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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 199 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-18 15:10:02 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung, Wikipedia Fiktion 2010

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 199, Zeilen: 2-9, 10-13, 16-28
Quelle: Wikipedia Fiktion 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
5. Theorien

Es wurde erwähnt, dass es keine allgemein akzeptierte, kurrente, unumstrittene Theorie der Fiktion gibt. Vielmehr existieren zahllose verschiedene literaturwissenschaftliche, philosophische und soziologische Fiktionstheorien.162 Das Begriffsbildungswesen ist hochentwickelt. Die meisten Theorien beanspruchen keine Exklusivität und universelle Geltung, sondern sind mit der Vielfalt von Erklärungsansätzen einverstanden und akzeptieren das Dogma, dass es keine ganzheitliche Erklärung der Fiktion geben könne. Dessen ungeachtet neigen sie eher dazu, sich absolut zu setzen, als sich Schwestertheorien anzuschmiegen. Jede solche Erklärung hängt vom Verständnis von Realität ab und berührt damit Fragen der Metaphysik, der Erkenntnistheorie und anderer Disziplinen mehr. [...]

Im Kontext der Autor-Erzähler-Unterscheidung und Philippe Lejeunes Analysen von Autobiographien haben zu Beginn der 1990er Jahre Gérard Genette163 und Dorrit Cohn164 den Vorschlag entwickelt, dass Fiktion immer dann vorliege, wenn der Autor vom Erzähler (im Sinne von Genettes Erzähltheorie) unterschieden werden könne. Der Philosoph Kendall L. Walton schlägt in Mimesis as Make-Believe vor, dass Fiktion als Make-Believe-Spiel zu erklären sei.165 Ein Gegenstand gebe bestimmte Anweisungen, wie mit ihm umzugehen sei; darin bestehe die Fiktion. Trotz Kritik an seinem Ansatz dauern die Versuche an, Fiktion als spielerischen Umgang mit gesetzten Situationen zu begreifen.

Rezeptionsorientierte Ansätze fragen danach, wie fiktionale Lektüren ablaufen. Fiktionalität ist für sie kein Merkmal von Texten mehr, sondern eine bestimmte Form ihrer Rezeption.166


162 Vgl. Jürgen H. Petersen/Werner Wolf: Mimesis - Imitatio - Nachahmung, Eine Geschichte der europäischen Poetik, München: Wilhelm Fink 2000; Zipfel, Fiktion, Fiktivität, Fiktionalität.

163 Gérard Genette: Fiction et diction, Paris: Seuil 1991; dt.: Fiktion und Diktion, München: Wilhelm Fink 1992.

164 Dorrit Cohn: The Distinction of Fiction, Baltimore/London: Johns Hopkins University Press 1999.

165 Kendall L. Walton: Mimesis as Make-Believe, On the Foundations of the Representational Arts, Cambridge, Massachusetts: Harvard University Press 1990.

166 Andree, Archäologie der Medienwirkung.

Es gibt viele unterschiedliche Ansätze, Fiktion zu erklären. Eine allgemein akzeptierte Theorie der Fiktion gibt es bis heute nicht.

[...]

Grundzüge der fiktionalen Darstellung

Obwohl es keine unumstrittene Theorie der Fiktion gibt, lassen sich die grundlegenden, charakteristischen Eigenschaften der Phänomene beschreiben, die als Fiktion bezeichnet werden.

[...]

Theorien der Fiktion

Es existieren verschiedene literaturwissenschaftliche, philosophische und soziologische Theorien, Fiktion zu erklären. Viele der Ansätze beanspruchen nicht, eine einheitliche Beschreibung der Fiktion zu geben. Das heißt, dass davon ausgegangen wird, dass der Breite der Phänomene, die als Fiktion bezeichnet werden, nur vielfältige Erklärungsansätze gerecht werden.

[...]

Die Fiktion ist ein wichtiger Gegenstand des Streits zwischen Positionen, die eher dem Poststrukturalismus, speziell der Dekonstruktion, angehören, und solchen, die sich eher einem positivistischen Erkenntnisbemühen widmen oder der Analytischen Philosophie nahe stehen. Der Grund dafür ist, dass jede Erklärung der Fiktion vom Verständnis der Realität abhängt und damit Fragen der Metaphysik und der Erkenntnistheorie stark berührt.

[...]

Die Fiktionstheorie von Cohn und Genette

Im Kontext der Autor-Erzähler-Unterscheidung der Literaturwissenschaft und den Analysen von Autobiografien, die Philippe Lejeune vorgelegt hat, haben zu Beginn der 90er Jahre Gérard Genette (Fiction et diction) und Dorrit Cohn (The Distinction of Fiction) unabhängig voneinander den Vorschlag entwickelt, dass Fiktion genau dann vorliegt, wenn der Autor vom Erzähler unterschieden werden kann. Dabei ist unter Erzähler der im Sinne von Genettes Erzähltheorie gemeint; es muss kein Ich-Erzähler sein. [...]

[...]

Spieltheorien

Der Philosoph Kendall L. Walton schlägt in Mimesis as Make-Believe vor, dass Fiktion als Make-Believe-Spiel zu erklären ist. [...] Für Walton heißt Make-Believe so, dass ein Gegenstand bestimmte Anweisungen gibt, wie mit ihm umzugehen ist; darin besteht Fiktion. [...]

[...]

Unabhängig von der Kritik an Waltons Ansatz wird der Versuch weiter verfolgt, Fiktion als spielerischen Umgang mit gesetzten Situationen zu begreifen.

Operationsorientierte Fiktionstheorien

[...] Rezeptionsorientierte Ansätze fragen dagegen nicht danach, ob Texte etwa fiktional ‚sind‘, sondern danach, wie zum Beispiel fiktionale Lektüren ablaufen. Fiktionalität ist aus dieser Perspektive keine Qualität von Texten mehr, sondern vielmehr eine bestimmte Form der Textrezeption bzw. der Medienwirkung.[29]


29. Vgl. dazu das ausführliche Kapitel zu 'Fiktionalität' in Martin Andree: Archäologie der Medienwirkung. Faszinationstypen von der Antike bis heute (Simulation, Spannung, Fiktionalität, Authentizität, Unmittelbarkeit, Ursprung). München: Fink 2005.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Nahezu die gesamte Seite stellt einen Zusammenschnitt aus der Quelle dar.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)


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