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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 183 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-23 12:45:22 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kern 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 7-11
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 74, Zeilen: 14-20
Dichtung soll nicht das Wirkliche, sondern das Typische darstellen. Durch die Rede, die Gorgias im Lobpreis der Helena als große Bewirkerin göttlichster Taten rühmt,108 wird der Zuschauer einer Tragödie wie der Leser einer Geschichte entführt aus der Wirklichkeit des Zuschauens oder Lesens in eine aufs Typische verdichtete Wirklichkeit.

108 Gorgias von Leontinoi: Lobpreis der Helena, Fragment 11,8.

Dichtung, so muß man Gorgias also interpretieren, soll nicht das Wirkliche, sondern das Typische darstellen. Dichtung gestaltet Utopien. Vermittels der Rede, die Gorgias im Lobpreis der Helena als große Bewirkerin göttlichster Taten bezeichnet,73 wird der Zuschauer einer Tragödie wie der Leser einer Geschichte entführt aus der Wirklichkeit des Zuschauens oder Lesens in eine aufs Typische verdichtete Wirklichkeit, die durch das Kunstwerk dargestellt wird.

73 Gorgias von Leontinoi: Lobpreis der Helena, Fragment 11, 8. Ebd., S. 9.

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) an:
"Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von Stefan Helge Kern, Die Kunst der Täuschung. Hochstapler, Lügner und Betrüger im deutschsprachigen Roman seit 1945 am Beispiel der Romane Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Mein Name sei Gantenbein und Jakob der Lügner, Diss. Hannover 2004, S. 10-95."

Die Übernahme erfolgt aus diesem Bereich, doch wird die enge (großteils wörtliche) Anlehnung an die Quelle nicht deutlich. Daher Einordnung als Bauernopfer.

Sichter
Schumann

[2.] Ts/Fragment 183 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-18 14:05:32 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung, Wikipedia Fiktion 2010

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 13-18
Quelle: Wikipedia Fiktion 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
6. Das Wahrscheinliche

Besonders wichtig für das Realitätsverständnis in der antiken Literaturtheorie mindestens nach aristotelischer Lesart war wie erwähnt das Konzept des Wahrscheinlichen. Das Wahrscheinliche ist plausibel und überzeugend, obwohl es der Wahrheit bloss ähnlich ist (veri similis). Allerdings lässt sich die Wahrheit oft nicht ermitteln und bleibt auf die philosophisch-reine Erkenntnis beschränkt.

Wahrscheinlichkeit, Poiesis und Mimesis (Aristoteles)

In der antiken Literaturtheorie hat es kein der Fiktion vergleichbares Konzept gegeben. Dies erklärt sich aus dem andersgearteten Realitäts- und Dichtungsverständnis (siehe: Geschichte der Fiktion). Besonders wichtig für das antike Realitätsverständnis ist das Konzept des Wahrscheinlichen (veri similia, eikota). Das Wahrscheinliche ist dabei plausibel und daher oft überzeugend, obwohl es der Wahrheit bloß ähnlich ist („dem Wahren ähnlich“ ist die wörtliche Übersetzung von „veri similis“). Allerdings lässt sich für das antike Verständnis die Wahrheit oft nicht ermitteln; sie bleibt praktisch auf die philosophisch-reine Erkenntnis beschränkt.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle. Die Überschrift (Zeile 12 bei TS) wird in der Zeilenzählung nicht berücksichtigt.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)

[3.] Ts/Fragment 183 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-23 12:46:37 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Kern 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 183, Zeilen: 19-29
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 88, 89, Zeilen: 88: 5-7, 25-33 - 89: 1
Die Wahrscheinlichkeit des Stoffs einer Erzählung ist für den Eindruck der Glaubhaftigkeit weniger ausschlaggebend als jene der Erzählsituation. Dabei können die Regeln von Erzählungen erheblich von den Gesetzen der Wirklichkeit abweichen. Wahrscheinlich ist eine solche Geschichte aber dennoch, wenn sie sich an die eigenen Regeln hält, wie Umberto Eco in seiner Nachschrift zum ‚Namen der Rose‘ erklärt:
Man kann sich auch eine ganz irreale Welt errichten, in der die Esel fliegen und die Prinzessinnen durch einen Kuß geweckt werden, aber auch diese rein phantastische und ‚bloß mögliche‘ Welt muß nach Regeln existieren, die vorher festgelegt worden sind (zum Beispiel muß man wissen, ob es eine Welt ist, in der Prinzessinnen nur durch den Kuß von Prinzen geweckt werden können oder [auch durch den Kuß einer Hexe, und ob der Kuß einer Prinzessin nur Kröten in Prinzen zurückverwandelt oder auch, sagen wir, Gürteltiere).109]

109 Umberto Eco: Nachschrift zum ‚Namen der Rose‘, Aus dem Italienischen v. Burkhart Kroeber, München/Wien: Hanser 1984, S. 33 f.

[Seite 88]

Die Wahrscheinlichkeit des Stoffs einer Erzählung ist für den Eindruck der Glaubhaftigkeit weniger ausschlaggebend als die Wahrscheinlichkeit der Erzählsituation. [...]

Diese Regeln können zwar erheblich von den Gesetzen der Wirklichkeit abweichen, wahrscheinlich ist eine solche Geschichte aber nur, wenn sie sich an die eigenen Regeln hält, wie Umberto Eco in seiner Nachschrift zum ‚Namen der Rose‘ erklärt: „Man kann sich auch eine ganz irreale Welt errichten, in der die Esel fliegen und die Prinzessinnen durch einen Kuß geweckt werden, aber auch diese rein phantastische und ‚bloß mögliche‘ Welt muß nach Regeln existieren, die vorher festgelegt worden sind (zum Beispiel muß man wissen, ob es eine Welt ist, in der Prinzessinnen nur durch den Kuß von Prinzen geweckt werden können oder auch durch den Kuß einer Hexe, und ob der Kuß einer Prinzessin nur Kröten

[Seite 89]

in Prinzen zurückverwandelt oder auch, sagen wir, Gürteltiere).“115


115 Umberto Eco: Nachschrift zum ‚Namen der Rose‘. Aus dem Italienischen von Burkhart Kroeber, München und Wien 1984, S. 33 f.

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) an:
"Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von Stefan Helge Kern, Die Kunst der Täuschung. Hochstapler, Lügner und Betrüger im deutschsprachigen Roman seit 1945 am Beispiel der Romane Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Mein Name sei Gantenbein und Jakob der Lügner, Diss. Hannover 2004, S. 10-95."

Die Übernahme erfolgt aus diesem Bereich, doch wird die enge (großteils wörtliche) Anlehnung an die Quelle nicht deutlich. Daher Einordnung als Bauernopfer.

Fortsetzung auf der folgenden Seite.

Sichter
Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20140918210506

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