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Ts/028

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 028 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-23 16:58:12 Singulus
Fragment, Gesichtet, Kern 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 7-22
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 47, Zeilen: 47: 16-26; 48: 20-25
In Hesiods Theogonie dann (um 700 v. Chr.), welche die Entstehung der Welt und der Götter schildert, werden List und Trug nicht mehr nur mit Klugheit und Schläue verbunden. Sie sind vielmehr das einzige Mittel, mit dem sich die jungen Götter gegen die alten durchsetzen können. Mit List kompensieren die Schwachen ihre Schwäche. Aus Angst vor dem Verlust der Macht frisst Kronos seine Kinder. Rhea aber versteckt Zeus und legt ihrem Gatten statt des Säuglings einen Stein ins Tuch. Später kann Zeus den Vater mit List dazu bringen, auch die Geschwister freizugeben, und so die Herrschaft über Götter und Menschen übernehmen.14

Und gar Hermes, der listenreiche Gott der Diebe, ein Schelm und Meister des Trugs und der schlauen, rätselhaften Rede.15 Gleich nach der Geburt stiehlt er Apollon, dem Bruder, fünfzig Rinder mit Hilfe einer List: Er bastelt Schuhe aus Reisig für die Tiere, damit sie merkwürdige Abdrücke, aber keine Spuren hinterlassen. Und er läßt sie rückwärts gehen.


14 Hesiod: Theogonie, V. 448–501, in: Hesiod: Sämtliche Gedichte, Theogonie, Erga, Frauenkataloge, übersetzt und erläutert v. Walter Marg, Zürich/Stuttgart: Artemis 1970, S. 51–54.
15 Vgl. Karl Deichgräber: Der listensinnende Trug des Gottes, Vier Themen des griechischen Denkens, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 1952, S. 108–119.

[Seite 47]

In der Theogonie des Hesiod erfährt Täuschung eine erste Umwertung: Trug und List sind dort nicht mehr nur mit Schalkhaftigkeit und Schläue assoziiert. Täuschung wird vielmehr zum einzigen Mittel, mit dem sich die jungen Götter gegen die alten, die Schwachen gegen die Starken wehren können. Sie wird "berechtigte List des Unterdrückten gegen den Unterdrücker“4, der mit List seine Ohnmacht kompensiert. [...] Rhea kommt nur mit List gegen den Vater ihrer Kinder an: Sie versteckt den gerade geborenen Zeus und legt ihrem Gatten statt des Säuglings einen Stein ins Tuch. Später kann der auf diese Weise gerettete Zeus seinen Vater wiederum mit List dazu bringen, auch die verschlungenen Geschwister wieder freizugeben, und die Herrschaft über Götter und Menschen übernehmen.5

[Seite 48]

Zugleich ist er aber auch der listenreiche Gott der Diebe, ein Meisterdieb und Schelm, Gott der Spitzbübereien und des Trugs.8 Gleich nach seiner Geburt durch die Nymphe Maya stiehlt Hermes seinem Bruder Apollon fünfzig Rinder mit Hilfe einer List: Der Säugling bastelt Schuhe aus Reisig für die Tiere, damit sie merkwürdige Abdrücke, aber keine Spuren hinterlassen. Um seinen Bruder vollends zu irritieren, läßt er die Tiere rückwärts gehen.


4 Karl Deichgräber: Der listensinnende Trug des Gottes, Göttingen 1952, S. 124 f.
5 Hesiod: Theogonie, 448-501. In: Sämtliche Gedichte. Übers. und erl. v. Walter Marg, Zürich und Stuttgart 1970, S. 51-54.
8 Vgl. Karl Deichgräber: Der listensinnende Trug des Gottes, S. 108-119.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die erkennbar eigentliche Quelle.

Sichter
(fret) Schumann

[2.] Ts/Fragment 028 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 19:21:45 Schumann
Fragment, Gesichtet, Kern 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 28, Zeilen: 26-28
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 49, Zeilen: 14-17
Aber gegen Hesiods anthropomorphe Deutung der Götter wandte sich schon Xenophanes von Kolophon im 6. vorchristlichen Jahrhundert in einem Spottgedicht:17 „Alles haben den Göttern Homer [und Hesiod angehängt, was nur bei Menschen Schimpf und Tadel ist: Stehlen und Ehebrechen und einander betrügen.“]

17 Xenophanes: Sillen, 11, in: Hermann Diels [Hrsg.]: Die Fragmente der Vorsokratiker, Reinbek: Rowohlt 1957, S. 19.

Gegen diese anthropomorphe Darstellung der Götter in der Dichtung hat sich schon Xenophanes von Kolophon im 6. vorchristlichen Jahrhundert in seinem Spottgedicht gewehrt. „Alles haben den Göttern Homer und Hesiod angehängt, was nur bei Menschen Schimpf und Tadel ist: Stehlen und Ehebrechen und einander betrügen.“12

12 Xenophanes: Sillen, 11. In: Hermann Diels (Hrsg.): Die Fragmente der Vorsokratiker, Reinbek 1957, S. 19.

Anmerkungen

Keine Kennzeichnung der Übernahme der Ausführungen Kerns.

Sichter
Agrippina1


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20140914192113

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