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Ts/Fragment 071 12

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 12-21, 105-114
Quelle: Piess 2006
Seite(n): 7; 8, Zeilen: 7: li. Sp. 7-12, 21-26, 59-61; 8: Referenzteil
[Er ist die überwältigende Ordnungsmacht, an ihm wird das Gute festgemacht, er retabliert die durch das Verbrechen beschädigte Ordnung, er bringt das Heil einer wieder geregelten Welt,] er stellt Wahrheit und Gerechtigkeit her – „zwei Schlüsselbegriffe menschlicher Utopie“.140 Dabei ist er nicht nur „die in den Roman hineinprojizierte Personifikation der Frage, die den Leser bewegt“141, sondern immer auch die Inszenierung eines identitätsstiftenden Ideals.142 Den meisten Detektivhelden werden Eigenschaften wie „cool, hart, trinkfest, sexy, ausdauernd, erfolgreich“143 zugeschrieben. Gleichzeitig ist der Detektiv unabhängig von äusseren Einflüssen: „Um Entscheidungen wird nicht gerungen, sie fallen [dem Detektiv] gleichsam zu und werden sofort in schnelle [...] Bewegungen umgesetzt.“144

140 Alida Bremer: Kriminalistische Dekonstruktion, Zur Poetik der postmodernen Kriminalromane, Würzburg: Königshausen & Neumann 1999, S. 11.

141 Alewyn, Anatomie des Detektivromans, S. 60.

142 Vgl. Harry Proll: Die Wirkung der Kriminalromane, in: Vogt, Der Kriminalroman, Bd. II, S. 500–516, 507.

143 Otthein Rammstedt: Zur List der kapitalistischen Vernunft, in: Franceschini/Würmann, Verbrechen als Passion, S. 257–266, 260.

144 Peter Nusser: Unterhaltung und Aufklärung, Studien zur Theorie, Geschichte und Didaktik der populären Lesestoffe, Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang 2000, S. 55 ff., 60.

[Seite 7]

Er ist eben nicht nur »die in den Roman hineinprojizierte Personifikation der Frage, die den Leser bewegt«,11 [also nicht nur »reine Funktion«,12] sondern immer auch die Inszenierung eines identitätsstiftenden Ideals.13 Eigenschaften wie »cool, hart, trinkfest, sexy, ausdauernd, erfolgreich«14 werden den meisten Helden ein- und zugeschrieben. [...] Der Detektiv agiert nicht nur wegen seiner tollen Eigenschaften, sondern auch wegen seiner totalen Unabhängigkeit von äußeren Einflüssen völlig lebensfern: »Um Entscheidungen wird nicht gerungen, sie fallen dem Helden gleichsam zu und werden sofort in schnelle [...] Bewegungen umgesetzt.«16 [...]

[...]

[...] [Durch die Lösung eines Falls macht sich der Detektiv zur Erlöserfigur für den Leser.] Wahrheit und Gerechtigkeit – »zwei Schlüsselbegriffe menschlicher Utopie«.20

[Seite 8]

11 Alewyn: »Anatomie des Detektivromans«, a.a.O. S. 60.

[...]

13 Vgl. Harry Proll: »Die Wirkung der Kriminalromane«, in: Der Kriminalroman. Bd. II. Hg. von Jochen Vogt. München 1971. S. 500-516, hier: S. 507.

14 Otthein Rammstedt: »Zur List der kapitalistischen Vernunft«, in: Verbrechen als Passion, a.a.O. S. 257-266, hier: S. 260.

[...]

16 Nusser: »Unterhaltung und Aufklärung«, a.a.O. S. 60.

[...]

20 Alida Bremer: Kriminalistische Dekonstruktion. Zur Poetik der postmodernen Kriminalromane. Würzburg 1999. S. 11.

Anmerkungen

Seine eigentliche Quelle nennt der Verf. nicht.

Man beachte auch, dass sich der Aufsatz Prolls bei Vogt (1971) auf den S. 500-515 findet und nicht, wie vom Verf. unzutreffend kopiert, auf S. 500-516. Zudem ist auf S. 507 lediglich vom Detektiv als "Idealgestalt" die Rede und nicht von der "Inszenierung eines identitätsstiftenden Ideals"; somit übernimmt der Verf. an dieser Stelle eine Paraphrase, ohne deren Entlehnung von Piess (2006) kenntlich zu machen.

Sichter
(Schumann) Stratumlucidum

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