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Ts/168

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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[1.] Ts/Fragment 168 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-23 12:53:55 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kern 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 168, Zeilen: 3-13
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 26, Zeilen: 7-16
Auch später haben Experten Hochstaplern auf der Grundlage psychopathologischer Dispositionen verzerrte Realitätswahrnehmung und ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheit zugeschrieben. In dieser Weise beschrieb 1935 der erbbiologisch orientierte Psychologe Walter von Baeyer (1904–1987) verurteilte Lügner, deren gemeinsames Kennzeichen er in einer übersteigerten Phantasie sah: „Einige unserer Schwindler zeichnen sich durch eine außerordentlich konkrete, ins Detail gehende und − man darf wohl sagen − realistische Form ihrer Phantasie aus. Sie sind imstande, ihren gutgläubigen Mitmenschen Situationen mit allen Einzelheiten so plastisch und farbig auszumalen, daß jeder glaubt, der Erzähler müsse wirklich ‚dabei‘ gewesen sein.“67

67 von Baeyer, Zur Genealogie psychopathischer Schwindler und Lügner, S. 10.

Hochstaplern wird von dieser Seite eine verzerrte Realitätswahrnehmung und ein gestörtes Verhältnis zur Wahrheit attestiert. „Einige unserer Schwindler zeichnen sich durch eine außerordentlich konkrete, ins Detail gehende und – man darf wohl sagen – realistische Form ihrer Phantasie aus. Sie sind imstande, ihren gutgläubigen Mitmenschen Situationen mit allen Einzelheiten so plastisch und farbig auszumalen, daß jeder glaubt, der Erzähler müsse wirklich ‚dabei’ gewesen sein.“36 Man könnte meinen, daß Walter von Baeyer hier scherzhaft über Dichter realistischer Prosa spricht. Tatsächlich beschreibt der erbbiologisch orientierte Psychologe im Jahr 1935 verurteilte Schwindler und Lügner, deren gemeinsames Kennzeichen er in einer übersteigerten Phantasie sah.

36 Walter von Baeyer, Zur Genealogie psychopathischer Schwindler und Lügner, S. 10.

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) an:
"Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von Stefan Helge Kern, Die Kunst der Täuschung. Hochstapler, Lügner und Betrüger im deutschsprachigen Roman seit 1945 am Beispiel der Romane Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Mein Name sei Gantenbein und Jakob der Lügner, Diss. Hannover 2004, S. 10-95."

Die Übernahme erfolgt aus diesem Bereich, doch wird die enge (teils wörtliche) Anlehnung an die Quelle nicht deutlich. Daher Einordnung als Bauernopfer.

Sichter
Schumann


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