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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 201 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-18 15:13:21 PlagProf:-)
Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung, Wikipedia Fiktion 2010

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 1-2.4-16
Quelle: Wikipedia Fiktion 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
Nach den Theorien des „Fiktionsvertrags“ schliessen Autor und Leser einen „Pakt“ ab. Danach soll der Leser bei der Lektüre literarischer Texte die Regeln der Wirklichkeit bzw. des Wirklichkeitsberichts ausser Kraft setzen und die Angaben einer fiktionalen Darstellung für den Moment glauben, obwohl er weiss, dass die Darstellung nicht wahrheitsgemäss ist. Damit wird die Formel „willing suspension of disbelief “ (willentliche Aussetzung [oder: Ausserkraftsetzung] der Ungläubigkeit) aufgenommen, die der englische Romantiker Samuel Taylor Coleridge 1817 geprägt hat.172

Die Anglistin Aleida Assmann vertritt die These, die Differenz zwischen Fiktion und Realität sei ein „verabschiedetes Paradigma“.173 In der modernen Gesellschaft sei das Bedürfnis geschwunden, zwischen wahren und bloss erfundenen Tatsachen zu unterscheiden. Diese These ist mehrheitlich abgelehnt worden, auch mit dem Hinweis darauf, dass Rezipienten nach wie vor zwischen faktualen und fiktionalen Berichten differenziert.


172 Samuel Taylor Coleridge: Biographia Literaria [1817], Oxford: Clarendon 1907, Bd. II, S. 6: „[It is] that willing Suspension of disbelief for the moment, which constitutes poetic faith.“

173 Aleida Assmann: Fiktion als Differenz, in: Poetica 21 (1989), S. 239-260, 240.

Theorien des Fiktionsvertrags nehmen an, dass Autor und Leser eine Übereinkunft erzielen, nach der der Leser die Angaben einer fiktionalen Darstellung für den Moment glaubt, aber letztlich weiß, dass diese Darstellung nicht wahrheitsgemäß ist. Diese Theorien gehen nicht zuletzt auf die Formel „willing suspension of disbelief“[39] (willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit) zurück, die der Dichter Samuel Taylor Coleridge geprägt hat. [...]

[...]

Die Anglistin Aleida Assmann hat die Auffassung vorgetragen, die Differenz zwischen Fiktion und Realität sei ein „verabschiedetes Paradigma“[47]. Damit ist gemeint, dass in den letzten Jahren in der modernen Gesellschaft das Bedürfnis geschwunden ist, zwischen wahren und bloß erfundenen Tatsachen zu unterscheiden. [...] Assmanns Einschätzung ist mehrheitlich zurückgewiesen worden. Im Gegenteil wird zum Beispiel in der Werbung Authentizität gern suggeriert. Rezipienten unterscheiden nach wie vor in der Regel zwischen faktualen und fiktionalen Berichten und passen ihr Verhalten an ein Vorliegen des Fiktionalitätsstatus an.


39. Samuel Taylor Coleridge, Biographia Literaria [1817], Clarendon Press, 1907, Bd. II, S. 6.

47. Aleida Assmann, „Fiktion als Differenz“, in: Poetica 21 (1989), S. 239–260, hier S. 240.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)

[2.] Ts/Fragment 201 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-17 20:58:36 Schumann
BauernOpfer, Buttkewitz 2002, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 17-32
Quelle: Buttkewitz 2002
Seite(n): 17, 13, Zeilen: 17: 1-10; 13: 21-24
Für Aleida Assmann stellt die Fiktion aus kommunikationstheoretischer Sicht ein System der Realität dar, wobei sie zwei Modellierungsebenen unterscheidet. Das primäre Modell ist die verbale Realität. Ihm weist sie einen kollektiven und impliziten Charakter zu, da es „Gemeinbesitz einer Kulturgemeinschaft in einer bestimmten historischen Epoche“ sei und dieser Gemeinbesitz eine „internalisierte und unbewußte“ Ausprägung besitze.174 Das sekundäre Modell ist die Fiktion. Es sei zum einen individuell, indem es „von einem bewußten und persönlichen Geist geschaffen wurde“, zum anderen explizit, da „es das unbewußte Weltbild in einem Meta-Diskurs verarbeitet“. Durch seine erklärenden Eigenschaften könne das sekundäre Modell auf das primäre Modell einwirken − „bestätigend oder verfremdend, reflexiv oder verändernd“.175 Assmann spricht der Fiktion Elemente der Täuschung oder Täuschungsabsicht ab. Im übrigen beklagt sie in der Diskussion zur Fiktionstheorie, die zum grössten Teil von der analytischen Sprachphilosophie, der linguistischen Pragmatik und der [Kommunikationstheorie geprägt sei, die mangelnde Berücksichtigung der Historizität bezüglich der Erscheinungsformen literarischer Fiktion.176]

174 Aleida Assmann: Die Legitimität der Fiktion, Ein Beitrag zur Geschichte der literarischen Kommunikation, München: Wilhelm Fink 1980, S. 16.
175 Ebd., S. 17.
[176 Ebd., S. 12 f.]

[S. 17, Z. 1-10]

Für Aleida Assmann, die die Fiktionalität aus kommunikationstheoretischer Sicht betrachtet, stellt die Fiktion ein System der Realität dar, wobei sie zwischen zwei Modellierungsebenen differenziert. Dem primären Modell, der verbalen Realität, weist sie einen kollektiven und impliziten Charakter zu, da es „Gemeinbesitz einer Kulturgemeinschaft in einer bestimmten historischen Epoche“ ist und dieser Gemeinbesitz eine „internalisierte und unbewußte“ Ausprägung besitzt.21 Das sekundäre Modell, die Fiktion, ist zum einen individuell, indem es „von einem bewußten und persönlichen Geist geschaffen wurde“, und es ist explizit, da „es das unbewußte Weltbild in einem Meta-Diskurs verarbeitet“. Durch diese erklärenden Eigenschaften kann das sekundäre Modell auf das primäre Modell Einfluß nehmen, „sei es bestätigend oder verfremdend, reflexiv oder verändernd“.22

[S. 13, Z. 21-24]

Aleida Assmann beklagt in der Diskussion zur Fiktionstheorie, die zum größten Teil von der analytischen Sprachphilosophie, der linguistischen Pragmatik und der Kommunikationstheorie geprägt ist, die mangelnde Berücksichtigung der Historizität bezüglich der Erscheinungsformen literarischer Fiktion.13


13 Assmann: Die Legitimität der Fiktion, S. 12-13.
21 Assmann: Die Legitimität der Fiktion, S. 16.
22 Ebd., S. 17

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) zu bemerken: "Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von [...] Buttkewitz 2002 S. 10-47". Daher erfolgt eine Wertung als Bauernopfer.

Sichter
Guckar


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