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Ts/193

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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[1.] Ts/Fragment 193 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-18 14:18:33 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung, Wikipedia Fiktion 2010

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 193, Zeilen: 7-14, 18-23
Quelle: Wikipedia Fiktion 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
Die Auffassung, dass Kunst ihre eigene Wahrheit vermittle, wurde schon in der Antike laut. Aristoteles war der Ansicht, dass Dramen aufschlussreicher als historiographische Texte seien. Im 16. Jahrhundert verbreitete sich dank Philip Sidneys Apology for Poetry die Meinung, dass Dichter nicht lögen. Sidney legte Wert darauf, dass die Literatur sogar wahrer sei als die faktuale Beschreibung.142 Diese Position wurde in der Romantik verstärkt und dann auch in der ästhetischen Theorie des 20. Jahrhunderts vertreten.143 [...]

[...] Woran erkennt man, dass eine Darstellung fiktional ist? Epistemologisch operierende Arbeiten haben sich für die Unterscheidungen interessiert, die ein als fiktional bezeichneter Text ermöglicht. Es stellte sich heraus, dass es keine grundsätzliche fiktionale Unterscheidungen gibt, die „anders“ als nicht-fiktionale sind. Nach herrschender Auffassung gibt es keine strukturell notwendigen [Unterschiede zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Werken.]


142 Sir Philip Sidney: An Apology for Poetry.

143 Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie, Frankfurt am Main: Suhrkamp 1970; Käte Hamburger: Wahrheit und ästhetische Wahrheit, Stuttgart: Klett-Cotta 1979.

Wenn sich Fiktion als eingeschränkte Verantwortung für Äußerungen und als Schaffung fiktiver Welten verstehen lässt, stellt sich die Frage, woran man erkennt, dass eine Darstellung fiktional ist. Die Beantwortung der Frage ist entscheidend für die Beschreibung des gesamten Verhaltens bei der Rezeption von Darstellungen. Nach herrschender Auffassung gibt es auf der Ebene der Darstellungsstrukturen keine notwendigen Unterschiede zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Werken (siehe: Überblick über Fiktionstheorien).

[...]

Die Auffassung, dass Kunst eine ihr eigene Wahrheit vermittelt, besteht schon in der Antike. Zum Beispiel behauptet Aristoteles in seiner Poetik, dass Dramen aufschlussreicher als historiographische Texte sind.[17] Vor dem Hintergrund eines modernen Fiktionsverständnisses legt Philip Sidney im 16. Jahrhundert ausdrücklich Wert darauf, dass gute Literatur wahrer als die faktuale Beschreibung ist.[18] Hinsichtlich der Kunst wird diese Position bei den Romantikern ausgebaut und in der ästhetischen Theorie des 20. Jahrhunderts energisch vertreten (bei Theodor W. Adorno[19], Käte Hamburger[20]).

[...]

Epistemologisch ansetzende Arbeiten interessieren sich für die Unterscheidungen, die ein als fiktional bezeichneter Text ermöglicht. Dabei gibt es keine grundsätzlich fiktionalen Unterscheidungen, die „anders“ als nicht-fiktionale sind. Verwechslungen zwischen fiktionaler und nichtfiktionaler Darstellung sind daher immer möglich und müssen anders gesichert werden.[28]

[...]

Erst in der späteren Neuzeit entsteht Fiktion im modernen Sinne. Im 16. Jahrhundert verbreitet sich dank Philip Sidneys Apology for Poetry die Auffassung, dass Dichter nicht lügen.


17. Aristoteles, Poetik [im 4. Jh. vor Chr.], Kap. 9, zit. nach Poetik, Griechisch/Deutsch, übersetzt von Manfred Fuhrmann, Reclam, 2001.

18. Philip Sydney, An Apology for Poetry: Or: The Defence of Poesy [1595], zit. nach der Ausgabe Nelson, 1965, S. 123.

19. Theodor W. Adorno, Ästhetische Theorie, Suhrkamp, 1970.

20. Käte Hamburger, Wahrheit und ästhetische Wahrheit, Klett-Cotta, 1979.

28. Remigius Bunia, Faltungen: Fiktion, Erzählen, Medien, Erich Schmidt, 2007.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20140918141949

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