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Ts/Fragment 167 08

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 8-23, 110-118
Quelle: Roxin 1971
Seite(n): 82, 85, 101, 105, 106, 109, Zeilen: - (online-Quelle)
Zusammenfassend schrieb der Schweizer Staatsanwalt G. F. von Cleric 1926, es sei im Schrifttum wiederholt auf eine „Verwandtschaft zwischen dem künstlerischen (besonders dichterischen und schauspielerischen) Schaffen einerseits und der Tätigkeit des Hochstaplers [...] andererseits hingewiesen worden“. „Die gemeinsame Wurzel des dichterischen und schauspielerischen Vermögens einer- und des hochstaplerischen Talentes andererseits“ sei „vor allem die lebhafte Phantasie“.63 Von Cleric erwähnte ausdrücklich die Möglichkeit, „daß der als Schwindler Verzeigte in Wahrheit in einem Dämmerzustände gehandelt hat; während des Dämmerzustandes, der eine Bewußtseinsstörung in sich schließt, kann der Betreffende, ohne in diesem Sinne orientiert zu sein, ein zweites Leben (also gerade das des Schwindlers) führen (Spaltung des Bewußtseins)“.64

Alle Autoren, die diese Erscheinung beschrieben, stimmten darin überein, dass sich pseudologische Züge neben dem Hochstapler auch beim Dichter, beim Schauspieler und beim Kind zeige,65 unter Hinweis [auf Sigmund Freuds Aussage, „daß die Dichtung wie der Tagtraum Fortsetzung und Ersatz des einstigen kindlichen Spielens ist“.66]


63 G. F. von Cleric: Der Hochstapler, in: Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht 1926, S. 16-52, 41.

64 Ebd., S.44.

65 Vgl. ebd., S. 39: „Bei der Suche nach Parallelen zu der Denk- und Handlungsweise der Hochstapler [...] hat das Schrifttum häufig eingehend auf die Psyche der Kinder und der Jugendlichen hingewiesen“; Hans von Hentig: Zur Psychologie der Einzeldelikte, Bd. III: Der Betrug, Tübingen: Mohr 1957, S. 80: „Die oft erörterte Frage, ob zwischen Kind, Künstler und Hochstapler Ähnlichkeiten bestehen, muß von jedem bejaht werden, der Hochstapler in vivo gesehen hat.“

66 Sigmund Freud: Der Dichter und das Phantasieren [Vortrag 1907; Erstveröffentlichung 1908], in: Sigmund Freud: Studienausgabe, hrsg. v. Alexander Mitscherlich/ Angela Richards/James Strachey, Bd. X: Bildende Kunst und Literatur, Frankfurt am Main: S. Fischer 1969, S. 178.

[Seite 82]

Es beginnt beim Jägerlatein des Stammtischhelden (Karl May in Gartow) und zeigt sich in einer vom Standpunkt des nüchternen Alltagsmenschen aus sozial auffälligen und verstärkten Form vor allem bei vier idealtypischen Figuren: beim Dichter, beim Kinde und Jugendlichen, beim Schauspieler und beim Hochstapler (52).

[Seite 85]

»Die gemeinsame Wurzel des dichterischen und schauspielerischen Vermögens einer- und des hochstaplerischen Talentes andererseits ist vor allem die lebhafte Phantasie«, meint v. Cleric (70), und bei Freud (71) erfahren wir, »daß die Dichtung wie der Tagtraum Fortsetzung und Ersatz des einstigen kindlichen Spielens ist«.

[Seite 101]

In der kriminologischen Literatur über den Hochstapler wird ausdrücklich die Möglichkeit erwähnt, »daß der als Schwindler Verzeigte in Wahrheit in einem Dämmerzustande gehandelt hat; während des Dämmerzustandes, der eine Bewußtseinsstörung in sich schließt, kann der Betreffende, ohne in diesem Sinne orientiert zu sein, ein zweites Leben (also gerade das des Schwindlers) führen (Spaltung des Bewußtseins)« (147); Erinnerungsausfälle pflegen damit einherzugehen (147).

[Seite 105]

52 [...] Zusammenfassend betont v. Cleric (Der Hochstapler, in: Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht, 1926): »Bei der Suche nach Parallelen zu der Denk- und Handlungsweise der Hochstapler ... hat das Schrifttum häufig eingehend auf die Psyche der Kinder und der Jugendlichen hingewiesen« (a. a. O. S. 39); ferner: »Es ist im Schrifttum wiederholt auf eine ... Verwandtschaft zwischen dem künstlerischen (besonders dichterischen und schauspielerischen) Schaffen einerseits und der Tätigkeit des Hochstaplers ... andererseits hingewiesen worden« (a. a. O. S. 41). v. Hentig (Der Betrug, Zur Psychologie

[Seite 106]

der Einzeldelikte Bd. III, 1957, 80) sagt: »Die oft erörterte Frage, ob zwischen Kind, Künstler und Hochstapler Ähnlichkeiten bestehen. muß von jedem bejaht werden, der Hochstapler in vivo gesehen hat.«

70 a.a.O.41

71 Der Dichter und das Phantasieren, in: Gesammelte Werke, London, 1941 Bd. Vll, 213 ff. (222)

[Seite 109]

147 v. Cleric a. a. O. 44

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die tatsächlich benutzte Quelle.

Auch die Zitate und Referenzen werden mitübernommen.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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