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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 336 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-03-23 15:40:59 PlagProf:-)
Dingeldey 1932, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 336, Zeilen: 2-22
Quelle: Dingeldey 1932
Seite(n): 17, 20, 23, 24, 27, 28, Zeilen: 17: 38-42; 20: 5-8, 10-11; 23: 21-22, 31-34, 40-42 - 24: 1-3, 17-21; 27: 24-26, 35-37; 28: 2-3
In Das Kind. Sein Wesen und seine Entartung ging es Wulffen darum, „das Wesen des Verbrechers in der Kinderseele zu belauschen und seine unmittelbaren Beziehungen zu den Instinkten, Trieben und Neigungen zu ermitteln, wie sie der Mensch aus dem Mutterschosse der Natur mitbringt“.446 Die Abhandlung Gauner- und Verbrechertypen zeigt das Geschick intelligenter Verbrecher, sich alle Errungenschaften der Technik dienstbar zu machen.447

Nach Erscheinen seines als Schlüsselroman aufgefassten Romans Frau Justitias Walpurgisnacht wurde Wulffen 1913 an das Amtsgericht Zwickau versetzt, wo er als Zivilrichter zu amten hatte; man betrachtete es als Strafversetzung. Er war dann an verschiedenen sächsischen Gerichten Amtsgerichtsrat und Landgerichtsrat. Während des Ersten Weltkriegs wurde es für ihn zunehmend schwieriger, wissenschaftliche Werke zu veröffentlichen.448 Wulffen begann, Kriminalromane zu schreiben. Es handelt sich offenbar um die ersten literarischen Werke eines Juristen, die von grossen Filmgesellschaften verfilmt worden sind.

1919 wurde Wulffen zum Landgerichtsdirektor in Dresden ernannt. 1920 gehörte er als Mitglied der Demokratischen Partei der Sächsischen Volkskammer an. 1923 bis zu seinem Ruhestand 1928 war er als Ministerialdirektor im sächsischen Justizministerium tätig.


446 Erich Wulffen: Das Kind, Sein Wesen und seine Entartung, Berlin: Paul Langenscheidt 1913.

447 Wulffen, Gauner- und Verbrechertypen, 1910.

448 Erich Wulffen: Kriminalpädagogik, Ein Erziehungsbuch, Leipzig: R. Voigtländer 1915; Erich Wulffen: Psychologie des Giftmordes, Wien: Verlag des Volksbindungshauses Wiener Urania 1917.

[Seite 17]

In dem Buche "Das Kind. Sein Wesen und seine Entartung", Berlin 1913, stellt sich Wulffen die Aufgabe, "das Wesen des Verbrechers in der Kinderseele zu belauschen und seine unmittelbaren Beziehungen zu den Instinkten, Trieben und Neigungen zu ermitteln, wie sie der Mensch aus dem Mutterschoße der Natur mitbringt".

[Seite 20]

Die Abhandlung "Gauner- und Verbrechertypen", Berlin 1910, breitet ein Material vor uns aus, wie es nach einer gleichzeitigen Kritik "an Reichhaltigkeit, Lebendigkeit, Überzeugungskraft kein anderes aus der Reihe der kriminalistischen Lehrbücher bietet". [...] Die Studie zeigt das Geschick des intelligenten Verbrechers, alle Errungenschaften der Technik, der Industrie und des Handels sich dienstbar zu machen; [...]

[Seite 23]

So erschien denn 1913 als eine innerliche Befreiung von allen diesen Bedrückungen der vielbesprochene Roman "Frau Justitias Walpurgisnacht", [...]

Der Roman wurde in gerichtlichen Kreisen als Schlüsselroman aufgefaßt, weil man in den auftretenden Personen bestimmte Dresdner Juristen erkennen wollte. Kurz nach Erscheinen des Werkes wurde Wulffen, überdies als Zivilrichter, an das Amtsgericht Zwickau versetzt. [...] Dennoch wurde die Einbeziehung Wulffens in diesen Wechselreigen von der Öffentlichkeit als eine Art Strafversetzung empfunden, und nach einer Dresdner Presseäußerung

[Seite 24]

aus jener Zeit "war man auch in juristischen Kreisen vielfach der Meinung, daß Dr. Wulffen seine umfangreiche schriftstellerische Tätigkeit und besonders sein letztes Buch 'Frau Justitias Walpurgisnacht' verübelt worden sei".

[...]

Die steigende Schwierigkeit, während des Weltkrieges wissenschaftliche Werke zu veröffentlichen, ließ in Wulffen den Plan entstehen, seine Probleme in einer Reihe von Kriminalromanen der breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Diese Romane sind zugleich die ersten literarischen Werke eines Juristen, die von den großen Filmgesellschaften als Lichtspiele vorgeführt wurden.

[Seite 27]

Das Jahr 1919 leitet einen neuen Lebensabschnitt Wulffens ein: am 1. März 1919 wurde er vom sächsischen Justizminister Dr. Harnisch zum Landgerichtsdirektor in Dresden ernannt.

[...]

Nach der Revolution hatte man ihn für den Zwickauer Bezirk der neugegründeten Demokratischen Partei zum Vorsitzenden gewählt. Am 1. April 1920 zog Wulffen als Abgeordneter in den sächsischen Landtag ein.

[Seite 28]

Am 1. Oktober 1920 erhielt Wulffen die Berufung als vortragender Rat in das sächsische Justizministerium, und bereits am 1. September 1923 wurde ihm hier unter Ernennung zum Ministerialdirektor und Abteilungsvorstand die Bearbeitung der Gnadensachen, der Strafsachen und des Gefängniswesens übertragen.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle - die Festschrift von 1932 anlässlich von Wulffens 70. Geburtstag -, der die Schilderung seiner biografischen Lebensstationen und seines Wirkens erkennbar zugrunde liegt.

Bezeichnenderweise fehlt für das mit übernommene Direktzitat (Fn. 446) eine konkrete Seitenangabe - wie schon in der Quelle ...

Aber auch wenn man diese Zeilen nicht mitzählt, sind mehr als 3/4 der Seite Dingeldey entnommen, ohne dass auf diese Quelle verwiesen wird.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)


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