Fandom

VroniPlag Wiki

Ts/059

< Ts

31.363Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Share

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 059 08 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-08-13 08:31:46 Stratumlucidum
Fragment, Gesichtet, Piess 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 8-15, 103-111
Quelle: Piess 2006
Seite(n): 6; 8, Zeilen: 6: li. Sp. 12-14 u. 45-47, re. Sp. 39-42; 8: Referenzteil unten
Was aber macht seine Faszination aus? Warum ist er ein universelles „massenkulturelles Phänomen“105 geworden? Einer seiner grössten Reize liegt nach Ernst Bloch in der „Rekonstruktion eines Unerzählten“106 und der Ratelust der Leser.107 Die Aufklärung des zunächst unerklärlich Scheinenden, schloss Bert Brecht, biete ihnen verschiedenartigste „Komplexe von Geschehnissen, in denen die Kausalität befriedigend funktioniert. Das ergibt genussvolles Denken“.108

105 Bruno Franceschini/Carsten Würmann [Hrsg.]: Verbrechen als Passion, Neue Untersuchungen zum Kriminalgenre, Berlin: Weidler 2004 [= JUNI Magazin für Literatur und Politik 37/38], S. 8.

106 Ernst Bloch: Philosophische Ansicht des Detektivromans [1960/65], in: Jochen Vogt [Hrsg.]: Der Kriminalroman, München: Wilhelm Fink 1971, Bd. I, S. 38–51, 45.

107 Vgl. Cornelia Vismann: Sherlockholmessuperdetektiv, in: Literaturen 11/2001, S. 14–17, 14.

108 Bertolt Brecht: Über die Popularität des Kriminalromans, in: Vogt, Der Kriminalroman, Bd. I, S. 33–37, 35.

[Seite 6]

Was aber macht den sonderbaren Reiz kriminalistischer Stoffe aus? Warum ist der Krimi ein universelles »massenkulturelles Phänomen«1? [...]

[...]

[Ähnlich erfolgreich, aber ganz anders in Form und Gehalt verhält es sich mit dem schlauen, pointierten Rätsel- bzw. Detektivroman:] Hier liegt der Reiz hauptsächlich in der »Rekonstruktion eines Unerzählten«5. Die Leiche am Anfang suggeriert dem Leser eine unbändige Ratelust;6 [...]

[...] Dazu bietet die Aufklärung des anfangs Unerklärlichen, die Denksportaufgabe, dem Leser verschiedenartigste »Komplexe von Geschehnissen, in denen die Kausalität befriedigend funktioniert. Das ergibt genussvolles Denken«9, [...]

[Seite 8]

1 Bruno Franceschini und Carsten Würmann (Hgg.): Verbrechen als Passion. Neue Untersuchungen zum Kriminalgenre. Berlin 2004. S. 8.

[...]

5 Bloch: »Philosophische Ansicht« [= Ernst Bloch: »Philosophische Ansicht des Detektivromans«, in: Der Kriminalroman. Bd. I. Hg. von Jochen Vogt. München 1998. S. 38-51], S. 45.

6 Vgl. Cornelia Vismann: »Sherlockholmessuperdetektiv«, in: Literaturen 11/2001. S. 14-17, hier: S. 14.

[...]

9 Bertolt Brecht: »Über die Popularität des Kriminalromans«, in: Der Kriminalroman I, a.a.O. [= Der Kriminalroman. Bd. I. Hg. von Jochen Vogt. München 1998] S. 33-37, hier: S. 35.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die – an keiner Stelle der untersuchten Arbeit erwähnte – eigentliche Quelle; auch die Referenzen werden (in gleicher Reihenfolge) mit übernommen.

Man beachte in diesem Zusammenhang insbesondere, dass sich die Aufsätze von Ernst Bloch und Bertolt Brecht nicht im ersten Band des zweibändigen Werks Der Kriminalroman (1971) von Jochen Vogt auf S. 38-51 bzw. 33-37 finden, sondern im zweiten auf S. 322-343 bzw. 315-321.

Zudem kommt bei Bloch der als wörtliches Zitat gekennzeichnete Terminus "Rekonstruktion eines Unerzählten" so nicht vor; bei diesem heißt es auf S. 334 "sein Unerzähltes und dessen Rekonstruktion". (Bei Brecht heißt es auf S. 319 "genußvolles Denken", das in einem Zitat auch bei genereller Verwendung der Schweizer ss-Schreibung so hätte wiedergegeben werden müssen.)

Der Verf. übersieht hier, dass Piess (2006) die 1998er Ausgabe des Sammelbandes zitiert, die sich von der von 1971 hinsichtlich Reihenfolge der Beiträge und Zusammensetzung des Autorenkorpus erheblich unterscheidet (und im Gegensatz zu der Angabe von Piess auch nur aus einem einzigen Buch besteht).

Die Abweichungen im Wortlaut gegenüber den Originaltexten lassen sich sowohl im Vergleich mit der früheren als auch der späteren Ausgabe feststellen; ganz offenbar liegt dem Verf. also weder die eine noch die andere vor. Auf Seite 62 macht er denselben, überaus signifikanten Fehler.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

[1.] Ts/Fragment 059 112
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-04 10:07:08 Stratumlucidum
Fragment, Gesichtet, Linder Ort 1999, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 112-116
Quelle: Linder Ort 1999
Seite(n): 42, Zeilen: 15-18
[Von früh an sah sich der Kriminalroman dem Vorwurf ausgesetzt, populärer Schund zu sein.109]

109 Darüber noch weit hinausgehend, hielt Erich Wulffen in seinem Standardwerk Kriminalpsychologie (Berlin 1926) die kriminogene Funktion der „Lektüre von Detektiv- und Verbrechergeschichten und von Erzeugnissen der Schundliteratur“, von „Indianergeschichten“ (ebd., S. 50 f.), der „Presse“ (ebd., S. 401) und insbesondere des „Kinematographen“ (ebd., S. 50) für gegeben. [Vgl. auch Wulffen, Psychologie des Verbrechers, Bd. 2, S. 54 f., 58 f.;] [...]

Für Wulffens Kriminalpsychologie (Wulffen 1926) steht denn auch die kriminogene Funktion der "Lektüre von Detektiv- und Verbrechergeschichten und von Erzeugnissen der Schundliteratur", von "Indianergeschichten" (ebd., S. 50 f.), der "Presse" (ebd., S. 401) und insbesondere des "Kinematographen" (ebd., S. 50), außer Zweifel.106

[106 Vgl. zur Diskussion der Kriminogenität der Medien, speziell des Filmes, Näcke 1913, Gaupp und Lange 1912, Hellwig 1913]

Anmerkungen

Die eigentliche Quelle für diese – zwar kurze, aber im Kern wörtlich übernommene – Aufzählung wird nicht genannt.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Stratumlucidum, Zeitstempel: 20150704101006

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki