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Ts/Fragment 186 03

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 186, Zeilen: 3-8, 105-107
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 42, Zeilen: 14-17, 21-27, 105-107
Im 18. Jahrhundert wurden gälische Lieder, die von Ossian, einer Figur aus der schottisch-gälischen Mythologie aus dem 3. Jahrhundert, stammen sollten, durch Werthers Lektüre in ganz Europa populär. Bis heute besteht keine Einigkeit darüber, ob James Macpherson (1736–1796) diese Oden, die er seit 1760 veröffentlicht hatte, frei erfunden oder doch nur frei übersetzt habe.115

115 Vgl. Werner Fuld: Lexikon der Fälschungen, Frankfurt am Main: Eichborn 1999, S. 199; Ralph-Rainer Wuthenow: Die erfolgreichste Fälschung: Macphersons „Ossian“, in: Karl Corino [Hrsg.]: Gefälscht!, Frankfurt am Main: Eichborn 1990, S. 194; [Schmitz, Was geschah mit Schillers Schädel?, Sp. 1003–1008.]

Ein prominentes Beispiel für diese Art literarischer Falschmünzerei sind die gälischen Lieder, die angeblich aus der Hand des schottischen Barden Ossian stammen. Im 18. Jahrhundert wurden die Oden aus dem 3. Jahrhundert durch Werthers Lektüre in ganz Europa populär. [...] Bald nachdem James Macpherson die Gedichte Ossians seit 1760 veröffentlicht hatte, entbrannte jedoch ein lebhafter Streit über ihre Authentizität. Bis heute sind sich die Fachleute nicht einig, ob Macpherson frei erfunden oder doch nur frei übersetzt hat.80 „Es steht seltsam mit dieser Poesie, die man zuerst als Übersetzung einer originalen Dichtung bewundert und dann als literarische Fälschung bestritten hat. So fing man schließlich an, die Genialität der Erfindung und der Fälschung zu bewundern – wahrscheinlich, weil ihre gewaltige Wirkung sowieso nicht mehr zu widerrufen war.“81

80 Vgl. Werner Fuld: Lexikon der Fälschungen, S. 199.

81 Ralph-Rainer Wuthenow: Macphersons »Ossian«. In: Karl Corino (Hrsg.): Gefälscht!, Frankfurt a. M. 1990, S. 194.

Anmerkungen

Der Verf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) an:
"Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von Stefan Helge Kern, Die Kunst der Täuschung. Hochstapler, Lügner und Betrüger im deutschsprachigen Roman seit 1945 am Beispiel der Romane Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Mein Name sei Gantenbein und Jakob der Lügner, Diss. Hannover 2004, S. 10–95 [...]"

Die Übernahme erfolgt aus diesem Bereich.

Zumindest Fuld (1999) scheint dem Verf. jedoch nicht vorzuliegen, da sich z.B. der Satz "Und es ist nicht zu bezweifeln, daß erst die zahlreichen Übersetzungen des »Werther« die Dichtungen Ossians in ganz Europa populär machten." auf S. 198 des zweiseitigen Ossian-Artikels (S. 198-199) findet und diese Seite daher auch hätte referenziert werden müssen.

Sichter
Schumann, Stratumlucidum

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