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Ts/343

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 343 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-04-27 13:25:00 Schumann
Dingeldey 1932, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 343, Zeilen: 1-9, 19-26
Quelle: Dingeldey 1932
Seite(n): 18, 21, Zeilen: 18: 15-29; 21: 27-33
In Shakespeares grosse Verbrecher. Richard III., Macbeth, Othello (Berlin: Langenscheidt 1911) versuchte Wulffen den Nachweis zu führen, dass Shakespeare die Lehren der modernen Psychologie empfunden und in den heroischen Verbrechergestalten eigene Dramen auf die Bühne gestellt habe. Er zieht Schlüsse von der Figur auf den Dichter selbst und vergleicht den künstlerischen Antrieb Shakespeares mit der „kriminellen“ Energie seiner Figuren. Der Dichter habe seine Züge in die Figuren gelegt und durch die Schöpfung grösser Verbrechergestalten sich selbst von dunklen Trieben befreit. [...] In Shakespeares Hamlet, Ein Sexualproblem (Berlin: Carl Duncker 1913) nahm Wulffen an, die genialen Verbrechen seien fast immer auf seelische Spannungen sexueller Art zurückzuführen.

Die Studie Verborgene Kriminalität knüpft an den Ausspruch Nietzsches an, dass grosse Dichter eine latente „Nachbarschaft zum Verbrechen“ haben. Hervorragende Leistungen entstünden nicht selten aus der Umwertung asozialer Triebe; Kunstwerke könnten an die Stelle unterdrückter und verdrängter Verbrechen treten.

[Seite 18]

In dem Buche "Shakespeares große Verbrecher. Richard III., Macbeth, Othello", Berlin 1911, führt Wulffen in fesselnder und überzeugender Darstellung aus den Lehren der modernen Psychologie, Psychiatrie und Kriminalpsychologie den Nachweis, daß Shakespeare wie kein anderer Dichter diese Lehren empfunden und in den heroischen Verbrechergestalten seiner Dramen veranschaulicht hat. Dabei gelingt es Wulffen, diese Charaktere in engstem Anschluß an die Dichtung in völlig neuem Lichte erscheinen zu lassen. Grundlegend und von starkem Reize ist dabei die Auffassung, daß Shakespeare Züge seines eigenen Seelenlebens in seinen Bühnengestalten nach außen projiziert, daß er sich von eigenen dunklen Trieben durch die dichterische Schöpfung großer Verbrechertypen befreit.

Das zweite literarisch - kriminalistische Werk "Shakespeares Hamlet. Ein Sexualproblem", Berlin 1913, deutet schon in seinem Untertitel eine neue Lösung der Hamletfrage an. Wulffen geht davon aus, daß die genialen Verbrechen fast immer auf seelische Spannungen sexueller Art zurückzuführen sind.

[Seite 21]

Eine Studie über "Verborgene Kriminalität" knüpft an den Ausspruch Nietzsches an, daß große Dichter eine latente "Nachbarschaft zum Verbrechen" haben. Hervorragende Leistungen Hochbegabter entstehen nicht selten aus der Umwertung asozialer Triebe; Gedichte, Dramen, Melodien und Harmonien, Gemälde, Skulpturen, Hypothesen, technische Meisterstücke, große Unternehmungen, heroische Taten können an die Stelle unterdrückter und verdrängter Verbrechen treten.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle. Dem Leser wird durch die konjunktivische Form vermittelt, dass der Verfasser hier Wulffens Inhalte referiert, während er diese - teilweise auch im Wortlaut - tatsächlich von Dingeldey übernimmt.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20150427132701

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