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Ts/378

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 378 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-06-21 23:57:20 Stratumlucidum
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Lampe 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 378, Zeilen: 1-2, 4-5, 6-11, 14-15
Quelle: Lampe 2005
Seite(n): online, Zeilen: 1
[Tatsächlich förderten sie aber auch die kriminellen] Aktivitäten ihrer Mitglieder und übten die Funktion einer Standesorganisation aus, die Regeln setzte und durchsetzte: [keine Prügeleien, in der Öffentlichkeit nicht unangenehm auffallen, nicht im geschlossenen Raum auf den Boden spucken etc.] 1890 wurde der erste „Reichsverein ehemaliger Strafgefangener“ gegründet. [Um Mitglied zu werden, musste man vorbestraft sein.] Diesem Beispiel folgten bald ähnliche Zusammenschlüsse in Berlin und anderen Städten. 1898 bildeten die Berliner Vereine einen Dachverband, den „Ring Berlin“, wovon sich die Bezeichnung „Ringvereine“ ableitete. Die Ringvereine vereinigten ein breites Spektrum von Kriminellen, insbesondere Diebe, Einbrecher, Betrüger, Hehler und Zuhälter; [nicht toleriert wurden hingegen Sexualverbrecher und Mörder. Die Mitglieder mussten „saubere Jungs“ sein und sich an gewisse Ehrbegriffe und Spielregeln halten.]

Die Blütezeit der Ringvereine waren die späten 1920er und frühen 1930er Jahre.

Tatsächlich förderten sie aber auch die kriminellen Aktivitäten ihrer Mitglieder und übten die Funktion einer Standesorganisation aus, die Regeln setzte und durchsetzte.

1890 wurde der erste "Reichsverein ehemaliger Strafgefangener" gegründet. Diesem Beispiel folgten bald weitere ähnliche Zusammenschlüsse in Berlin und anderen Städten. 1898 bildeten die Berliner Ganovenvereine einen Dachverband, den "Ring Berlin". Von diesem Namen leitet sich die Bezeichnung "Ringvereine" ab.

[...]

Die Ringvereine vereinigten in ihren Reihen ein breites Spektrum von Kriminellen, insbesondere Diebe, Einbrecher, Betrüger, Hehler und Zuhälter. [...]

Die Blütezeit der Ringvereine waren die späten 20er und frühen 30er Jahre.

Anmerkungen

Fortsetzung von der Vorseite.

Ohne Kennzeichnung der Übernahmen.

Die eigentliche Quelle wurde auf S. 377 (FN 42) genannt, doch auch danach wird weiter aus ihr – teils wörtlich – übernommen.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

[2.] Ts/Fragment 378 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-08-03 16:03:23 Stratumlucidum
Feraru 1995, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann, Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 378, Zeilen: 15-22
Quelle: Feraru 1995
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: –
Inflation und Nahrungsmittelknappheit machten zu dieser Zeit grossen Bevölkerungsschichten das Leben schwer. Nicht wenige versuchten ihr Überleben durch kriminelles Verhalten zu organisieren. Später entsprachen verarmte Intellektuelle, ehemalige Offiziere und Staatsangestellte dem Typ des Gentleman-Verbrechers, der sich selbst bei Raub, Einbruch, Betrug und Hehlerei noch einen Rest an Ehre und Würde zu bewahren versuchte. Bis 1934 gab es in Berlin 64 solcher Ringvereine. Sie existierten in aller Öffentlichkeit. Nicht wenige versuchten ihr Überleben durch kriminelles Verhalten abzusichern. [...] Bis 1934 gab es in Berlin 64 solcher Ringvereine. Sie existierten in aller Öffentlichkeit und lange Zeit ohne die Gefahr, durch den Staat behindert zu werden. [...] Nicht nur, daß Inflation und Nahrungsmittelknappheit das Leben schwer machten, auch eine autoritäre gesellschaftliche Moral zwang viele Menschen regelrecht zum Diebstahl, um nicht verhungern zu müssen. [...] Verarmte Intellektuelle, ehemalige Offiziere und Staatsangestellte schufen in den zwanziger Jahren einen gänzlich neuen Kriminellentyp, den "Gentleman-Verbrecher", der sich, bei Raub, Einbruch, Betrug und Hehlerei, noch einen letzten bitteren Rest an Ehre und Würde bewahrte.
Anmerkungen

Trotz weitgehender wörtlicher Übereinstimmungen kein Hinweis auf die Quelle.

Theoretisch möglich ist auch, dass aus Ferarus in Fn. 42 der Vorseite angeführten und auch am Ende des Online-Artikels genannten Titel "Muskel [sic] Adolf & Co, Die ‚Ringvereine‘ und das organisierte Verbrechen in Berlin, Berlin: Argon 1995" übernommen wurde; daran, dass die Übernahme nicht (hinreichend) kenntlich gemacht wurde, ändert dies aber nichts.

Eine Übernahme aus dem gedruckten Werk ist zudem unwahrscheinlich, da der Haupttitel Muskel-Adolf und Co. lautet und nicht, wie sowohl im Online-Artikel als auch vom Verf. falsch geschrieben, "Muskel Adolf und Co". Es wird weder im Literaturverzeichnis noch an anderer Stelle der vorliegenden Arbeit erwähnt.

Sichter
(Stratumlucidum) Klgn


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Stratumlucidum, Zeitstempel: 20150622000003


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