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Ts/Fragment 201 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 201, Zeilen: 1-2.4-16
Quelle: Wikipedia Fiktion 2010
Seite(n): online, Zeilen: -
Nach den Theorien des „Fiktionsvertrags“ schliessen Autor und Leser einen „Pakt“ ab. Danach soll der Leser bei der Lektüre literarischer Texte die Regeln der Wirklichkeit bzw. des Wirklichkeitsberichts ausser Kraft setzen und die Angaben einer fiktionalen Darstellung für den Moment glauben, obwohl er weiss, dass die Darstellung nicht wahrheitsgemäss ist. Damit wird die Formel „willing suspension of disbelief “ (willentliche Aussetzung [oder: Ausserkraftsetzung] der Ungläubigkeit) aufgenommen, die der englische Romantiker Samuel Taylor Coleridge 1817 geprägt hat.172

Die Anglistin Aleida Assmann vertritt die These, die Differenz zwischen Fiktion und Realität sei ein „verabschiedetes Paradigma“.173 In der modernen Gesellschaft sei das Bedürfnis geschwunden, zwischen wahren und bloss erfundenen Tatsachen zu unterscheiden. Diese These ist mehrheitlich abgelehnt worden, auch mit dem Hinweis darauf, dass Rezipienten nach wie vor zwischen faktualen und fiktionalen Berichten differenziert.


172 Samuel Taylor Coleridge: Biographia Literaria [1817], Oxford: Clarendon 1907, Bd. II, S. 6: „[It is] that willing Suspension of disbelief for the moment, which constitutes poetic faith.“

173 Aleida Assmann: Fiktion als Differenz, in: Poetica 21 (1989), S. 239-260, 240.

Theorien des Fiktionsvertrags nehmen an, dass Autor und Leser eine Übereinkunft erzielen, nach der der Leser die Angaben einer fiktionalen Darstellung für den Moment glaubt, aber letztlich weiß, dass diese Darstellung nicht wahrheitsgemäß ist. Diese Theorien gehen nicht zuletzt auf die Formel „willing suspension of disbelief“[39] (willentliche Aussetzung der Ungläubigkeit) zurück, die der Dichter Samuel Taylor Coleridge geprägt hat. [...]

[...]

Die Anglistin Aleida Assmann hat die Auffassung vorgetragen, die Differenz zwischen Fiktion und Realität sei ein „verabschiedetes Paradigma“[47]. Damit ist gemeint, dass in den letzten Jahren in der modernen Gesellschaft das Bedürfnis geschwunden ist, zwischen wahren und bloß erfundenen Tatsachen zu unterscheiden. [...] Assmanns Einschätzung ist mehrheitlich zurückgewiesen worden. Im Gegenteil wird zum Beispiel in der Werbung Authentizität gern suggeriert. Rezipienten unterscheiden nach wie vor in der Regel zwischen faktualen und fiktionalen Berichten und passen ihr Verhalten an ein Vorliegen des Fiktionalitätsstatus an.


39. Samuel Taylor Coleridge, Biographia Literaria [1817], Clarendon Press, 1907, Bd. II, S. 6.

47. Aleida Assmann, „Fiktion als Differenz“, in: Poetica 21 (1989), S. 239–260, hier S. 240.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(Schumann), PlagProf:-)

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