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Ts/309

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 309 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-09-14 19:48:18 Schumann
Fragment, Gesichtet, Kern 2004, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 309, Zeilen: 3-14
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 112, 114, Zeilen: 112: 6-10, 12-16; 114: 12-13
Dies gilt auch in Bezug auf die Behandlung der Zeit. Die Zeit ist einer der Aspekte, die Dichtung und Wirklichkeit unterscheiden. Dichter beschleunigen das Tempo der Erzählung durch Zeitraffung und bremsen es durch zeitdehnendes Erzählen ab. Manolescu folgt der Chronologie wie erwähnt nur zum Teil. Er springt vor und zurück. Er macht Vorausdeutungen späteren Geschehens und nährt so die Erwartungshaltung des Lesers. Manches fasst er äusserst summarisch zusammen oder überspringt es ganz. In den häufigen Partien wörtlicher Rede sind Erzählzeit und erzählte Zeit identisch. Die erzählerischen Gewichte liegen auf dem Episodischen, der einzelnen Begebenheit. Technisch hat dies die Raffung grosser Wegstrecken zur Folge und umgekehrt die Dehnung an einzelnen Stellen. [Seite 112]

Einer der Aspekte, die Dichtung und Wirklichkeit unterscheiden, ist die Zeit. Während die Zeit in Wirklichkeit – zumindest unterhalb der Lichtgeschwindigkeit – ein gleichmäßiges Nacheinander von Ereignissen beschreibt, bearbeiten die Dichter die Zeitläufe. Sie beschleunigen das Tempo der Erzählung an manchen Stellen durch Zeitraffung und bremsen es dann wieder durch zeitdehnendes Erzählen ab.

[Seite 114]

Der Bekenner spielt mit der Zeit, macht Vorausdeutungen und nährt so die Erwartungshaltung des Lesers.

[Seite 112]

Dagegen setzt Felix angeblich die Chronologie. Auch an dieses Prinzip hält er sich jedoch nicht: Er deutet späteres Geschehen vorher an, seine Kindheit und frühe Jugend faßt er summarisch zusammen, in den häufigen Partien wörtlicher Rede sind Erzählzeit und erzählte Zeit identisch, die Musterungsszene schließlich dauert in der umständlichen Erzählung länger als in Wirklichkeit.

[Seite 114]

„Obwohl man den Eindruck einer lückenlosen Schilderung hat, liegen die erzählerischen Gewichte auf dem Episodischen, der einzelnen Begebenheit. Technisch hat dies zur Folge die Raffung großer Wegstrecken und umgekehrt die Dehnung an einzelnen Stellen.“21


21 Wilhelm Grenzmann: Thomas Manns ‚Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull’. In: Wirkendes Wort, 5. Jg., H. 5, 1954/55, S. 284.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Quelle.

Sichter
Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20140914194854


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