S. 528 f.

999 Vgl. Steiner, M. und Bruns, C. (2002), S. 528 f.

Verbleibt der Index unterhalb der Priorität resp. Basispreis k, so führt die Future-Position zu Auszahlungen, wodurch der Versicherer unabhängig von der Marktentwicklung seine Schadenbelastung auf die Priorität fixieren könnte.

Auch wenn Futures nicht gehandelt werden, so können sie aus den verfügbaren Optionspositionen synthetisch konstruiert werden.1015 Bspw. möge ein Versicherer in seinem Versicherungsbestand eine Fixierung der Katastrophenschäden wiederum auf einen Wert von 10 Mio. USD anstreben. Durch den Kauf einer Call-Option mit dem Basispreis k = 201016 und dem gleichzeitigen Verkauf einer Put-Option mit dem Basispreis k = 20 kann er einen Long-Future konstruieren der genau die entgegengesetzte Entwicklung zu seiner Schadenentwicklung nehmen kann, vgl. Abb. 46.

Als Vorteil einer synthetischen Future-Position können die geringeren Absicherungskosten genannt werden, die sich um die vereinnahmte Put-Prämie reduzieren.1017

[Seite 263]

b.) Konstruktion einer synthetischen Jahresüberschaden-Rilckversicherung

(1) Voraussetzungen

Gelingt es, einen Zusammenhang zwischen der Gesamtschadenentwicklung eines Versicherungsportfolios und dem PCS-Schadenverlauf zu identifizieren, so könnte mit den PCS-Call-Optionen auch der Gesamtschaden eines Bestandes gehedgt werden, ln diesem Falle wirken Hedge-Positionen dann nicht wie eine Katastrophenschadenexzedenten-Rückversicherung sondern vielmehr wie eine Jahresüberschaden-Rückversicherung.

[...]

[Seite 264]

Vermutlich wird für Rückversicherer, die sich in dem in den Index eingehenden Katastrophenrisiko durch entsprechende Rückversicherungsverträge repräsentativ engagieren, ein solcher Zusammenhang zwischen der Schadenentwicklung des PCS-Indexes und der individuellen Schadenentwicklung des Rückversicherers herznstellen sein. In diesem Fall würden sie gerade das Geschäft zeichnen, welches in dem Index Berücksichtigung findet. Ob ein solcher Zusammenhang auch für Erstversicherer angenommen werden kann, ist fraglich. Annahmegemäß soll ein Versicherer repräsentatives Geschäft in einer Region zeichnen. In diesem Fall wird er gemäß seines Marktanteils auch in seinem Portfolio die im PCS-Index enthaltenen Katastrophen tragen. Es läßt sich jedoch nicht ex ante feststellen, welcher Zusammenhang zwischen seiner individuellen Gesamtschadenentwicklung und der PCS-Indexentwicklung bestehen wird.


1015 Vgl. Sharpe, W.F. et al., 1995, S. 760f. Steiner, M., Bruns, C., 1996, S. 439f.

1016 Vgl. zu einer Ermittlung des Basispreises Dritter Teil B. I. 2. a.) (1), S. 257f.

1017 Vgl. Steiner, M., Bruns, C., 1996, S. 439f.

Anmerkungen

Ein Quellenverweis fehlt.

Sichter
(Hindemith), WiseWoman

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