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Ts/403

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Literatur und Verbrechen: Kunst und Kriminalität in der europäischen Erzählprosa um 1900

von Dr. Dr. Thomas Sprecher

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ts/Fragment 403 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2015-07-08 08:29:42 Stratumlucidum
BauernOpfer, Claßen 1988, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Ts

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 403, Zeilen: 9-21, 102-105
Quelle: Claßen 1988
Seite(n): 87; 88; 89; 90, Zeilen: 87: 24-25; 88: 1-8, 16-19, 101-104; 89: 1-4, 35-36; 90: 1-2
Das Berliner Tageblatt brachte in der Abend-Ausgabe vom 17. Oktober 1906 gleich zwei breit angelegte Stellungnahmen zu dem bereits in der Morgen-Ausgabe geschilderten Ereignis.124 Der Artikel Fetischuniform (ohne Angabe des Verfassers) macht seine Tendenz klar: Die „Köpenickiade“ soll als Fall aller Fälle dargestellt werden, als einzigartige Sensation ohne Steigerungs- und Vergleichsmöglichkeit: „Der Köpenicker Gaunerstreich [...] wird ein besonderes Kapitel in der Geschichte des Gaunertums bilden; denn so raffiniert, so psychologisch korrekt ist kaum jemals schon ein Schwindel inszeniert worden.“ In derselben Ausgabe erschien ein Artikel von Paul Block über die gelungene schauspielerische Leistung Voigts. Er verwies dabei auf ein im Lauf der Geschichte gewandeltes Bild des Verbrechers und auf die Anpassung krimineller Methoden an die gesellschaftspolitischen Verhältnisse:125 [...]

124 Auszüge aus verschiedenen Presseartikeln sowie ein Überblick über die literarischen Bearbeitungen der Köpenick-Thematik bei Siegfried Mews, Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick, S. 12, 14 ff., und bei Hans Gehrke, Carl Zuckmayer, Der Hauptmann von Köpenick, S. 16–20; [sowie: http://www.koepenickia.de/3_oeffentl/3_oeffentl.htm; zugegriffen am 25. September 2010.]
[125 Zit. nach Classen, Darstellung von Kriminalität in der deutschen Literatur, S. 90.]

[Seite 87]

Beispielsweise bringt das "Berliner Tageblatt" in der Abend-Ausgabe vom 17.10.

[Seite 88]

gleich zwei breit angelegte Stellungnahmen zu dem bereits in der Morgen-Ausgabe geschilderten Fall. Der mit Fetischuniform betitelte Artikel ohne Angabe des Verfassers kann wohl als Meinung der Redaktion betrachtet werden. Bereits mit dem ersten Satz ist die Tendenz des Artikels klar: Die Bemühung, die "Köpenickiade" als den Fall aller Fälle, als Sensation ohne Steigerungs- und Vergleichsmöglichkeit, als einzigartige Kriminalaffaire hinzustellen, steht eindeutig im Vordergrund. [...]

Der Köpenicker Gaunerstreich [...] wird ein besonderes Kapitel in der Geschichte des Gaunertums bilden; denn so raffiniert, so psychologisch korrekt ist kaum jemals schon ein Schwindel inszeniert worden.

[...] [Das zentrale Moment in allen Darstellungen der Köpenicker Rathausbesetzung,(217) so auch im "Tageblatt", ist jedoch die Uniform des Hauptmanns, ohne die Wilhelm Voigt wahrscheinlich nicht zu solcher Berühmtheit gelangt wäre.] [...]

[...]


217 Auszüge aus verschiedenen Presseartikeln sowie ein Überblick über die literarischen Bearbeitungen der Köpenick-Thematik bei Siegfried Mews, S. 12, 14 ff. und bei Hans Gehrke, S. 16-20. [Die hier zitierten Textstellen sind bei den genannten Autoren nicht abgedruckt.]

[Seite 89]

In der gleichen Ausgabe erscheint ein Artikel des späteren Pariser "Tageblatt"-Korrespondenten Paul Block(218) über die gelungene schauspielerische Leistung des als Hauptmann verkleideten ehemaligen Schuhmachers Voigt. [...]

[...]

[...] Interessant ist der Verweis auf ein im Lauf der Geschichte gewandeltes Bild des Verbrechers -


[218 Als Korrespondent wird Block erwähnt bei Werner Becker: Demokratie des sozialen Rechts. Die politische Haltung der Frankfurter Zeitung, der Vossischen Zeitung und des Berliner Tageblatts 1918-1924. Göttingen, Zürich, Frankfurt 1971, S. 45.]

[Seite 90]

hier speziell des Räubers - und auf die Anpassung krimineller Methoden an die gesellschaftspolitischen Verhältnisse.

[...]
Anmerkungen

Gekürzte Wiedergabe der Ausführungen Claßens (1988); der Verweis in Fn. 125 bezieht sich lediglich auf ein einziges – hier nicht wiedergegebenes – wörtliches Zitat und macht das Ausmaß der Übernahme nicht deutlich.

Man beachte auch, dass der vom Verf. zuvor zitierte Satz ("Der Köpenicker Gaunerstreich [...]") laut Fn. 217 der Quelle bei den beiden von ihm in Fn. 124 angeführten Autoren gerade nicht abgedruckt ist, obwohl dieser Eindruck erweckt wird; auf einer archivierten Version der von ihm genannten Internetseite findet sich dieser ebenfalls nicht. Dass die tatsächliche Quelle für das Zitat Claßen ist, bleibt dem Leser so verborgen.

Sichter
(fret) Stratumlucidum


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Stratumlucidum, Zeitstempel: 20150707204107


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