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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 344 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-04-26 14:54:24 PlagProf:-)
Dingeldey 1932, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 344, Zeilen: 3-10, 16-23
Quelle: Dingeldey 1932
Seite(n): 32, 33, Zeilen: 32: 5-13; 33: 23-34
Es schloss sich eine Untersuchung über Das Kriminelle in der Weltliteratur (1927) an, in der Wulffen die Gründe darlegte, aus denen der kriminelle Mensch in der Dichtung aller Zeiten und Völker immer wieder eine bevorzugte Rolle spielt. In einem Vortrag Kunst und Verbrechen, den er 1926 im Weimarer Nietzsche-Archiv hielt, führte er aus, dass in der Brust des Künstlers zwei Seelen wohnten; der Künstler projiziere den Drang nach Betätigung dunkler Triebe in das Kunstwerk und bändige ihn so.

[...] 1930 hielt Wulffen den Vortrag Goethes kriminelles Bekenntnis, das er in dessen Ausspruch erkennt, „er habe nie von einem Verbrechen gehört, das er nicht auch hätte begehen können“. Er werde in Hermann Grimms Goethe-Biographie und von dem amerikanischen Philosophen Emerson in Representative Man erwähnt. Wulffen begründet die Authentizität des Ausspruchs damit, dass Goethe nach Ausweis seiner Schriften und Gespräche von der Gedankenkriminalität nicht frei geblieben sei.474


474 Tatsächlich ist das Zitat als solches falsch. Es handelt sich um die Maxime 240 aus Kunst und Altertum, die hier umgeformt wurde. Vgl. Wolfgang Herwig: Das falsche, aber verbreitete Goethe-Zitat vom „Verbrechen“, in: Goethe, Jahrbuch der Goethe-Gesellschaft, N.F. 23 (1961), S. 352-353; 24 (1962), S. 292; 25 (1963), S. 359-362.

[Seite 32]

Eine Darbietung über "Das Kriminelle in der Weltliteratur" legte die Gründe dar, aus denen gerade der kriminelle Mensch in der Dichtung aller Zeiten und Völker immer und immer wieder eine so bevorzugte Rolle spielt. Der Vortrag "Kunst und Verbrechen" führte aus, daß nicht nur in einer Kraftnatur wie Faust, sondern auch in der Brust des Künstlers zwei Seelen beieinander wohnen, und daß in beiden der Drang nach Betätigung dunkler Triebe zumeist nur deswegen nicht zu asozialem Handeln verleitet, weil er in das Kunstwerk projiziert und durch Selbsterziehung gebändigt wird.

[Seite 33]

Die Jahre 1930 und 1931 brachten einen Vortrag in den Ortsgruppen Dresden und Berlin der Goethegesellschaft "Goethes kriminelles Bekenntnis"; es erscheint in dem überlieferten Ausspruch des Dichterfürsten, "er habe nie von einem Verbrechen gehört, das er nicht auch hätte begehen können". Die Worte sind weder in Goethes Tagebüchern und Briefen enthalten, noch von Ohrenzeugen bestätigt; sie werden ohne Quellenangabe erwähnt von Hermann Grimm in seiner Goethebiographie und von dem amerikanischen Philosophen Emerson in seinen Betrachtungen über Goethe, mit denen das Werk "Representative men" schließt. Wulffen begründet die Wahrscheinlichkeit des Wortes durch den Hinweis, daß Goethe nach seinen Schriften, seinen Selbstbekenntnissen und nach Aufzeichnungen seiner Freunde von der Gedankenkriminalität nicht frei geblieben ist.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20150427132959

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