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Ts/095

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 095 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 19:34:02 Schumann
Fragment, Gesichtet, Kern 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 1-14
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 56, 57, Zeilen: 56: 18-25; 57: 3-10
[Das Fragment ist in den Jahren 1787–1789 als Fortsetzungsroman] in der Zeitschrift Thalia und gleich anschliessend in Buchform veröffentlicht worden. Schiller hat den Text wiederholt stark überarbeitet. Er tritt als fingierter Herausgeber von Aufzeichnungen des Grafen von O auf.200 Dieser beteuert im ersten Absatz der Buchausgabe seine Glaubwürdigkeit: „Reine, strenge Wahrheit wird meine Feder leiten; denn wenn diese Blätter an die Welt treten, bin ich nicht mehr, und nie werde ich ihr Schicksal erfahren.“201

Im Erstdruck greift der Herausgeber mehrfach kommentierend in den Text ein. Er berichtet, dass er die Papiere des Grafen von O, „dessen Worten ich bis jetzt buchstäblich gefolgt bin“, bearbeitet und von überflüssigen Details befreit habe, „um lieber zur Sache selbst zu eilen“.202 Gleichzeitig betont er seine Zurückhaltung: „so wenig darf ich doch der historischen Wahrheit zu nahe treten, und ich erzähle das Factum, wie ich es gefunden.“203


200 Als fingierte Herausgeber bestimmter Dokumente traten etwa auch Goethe (Die Leiden des jungen Werthers) oder E .T. A. Hoffmann (Die Elixiere des Teufels) auf.

201 Friedrich Schiller: Der Geisterseher, Aus den Memoiren des Grafen von O** , in: Friedrich Schiller: Sämtliche Werke, Bd. III, S. 529.

202 Ebd., S. 611.

203 Ebd., S. 615.

[Seite 56]

Schillers Romanfragment ist in den Jahren 1787 bis 1789 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift Thalia und im Jahr der Französischen Revolution erstmals in Buchform erschienen. Schiller hat den Text mehrfach stark überarbeitet, so daß sich eine Interpretation des Werkes viele Freiheiten nehmen kann.35 Die Erzählsituation ist mehrfach vermittelt: Der Autor Schiller tritt als Herausgeber von Aufzeichnungen des Grafen von O auf. Dieser erklärt – im ersten Absatz der Buchausgabe – seine Erzählweise so: „Reine, strenge Wahrheit wird meine Feder leiten; denn wenn diese Blätter an die Welt treten, bin ich nicht mehr, und nie werde ich ihr Schicksal erfahren.“36

[Seite 57]

Der Herausgeber der fingierten Memoires greift – im Erstdruck in der Zeitschrift Thalia – mehrfach kommentierend in den Text ein. In seinen Anmerkungen berichtet der Herausgeber „S.“ einerseits, daß er die Papiere des Grafen von O, „dessen Worten ich bis jetzt buchstäblich gefolgt bin“, bearbeitet und von überflüssigen Details befreit habe, „um lieber zur Sache selbst zu eilen“37. Andererseits betont er die Zurückhaltung bei Eingriffen in sein Material: „so wenig darf ich doch der historischen Wahrheit zu nahe treten, und ich erzähle das Factum, wie ich es gefunden.“38


35 [...]

36 Friedrich Schiller: Der Geisterseher. Werke und Briefe VII, S. 1000.

37 Ebd., S. 611.

38 Ebd., S. 615.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20140914193441

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