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Ts/Fragment 198 11

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
fret
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 198, Zeilen: 11-22
Quelle: Kern 2004
Seite(n): 86, Zeilen: 14-23
Nun gibt es schon beim spätantiken Lukian und dann in der Literatur der Romantik viele Beispiele für Erzählerfiguren, die die Möglichkeiten ihres Erzählens in der Erzählung reflektieren. Das Spiel mit der eigenen Artifizialität ist geradezu das Wesen romantischen Erzählens. In E. T. A. Hoffmanns Märchen Klein Zaches genannt Zinnober weist der Erzähler den „geliebten Leser“ ausdrücklich darauf hin, dass er eine geschriebene Geschichte und nicht die Wirklichkeit vor sich habe.159 In seiner Erzählung Der Sandmann sodann diskutiert der Erzähler nach abgeschlossener Exposition, wie er die Geschichte auch ganz anders hätte erzählen können.160 Die als Metafiktion bezeichneten Phänomene sind eng verwandt mit dem Komplex der romantischen Ironie und anderen Techniken der Desillusionierung.161

159 E. T. A. Hoffmann: Klein Zaches genannt Zinnober, in: E. T. A. Hoffmann: Sämtliche Werke in sechs Bänden, hrsg. v. Wulf Segebrecht/Hartmut Steinecke, Frankfurt am Main: Deutscher Klassiker Verlag 1985, Bd. III, S. 553.

160 E. T. A. Hoffmann: Der Sandmann, in: E. T. A. Hoffmann: Sämtliche Werke, Bd. III, S. 25–27.

161 Vgl. Werner Wolf: Ästhetische Illusion und Illusionsdurchbrechung in der Erzählkunst, Theorie und Geschichte mit Schwerpunkt auf englischem illusionsstörendem Erzählen, Tübingen: Niemeyer 1993 [= Buchreihe der ‚Anglia‘, Zeitschrift für englische Philologie 32]

Neben Lukian gibt es etwa in der Literatur der Romantik viele Beispiele für Erzählerfiguren, die die Möglichkeiten ihres eigenen Erzählens in ihrer Erzählung reflektieren. Man könnte das Spiel mit der eigenen Artifizialität geradezu als das Wesen romantischen Erzählens bezeichnen. Oben wurde schon eine Passage aus Hoffmanns Märchen Klein Zaches genannt Zinnober hingewiesen106, in der der Erzähler seinen „geliebten Leser“ ausdrücklich darauf hinweist, daß er eine geschriebene Geschichte und nicht die Wirklichkeit vor sich hat. In Hoffmanns Erzählung Der Sandmann diskutiert der Erzähler nach abgeschlossener Exposition, wie er die Geschichte auch ganz anders hätte erzählen können.107 Die als Metafiktion bezeichneten Phänomene sind eng verwandt mit der romantischen Ironie und anderen Techniken der Desillusionierung.

106 E.T.A. Hoffmann: Klein Zaches genannt Zinnober. Sämtliche Werke III, S. 553.

107 E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann. Sämtliche Werke III, S. 25-27.

108 Werner Wolf: Ästhetische Illusion und Illusionsdurchbrechung in der Erzählkunst, S. 2.

Anmerkungen

Der Vf. gibt zu Beginn von Kap. E (S. 143-221) an:
"Die Ausführungen in diesem Kap. folgen zum Teil den Darlegungen von Stefan Helge Kern, Die Kunst der Täuschung. Hochstapler, Lügner und Betrüger im deutschsprachigen Roman seit 1945 am Beispiel der Romane Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull, Mein Name sei Gantenbein und Jakob der Lügner, Diss. Hannover 2004, S. 10-95."

Die enge (großteils wörtliche) Anlehnung an die Quelle wird dadurch aber nicht deutlich. Daher Einordnung als Bauernopfer.

Sichter
Schumann

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